Mannschaft Magazin

Wessen Freund und Helfer ist die Polizei?

Der ehemalige Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt drückte es einmal so aus: Die Polizei habe sich vom Verfolger der Community zum Partner entwickelt. In der Hauptstadt wurde auch viel dafür getan. Es gibt je zwei hauptamtliche Ansprechpartner*innen für LGBTIQ bei der Polizei und bei der Staatsanwaltschaft. Auch in Hamburg hat man die polizeilichen LGBTIQ-Ansprechpersonen 2016 zu zwei hauptamtlichen Ämtern ausgebaut.

Vielerorts bekennt sich die Polizei, die auch in diesem Jahr wieder weit über 50 CSD-Paraden in der Republik zu sichern hat, zur LGBTIQ-Community und hisst die Regenbogenflagge zum Christopher Street Day oder zum IDAHOT. In Thüringen wurde sie vor eineinhalb Jahren dafür als zu LGBTIQ-freundlich beschimpft. Ähnliches wiederholte sich vergangenen Sommer in Berlin.

Zu schwulenfreundlich – oder zu rechts?

Eigentlich absurd: Eine Behörde soll zu schwulenfreundlich sein, während sich dort gleichzeitig rechtsradikale Seilschaften bilden. So soll die rechtsextremistische Gruppe «Nordkreuz» – mit Ablegern in allen Teilen der Republik – politisch motivierte Morde geplant haben. Sie habe Namen und Adressen von politischen Gegnern auf Todeslisten gesammelt. Der Gründer der Gruppe soll mit Kollegen Munition aus Polizeibeständen entwendet und Tausende Patronen gehortet haben.

Ausserdem wurden Adressen aus dienstlichen Quellen weitergegeben. Ein Polizeibeamter,

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