Mannschaft Magazin

«Wenn Männer mich anflirten, schmeichelt mir das»

Herr Wartke, mit welcher Motivation schreiben Sie Ihre Lieder?

Ich habe durchaus eine Art Sendungsbewusstsein. Was ich schaffen möchte mit meiner Kunst, ist ein differenziertes Bild zu zeigen. Und für Erleichterung sorgen – bei mir selbst und bei meinem Publikum. Indem es gelingt, mit einem komödiantischen Blick die Dinge zu betrachten. Mir hilft es, einen komischen Umgang zu finden, wenn mich etwas aufregt. Es geht mir dann einfach besser. Das hat was Selbst-therapeutisches.

Nehmen wir das Thema Religion. Wie sehr regt Sie das auf?

In meinen Augen sind Religionen nicht das Problem. Es geht darum, was man daraus macht. Das ist auch die Quintessenz eines Götterdialoges, den ich für mein neues Programm geschrieben habe. Das Problem sind die Idioten, die die Religionen missbrauchen, um damit Homophobie zu rechtfertigen, Völkermord, Kindermissbrauch – was auch immer. Dazu braucht man übrigens nicht mal eine Religion – das geht auch völlig ohne. Man muss nicht religiös sein, um ein Idiot zu sein: Die Nazis haben es völlig ohne Religion geschafft.

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