Mannschaft Magazin

«Auch mir fällt nicht alles in den Schoss»

Im schlichten Konferenzraum im Keller des Hotels Arch in London ist es mucksmäuschenstill. Die Luft lässt sich in Stücke schneiden – so hoch ist die Anspannung. Denn jeden Moment wird sie den Raum betreten: Madonna Louise Ciccone, alias die Queen of Pop, die laut «Guinness World Records» mit 300 Millionen verkauften Tonträgern trotz der Existenz einer Taylor Swift und einer Beyoncé immer noch die erfolgreichste Musikerin aller Zeiten ist.

Majestätisch ist ihr Gang, ganz wie es sich für eine Königin gehört, als sie von ihrer Publizistin in den Raum eskortiert wird. «Hello Madonna, I’m Katja», höre ich mich sagen – und die Situation ist irgendwie surreal. Ihr Mund formt sich zu einem Lächeln, in dem Erhabenheit mitschwingt. Sie sieht schön aus, geradezu jung. Und sie ist so sehr Madonna, dass es berührt, weil man an all die grossen Momente denken muss, die diese Künstlerin der Popkultur und den Menschen, die heute zwischen 35 und 50 sind, beschert hat.

Von der katholischen Skandalgöre und esoterischen Mutterfigur bis hin

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