Mannschaft Magazin

Genügen zwei zum Glücklichsein?

Dass schwulen Männern Klischees gern anhaften wie lästiges Klebeband, ist nicht neu. Besonders hartnäckig hält sich das Stereotyp des promiskuitiven, stets testosterongeladenen Kerls, der auch in einer Partnerschaft kaum treu sein kann. Offene Beziehungen scheinen eine zeitgemässe Lösung, um unseren naturbedingten Trieben gerecht werden und gleichzeitig unser Bedürfnis nach Intimität befriedigen zu können. Doch ist Monogamie tatsächlich ein reines Luftschlosskonzept, das in einer aufgeklärten Gesellschaft keinen Platz hat?

Nur ein schlechter Witz?

Lachende Emoticons, ungläubige Fragezeichen und Kommentare à la «Viel Glück beim Suchen!» waren die ersten und häufigsten Reaktionen auf meine virtuelle Suche nach Interviewpartnern zum Thema «Monogamie in homosexuellen Beziehungen». Und dies allem voran von Männern, die selbst schwul sind. Als hätte unsere Community sich bereits mit der Tatsache arrangiert, dass bedingungslose Zweisamkeit nur das Relikt einer von Disneyfilmen verklärten Kindheit sein kann. Spannender als diese Beobachtung empfand ich jedoch die Tatsache, dass viele der monogamen Paare, die

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