Mannschaft Magazin

Interview mit Katarina Barley (SPD)

Frau Barley, in Brunei gilt seit April für Homosexuelle die Todesstrafe durch Steinigung. Wie sollte sich die EU hier dem Sultanat gegenüber positionieren?

Die EU sollte sich allen Staaten gegenüber sehr deutlich positionieren, die Homosexuelle diskriminieren. Wer Homosexuelle mit dem Tod bedroht, umso mehr. Das Problem ist, dass es Diskriminierung ja auch in einigen EU-Ländern noch gibt. Mir macht die Situation in Ungarn Sorgen, aber nicht nur dort. Die EU muss ganz klar feststellen, dass es Menschenrechte sind, wenn es um die Rechte von LGBTIQ geht, und nicht irgendwelche Petitessen. Dazu kommt dann die Schwierigkeit, wie sich die EU gegenüber Drittstaaten verhält. Denn die Aussenbeziehungen werden derzeit nach dem Einstimmigkeitsprinzip bestimmt. Und die Hoffnung, dass in der EU – ausser dass sich die Hohe Vertreterin der EU für Aussen- und Sicherheitspolitik Federica Mogherini entsprechend positionieren wird – konkrete Beschlüsse gefasst werden, habe ich im derzeitigen Stadium nicht.

Sind Sie zuversichtlich, dass man von diesem Einstimmigkeitsprinzip in naher Zukunft wegkommt?

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