Mannschaft Magazin

Was tun gegen den Hass?

Es ist ein trauriger, ein schändlicher Rekord: Gut 100 polnische Lokalregierungen haben mittlerweile «LGBT-freie Zonen» ausgerufen. Schwule und Lesben gehören zu den wichtigsten Feindbildern im Land. Sie «bedrohen die polnische Identität, die Nation, deren Existenz und damit auch den polnischen Staat». Das sagte der Chef von Polens rechtsnationalistischer Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski vergangenes Jahr im Europawahlkampf – und das sehen offenbar viele im Land genauso. Zwischen homosexuell und pädophil wird nicht unterschieden; wer eine Familie mit zwei Vätern oder zwei Müttern gründen und Kinder haben will, gilt als kriminell. Der Hass wird noch angestachelt von Erzbischöfen, die vor einer «Regenbogen-Pest» warnen und zu Protesten gegen Pride-Veranstaltungen aufrufen. Das Ergebnis konnte man im vergangenen Juli beim ersten CSD in der polnischen Stadt Bialystok im Nordosten des Landes beobachten: Hooligans attackierten die rund 800 Teilnehmer*innen der Demo mit Eiern, Steinen, Böllern und Flaschen,

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