Mannschaft Magazin

2 Vertraut anders

«Severino hat gleich zwei Mamis und einen Papi.»

Es ist ein frühlingshafter Samstagnachmittag am Stadtrand von St.Gallen. Dort, wo die Stadt aufhört und die Natur anfängt. Dort, wo ich dem Lockdown, nicht aber dem Heuschnupfen entfliehen kann. Dort, wo ich eine polyamouröse Regenbogenfamilie zum Fotoshooting treffe: Camilla, Claudia und Severino (echte Namen der Redaktion bekannt).

Was mir gleich auffällt: Alle drei wirken glücklich. Sie strahlen Harmonie und Zufriedenheit aus. So, wie es die Illustrierten gerne hätten, wenn sie Glück inszenieren. Doch dieses Glück, dem ich beiwohne, ist nicht gestellt: kein Dauergrinsen, das ich aus Homestorys aus den Medien mit Promis kenne, bei denen überstrapazierte Lachmuskelfasern jeden Moment zu reissen drohen. Kein Schwadronieren über Oberflächlichkeiten, sondern unverblümter Klartext – wie beim Thema Eifersucht, von dem mir Camilla und Claudia erzählen. Kein Gefühl der Fremdheit, das mich beschleichen könnte – im Gegenteil: So normal wie mit ihnen habe ich mich noch nie gefühlt. Vorausgesetzt, es existiert ein Gefühl der Normalität.

Sichtbarkeit schafft Normalität

Das «Normalitätsgefühl» ist der Grund, warum mich

Sie lesen eine Vorschau. Registrieren Sie sich, um mehr zu lesen.

Mehr von Mannschaft Magazin

Mannschaft Magazin2 min gelesen
«Es Gibt Für Jeden Körper Das Richtige Bett»
Adrian, welches Bett garantiert einen erholsamen Schlaf? In erster Linie sind es die Matratze und der Lattenrost, auf denen du dich wohl fühlst. In zweiter Linie ist es meine Aufgabe als Schlafberater, die gesundheitlichen Beschwerden meiner Kund*in
Mannschaft Magazin1 min gelesen
Unser Reiseplan
Abfahrt in Walvis Bay, Namibia  Etosha Nationalpark, Namibia  Sossusvlei Nationalpark, Namibia  Fish River Canyon und Garas Park, Namibia  Entspannen an Bord der Pride of Africa  Kimberley, Südafrika  Endstation in Pretoria, Südafrika ■
Mannschaft Magazin5 min gelesenDiscrimination & Race Relations
«Meine Vorbilder Sind Eher Weiblich, Nichtbinär Oder Trans»
Tarik, wir müssen reden. In deiner Trallafitti-Show hast du den Chef der deutschen Liberalen, Christian Lindner, als süsse Maus bezeichnet . . . Damit meine ich nicht das, wofür er politisch steht. Oder wie er sich selber inszeniert, sondern nur vom