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iOS 14

Das iPhone-Betriebssystem iOS (ehemals und vielleicht bald wieder: iPhoneOS) hat in seiner Geschichte so manch denkund merkwürdige Designentscheidung mitmachen dürfen und müssen. Natürlich war hier auch der Druck, das System weiterzuentwickeln deutlich höher als etwa bei macOS. Apple verkauft seit Jahren in jedem Quartal vielfach mehr iPhones als Macs. Und die Menschen, an die sie diese Smartphones verkaufen, ersetzen sie schneller durch neue Modelle, als sie es bei einem Laptop oder gar einem Desktoprechner tun würden. Da müssen entsprechend häufiger signifikante Änderungen her, damit das iPhone nicht langweilig wird.

In Sachen Design herrscht dabei weitestgehend Stillstand. Mit dem iPhone SE hat Apple erst im Frühjahr ein weiteres iPhone auf den Markt gebracht, das auf den ersten Blick nicht vom iPhone 6 aus dem Jahr 2014 zu unterscheiden ist. Und selbst die Top-Modelle der vergangenen Jahre – iPhone X, iPhone XS, iPhone 11 und iPhone 11 Pro – erinnern ob ihrer äußeren Form stark an eben jenes Smartphone von 2014 – selbst, wenn inzwischen die Home-Taste durch die Gesichtserkennung Face ID ersetzt wurde.

Das soll aber gar kein Vorwurf sein. Vielleicht ist das iPhone (und eigentlich sogar das Smartphone allgemein, weil sich auch die Modelle anderer Hersteller oft am iPhone-Design orientieren) auch einfach fertig, die perfekte Form gefunden. Seit Jahren schon beschweren sich keine Heerscharen von Menschen mehr über „ständig“zerbrechende Frontverglasung und verkratzte Rücken. Das wird auch daran liegen, dass für die meisten Menschen das Design ihres Smartphones in Wahrheit egal ist; das Telefon verschwindet ohnehin nur Sekunden nach dem Auspacken in einer Hülle und wart ab dann nicht mehr gesehen.

Dann aber, wenn die Designaspekte eines Geräts (zumal eines Geräts, das man so häufig benutzt wie eben ein Smartphone) abseits des Marketings eine immer geringere Rolle spielen, muss die Software den Unterschied machen.

Apple hat das schon lange erkannt. Natürlich feiert man bei der alljährlichen Präsentation des jeweils neuen iPhone weiterhin auch regelmäßig dessen Design von Neuem. Und das mit Recht, schließlich macht Apple sich hier ja Jahr für jahr zahlreiche Gedanken, wie man das iPhone etwa noch stabiler bekommt, und weiß auch in jedem Jahr neue Erfolge zu vermelden. Der Löwenanteil der Show dreht sich allerdings um die Software. Die entscheidenden Fragen sind dabei: Was kann sie und wie sieht sie aus?

Von der Not, sich unterscheiden zu müssen

Designtechnisch ist der letzte große Wurf Apples mit Blick auf die iPhone-Software schon lange her. Mit iOS 7 warf man zuletzt 2013 alles über den Haufen und erfand praktisch jedes virtuelle Zahnrad neu.

Langfristig hat sich diese Entscheidung bezahlt gemacht. iOS zehrt bis heute von der damals eingeschlagenen Marschrichtung – von iOS 8 bis zur Version 13 waren nicht ohne Grund nur Ausbesserungen und Optimierungen nötig. Nur, wer genauer hinsieht, merkt, dass so manches Konzept von damals heute nicht mehr funktioniert. Ein

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