Mannschaft Magazin

7 Das fehlende Puzzleteil

Früher spielte Fabian im Verein Fussball, bei den Frauen, auch noch nach Beginn seiner Testosteronbehandlung Ende 2015. Für den Verein sei das okay gewesen, aber irgendwann beschloss er, damit aufzuhören – aus Respekt vor den rechtlichen Aspekten und einer möglichen Wettbewerbsverzerrung. Später spielte er Badminton. Als trans geoutet war er in dem Verein nicht. «Das hat auch ›nktioniert; nur beim Umkleiden musste ich aufpassen», erzählt Fabian. Auch Pinkeln am Pissoir ist für trans Männer eine Herausforderung.

Der Sonderschulpädagoge arbeitet im niedersächsischen Stade. Dort an der Förderschule müsste er eigentlich alles unterrichten, auch Sport, aber davon wurde er zunächst befreit. Schwimmstunden muss er bis heute nicht geben.

Fabian beantragte bei seiner Krankenkasse die Operation für den Peniod-Aufbau, hier wird die Vagina verschlossen und ein sogenannter Klitorispenoid aufgebaut. Dafür bekam er zwar grünes Licht, doch von dem Erfolg des Eingriffs ist er nicht überzeugt. «Wenn es richtig schlecht läuft, braucht man Dutzende Korrektur-Operationen, ist aber am Ende trotzdem verstümmelt.» Fabian kennt trans Männer, bei denen diese

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