Mannschaft Magazin

9 Sitzen ein Schwuler und eine Lesbe auf einer Parkbank . . .

Vereint unter einer Flagge scheint es, als verbinde homosexuelle Frauen und Männer einiges. So sind sie beispielsweise auf einer gemeinsamen Pride anzutreffen und stellen heteronormative Werte hinsichtlich ihrer Allgemeingültigkeit in Frage. Aber reicht das, um sie in ein und dieselbe Schublade sortieren zu können? Die Geschichte lehrt uns, dass Menschen trotz aller Versuche, gesellschaftliche Ungleichheiten zu vermeiden, trotzdem gern auf Unterschiedlichkeiten bestehen. Vielleicht, weil es ihnen ein Gefühl von Anerkennung und Einzigartigkeit verleiht. Vielleicht aber auch, weil erst dadurch eine Abgrenzung zu denjenigen möglich wird, mit denen man sich weniger verbunden fühlt. Mannschaft-Autor Martin Busse und Emilia Roig, Direktorin des Center for Intersectional Justice in Berlin, philosophieren in einem Zwiegespräch über die Beziehung zwischen Lesben und Schwulen.

So viel zum Klischee

Martin: Lesbische Frauen haben oft kurze Haare, kein Stilempfinden und füllen ihre Freizeit am liebsten mit Outdoor-Aktivitäten. Sie schminken sich nicht, trinken Bier statt Wein und hören Musik

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