NaturApotheke

Unsere Haut – Kontakt- und Schutzorgan

ein altes, französisches Sprichwort sagt: „Es gibt drei Arten von Liebe: Die Liebe auf der Haut, die Liebe in der Haut und die Liebe, die unter die Haut geht“. Es beschreibt damit die zentrale Rolle des Organs Haut für unser Leben.

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Ihre Fläche beträgt circa 1,5 bis 2 Quadratmeter, das Gewicht ungefähr 3,5 bis 10 kg je nach Körpergröße. Ihr sind die Anhangsgebilde Haare, Nägel, Schweiß- und Talgdrüsen zugeordnet.

WICHTIGE AUFGABEN DER HAUT

Die Aufgaben der Haut sind vielfältig: Sie grenzt ab, sie schützt den Körper vor schädlichen Einflüssen und sie nimmt Sinneseindrücke und Reize aus der Außenwelt auf. Ohne diese äußere „Hülle“ wären wir nicht lebensfähig. Die taktile Stimulation über die Haut ist eine notwendige Voraussetzung für unsere psychische und mentale Entwicklung. Ohne Berührung können sich unsere Seele und unser Geist nicht frei entfalten, und wir würden auf einem nicht menschlichen Entwicklungsniveau stehen bleiben, wie das Schicksal von Kaspar Hauser eindrücklich beweist. Die Haut reguliert den Wasserhaushalt und die Körpertemperatur. Sie hat einen wichtigen Stellenwert bei der Entgiftung von Stoffwechselprodukten und hilft bei der Produktion von Vitamin D. Letzteres ist für die Knochenbildung, für ein funktionierendes Immunsystem und als „Sonnenhormon“ sogar für das psychische Wohlbefinden erforderlich. Die Haut ist ein Kommunikationsmedium, ein Spiegel unserer Seele. In der Umgangssprache zeigen das Redewendungen wie: „vor Neid erblassen“, „etwas macht mir Gänsehaut“, „vor Scham erröten“, „etwas ist zum aus der Haut fahren“ oder „etwas ist zum Haare ausreißen“.

Diese bildhaften Beschreibungen drücken unsere oft verborgenen psychisch-seelischen Befindlichkeiten im Kontakt mit uns selbst und mit unserer Umwelt aus: So gibt es Menschen mit „dünner Haut“ und mit „dickem Fell“, was ausdrücken soll, dass sie sensibel und psychisch verletzlich sind oder eben wenig von außen an sich heranlassen. Anatomisch ist die Haut aus drei Schichten aufgebaut: Die Oberhaut oder Epidermis als äußerste Schicht wird aus verhorntem Plattenepithel, dem Keratin, gebildet

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