Linux Magazin germany

Klug verstaut

Ein Besucher aus der Vergangenheit würde sich wohl nur ungläubig die Augen reiben, sähe er, welche Storage-Möglichkeiten sich dem Admin heute eröffnen. Galt früher ein RAID 10 bereits als wieselflink, hat solch ein Plattenverbund schon gegen ein ein einziges modernes NVMe-Laufwerk nicht mehr den Hauch einer Chance. Selbst das Standardargument gegen Flash-Speicher verliert zunehmend an Relevanz: Längst rufen die Hersteller auch für größere Laufwerke nicht mehr den Gegenwert eines gebrauchten Kleinwagens auf.

Noch allerdings kosten FlashSpeicher mehr als vergleichbare Festplatten, und aus Sicht des Admins gilt zudem, dass sich unterschiedliche Arten von FlashSpeicher für verschiedene Einsatzzwecke verschieden gut eignen. Und oft ist Flash eigentlich nicht notwendig. Dieser Artikel geht auf die grundlegende Frage ein, wo man idealerweise Festplatten durch Flash-Medien ersetzt, und erläutert anhand verschiedener Alltagsbeispiele, wann welche Speicherlösung aus Sicht des Admins Sinn ergibt.

Gretchenfrage

Grundsätzlich ist die Frage, ob Festplatten 1 oder Flash zum Einsatz kommen sollen, freilich so alt wie Flash-Speicher selbst. Der Preisverfall bei SSDs 2 und NVMes erscheint ja aus heutiger Sicht durchaus bemerkenswert.

Noch vor wenigen Jahren war FlashSpeicher in Rechenzentren vorrangig in Form von Pufferspeichern bei Controllern zu finden, kaum als Ersatz für Massenspeicher. Das hat sich mittlerweile geändert, denn Flash-Speicher wird preislich zunehmend attraktiver.

Die Industrie sagt für das Jahr 2025 den magischen Break Even voraus, also den Punkt, an dem ein Terabyte auf einem SSD- oder NVMe-Laufwerk genauso viel kostet wie auf einer Festplatte. Hier greift Wright’s Law, das sich mit Abstrichen auf Computerhardware anwenden lässt. Der US-Ingenieur Theodore Wright stellte schon 1936 fest, dass die Herstellungskosten pro Flugzeug bei jeder Verdoppelung der Produktion um rund 20 Prozent sanken. Je höher die Nachfrage nach einem Gut, desto billiger kommt also dessen Massenproduktion.

Im Ergebnis dieses Faktors soll sich laut Marktforschern das Blatt 2025 zugunsten von

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