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Returnal

ACTION | Arcade-Games sind tot. Das klingt vielleicht wie eine leere Behauptung, doch wenn die von einem Studio wie Housemarque kommt, will das schon was heißen. Schließlich ist das finnische Team mit Effektorgien wie Resogun oder Nex Machina groß geworden! Weil sich solche Spiele aber finanziell einfach nicht mehr für den Entwickler lohnen, hat Housemarque vor vier Jahren einen Kurswechsel angekündigt: Man will sich künftig auf große AAA-Produktionen konzentrieren. Eine deutliche Ansage, der nun Taten folgen: Housemarques erstes Großprojekt ist das mit Spannung erwartete Returnal. Der PS5-Exklusivtitel entpuppt sich im Test als hochwertiger Action-Ritt, der eine finstere Sci-Fi-Geschichte mit effektgeladenen Third-Person-Kämpfen, irren Bullet-Hell-Einlagen und robusten Rogue-like-Me chaniken verzahnt. Das Ergebnis: Ein atmosphärisches, oft fesselndes Actionhighlight, auf das man sich aber einlassen muss – denn Returnal leistet sich auch ein paar vermeidbare Schwächen.

Das Spiel pfeift auf Erklärungen, es geht direkt los: Kaum hat man Returnal gestartet, erlebt ihr schon, wie die Astronautin Selene auf dem fernen Planeten Atropos eine Bruchlandung hinlegt. Wer ist diese Frau, wonach sucht sie – und warum ist sie mutterseelenallein auf dieser feindseligen Welt unterwegs? Housemarque wirft bewusst eine Frage nach der nächsten auf, die Antworten muss man sich erarbeiten: Returnal liefert seine Story nur in winzigen Häppchen, die sich wie ein düsteres Puzzle zusammensetzen.

Und täglich grüßt das Alien

Atropos entpuppt sich buchstäblich als Todesfalle. Während Selene durch überwucherte Ruinen stapft, entdeckt sie uralte Maschi nen und mysteriöse Artefakte, dazwischen zahllose Überreste einer Alien-Zivilisation, die Selene „die Empfindungsfähigen“ nennt. Noch erschreckender: Selene stößt auch auf eine menschliche Leiche – ihre eigene. Noch ehe sie sich darüber den Kopf zerbrechen kann (Panik wäre wohl die bessere Reaktion), macht sie Bekanntschaft mit einer bissigen Spezies, die wie eine Mischung aus Hund und Krake daherkommt. Nach ein paar Minuten folgt das Unvermeidbare: Selene stirbt. Und das

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