Falstaff Magazin Österreich

JAMES-BOND-COCKTAILS: VOM SCHÜTTELN UND VOM RÜHREN

Das Wortspiel war offenbar nur eine Draufgabe: Wenn 007-Schöpfer Ian Fleming den Agenten ihrer Majestät seine Martini-Variationen »geschüttelt, nicht gerührt« bestellen lässt, ging es ihm vermutlich weniger um die sprachliche Doppeldeutigkeit, die sich im englischen Original auch als »fassungslos, aber nicht aufgewühlt« lesen lässt, sondern vielmehr um eine exakte mixologische Handlungsanweisung, die den eigenen Vorlieben des Autors entsprach. »Unter allen Bagatellen, die ich erlebte, machte mich keine so rasend wie Ian Flemings Anweisungen, wie man seine Martinis zubereiten sollte«, wird sein Freund Ernest Cuneo im Buch »Shaken« (Hölker-Verlag, € 20,50) zitiert. Und weiter: »Er achtete sowohl auf den Wermut als auch auf den Gin und erklärte dem Kerl, der sie mixen wollte, jeden Schritt, als ob es sich um eine Doktorarbeit handelte.«

Es ist

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