EULENSPIEGEL Das Satiremagazin

Marvin gibt sich Mühe

s war ein gewöhnlicher Sonntagmorgen, halb neun, am Rand eines Fußballplatzes, irgendwo weit weg vom S-Bahnring. Wie üblich begleitete ich meinen Sohn zu den Auswärtsspielen seines Vereins. Manchmal nehme ich Strickzeug mit, immer fülle ich mir Sekt in den Kaffeebecher, um dem Event etwas abgewinnen zu können. Dann starre ich auf mein Handy und lese das Neueste über Natascha Ochsenknecht oder die dumme Göre von Heidi Klum, während mein Sohn »alles«, »aber wirklich alles!« gibt, um seine Mannschaft – allesamt frühverfettete Mittelstandsknaben, die statt über die Treppen mit dem Lift das Penthouse

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