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Bogenlampe

Spieleentwicklung mit Go und dem Fyne-Framework

Die Fußball-EM vor einem Jahr war ein ziemlicher Reinfall für Jogi Löws Gurkentruppe, aber eine Szene aus dem Spiel Tschechien gegen Schottland ist mir trotzdem in Erinnerung geblieben: Der Torwart der Schotten war weit aus dem Tor herausgelaufen; der tschechische Spieler Patrik Schick bemerkte das an der Mittellinie stehend und beförderte mit einem sehenswerten Bogenschuss den Ball ins Gehäuse des aushäusigen Torwarts. Seither versuche ich immer wieder, dieses Kunststück auf meiner Position als Knipser der Amateurmannschaft „Beer Fit“ in San Francisco zu replizieren, bislang allerdings ohne jeden Erfolg. Ich beschloss deshalb, daraus ein in Go geschriebenes Videospiel für die Snapshot-Kolumne zu machen.

Das zugrunde liegende physikalische Modell für den Lupferschuss nennt sich „schiefer Wurf“ und wird in jedem guten Schulphysikbuch heruntergebetet. Das weiß ich zufällig genau, denn während meines Elektrotechnikstudiums an der TU München schwitzte ich mich durch manche Prüfung im Mörderfach „Technische Mechanik“. Und auch viele, viele Jahre später, mit zitternden Händen ein total vergilbtes Diplom haltend, brauchte ich nur einen kurzen Auffrischer, um die Formeln für die Ballposition abhängig vom Startpunkt, dem Winkel und der Geschwindigkeit des Abschusses sowie der verstrichenen Zeit herzuleiten.

Die Flugbahn des Fußballs, der über den Kopf des herausgeeilten Torwarts in hohem Bogen ins dahinterliegende Netz segelt, ist keineswegs der einzige Anwendungsfall des schiefen Wurfs . Dieselbe seit Langem bekannte Formel errechnet auch die Flugbahnen ballistischer Geschosse, von

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