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Guardians of the Galaxy

ACTION Titel von großen Publishern, die auf Basis sündhaft teurer Lizenzen entstanden sind, sind definitiv nicht die Spiele, bei denen ich normalerweise als erstes „hier!“ schreie, wenn in der Redaktion gefragt wird, wer denn Lust hätte, sich um den obligatorischen Test zu kümmern. Weil ich großer Fan der Filmumsetzungen bin und durchaus offen für Dinge, die außerhalb meiner Komfortzone liegen, machte mich Square Enix’ Version der Guardians of the Galaxy dann aber doch neugierig. Trotz anfänglicher Skepsis gegenüber dem Lizenztitel, die vor allem daher rührt, dass der Publisher mit Marvel’s Avengers ein Servicegame abgeliefert hat, das so ziemlich alle meiner schlimmsten Reservationen gegenüber der sogenannten AAA-Spieleindustrie bestätigt, nahm ich mich also der Sache an. Eidos Montreal, die Square Enix bei Avengers bereits mit zusätzlichen Arbeiten unter die Arme griffen und nun bei Guadians als Entwickler fungieren, versprachen bereits im Vorfeld einen reinen Singleplayertitel mit Storyfokus ohne Mikrotransaktionen oder DLC. Die Voraussetzungen für ein angenehmes Spielerlebnis sind also schon allein dadurch um einiges besser als bei der wahrscheinlich berühmtesten Superheldentruppe der Welt.

Nach dem Durchspielen bin ich nun froh, berichten zu können, dass die Kanadier nicht nur Wort gehalten, sondern tatsächlich auch ein richtig gutes Spiel abgeliefert haben. Obwohl der Titel in manchen Bereichen durchaus noch etwas Feinschliff hätte vertragen können, ist er in seinen Kerndisziplinen nämlich mammutstark. Vor allem die Geschichte, die das Entwicklungsteam um die Comichelden gesponnen hat, überzeugt mit einer exzellenten Struktur, cleveren Verweisen auf die Vorlage und überraschend emotionalen Zwischentönen.

Wir töten den Space-Papst!

Die Handlung beginnt nicht allzu lange nachdem sich die Guardians of the Galaxy

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