Linux Magazin germany

Virtueller Arbeitsplatz

Virtualisierungslösungen für Desktop-Systeme

Virtualisierungslösungen haben vor allem seit der Jahrhundertwende auf herkömmlichen Computern Einzug gehalten. Sie ermöglichen eine wesentlich effizientere Nutzung der vorhandenen Ressourcen und bieten dadurch hauptsächlich in Unternehmen ein hohes Einsparpotenzial. Dabei gibt es unterschiedliche, auf verschiedene Anwendungsszenarien zugeschnittene Arten der Virtualisierung.

Konzepte

Als feste Komponente bringen virtuelle Systeme stets einen Hypervisor mit. Er dient dazu, die virtuellen Maschinen (VMs) von der physisch installierten Hardware zu trennen. Zusätzlich teilt der Hypervisor die physischen Ressourcen der Hardware zwischen den einzelnen VMs und ihren Leistungsanforderungen auf. Dabei arbeitet er weitgehend transparent. Er wird in ein bestehendes Betriebssystem installiert oder – in großen IT-Infrastrukturen – auch direkt auf der vorhandenen ServerHardware. Auf Desktop-Systemen arbeiten die Anwender anschließend in den virtuellen Maschinen, wobei je nach Integration keine oder nur sehr geringe Latenzen im Vergleich zum direkten Einsatz auf Hardware auftreten. Die VMs ähneln dabei herkömmlichen Dateien, da sie sich zwischen verschiedenen Rechnern verschieben und auf diesen jeweils ohne weitere Konfiguration nutzen lassen.

Es gibt unterschiedliche Arten der Virtualisierung. Die Datenvirtualisierung konsolidiert verteilt gesicherte Datenbestände, die den Anwendern anschließend wie ein einziger Daten-Pool erscheinen. Mithilfe der Desktop-Virtualisierung macht ein Admin in größeren IT-Infrastrukturen eine vorgefertigte Desktop-Umgebung variabel auf einer beliebigen Anzahl an Arbeitsplätzen verfügbar. Dabei lassen sich auf den virtualisierten Desktops auch Updates und Applikationen ohne umständliche manuelle Konfiguration synchron halten. Bei der Server-Virtualisierung setzt man auf einer physisch vorhandenen Maschine mehrere virtuelle Server auf, die unabhängig voneinander arbeiten und mit unterschiedlichen Betriebssystemen laufen können. Eine ebenfalls oft genutzte Form der Virtualisierung stellt die Betriebssystemvirtualisierung dar. Dabei werden auf Kernel-Ebene Betriebssysteme virtualisiert, sodass sich beispielsweise mehrere Linux-Instanzen parallel und voneinander völlig unabhängig nutzen lassen. Dabei sorgt die Abschottung der einzelnen Instanzen für einen Sicherheitsgewinn und erleichtert zudem die Wartung der Systeme.

Unter Linux kommen auf dem Desktop meist drei unterschiedliche

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