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High Five mit DDR5

DDR5-RAM: Was ist neu?

Einen umfangreichen Ausblick, größtenteils auf Basis der von der Herstellervereinigung JEDEC definierten offiziellen DDR5-Spezifikation, lieferten wir Ihnen bereits in der PCGH-Ausgabe 09/2020. Daher fassen wir uns bei den Grundlagen dieses Mal kürzer und informieren Sie vor allem über Aspekte, die für „Early Adopter“ mit Wechselabsichten auf Alder Lake, mittel-und langfristig aber für alle PCSpieler in der Praxis relevant sind. 2022 wird nämlich auch AMD die erste Plattform mit DDR5-Unterstützung veröffentlichen und zur Ablösung der vertrauten DDR4-SDRAM-Technologie im DesktopMarkt beitragen.

Mehr Kapazität und Takt

Zu den offensichtlichen Verbes serungen gehören eine von 1,2 auf 1,1 Volt abgesenkte Standardspannung, zudem steigt die Chip-Kapazität von 2 bis 16 auf 8 bis 64 Gigabit. Im Desktop-Markt sind daher für die Zukunft 64 und 128 GiByte fassende DDR5-Module zu erwarten. Intel Alder Lake unterstützt offiziell zwar maximal DDR5-4800, die DDR5-Spezifikation ist aber bereits fit für Plattformen mit einer Freigabe bis DDR5-6400 und weitere Erhöhungen zumindest bis DDR5-8400 wurden in Aussicht gestellt. Langfristig erwarten manche Hersteller noch weitaus mehr Spielraum: Adata zeigte beispielsweise schon eine Präsentationsfolie, in der von 12.600 MT/s, also DDR5-12600 die Rede war; wofür allerdings auch stark erhöhte Spannungen – gemäß Folie bis zu 1,6 Volt – erforderlich sein dürften. Zum Redaktionsschluss lag der Overclocking-Weltrekord immerhin schon bei CPU-Z-validierten DDR5-8705, wofür flüssiger Stickstoff (-196 °C) genutzt wurde. (Der DDR4-Bestwert sind DDR4-7200.)

PMIC: Theorie und Praxis

Eine wichtige technische Neuerung von DDR5 ist unter dem Namen PMIC (Power Management Integrated Circuit) bekannt, die bei kühlerlosen Modulen sofort ins Auge fällt: Auf einer Seite der Platine sitzen mittig zahlreiche obenflächenmontierte Komponenten (siehe Bild). Die Aufgabe dieses Schaltkreises besteht im Wesentlichen darin, die Eingangsspannung von 5 Volt herunterzuregeln. Anders als bei DDR4 liefert also nicht das Mainboard bereits die gewünschte RAM-Spannung an, sondern das Modul selbst übernimmt die Bereitstellung.

Diese Änderung hat Vor-, aber auch Nachteile: Grundsätzlich ermöglicht die lokale

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