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Grün gerechnet

Effiziente Rechenzentren dank Virtualisierung und Containern

Irgendwie ist heutzutage ja alles „green“ und „organic“ – vom Waschmittel über das Frühstücksbrot bis hin zum Biobaumwollbezug des Kopfkissens, auf den man sein Haupt allabendlich bettet. Eher selten denkt Ottilie Normalverbraucherin allerdings über den Bio- und Umweltfaktor der digitalen Dienste nach, die sie jeden Tag in Anspruch nimmt.

Doch das eigene Smartphone hat ebenso einen ökologischen Fußabdruck wie die Infrastruktur, die sein Betrieb erfordert. Die geliebte Serie auf Netflix, Amazon Prime oder Sky setzt ebenfalls eine erhebliche digitale Infrastruktur voraus, und zwar nicht nur zum unmittel baren Ausspielen der Inhalte, sondern im Hintergrund auch für deren Konversion in platzsparende Videoformate. Dienste des alltäglichen Bedarfs wie der eigene Mail-Provider oder der Lieblingswebshop für den großen Weihnachtseinkauf sind ohne riesige Rechenzentren ebenfalls kaum denkbar. Da kommt schnell die Frage auf, ob sich IT überhaupt ökologisch realisieren lässt und welche Faktoren dabei gegebenenfalls eine Rolle spielen.

Die Antwort fällt wie so oft eher unbefriedigend aus: Kommt darauf an. Dieser Artikel wagt eine Bestandsaufnahme: Welche Faktoren spielen eine Rolle, wenn es um die Klassifizierung von digitalen Diensten im Hinblick auf den Öko-Fußabdruck geht? Wie wirken sich Faktoren wie Virtualisierung darauf aus? Und welche Optionen existieren gegenwärtig, um Rechenzentren und die Workloads darin wirklich ökologisch zu gestalten?

Ein langer Weg

Wirft man einen Blick in die Rechenzentren, findet sich vielerorts eine ähnliche Situation: Virtualisierung dominiert die Szene. Dabei spielt es aus heutiger Sicht eher eine untergeordnete Rolle, ob es um die Virtualisierung ganzer Server mit Paravirtualisierung 1 oder um eine weniger invasive Virtualisierung mit Containern 2 geht. Beide Faktoren wirken sich zwar unterschiedlich aus, worauf der Artikel später noch im Detail eingeht,

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