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Ikonen der Spieleindustrie Todd Howard Der Mann hinter The Elder Scrolls, Fallout und Starfield

REPORT | Todd Howard, Jahrgang 1971, wächst in Lower Macungie Township auf, einer 30.000-Seelen-Gemeinde im US-Bundesstaat Pennsylvania. Schon als Kind kann er sich nicht nur für Mathematik, Star Wars, Der Herr der Ringe und D&D begeistern, sondern auch für alles, was mit PCs zu tun hat – im Speziellen Computerspiele. Ein Titel, der es ihm von Anfang angetan hat, ist das im September 1981 veröffentlichte Rollenspiel Wizardry von Sir-Tech. Aber auch das am 23. August 1983 erschienene Ultima 3: Exodus aus der Feder von Richard Garriott und seinem Team bei Origin Systems lässt ihn nicht mehr los. Speziell das Erkunden der riesigen Fantasy-Welt und die Gespräche mit NPCs geben ihm immer wieder ein faszinierendes Gefühl von Freiheit. Nicht zuletzt aufgrund dieser beiden Klassiker fasst Howard bereits in jungen Jahren den Entschluss, eines Tages selbst Spiele zu entwickeln.

Den dafür nötigen Rechner organisieren sich er und sein ein Jahr älterer Bruder – der später Director of Creative Affairs bei Disney wird und den Animationsfilm Bambi 2 mitproduziert – mit einem unwiderstehlichen Angebot. „Ich erinnere mich noch daran, wie mein Bruder und ich unbedingt einen Apple-Computer haben wollten und wir unseren Eltern deshalb das irrwitzige Versprechen machten, jeden Tag das Haus zu putzen“, so Todd Howard 2006 in einem Interview mit der Lokalzeitung The Morning Call (https://www.newspapers.com/clip/71771398/lifesanimated-for-ex-valley-brothers/). Erste Programmierkenntnisse bringen sich die beiden derweil in Eigenregie mit Hilfe von selbst erworbenen Büchern und der Unterstützung von Freunden bei.

Um seinem Traumjob weiter auf die Sprünge zu helfen, schließt Howard im Alter von 18 Jahren die High School ab und wechselt auf das College of William & Mary im zirka 550 Kilometer südlich gelegenen Williamsburg im US-Bundesstaat Virginia. Howard ist ein engagierter Student der Wirtschaftswissenschaften, kann es jedoch nicht lassen, jede freie Minute im Rechnerraum der Hochschule zu verbringen, um dort ein brandneues Produkt seines Lieblingsentwicklers Origin Systems zu spielen: die Weltraum-Ballerei Wing Commander (1990). Wenn Howard gerade keine Vorlesungen besucht, Kilrathi-Schiffe pulverisiert oder sein Coding-Know-how verfeinert, bastelt er hingegen emsig an eigenen kleinen PC-Spielen.

Todd Howard: Ein Mann mit klaren Zielen und großen Ambitionen

Zu wichtigen Feiertagen besucht er außerdem regelmäßig seine Eltern. So auch während der Weihnachtsferien in seinem Senior-Jahr am College. Das Besondere damals: Bevor er sich auf den Rückweg zur Uni macht, fällt ihm beim Betrachten der Schachtel von Wayne Gretzky Hockey – einem 1988 veröffentlichten Eishockey-Spiel von Bethesda, das er gerne spielt – etwas Interessantes auf. Die Firmenzentrale von Bethesda liegt praktisch auf seiner Route zum College! Howard denkt nicht

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