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IN JEDER HINSICHT INTENSIV

Sie sind Sprecherin des Romans „Es ist ein Mädchen“ der Französin Camille Laurens. Wie ging es Ihnen mit diesem Job? Ich erkenne mich in vielem, das Camille Laurens beschreibt,

wieder. Die Hauptfigur des Romans ist in den 1960ern, 1970ern, ähnlich wie ich, aufgewachsen. „Sie ist nur ein Mädchen.“ – Diesen Satz kenne ich. Meine Mutter hätte auch gerne einen Jungen gehabt. Sie war liebevoll, keine Frage und doch wächst man als Mädchen anders auf. Man hat manchmal das Gefühl, warum auch immer, man sei nur halb so viel wert. Leider habe ich, wie die Protagonistin des Romans auch, Missbrauch erlebt, der dann heruntergespielt wurde, dem nicht nachgegangen wurde. Bei mir war es ein Lehrer in der Schule. Meine Mutter hat damals gesagt, wir reden lieber nicht darüber. Um keinen Ärger zu machen, um nicht aufzufallen. Das war damals die Zeit, ich mache ihr heute keine Vorwürfe deswegen. Bei den Aufnahmen hatten der Tonmeister, die Regisseurin und ich immer wieder

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