
TEST
Erhältlich auf:
PC, PS5, PS4, XSX, XBO
Genre:
Action / Ego-Shooter
Entwickler:
Dabuster Studios
Hersteller:
Deep Silver / Plaion
Sorache:
Englisch
Text:
Deutsch
USK:
Ab 18
Termin:
21. April 2023
Es gibt ja nicht mehr viele Spiele, an denen die USK noch etwas auszusetzen hat. Dead Island 2 ist aber so ein Fall. Warum, das wird schon nach wenigen Minuten klar. Selbst im Vergleich zu anderen Zombiespielen fliegen hier gewaltig die Fetzen, wörtlich gemeint. Das Spiel ist aber nicht nur eine ganze Spur härter als sein Vorgänger, sondern auch um einiges besser. Vor ein paar Monaten hätten wir darüber vielleicht noch gelacht. Wer hätte nach der ewig langen Entwicklung wirklich noch mit einem anständigen Spiel gerechnet? Zur Erinnerung: Schon 2014 wurde an Dead Island 2 gearbeitet, zwei Studios bissen sich an dem Projekt die Zähne aus und wurden irgendwann abgezogen. Erst vor vier Jahren wurde die Entwicklung nochmal komplett neu begonnen - diesmal bei den Dambuster Studios, also den Machern von Homefront: The Revolution (das jetzt auch nicht gerade ein Knaller war). Und doch haben sie es irgendwie geschafft, mit Dead Island 2 ein richtig ordentliches Spiel abzuliefern. Eines, das zwar arg auf Nummer sicher geht, dabei aber auch genau weiß, was es sein will - und uns im Test überraschend viel Spaß gemacht.
STADT STATT INSEL
Lasst euch vom Namen nicht täuschen: Dead Island 2 ist zwar eine Fortsetzung und erwähnt das Vorgängerspiel hier und da, doch das Inselsetting ist Geschichte. Diesmal seid ihr im zombieverseuchten L.A. unterwegs, von den Entwicklern auch liebevoll „Hell-A“ genannt. Die Stadt wurde mehr oder weniger evakuiert und abgeriegelt, nur ein paar Pechvögel und Verrückte hausen noch dort. Natürlich landet auch ihr mittendrin im Zombie-Chaos und müsst nun versuchen, da irgendwie lebendig wieder rauszukommen.
Zuerst sucht ihr euch eine von sechs Spielfiguren aus. Die unterscheiden sich ein bisschen in ihren Basisattributen, wie Abwehr, Ausdauer oder Heilung, spielen sich aber ansonsten sehr ähnlich. Trotzdem istleicht schiefgehen können, doch Dambuster gelingt hier ein guter Spagat zwischen Satire, Horror und nacktem Trash. Das Spiel nimmt sich also nur selten richtig ernst, verkommt aber auch nicht zur überdrehten Lachnummer. Das hat Lob verdient!