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Wo die Angst ist - Der erste Fall für Behrens und Kamm (Ungekürzte Fassung)

Wo die Angst ist - Der erste Fall für Behrens und Kamm (Ungekürzte Fassung)

Geschrieben von Dinah Marte Golch

Erzählt von Uve Teschner


Wo die Angst ist - Der erste Fall für Behrens und Kamm (Ungekürzte Fassung)

Geschrieben von Dinah Marte Golch

Erzählt von Uve Teschner

Bewertungen:
4.5/5 (2 Bewertungen)
Länge:
9 Stunden
Freigegeben:
Sep 26, 2013
ISBN:
9783839812600
Format:
Hörbuch

Beschreibung

Zwei Wochen vor Weihnachten: Ein türkischer Abiturient wird ins Koma geprügelt, der einzige Zeuge muss um das Leben seiner Familie fürchten, und der verzweifelte Vater des Opfers will nur eins: den Täter bestraft sehen. Ausgerechnet die unkonventionelle Psychologin Alicia Behrens soll Sigi Kamm, den forschen Hauptkommissar der Potsdamer Mordkommission, in diesem Fall unterstützen. Beide überschreiten in ihrer Arbeit Grenzen: Sie provokant, aber moralisch gerechtfertigt, er nicht immer juristisch sauber, aber erfolgreich. Die beiden haben eine alte Rechnung offen - doch nun müssen sie als Partner wider Willen zusammenarbeiten.
Freigegeben:
Sep 26, 2013
ISBN:
9783839812600
Format:
Hörbuch

Über den Autor



Rezensionen

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2 Bewertungen / 2 Rezensionen
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Leser-Rezensionen

  • (5/5)
    … und wieder einmal ein neues Ermittlerpaar: Alicia Behrens, Psychologin mit dunkler Vergangenheit, und Sigi Kamm, beziehungsunfähiger Kommissar, der es mit Vorschriften nicht so genau nimmt, wenn es bei der Überführung eines Täters weiterhilft. Sowohl die Kombination Psychologin/Kommissar als auch diese Charaktere gibt es in Krimis schon zuhauf, aber Dinah Marte Golch hat es geschafft, daraus etwas Neues zu machen.Die Ausgangslage ist alles andere als vielversprechend: Vor 18 Monaten hat Alicia vor Gericht dafür gesorgt, dass der Jugendliche Noyan Akay nicht in Jugendhaft musste, nachdem er drei Polizisten – unter ihnen Sigi Kamm – tätlich angegriffen hat. Doch jetzt wurde Noyan, der nach erfolgreicher Suchttherapie inzwischen eine Initiative gegen Rassismus gegründet hat, brutal zusammengeschlagen und liegt im Koma. Der letzte Anruf von seinem Handy ging an Alicia Behrens, Sigi Kamm fährt zu ihr und plötzlich ermitteln sie gemeinsam…Dabei will Alicia eigentlich gar nicht ermitteln, sie will nur psychologisch helfen, da sie von Sigis Direktheit im Umgang mit Opfern, Zeugen und Angehörigen geschockt ist. Doch ihre Gespräche mit den Betroffenen bringen oft wertvolle neue Erkenntnisse für Sigi. Das ist es, was dieses Ermittlerpaar anders macht. Alicia sieht jedes Gespräch als Therapie an und es geht ihr nur darum, den Menschen zu helfen und nicht um die Ermittlungen. In einem Fall setzt sie zwar ganz gezielt ein Rollenspiel ein, um an die Wahrheit zu kommen, aber sie bleibt der Therapieform immer treu. Sigi wird natürlich oft ungeduldig, aber Alicia weigert sich, ihre "Patienten" unter Druck zu setzen, um an Informationen zu gelangen.Das hört sich jetzt vielleicht ein bisschen langweilig an, aber "Wo die Angst ist" ist ein spannender Krimi. Man merkt, dass die Autorin normalerweise Drehbücher schreibt, denn dieses Buch könnte man ohne Probleme verfilmen. Es gibt viel Handlung und Dialoge; der Leser erfährt nur selten, was die Charaktere denken. Die Kapitel sind in viele kurze Szenen unterteilt, bei denen man den Schnitt im Film geradezu vor Augen hat, aber das stört den Lesefluss nicht.Die Drehbuchnähe bringt allerdings auch viele Klischees mit sich. Das muss bei Filmen wahrscheinlich so sein, damit der Zuschauer sich sofort zurechtfindet, im Buch ist es aber nicht unbedingt nötig.Für mich war die Lektüre dieses Buches eine Mischung aus Lesen und Fernsehen, da sich die Handlung in meinem Kopf wie ein Fernsehkrimi abgespielt hat - der Stil der Autorin ist auf jeden Fall sehr bildhaft und bringt den Leser sofort an den Ort des Geschehens.Am Ende des Buches gibt es dann ein paar Andeutungen zu Alicias Vergangenheit, was sozusagen eine Fortsetzung ankündigt. Die werde ich sicher auch lesen!
  • (4/5)
    Ein türkischer Jugendlicher, der eine erfolgreiche Antirassismusinitiative gegründet hat, wird kurz vor Weihnachten brutal zusammengeschlagen und dabei lebensgefährlich verletzt. Tatverdächtig ist ein Nazi, den ein Zeuge vor Ort gesehen hat und der noch Schlimmeres verhinderte. Dem Vater des Opfers gehen die Ermittlungen zu langsam voran und er beginnt, auf seine Art den Hinweisen nachzugehen. Als der Zeuge nach einem Überfall aus Angst um seine Familie seine Aussage zurückziehen will, wird die Situation äusserst brisant... Hauptkommissar Sigi Kamm und die Psychologin Alicia Behrens, die seit einer gemeinsamen Begegnung vor Gericht eine gegenseitige Abneigung miteinander verbindet, sind gezwungen, in diesem besonders brisanten Fall zusammenzuarbeiten.
    Die beiden Hauptfiguren könnten kaum gegensätzlicher sein. Während die Psychologin davon überzeugt ist, dass Worte und Geduld mehr ausrichten können als Gewalt und Zwang, ist der Hauptkommissar nach vielen Berufsjahren der Auffassung, dass bei seiner Aufgabe nichts mehr hilft als Härte und Druck. Die Zwei fetzen sich immer und immer wieder und doch müssen sie (widerwillig) anerkennen, dass jede/r auf auf seine/ihre Weise auch Erfolg hat. Es macht Vergnügen, den Wortduellen der Beiden zu folgen.
    Die Geschichte selbst besitzt für einen Krimi einen ungewohnt hohen psychologischen Anteil, was jedoch der Spannung nicht im Geringsten abträglich ist, ganz im Gegenteil. Man gewinnt einen kleinen Einblick in ein Nazimilieu, bei dem einem das Messer in der Tasche aufgeht ('Wie übe ich Druck aus, ohne dass ich strafrechtlich belangt werden kann?' Trifft natürlich auf alle anderen kriminellen Bereiche ebenso zu). Man lernt eine völlig normale Familie kennen, die jedoch alles andere als normal ist und doch in dieser und ähnlicher Konstellation vermutlich überall anzutreffen ist. Kurz: Ein Krimi, der wie aus dem echten Leben gegriffen scheint.
    Einziges Manko: Ausgerechnet beim Täter bleiben die psychologischen Erklärungen, weshalb er dies alles so steuern konnte, im Dunkeln. Schade, das hätte mich doch sehr interessiert.