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Wer herrscht im Theater und Fernsehen?

Wer herrscht im Theater und Fernsehen?

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Wer herrscht im Theater und Fernsehen?

Länge:
76 Seiten
41 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
7. Okt. 2010
ISBN:
9781452351520
Format:
Buch

Beschreibung

Eines schien immer klar zu sein: Sowohl im Theater als auch vor dem Bildschirm zeige sich der Zuschauer grundsätzlich beherrscht von dem Geschehen auf Bühne und Mattscheibe – ein passiver Empfänger, Konsument, machtlos. Ulf Heuner zeigt in seiner Theorie des Theaters und Fernsehens auf, dass vielmehr der Zuschauer grundsätzlich das Geschehen auf Bühne und Bildschirm beherrscht.

Herausgeber:
Freigegeben:
7. Okt. 2010
ISBN:
9781452351520
Format:
Buch

Über den Autor

Ulf Heuner, Dr. phil., Studium der Philosophie, Theater- und Medienwissenschaft in Erlangen und Berlin, 1999 Promotion in Leipzig mit einer Arbeit zum griechischen Theater (J.B. Metzler 2001), Lehraufträge in Berlin, Bochum und Leipzig, 1998-2003 Mitarbeit im European Network of Research & Documentation of Performances of Ancient Greek Drama (Athen/Oxford). Heuner arbeitet heute als Verleger sowie freier Lektor und hat selbst zuletzt ein Buch über Missgeschicke publiziert (Klett-Cotta 2007); bei Parodos bereits erschienen: Klassische Texte zum Raum; Klassische Texte zur Tragik


Buchvorschau

Wer herrscht im Theater und Fernsehen? - Ulf Heuner

Wer herrscht im Theater und Fernsehen?

by

Ulf Heuner

SMASHWORDS EDITION

* * * * *

Published by Parodos Verlag at Smashwords

Wer herrscht im Theater und Fernsehen?

Copyright © 2010 Ulf Heuner

This book is available in print at most online retailers.

Smashwords Edition License Notes

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* * * * *

Wer herrscht im Theater und Fernsehen?

Table of Content

Einleitung

Theater

»Zielstrebig rannte eine leichtbekleidete Schauspielerin auf mich zu«

»Unter 100 Kilo Fleisch hatte sich die ästhetische Wahrnehmung erledigt«

Straßentheater als prototypische Theaterform

Ein Schalke-Fan macht Ernst mit der Vereinigung von Theater und Leben

Demütigungen des Zuschauers

Der Hoffnungsträger: Theater im Kreis

Der streifende Blick

Die Schauspieler erklimmen die Logen

»Wie fandest Du es?«

Fernsehen

Wer herrscht beim Fernsehen?

»Moderatoren reden permanent gegen ihren Objektstatus an«

Das Fernsehen schlägt zurück

»Besonders erschrocken schaute eine Passantin, die mir bekannt vorkam«

Wer herrscht im Fernsehen?

Der Publikumschor

Der streifende Blick im Fernsehen

Die Dominanz des Moderators

Der Vorteil der Frontalität

Der gelungene Kreis

Anmerkungen

Einleitung

Alle medienkritischen Bewegungen der letzten hundert Jahre hatten vor allem ein Ziel: die Emanzipation des vermeintlich geknechteten, unmündigen Zuschauers. Denn eines schien immer klar zu sein: Sowohl im bürgerlich-dramatischen Theater mit seiner Guckkastenbühne als auch zu Hause vor dem Bildschirm zeige sich der Zuschauer grundsätzlich beherrscht von dem Geschehen auf Bühne und Mattscheibe – ein passiver Empfänger, Konsument ohne Möglichkeit der Partizipation, machtlos. Diese Einschätzungen waren schon immer falsch. Denn grundsätzlich herrscht immer der Zuschauer und die sogenannten progressiven Kräfte im Theater und Fernsehen hatten tatsächlich vorrangig ein Ziel: an diesem Zustand etwas zu ändern.

Es geht hier also nicht um die sozialen bzw. institutionalisierten Herrschaftsverhältnisse in den Theater- und Fernsehanstalten mit ihren oft strengen Hierarchien – so interessant diese auch sind –, sondern in erster Linie um die Herrschaftsverhältnisse und Machtstrukturen, die sich zwischen Akteuren und Zuschauern unmittelbar im Akt der Aufführung bzw. Sendung ergeben. Die sozialen Herrschaftsverhältnisse spielen aber in diese hinein, so dass sie nicht völlig unberücksichtigt bleiben. Es soll streng historisch mit dem älteren Medium, dem Theater, begonnen werden, denn viele der hier zu beobachtenden Machtstrukturen prägen auch das Fernsehen.

Theater

Im modernen Guckkastentheater mit seiner erleuchteten Bühne gegenüber dem abgedunkelten Zuschauerraum beherrscht – allen Klagen über den passiven, willenlosen Zuschauer zum Trotz – dieser den Schauspieler. Texte über Macht und Herrschaft scheinen ja ohne Rückgriff auf Michel Foucault nicht mehr möglich, hier soll allerdings, in gewissem Sinne anti-foucaultianisch, Foucault kurz auf den Kopf gestellt werden, um ihn dann schnell hinter sich zu lassen. Denn im Guckkastentheater liegt eine Verkehrung des von Jeremy Bentham konzipierten und von Michel Foucault analysierten panoptischen Gefängnisprinzips vor, demzufolge ein Einzelner im Zentrum sieht, ohne gesehen zu werden, während viele in der Peripherie gesehen werden, ohne selbst zu sehen, und somit der Kontrolle unterworfen sind. Im Guckkastentheater zeigt sich dagegen folgende Struktur: Die vielen Zuschauer im abgedunkelten Zuschauerraum sehen, ohne gesehen zu werden,

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