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Mitten ins Herz. Drei lesbische Liebesgeschichten
Mitten ins Herz. Drei lesbische Liebesgeschichten
Mitten ins Herz. Drei lesbische Liebesgeschichten
eBook100 Seiten1 Stunde

Mitten ins Herz. Drei lesbische Liebesgeschichten

Von Jae

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Über dieses E-Book

Der Morgen danach
Jae
Nachdem ein Blind Date gründlich danebengegangen ist, hat Amanda erst einmal die Nase voll von Frauen. Der spontane Besuch einer Anti-Valentinstags-Party führt zu einer unerwarteten Bekanntschaft. Als sie am nächsten Morgen aufwacht, erwarten sie ein heftiger Kater und eine Überraschung...

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Arbeitsweg
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Für Raphaela ist der tägliche Weg zur Arbeit nichts Langweiliges oder Nerviges, stattdessen sehnt sie die Busfahrt herbei, denn sie ist in Lena verliebt, die Frau, die jeden Morgen den Bus fährt. Doch eines Tages kurz vor Valentinstag sitzt auf einmal jemand anderes hinter dem Steuer des Busses. Wird Raphaela Lena jemals wiedersehen?

SpracheDeutsch
HerausgeberYlva Publishing
Erscheinungsdatum22. Jan. 2013
ISBN9783955330439
Mitten ins Herz. Drei lesbische Liebesgeschichten
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Autor

Jae

Jae grew up amidst the vineyards of southern Germany. She spent her childhood with her nose buried in a book, earning her the nickname "professor." The writing bug bit her at the age of eleven. For the last seven years, she has been writing mostly in English.She works as a psychologist. When she's not writing, she likes to spend her time reading, indulging her ice cream and office supply addiction, and watching way too many crime shows.

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    Buchvorschau

    Mitten ins Herz. Drei lesbische Liebesgeschichten - Jae

    Jae

    Eine von uns beiden wird den Nachtisch nicht überleben.

    Da war sich Amanda sicher. Sie wusste nur noch nicht wer. Entweder würde sie sich zu Tode langweilen oder ihre Verabredung würde mit dem Gesicht voran in ihrem geräucherten Lachsmousse landen, Amandas Gabel in der Halsschlagader.

    Nichts von Amandas mörderischen Absichten ahnend, plapperte Val weiter. »… und deshalb haben meine Eltern vereinbart, dass mein Vater den Namen des ersten Kindes aussuchen würde und meine Mutter den des zweiten. Oh, und weißt du, was richtig klasse ist?« Sie klatschte in die Hände.

    »Nein«, sagte Amanda und schaffte es unter Auferbietung all ihres schauspielerischen Könnens, wenigstens halbwegs interessiert zu erscheinen. »Was denn?« Sie hob ihre Gabel mit einer in Kokosnuss panierten Garnele, um ein Gähnen zu verstecken.

    »Val ist die Abkürzung für Valentina, deshalb ist Valentinstag schon immer mein Glückstag gewesen. Als ich dich vorhin zum ersten Mal gesehen habe, wusste ich sofort, dass wir füreinander bestimmt sind.«

    Amanda verschluckte sich an der Garnele. Sie hustete, bis sie das Gefühl hatte, dass ihr Gesicht scharlachrot angelaufen war. Mit zwei großen Schlucken leerte sie ihr Weinglas und sah sich nach dem Ober um. Wenn sie dieses Date überleben wollte, brauchte sie ein wenig alkoholische Unterstützung. »Füreinander bestimmt? Ähm, Val, das ist doch erst unser erstes Date. Meinst du nicht, das ist ein wenig überstürzt, selbst für zwei Lesben?«

    »Oh, keineswegs.« Val streckte die Hand aus und ließ einen pink-lackierten Fingernagel Amandas Arm hinabgleiten. »Wahre Liebe kennt keine Zeitbegrenzung.«

    Vals Berührung jagte Amanda eine Gänsehaut über den Rücken. Zu blöd, dass es nicht die angenehme Sorte Kribbeln ist, die sie bei mir auslöst. Unter dem Vorwand, ihr Glas zu leeren, das der Kellner eben aufgefüllt hatte, zog Amanda ihren Arm weg. Okay, nichts wie weg hier.

    Bevor Amanda sich eine höfliche Ausrede einfallen lassen konnte, unterbrach sie der Ober. Er platzierte die Champignon-Pasta vor Amanda und umrundete dann den Tisch, um Vals Ricotta Ravioli zu servieren.

    Immer noch ohne Punkt und Komma quasselnd, griff Val nach ihrer Gabel und schnitt damit ihre Ravioli in kleine, herzförmige Stücke.

    Amanda starrte auf Vals Teller. Oh mein Gott, sie ist wirklich auf eine Romanze aus. Sie reckte den Hals und sah sich suchend nach dem Ausgang um.

    »Mist.« Val tupfte wild an einem Klecks Tomatensoße herum, der auf ihre Bluse gespritzt war. Sie rubbelte und schrubbte und verteilte den Fleck dadurch nur noch mehr. Ihr Stuhl quietschte über den Boden, als sie aufsprang. »Entschuldige mich bitte für eine Sekunde. Ich muss …« Sie deutete auf ihre Brust und eilte davon.

    Ja! Amanda stand ebenfalls auf. Das war ihre Chance, abzuhauen. Aber sollte sie wirklich genug Geld auf den Tisch legen, um ihre Hälfte des Essens zu bezahlen, und dann einfach verschwinden? Sie warf einen sehnsüchtigen Blick in Richtung Ausgang, bevor sie seufzte und sich wieder setzte. Zu dumm, dass meine Großmutter mich anständig erzogen hat. Val war ja vielleicht ein bisschen plemplem, aber Amanda wollte ihr nicht für immer und ewig ihren Glückstag verderben, indem sie sie mitten in ihrem Date ohne Erklärung sitzenließ.

    Sich selbst verfluchend, kramte sie ihr Handy aus der Handtasche und drückte auf die Schnellwahltaste eins.

    Das Telefon klingelte zweimal, bevor abgenommen wurde. »Hallo. Was kann ich für meine Lieblingsklientin tun?«, fragte Kathryn.

    »Du kannst mir versprechen, mich nie wieder zu einem Blind Date zu überreden.«

    »Oh.« Kathryn war für einen Moment still. »Kann ich davon ausgehen, dass dein Date nicht allzu gut läuft? Rob hat aufs Grab seines Bruders geschworen, dass sie genau dein Typ ist.«

    Amanda schnaubte. »Rob ist ein Einzelkind.«

    Papier raschelte am anderen Ende der Leitung. »Also ist Val nicht dein Typ?«

    Amanda unterdrückte den Reflex, Würggeräusche von sich zu geben, und zwang sich, fair zu sein. »Als ich sie zum ersten Mal gesehen habe, dachte ich, sie wäre es.« Um ehrlich zu sein, war Val genau ihr Typ – wenigstens, was das Aussehen betraf. Welliges, rotes Haar fiel in eleganten Locken bis knapp unterhalb ihrer schmalen Schultern. Eine schicke Bluse und ein schwarzer Minirock ließen sie sexy und zugleich stilvoll erscheinen. Außerdem bewegte sich Val anmutiger als die meisten von Amandas Schauspielkolleginnen.

    »Und was ist dann passiert?«, fragte Kathryn.

    »Sie hat den Mund geöffnet.« Amanda nahm noch einen Schluck Rotwein.

    »Ach, komm schon. Sei kein Snob. So schlimm kann sie ja wohl nicht sein.«

    »Ach nein? Wie würde dir eine Verabredung gefallen, bei der dein Date dir ihre ganze Lebensgeschichte erzählt – inklusive der jedes ihrer Familienmitglieder – und das alles, bevor ihr auch nur das Essen bestellen könnt? Und dann fährt sie damit fort, eure gemeinsame Zukunft zu planen, weil sie überzeugt ist, dass ihr füreinander bestimmt seid.« Amanda leerte ihr Glas und schüttelte sich. »Ich wette, noch bevor wir den Nachtisch bestellen, wird sie den Werdegang unserer Kinder bis ins Detail festgelegt haben.«

    Kathryn lachte. »Das ist kein Scherz, oder?«

    »Schön wär’s.« Amanda hob die Hand, um den Ober heranzuwinken. Sie wartete, bis er ihr Glas nachgeschenkt hatte, und nickte ihm anschließend dankend zu.

    »Wo ist dein Albtraum-Date?«, fragte Kathryn. »Bist du zur Toilette geflüchtet?«

    »Nein, da hat sie sich gerade hinverzogen. Sie hat sich was von ihren herzförmigen Ravioli auf die Bluse gekleckert.« Amanda behielt die Tür zur Damentoilette im Auge. Val konnte jeden Moment zurückkommen. »Kath, du musst mir helfen. Ich muss hier raus, bevor sie niederkniet und mir vor allen Leuten im Restaurant einen Heiratsantrag macht.«

    Kathryns unterdrücktes Kichern drang durch den Hörer. »Sag ihr doch einfach, dass Steven Spielberg angerufen hat und dich für seinen nächsten Film haben will – unter der Bedingung, dass du dich jetzt sofort mit ihm triffst.«

    »Spielberg.« Amanda schnaubte. »Ja, klar. Das glaubt sie mir sofort. Er hat mich in meinem letzten Werbespot gesehen und war so beeindruckt von der Art und Weise, wie ich das Geschirrspülmittel in die Höhe hielt, dass er mich jetzt vom Fleck weg engagieren will.«

    »Es sind schon merkwürdigere Dinge passiert«, sagte Kathryn.

    »Mir nicht.«

    Die Tür zur Damentoilette wurde geöffnet.

    Amandas Herzschlag beschleunigte sich.

    Eine ältere Dame

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