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Schöne Abenteuer

Schöne Abenteuer

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Schöne Abenteuer

Länge:
195 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 21, 2013
ISBN:
9786169082590
Format:
Buch

Beschreibung

J.Toring erzählt leicht und beschwingt und stets mit einer Prise augenzwinkernde Ironie, was er zweifellos selbst erlebt hat. Seine Abenteuer sind nicht bloß schön und romantisch, sondern auch exotisch, spannend, amüsant und informativ. Kommen Sie mit auf die Reise nach Malaysia und Thailand! Vielleicht erwacht in Ihnen ein wenig Sehnsucht nach einem anderen, abenteuerlicheren Leben, als Sie jetzt führen. Aber Sie können beruhigt sein: Abenteuer ist nicht gleichzusetzen mit Gewalt oder Auseinandersetzungen, mit Kämpfen und Blutvergießen oder mit Verbrechen und Gesetzesübertretungen. Erfreuen Sie sich vielmehr an einer heilen Welt und genießen Sie mit dem Autor die kleinen und feinen Höhepunkte des Lebens!

Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 21, 2013
ISBN:
9786169082590
Format:
Buch

Über den Autor

J.Toring hat im mittleren Drittel seines Lebens beschlossen, sich auf die Suche nach einem geeigneten Alterswohnsitz zu machen. Das Klima in Österreich hat ihm nicht behagt. Januar, Februar, März hat er nur gefroren. Im März, April und Mai ist er von seiner Pollenallergie geplagt worden. Juni ist halbwegs Ok gewesen. Die Monate Juli und August sind die heißesten des Jahres, da hat er sich wohlgefühlt. Auch seinen Bronchien hat die Wettersituation behagt. Sein Lieblingsmonat ist der September gewesen, da ist er meist im Wald umhergewandert auf der Suche nach Schwammerln. Die trostlosesten Monate sind Oktober, November und Dezember gewesen: Grau, lichtlos, verregnet, nasskalt, einfach schrecklich. Er hat aufgehört zu arbeiten und hat sich aufgemacht. Er hatte genug verdient gehabt. Seine Sehnsucht nach einem ausgeglichenen Klima hat ihn in die Tropen und in Meeresnähe geführt: Karibik, Nord- und Südamerika, Indien, Malaysia, Indonesien, Philippinen und Thailand. Nach Durchsicht aller Einflussgrößen ist er schließlich in Thailand hängen geblieben. Er lebt jetzt in Roiet nahe der Grenze zu Laos und genießt das ausgeglichene Klima, die Liebenswürdigkeit der Leute und die angenehme Lebenssituation. Hier ist zumindest 10 Monate im Jahr September.


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Buchvorschau

Schöne Abenteuer - J. Toring

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Flug nach Kuala Lumpur

Hotspot KL

Im Dschungel von Malaysia

Inselhüpfen in Südthailand

Im Paradies auf Koh Yao

Phuket zum Abgewöhnen

Premiere in Chiang Mai

Nicht eine sondern zwei Nächte in Bangkok

Einsame Herzen im Isaan

Entgiften auf Koh Samui

Eine Liebe auf Koh Chang

Sündiges Pattaya

Jomtien, die Endstation

Schlusswort

Vorwort

Ich bin auf der Suche nach Abenteuern. Dafür habe ich aufgehört, ums Goldene Kalb zu tanzen. Zeit und Geld habe ich genug. Begleiten Sie mich an viele interessante und außergewöhnliche Schauplätze dieser Welt! Vielleicht gelingt es mir, in Ihnen ein wenig Sehnsucht nach einem anderen, abenteuerlicheren Leben, als Sie jetzt führen, zu wecken. Diesmal wird uns die Reise nach Malaysia und Thailand führen.

Aber ich kann Sie beruhigen: Abenteuer ist nicht gleichzusetzen mit Gewalt oder Auseinandersetzungen, mit Kämpfen und Blutvergießen oder mit Verbrechen und Gesetzesübertretungen. Ich möchte Ihnen vielmehr schöne Abenteuer nahe bringen, und ich will Sie mit den kleinen Dingen des Lebens unterhalten. Sollte ich aber einmal ein richtig großes Abenteuer erleben, werde ich Ihnen dieses nicht vorenthalten.

J. Toring

Jomtien 2013

Flug nach Kuala Lumpur

Die Kabine ist angenehm temperiert. Die Frischluftdüsen arbeiten fast lautlos und verbreiten eine gediegene Atmosphäre. Das strahlende Begrüßungslächeln der hübschen Flugbegleiterinnen wirkt absolut natürlich. Ich danke im Vorbeigehen mit einem wohlwollenden Kopfnicken. Eine der jungen Frauen kommt mir von einem früheren Flug her bekannt vor. Auch sie mustert mich nachdenklich. Ich befinde mich an Bord der Qatar-Air-Maschine nach Doha, von wo ich nach einem Zwischenaufenthalt von drei Stunden nach Kuala Lumpur weiterfliegen werde. Ich mag diese Fluglinie gerne. Der Service lässt keinen Wunsch offen, die Kabine ist komfortabel und das elektronische Unterhaltungs-Programm vielfältig. Ich bevorzuge die Economy-Klasse, aber nicht aus Kostengründen. Ich bin bei einigen Fluglinien Vielflieger und kann auf Grund meiner Meilensammlungen so gut wie immer auf die Business-Klasse ‚upgraden‘. Auch der Normalpreis dafür wäre kein Problem. Aber in der Business-Klasse fühle ich mich isoliert. Ich brauche die Nähe zu meinen Mitmenschen.

Tagelang vor jeder ausgedehnten Reise lassen mich meine Erwartungen und Befürchtungen nicht los. Ich schlafe schlecht, träume viel. Ich plane immer nur den ersten Flug und den ersten Aufenthalt, alles andere will ich spontan entscheiden. Auch den Rückflug lasse ich offen. Eine Woche vor dem Abreisetag bestelle ich das Flughafentaxi per Internet. Das klappt vorzüglich. Die Abholzeit berechne ich so, dass ich mehrere Stunden vorm Abflug am Flughafen bin. Das Warten Zuhause macht mich nur nervös, ich zähle die Minuten. Wenn ich endlich meinen Koffer aufgegeben und die Ausreisekontrolle passiert habe, ist mein Reisefieber schlagartig verschwunden. Ich verspüre nur mehr Vorfreude auf das Kommende, Unbekannte und Schöne. Ich bin bereit für neue Abenteuer.

Die Economy-Klasse scheint ausgebucht zu sein, zumindest sehe ich keinen freien Sitzplatz in meiner Umgebung. Ich habe wie üblich nicht reserviert und beim Ein-Checken keine Präferenz angegeben. Mein Platz ist in der Mitte einer dreisitzigen Reihe. Links von mir am Fenster sitzt ein asiatisch aussehender, älterer Mann, rechts von mir ein ländlich wirkender Mann mittleren Alters. Ich bevorzuge auf Grund meiner guten Erfahrungen weibliche Nachbarschaft und bin leicht enttäuscht. Aber es ist immer noch angenehmer, als dass mich jemand mit übertriebener Körperfülle einengt oder mit Körpergeruch belästigt. Beide Nachbarn weisen diese Eigenschaften nicht auf. Ich natürlich auch nicht. Eigentlich sollte ich mich jetzt ausführlicher vorstellen, halte es aber für besser, dass Sie mich nach und nach im Laufe der Geschehnisse kennen lernen.

Mein rechter Nachbar bricht das angespannte Schweigen in der Kabine vorm Start, während die Maschine den langen Weg zur Startbahn rollt. Er verkündet allgemein hörbar seine Ansicht, dass heute nicht geflogen sondern gefahren werde. Ich lächle nachsichtig. Hoffentlich glaubt niemand, dass wir zusammen gehören. Einige Passagiere haben ohnedies bereits ihre Kopfhörer aufgesetzt. Mein linker Nachbar blickt aus dem Fenster, ich schließe die Augen. Endlich starten wir, jedoch nach Norden gegen den Wind. Wir wollen in den Süden, wo es warm ist. Ich freue mich auf die lange Rechtskurve im Steigflug. Das ist nichts für schwache Magennerven, aber ich bin, wie gesagt, Vielflieger. Bei meinem ersten Flug vor vielen Jahren bin ich bei einem ähnlichen Manöver froh gewesen, noch nichts gegessen gehabt zu haben.

Bevor das Nachtmahl serviert wird, spiele ich schnell ein paar Partien Schach. Auf mittlerer Spielstufe ist das Gewinnen nicht schwierig, für eine höhere fehlt mir die Geduld. Das Essen ist wie immer ausgezeichnet. Ich trinke keinen Alkohol, meine beiden Nachbarn nützen das Angebot reichlich. Ich beginne eine kleine Unterhaltung mit meinem linken Nachbarn, dessen ruhige und asiatisch zurückhaltende Art auf mich sympathisch wirkt. Er ist Arzt in einer kleinen Gemeinde nahe der Bundeshauptstadt. Er hat sein Berufsleben noch nicht beendet und befindet sich auf einer Reise zu den Philippinen, wo er bei seinen Verwandten Urlaub machen will. Er will dort alle Vorbereitungen zur Rückkehr in seine Heimat nach seiner Pensionierung treffen. Er ist höflich, freundlich und gebildet. Das sind Eigenschaften, die ich sehr schätze. Seine Esskultur ist angenehm. Er setzt sein Plastikbesteck mit sparsamen, bedachten Bewegungen und eng anliegenden Ellbogen ein. Die Papierserviette ist adrett zwischen der Oberkante des Brettes und seinem Kinn drapiert. Mein Nachbar zur Rechten ist aus einem anderen Holz geschnitzt. Schmatzend und mit großen Bissen verzehrt er seine Mahlzeit, als wäre es seine letzte. Zum gebratenen Fisch trinkt er drei Gläser Rotwein. Die Flugbegleiterin ist sichtlich genervt. Ich bemühe mich um zumindest pantomimische Distanz. Seinen Ellbogen bekomme ich dennoch zu spüren. Nach dem Abservieren wird die Hauptbeleuchtung gedämmt. Die kleinen Bildschirme in den Rückwänden der Sitze leuchten. Die Reisenden erforschen eifrig das elektronische Unterhaltungs-Programm. Ich kenne es hinreichend und beschränke mich auf die Sichtung der neuesten Filme. Ich treffe meine Auswahl und will gerade meinen Kopfhörer aufsetzen, als mein rechter Nachbar das Wort an mich richtet. Überraschenderweise stellt er sich vor, nennt seinen Namen, seinen Beruf, seine Herkunft und sein Reiseziel. Ich quittiere diesen Akt der Höflichkeit mit einem Händedruck und einem freundlichen Lächeln. Sein Name ist Josef, seine Freunde nennen ihn Joe. Er ist Besitzer einer Häuserrenovierungsfirma, die er alleine betreibt. Seine Mutter lebt mit ihm zusammen. Sie kocht, besorgt den Haushalt, macht die Buchhaltung und die Amtswege für ihn. Er stammt aus einer ländlichen Gegend und lebt auch dort. Sein Reiseziel ist Bangkok.

Ich stoppe den Film, von dem ich ohnehin nichts mitbekommen habe, und widme mich ganz der Redefreude meines neuen Freundes Joe. Er fliegt jedes Jahr nach Bangkok und bleibt drei Monate bei seiner Thailändischen Freundin. Mit dieser ist er nun schon vier Jahre zusammen. Er hat ihr Haus in Zentralthailand im Alleingang renoviert und einiges an ideellen Werten sowie größere Geldmittel investiert. Jetzt ist alles fertig und ihre ganze Familie, bestehend aus ihren betagten Eltern, ihren zwei ledigen Brüdern und ihren drei halbwüchsigen Söhnen, genießt den höheren Lebensstandard, den ihnen Joe beschert hat. Er möchte seinen Lebensabend und jetzt wieder drei Monate bei seiner Freundin und ihrer Familie verbringen. Da seine Mutter eine Überführung nach Thailand kategorisch ablehnt, plant er später, wenn sie gestorben ist, seine Existenz in seiner Heimat vollständig aufzulösen und ganz zu seiner Freundin zu ziehen. Schlimmstenfalls heiratet er sie sogar. Joe ist es vermutlich von seiner beruflichen Tätigkeit her gewohnt, laut zu reden. Seiner Schilderung folgen mittlerweile mehrere andere Mitreisende. Er scheut sich auch nicht, die Dinge ungeniert auszusprechen. Seinen Formulierungen haftet eine gewisse Unbekümmertheit an. Es folgen skizzenhafte Beschreibungen des Hauses, des Grundstückes, sowie der Bepflanzung und Umfriedung des Gartens, alles von ihm geschaffen. Er ist sichtlich stolz auf sein Werk. Noch stolzer ist er auf seine Freundin, und er beginnt sogleich, von dieser zu schwärmen. Das erweckt bei den nahe sitzenden Passagieren wachsendes Interesse. Einige haben die Kopfhörer bei der Haus- und Gartenschilderung nur halb angehoben und nehmen sie jetzt in Erwartung des Kommenden ganz ab.

Joes Freundin ist eine Thailänderin mittleren Alters mit ländlicher Herkunft und Thailändischer Vergangenheit, was durch die Existenz der drei Söhne belegt ist. In seinen Augen ist sie eine wahre Schönheit. Ihr Äußeres wird in mehreren Kleidungsstücken gepriesen, beginnend beim traditionellen Festtagskleid, welches schon lange für eine eventuelle Hochzeit bereitliegt, bis zum Arbeitskittel, den sie fast immer trägt. Bei diesem perfekten Körper ist es jedoch völlig unwichtig, was sie anhat. Joe ist wirklich amüsiert darüber, dass jemand mit so vollkommenen Brüsten einen Büstenhalter braucht, ja, geradezu zwanghaft darauf besteht, immer und überall einen zu tragen. Aber selbstverständlich gibt es Situationen, in denen sie den BH abnimmt und auch alles Sonstige auszieht. Bei der Wahl ihrer Unterwäsche trifft sie allerdings nicht ganz seinen Geschmack. Sie weigert sich beharrlich, die Reizwäsche anzuziehen, die ihr Joe mitgebracht hat. Joe selbst wechselt gezwungenermaßen mehrmals pro Tag seine Kleidung. Ein wenig verlegen legt er die Weisungen seiner Freundin für seine persönliche Körperpflege offen: Sie schickt ihn in der Früh, vor dem Mittagessen und am späten Nachmittag unter die Dusche. Er ist das feucht-heiße Klima nicht gewohnt und schwitzt sozusagen wie ein Schwein. Möglicherweise riecht er auch so. Bei ihr hingegen hat er noch nie irgendeinen Körpergeruch wahrgenommen, egal an welcher Stelle. Nach jeder Mahlzeit erinnert sie ihn fürsorglich ans Zähne putzen und Nachspülen mit einem antibakteriellen Mundwasser. Das gefällt ihm nicht so gut, bemuttert wird er zu Hause ohnehin genug, aber er nimmt es in Kauf. So ist halt ihre Wesensart. Die Reinlichkeitsansprüche seiner Freundin stehen gewissermaßen nicht ganz im Einklang mit seinen eigenen. Er denkt oft daran, dass er zu Hause wieder in seinen normalen Hygiene-Alltag zurückkehren kann. Der läuft nämlich ganz anders ab. Jeden Abend vorm Zubettgehen genießen sie dann das Duschen und die Mundhygiene in trauter Zweisamkeit. Bei seinem letzten Aufenthalt hat er eine elektrische Pumpe und einen Durchlauferhitzer installiert, seitdem gibt es sogar Warmwasser. Nicht unerwähnt bleibt bei dieser Gelegenheit, dass seine Freundin für ihn, einer vermeintlich westlichen Gepflogenheit folgend, ihre Schambehaarung vollständig entfernt hat. Mehrere Bildschirme in der Umgebung werden abgeschaltet.

Nach dem Bad begibt sich das Paar ins Schlafzimmer. Sie legen sich aufs Ehebett, welches bedauerlicherweise noch an ihre Vergangenheit gemahnt. Joe will beim jetzigen Besuch das Bett erneuern, dann sind die Schatten von früher endgültig gebannt. Geschlafen wird noch lange nicht. Sie nimmt die von ihm gewünschte Bauchlage ein, und er beginnt, ihren Rücken zu massieren. Minutenlang huldigt Joe ihr prächtiges Hinterteil. Form und Größe, Festigkeit des Fleisches und Makellosigkeit der Haut sind unvergleichlich. Seine Hand streicht langsam und regelmäßig sanft auf und ab. Das liebt sie sehr, sie beginnt zu seufzen. Er lässt sich Zeit, kniet nackt neben ihr. Die Runde der wissbegierigen Zuhörer wird immer größer. Auch Frauen gesellen sich dazu. Joes Hand auf ihrer Wanderung vor Augen bestellen einige Passagiere Wasser für die trockenen Kehlen. Die Flugbegleiterin ist stehen geblieben und lauscht ebenfalls seinen Ausführungen. Joe lässt sich weder beirren noch aufhalten, sowohl aktuell in seiner Schilderung, als auch darin, was er schildert. Er berichtet von seinem mit Viagra gestärkten Glied, und dass er, immer ihren Rücken massierend, langsam in sie eindringt, wo genau präzisiert er nicht. Voll Stolz gibt er dann die Dauer der sexuellen Großtat preis: Unter einer Stunde ist bei ihm nichts zu machen. Danach kann man langsam über eine Ejakulation nachdenken. Interessanterweise verspürt er dabei nie den Drang zu urinieren. Ein Zuhörer scheint auf Grund der letzten Aussage verwirrt zu sein und blickt sich mit fragender Mine um. Joe beeilt sich mit der Aufklärung: Erst nach dem Abklingen der Viagra-Wirkung kann er urinieren. Eine Zuhörerin aus unserer Reihe auf der anderen Seite des Ganges fragt Joe nach seiner Geliebten und deren Empfindungen nach einer Stunde Begattung. Was viele Männer für einen Segen halten, wird möglicherweise von Frauen eher anders gesehen. Aber Joes Gesicht ist voll Genugtuung, seine Augen strahlen. Er bringt seine Geliebte in den Siebenten Himmel und das jede Nacht. Die Erinnerung daran hat ihn sichtlich erregt und seine Vorfreude geschürt. Joe hat keinerlei Hemmungen, die Liebeskünste seiner Geliebten mit seinen bisherigen Erfahrungen in Beziehung zu setzen. Die Wonnen, die sie ihm beschert, hat er noch mit keiner anderen Frau erlebt, und er ist bislang wahrlich kein Kind von Traurigkeit gewesen. Ohne Zweifel ist er dieser Thailänderin verfallen.

Wir unterhalten uns jetzt mit gedämpften Stimmen. Das Interesse des Auditoriums flaut ab. Ich erkundige mich nach der Häufigkeit des Viagra-Konsums. Freimütig bekennt Joe, dass er eine tägliche Ration zu sich nimmt. Die Beschaffung ist in Thailand kein Problem. Man kann in Bangkok an jeder Straßenecke jedes Potenzmittel zu äußerst geringen Preisen erstehen. Als Beweis zieht er ein kleines, silberfarbenes Medikamentenbriefchen mit zwei rhombisch geformten blauen Pillen aus der Hosentasche. Bevor er sich zu seiner Freundin begibt, versorgt er sich mit einer Großpackung für den Eigenbedarf. Vor seiner Heimreise ersteht er eine Großpackung für den Freundesbedarf zu Hause. Viagra ist in seiner Heimat rezeptpflichtig und zusätzlich sehr teuer. Seine Freunde sind ihm dankbar, bei ihm Viagra oder so etwas Ähnliches zu einem sensationellen Preis kaufen zu können. Über Nebenwirkungen hat sich bei ihm noch nie jemand beschwert. Nur ein alter Onkel hat sich beklagt, dass die Wirkung einiges zu wünschen übrig lässt. Joe hat ihm geraten, zwei Pillen zu nehmen, das weckt Tote auf. Der Arzt zu meiner Linken fragt Joe, ob er auch ohne Viagra zu einer Erektion fähig sei. Joe weiß es nicht. Er weiß nicht, ob er den Weg zurück wieder finden wird. Er ist vielmehr auf dem Weg vorwärts und will demnächst die Dosis erhöhen.

Mich interessieren die sozialen Aspekte von Joes kleiner Welt. Ich frage ihn, was seine Freundin macht, wenn er nicht bei ihr ist, das sind immerhin neun Monate pro Jahr. Er gibt an, dass sie das Haus, den Garten und sich selbst pflegt. Für die Selbstpflege hat er ihr bei seinem letzten Besuch eine Großpackung Haarshampoo hinterlassen. Er liebt ihr langes, duftiges Haar. Ich frage ihn nach seinen finanziellen Aufwendungen für die Renovierung des Hauses. Er hat keine Aufzeichnungen darüber geführt. Es ist ein namhafter Betrag gewesen, und er sendet ihr zusätzlich jeden Monat Geld zur Sicherung ihres Lebensstandards. Er nimmt an, dass sie damit auch ihre Familie unterstützt. Ein Großteil davon stammt aus dem Viagra-Verkauf. Joe will nicht, dass seine Freundin wieder arbeitet. Früher hat sie in einer Bar die Gläser gewaschen. Dort hat er sie kennengelernt. Mit anderen Männern ist sie nie mitgegangen, nur mit ihm. Ich schmunzle dezent und möchte wissen, ob er ihr vertraue. Er versteht den Sinn der Frage nicht, ich werde deutlicher. Ich habe schon Geschichten gehört, dass die geliebte Thailänderin zwar das Geld für ihren Lebensunterhalt einsackt, aber weiterhin in der Bar arbeitet, weil ihr zu Hause langweilig ist. Joe gibt an, dass er sie oft anrufe und nie im Hintergrund Barmusik höre. Ich nicke verständnisvoll und verzichte darauf, die Begleitumstände seiner Anrufe zu erfragen. Interessiert hätte mich, ob er sie immer zur selben Zeit kontaktiert oder manchmal auch

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