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Die Liebe in den Zeiten des Frischkornmüslis

Die Liebe in den Zeiten des Frischkornmüslis

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Die Liebe in den Zeiten des Frischkornmüslis

Länge:
32 Seiten
21 Minuten
Freigegeben:
Dec 3, 2013
ISBN:
9781498926904
Format:
Buch

Beschreibung

Eine Liebesgeschichte aus der Gegenkultur

Westdeutschland, 1982: Hans-Dieter und Katrin, beide aktiv in der Friedens- und Umweltbewegung, treffen sich bei einer Demo am Bauzaun des Atomkraftwerks Brokdorf. Und irgendwie schaffen sie es, sich auf der Flucht vor Polizeigummiknüppeln, Wasserwerfern und Tränengas ineinander zu verlieben.
Aber Beziehungskisten sind schwierig in einer Zeit, wo das persönliche politisch, penetrativer heterosexueller Sex schon beinahe Vergewaltigung ist und wer zweimal mit derselben pennt, schon gleich zum Establishment gehört. Aber Hormone kennen kein Pardon und so begeben sich Hans-Dieter und Katrin in das Abenteuer der Liebe in den Zeiten des Frischkornmüslis.

Dies ist eine Liebesgeschichte von ca. 5000 Worten, was etwa 15 Buchseiten entspricht.

Warnung: Diese Geschichte enthält Beschreibungen sexueller Aktivitäten, wobei sehr schlechter Atomkriegsmetaphern sowie die Sorte von Worten, die manche Menschen für vulgär halten, verwendet werden.
 

Freigegeben:
Dec 3, 2013
ISBN:
9781498926904
Format:
Buch

Über den Autor

Cora Buhlert was born and bred in North Germany, where she still lives today – after time spent in London, Singapore, Rotterdam and Mississippi. Cora holds an MA degree in English from the University of Bremen and is currently working towards her PhD. Cora has been writing, since she was a teenager, and has published stories, articles and poetry in various international magazines. When she is not writing, she works as a translator and teacher.


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Buchvorschau

Die Liebe in den Zeiten des Frischkornmüslis - Cora Buhlert

Frischkornmüslis

Eine Liebesgeschichte aus der Gegenkultur

Westdeutschland, 1982.

Katrin und Hans-Dieter trafen sich am Bauzaun des AKWs Brokdorf. Er trug ein handgemaltes Schild mit dem nicht gerade originellen Slogan „Atomkraft? — Nein Danke!". Sie hatte ein schwarz-weißes Totenkopfplakat dabei, mit einem Totenkopf, der aussah wie die Kuppel eines Atomkraftwerks.

„Cooles Schild", sagte Hans-Dieter und lächelte sie an. Katrin lächelte zurück. Aber bevor sie antworten konnte, bliesen die Polizeitrillerpfeifen zum Angriff und eine Tränengasgranate explodierte direkt neben den beiden.

Und so rannten sie Hand in Hand durch die Elbmarsch, auf der Flucht vor Polizeigummiknüppeln und bis auf die Haut durchnässt von Wasserwerfern. Dennoch war es ihnen unmöglich, die Tatsache zu ignorieren, wie ihre nassen Parkas und Strickpullover an ihren Körpern klebten und die sonst verhüllten Formen betonten. Und sie sahen einander in die Tränengas geröteten Augen und prompt lief eine atomare Kettenreaktion in ihren Eingeweiden ab.

Weitere Demos folgten, mit mehr Wasserwerfern, mehr Gummiknüppeln, mehr Tränengas. Und Katrin und Hans-Dieter waren immer mitten drin. Frankfurt Startbahn West, Atommüllendlager Gorleben, öffentliches Rekrutengelöbnis in Bremen, Proteste gegen den sauren Regen und das Waldsterben und mehr Demos gegen den NATO Doppelbeschluss als sie zählen konnten. Beim Ostermarsch ’82 marschierten sie gemeinsam und trugen eine riesige phallusförmige Rakete aus Pappmaché, auf der die Worte „Ami go home!" prangten.

Als Veteranen der Gegenkultur waren sie natürlich skeptisch gegenüber festen Beziehungen. Denn wie hieß es doch gleich? „Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment." Außerdem war Monogamie Unterdrückung und penetrativer Sex doch eigentlich nur Vergewaltigung. Und Hans-Dieter hatte sich schon lange geschworen, dass er niemals eine Frau so sehr hassen könnten, dass er sie in das Gefängnis einer heterosexuellen Ehe einsperren würde, während Katrin klammheimlich hoffte, dass sie die erste und einzige Frau wäre, die er jemals so sehr hassen

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