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Toulouse-Lautrec
Toulouse-Lautrec
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eBook111 Seiten30 Minuten

Toulouse-Lautrec

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Über dieses E-Book

Toulouse-Lautrec begann noch während seines Studiums das Pariser Nachtleben zu erkunden; es sollte ihm zur wichtigsten Quelle der Inspiration werden und schließlich auch zur Beeinträchtigung seiner Gesundheit führen. Das Paris der 1890er Jahre mit seinen schillernden Charakteren kann man nur durch die Augen Lautrecs wahrnehmen. Die erste bedeutende Persönlichkeit des Pariser Nachtlebens, der Lautrec begegnete, war der berühmte Cabaretsänger Aristide Bruant (1851 bis 1925), ein Mann, der Lautrec ganz wesentlich darin unterstützte, seine eigene künstlerische Vision zu entwickeln. In den 1890er Jahren inspirierten Lautrec zahlreiche Bühnenkünstler: die auf dem berühmten Plakat des Moulin Rouge zu sehenden Tänzerinnen La Goulue und Jane Avril oder Loïe Fuller, die Sängerinnen May Belfort, Yvette Guilbert und Marcelle Lender sowie die Schauspielerin Réjane. Lautrecs Aufrichtigkeit, mit der er viele Aspekte des Lebens abbildete, die die meisten seiner höher geachteten Zeitgenossen lieber unter den Teppich kehrten, erregte erwartungsgemäß Anstoß. Der deutsche Kunstkritiker Gensel schrieb: “Von Verehrung kann natürlich bei diesem Meister in der Darstellung alles Gemeinen und Perversen von vornherein nicht die Rede sein. Dass man Schweinereien – es gibt keinen milderen Ausdruck dafür – wie Elles öffentlich ausstellen darf, ohne einen Schrei der Entrüstung zu hören, erklärt sich nur daraus, dass ein Teil des großen Publikums den Sinn dieses Zyklus gar nicht versteht und ein anderer sich schämt, sein Verständnis einzugestehen!”
SpracheDeutsch
Erscheinungsdatum22. Dez. 2011
ISBN9781781607350
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    Buchvorschau

    Toulouse-Lautrec - Nathalia Brodskaya

    Autor: Nathalia Brodskaya

    Layout: Stéphanie Angoh

    ISBN: 978-1-78160-735-0

    © Confidential Concepts, worldwide, USA

    © Parkstone Press International, New York, USA

    Weltweit alle Rechte vorbehalten

    Soweit nicht anders vermerkt, gehört das Copyright der Arbeiten den jeweiligen Fotografen. Trotz intensiver Nachforschungen war es aber nicht in jedem Fall möglich, die Eigentumsrechte festzustellen. Gegebenenfalls bitten wir um Benachrichtigung.

    Nathalia Brodskaya

    Toulouse

    Lautrec

    INHALT

    1. May Milton, 1895

    2. Toulouse-Lautrec mit seinen Freunden Claudon und Nussez in orientalischen Kostümen, um 1884

    3. La Revue Blanche (Literarische und künstlerische Zeitschrift), 1895

    LEBENSLAUF

    INDEX DER WERKE

    1. May Milton, 1895.

    Öl und Pastell auf Karton,

    65,9 x 49,2 cm.

    The Art Institute of Chicago,

    Vermächtnis von Kate L. Brewster.

    Wäre man Franzose, tot, pervers - oder am besten alles zusammen: ein toter, perverser Franzose - ja, dann könnte man leben! klagt ein frustrierter und erfolgloser Künstler in einer Illustration in der politisch-satirischen Wochenschrift

    Simplicissimus des Jahres 1910, der inmitten seines chaotischen Familienlebens mit schreienden Kindern, auf dem Boden verstreuten Spielsachen und einer Ehefrau, die auf einer im Atelier gespannten Leine die Wäsche aufhängt, zu malen versucht. Der Gedanke der Unvereinbarkeit von Genius und Häuslichkeit war sicherlich nicht neu, doch zeigt der Ausspruch des Künstlers, wie schnell Geschichten über das turbulente Leben und den frühen Tod der beiden Maler Henri de Toulouse-Lautrec und Paul Gauguin zum Gegenstand volkstümlicher Legenden wurden. Mehr als viele andere trugen Lautrec, der im Jahre 1901 als 37-Jähriger und Gauguin, der als 55-Jähriger im Jahre 1903 starb, sowie Vincent van Gogh, gebürtiger Holländer und Wahlfranzose, dazu bei, die landläufige Meinung von einem Künstler des 20. Jahrhunderts zu prägen.

    Obgleich die Idee vom Künstler als einem sich selbst zerstörenden Außenseiter am Ende des 19. Jahrhunderts mit Toulouse-Lautrec, Gauguin und van Gogh ihren Höhepunkt erreichte, lässt sich ihr Ursprung doch bis ins ausgehende 18. Jahrhundert zurückverfolgen, als politische, kulturelle und ökonomische Umwälzungen verändernd auf die Sichtweise der Künstler von sich selbst und ihre Beziehung zur Umwelt einwirkten.

    Im Jahre 1765 malte Maurice Quentin de La Tour, Pastellmaler im 'Ancien Régime', sich selbst als hoffnungsvollen Höfling mit gepuderter Perücke, Samtjacke und gewinnendem Lächeln. Sein Zeitgenosse Chardin stellte sich, wenn auch weniger selbstgefällig und praktischer gekleidet, ebenfalls als wohlwollendes und zufriedenes Mitglied der Gesellschaft von niedrigerem Rang dar. Aber zwei oder drei Jahrzehnte später war dieses wohlwollende Lächeln auf den Gesichtern der neuen Generation von jungen Künstlern wie Jacques-Louis David, Heinrich Füßli und William Turner verschwunden.

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