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Das Enneagramm im Konfliktmanagement

Das Enneagramm im Konfliktmanagement

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Das Enneagramm im Konfliktmanagement

Länge:
273 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 19, 2014
ISBN:
9783735768797
Format:
Buch

Beschreibung

Konflikte gehören zum alltäglichen Berufs- und Privatleben. Doch: Sie sind belastend, rauben Energie und kosten Kraft. Oft wissen wir selbst nicht genau, aus welchen Gründen wir auf eine bestimmte Weise so und nicht anders reagieren. Unsere Charaktere und Erfahrungen steuern direkt unser Agieren in Konflikten.

In diesem Praxisbuch beleuchtet Heiko Hansen die Charakterseiten von Konflikten und Konfliktpersönlichkeiten, auch unter neurobiologischen Aspekten. Abschließend zeigt er fünf effektive Schritte vom Konflikt zur Lösung auf.
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 19, 2014
ISBN:
9783735768797
Format:
Buch

Über den Autor

Heiko Hansen verfügt als Senior-Coach, Mediator und Fachautor seit über 25 Jahren über Erfahrungen im Coaching von Talenten - im Sport, in der Pädagogik wie im Business! www.talenthaus.de / www.heikohansen.de


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Das Enneagramm im Konfliktmanagement - Heiko Hansen

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Das gallische Dorf der Herren Asterix und Obelix

Im gallischen Dorf von Asterix und Obelix wird sehr gerne gestritten¹. Sei es um stinkende Fische, sei es mit Römern, die einen dauernd erobern wollen und dafür ordentlich Hiebe aushalten müssen oder sei es, dass der schlecht singende Troubadour regelmäßig beim abschließenden Fest mit verbundenem Mund an einen Baum gebunden wird, damit er mit seinem „Geplärre" niemandem stört. Aber, ein Zaubertrank hilft bei Problemen. Zur richtigen Zeit eingenommen, verleiht es Flügel und unbändige Kräfte. Jedes Römerproblem wird wie im Nu aus dem Weg räumt. Viele Menschen wünschen sich im Streitfall einen solchen Drink. Ein Zaubermittel für Streitfälle. Konflikte lösen sich im Guten auf und alles ist so, wie es sich die Medianten wünschen. Gibt es ein solches Zaubermittel? Was könnte es genau im Alltag sein und wie kann man es zuverlässig in die Familie oder in Organisationen installieren? Aus welchen Bestandteilen würde Miraculix es brauen?²

Und, wie sieht es in Ihrem persönlichen Gallier-Dorf aus? Woraus besteht Ihr Zaubertrank? Welche Situationen und Personen sind Ihre Römer, die Sie umzingeln? Was hat Sie in Ihrem Konfliktverhalten geprägt? Auf welche Reize und Werte reagieren Sie allergisch oder enttäuscht? Streiten Sie überhaupt gerne? Na? Ja oder doch! Inklusive der kämpferischen „Du bist Schuld-Variante? Oder, lieber so? „Neeee, ich mag keine Konflikte sondern lieber harmonisch und beschwichtige auch mit einer „Notlüge. Oder, schweigen Sie lieber: „Nö, nun sage ich nichts mehr. Ist mir zu dumm bzw. ein elegantes „Du verstehst mich nicht! Wenn Sie noch Luft haben, dann schmeißen Sie noch ein „Das hast Du auch noch nie getan!" hinterher. Damit ist der Kriegsspeer römisch gekonnt in den Boden gerammt. Welche Streitvariante bevorzugen Sie? Eine Kombination? Welche Gewohnheiten haben sich stabil als Muster gebildet?

Wie oft haben Sie die Appelle vernommen oder ausgesprochen: „Lass uns den Konflikt in ruhig, sachlich und ehrlich klären." Und wie ist es wirklich gelungen? Warum gelingt es eigentlich so selten? Unsere archaischen Hirnprozesse führen in Konflikten den Prozess. Das Bewusstsein agiert nur mit einem kleinen Anteil. Es ist energetisch zu aufwendig. Jeder Konfliktfall wird als Überlebenssituation interpretiert und nicht als Forschungslabor, um Erkenntnisse zu gewinnen. Emotionen, charakterliche Eigenheiten und Prägungen, Gewohnheiten oder emotionale Muster führen in erster Linie einen Konflikt, nicht das Sachthema an sich. Das ist effizienter und fördert eine schnelle Entscheidung der Situation: es gibt einen Sieger und logischerweise einen Verlierer. Die Sache, um die es scheinbar geht, ist nur das Theaterstück für mehr oder weniger unbewusste Bedürfnisse, Kräftemessen und erlernte Muster.

Die Art und Weise der Auseinandersetzung ist das Entscheidende und das wirklich Trennende. Mein Charakter in seiner Gesamtheit führt den Konflikt. Das Sachthema ist „nur ein Auslösereiz. Es offeriert den Inhalt, aber nicht den Prozess des Konfliktes. Im Charakter zeigt sich die berühmte „Schublade, die wir anlegen, um uns schnell zu orientieren, um auf Ereignisse möglichst schnell zu reagieren und mit gesichertem Handlungsprogramm agieren zu können. Genau das sichert mein Überleben, insbesondere in einem zwischenmenschlichen Streit. Sie denken nicht? Beobachten Sie einen Streit von mehreren Personen, z.B. in einem Meeting oder in der Familie, am besten bei einer Familienfeier. Nehmen Sie unterschiedliche Arten der Reaktionen und Aktionen, der differenten Emotionen wahr. Sie sehen unterschiedliche Mimiken und Körpersprachen, unterschiedliche Distanzen, Sie hören emotionale Worte, riechen u.U. „dicke Luft", hören um welches Thema es geht, hören Interpretationen statt Fakten. Vielleicht denken Sie: „Worüber streiten die sich wirklich? Warum eskalieren oft genug ausgelöst durch kleinste, missverständliche Aussagen? Durch die Sache, Positionen bzw. den Inhalt? Oder durch die unterschiedlichen Charaktere und Emotionen? Wie müssten die Charaktere sein und was müssten sie können, damit es nicht eskaliert?

In der Motivationspsychologie werden Gewohnheiten als „habituellen Motivationen" bezeichnet. Sie sichern einen gewohnten Ablauf unseres Alltags. Sonst stünden wir vor dem Problem, Vieles wieder neu lernen oder absprechen zu müssen, was schon geklärt wurde. Kommt es zu solchen unzuverlässigen Prozessen, empfinden wir es schnell als chaotisch. Zudem wäre ein Mensch für uns nicht mehr einschätzbar. Mögen Sie das? Nicht einschätzbaren Charakteren gehen wir gern aus dem Weg - nicht ohne Grund. Sie hinterlassen Unsicherheiten und wir wittern eine mögliche Gefahr. Das Vertrauen ist beeinträchtigt.

Erstaunlich ist es, wie schnell ein Streit in unserem Alltag um „stinkende Fische" entfacht wird. Und dass in unserer scheinbar so zivilisierten Welt. In der Art und in dieser Dimension Konflikte zu regeln, dürfte es eigentlich nicht mehr auftauchen. Auf einer Familienfeier eben noch bei Kaffee und Kuchen, dann plötzlich Augenzeuge von Wut, Tränen und Vorhaltungen. Unsere schöne heile Welt hat eine kurze Sendepause. Das Archaische ist zurückgekehrt. Mit höherem Herzschlag bekommt man irgendwie noch den Rest Kuchen vom Teller in seinen Magen. Zumindest war die Feier nicht langweilig. Viel Aufregung um den Baum der strittigen Erkenntnisse und Früchte. Wer beißt zuerst den biblischen Apfel? Wieder Zuhause erfahren wir von den neuesten Kriegsaktionen, Randalen in englischen Städten aus Unzufriedenheit und Ängsten, Bankern, die vor Gier ihre Verluste lieber von der Gesellschaft finanzieren lassen, Hooligans sorgen besonders in Europa bei Fußballspeilen für eine spezielle Nachspielzeit, RTL II-Sendungen versorgen uns täglich mit schrägen Soap Operas und Talk-Shows. Wer seinen Feierabend genießen möchte, sollte mit der Lieblingsmannschaft seines Partners jubeln, leiden und wissend über den Schiedsrichter schimpfen, der sich gerade verzweifelt versucht, seine Wahrnehmungen zu entschlüsseln und die richtigen Entscheidungen zu fällen, sonst kocht das Stadion der Zivilisierten, oder Sie lesen besser und in Ruhe ein Buch. Zumindest alles bequemer und im Sessel sitzend. Kein Wunder, dass das Paradies ins Jenseits verlegt wurde. Schon unsere Vorfahren hatten verstanden: Im Hier und Jetzt des irdischen Daseins wird es dauerhaft nicht konfliktfrei zugehen. Wenn auf etwas Verlass ist, dann darauf. Ohne Emotionen und Reize wären das Familien-Leben und der TV-Abend auch nur halb so farbig.

Typische Streitmuster und -kulturen bilden sich bereits in der frühen Kindheit des kleinen „Raubtieres Mensch stabil heraus. Eine Mischung aus Genetik, Emotionen, Bewertungen, Willen, Erziehungsprogrammen und stetig wiederholende Trainingsprogrammen - genau so, wie wir es von unseren Eltern als unsere ersten Streittrainer und Konfliktpartner gelernt haben. Das Weitere lernte sich im Kindergarten, in der Schule, im Sportverein und in anderen institutionalisierten pädagogischen Aufbau- und Regulationsprogrammen. Das Ziel des Trainingsprogramms ist einfach, banal und sehr natürlich. Das Motto heißt: „Sich durchzusetzen. Siegen lernen. So oder so. Jeden Tag galt es als Kind seine Bedürfnisse zu promoten und Eltern herauszufordern. Mal sehen, welche Deals heute möglich sind. Und als Sparringspartner dienen Eltern, die sich immer gezwungen sehen, die gewerkschaftlich anmutenden Forderungen ihrer kleinen Racker gegen zu regulieren und kulturell zu normieren. Manchmal sind gleich mehrere von dieser Art zu erziehen. Spätestens, wenn Ihnen ein „Krass, Alder" entgegen fliegt, wissen Sie akustisch gut hörbar, das Wortwerk stammt³ vermutlich nicht aus unseren familiären Wörterbuch. Da haben noch andere mitgespielt.

Es ist wie es ist. Leben heißt auch streiten, sich wahrzunehmen, sich zu wehren, um Positionen und Überzeugungen zu kämpfen. Manchmal um das nackte Überleben. Mit jedem Konflikt trainieren wir unsere Kraft und Strategien zum Regeln unserer Bedürfnisse. Wir trainieren unser Durchsetzungsvermögen und unsere Schutzmechanismen, damit wir ÜBERLEBEN können. Wir sind gut gerüstet⁴. Und nur darum geht es. Ganz archaisch trotz aller zivilisierten Lebens- und Erziehungsversuche im 21. Jahrhundert. Wozu führen wir sonst so viele Kriege? Halt! Ich meine auch in Ihrer Familie, mit Ihren Nachbarn, mit Ihren Kollegen, in Ihrer Firma, Fußballfans untereinander und andere Gruppenfanatismen. Ich meine auch gewalttätige Randalen und Plünderungen wie z.B. 2011 in London und anderen englischen Städten. Oder aktuelle staatlich organisierte Verteilungskriege, wobei es nur nicht nur um Demokratisierung geht. Es geschieht überall, jeden Tag, manchmal nur eine Gasse weiter.

Moderne Römer

Wie erklärt sich z.B. in der heutigen Zeit das Phänomen der Hooligans? Menschen, die in unserer regulierten, zivilisierten Welt besuchte Orte des sportlichen Messens aufsuchen, um Ihre Minderwertigkeitskomplexe und innere Unzufriedenheit ganz archaisch zu kompensieren versuchen. Langeweile? Druckabbau? Emotionen spüren?

Sie sagen, das geht nicht! Da mögen Sie Recht haben, aber so läuft das Spiel jeden Tag, auch in gut gedressten Wirtschaftsunternehmen, auch in sozialen Organisationen und anderen menschlichen Begebenheiten. Nur subtiler. Die Nettigkeiten reichen von gierigem Betrug, kleine Böswilligkeiten bis zu Mobbing über Bossing zu Burnout. Das Archaische im Menschen ist in Vielem. Immer und überall. Das Gute wie das Böse. Unser Gehirn mag Entscheidungen dieser Art.

Big Nature is in you

Prof. Philip Zimbardo führte 1971 das sogenannte „Standford Prison Experiment in der Stanford University durch: „Studenten spielen in einem „Gefängnis „Wärter und „Häftlinge. Nach sechs Tagen bricht man die Studie ab, weil die „Wärter zu Sadisten wurden. Zimbardo folgert daraus, dass „toxische Situationen aus völlig harmlosen Menschen Bestien machen. Guantanamo und Abu Ghraib bestätigen Zimbardos Erkenntnisse auf traurige Weise."⁵ Man geht heute davon aus, dass ca. 75-80% aller Menschen die Rolle der sadistischen Wärter einnehmen können.

Auch das Stan Milgram Experiment wurde durch die Jahrzehnte vielfach in mehreren Ländern wiederholt und bestätigt. Zuletzt sorgte eine französische Fernsehshow mit der Wiederholung des Experiments für Aufsehen. Adäquat die gleichen Ergebnisse. Siehe da, der Mensch hat nichts dazu gelernt. Im Milgram Experiment werden falsche Antworten eines Probanden (1) mit immer stärkeren Stromschlägen bestraft. Es heißt: „Lernst du nicht, bestrafen wir dich." Ein anderer Proband (2) aus dem Volke stellt Fragen und verteilte per Kopfdruck den Stromschlag, wenn die Antwort von Proband 1 falsch ist. Die Stromstärke nimmt mit jeder falschen Antwort zu. Bis zur tödlichen Portion von 450 Volt. Proband (1) ist in Wirklichkeit ein Schauspieler und es gibt auch keine echten Stromschläge. Das Flehen und Jammern ist gespielt. Das weiß Proband (2) aber nicht. Für ihn ist es todernst. Es ist sein Dienst für die Wissenschaft. So sagte es ihm der seriöse Psychologe im weißen Kittel einer namhaften Universität. Er dürfe nicht aufhören, sonst sei das Experiment nicht aussagefähig. Das Gewissen und die Selbstverantwortung des Probanden (2) wurden durch Abgabe der hierarchischen Verantwortung und im Sinne einer höheren Erkenntnis erleichtert. Ziemlich vergleichbar mit der Nazi-Zeit und anderen Diktaturen. Nicht nur staatlich, auch familiär oder in Unternehmen zu beobachten.

Zimbardo und Milgram kannten sich aus ihrer Schulzeit. Zimbardo berichtet in einem Interview⁶, wie Milgram und er kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges diskutierten, ob dies (Naziherrschaft) auch in den USA möglich sei. Zimbardo sagte, niemals. Milgram sagte, wer weiß. Das hätten die KZ-Wärter vor ihren Missetaten auch gesagt. Beide Experimente belegen eindeutig, dass es jederzeit in jeder Gesellschaft herstellbar und wiederholbar ist. Wie sagte Karl Marx sinngemäß: Das erste Mal ist es eine historische Tragödie, die Wiederholung immer eine Farce. Und genau so wirken Konflikte auf Menschen und ihr Umfeld. Als hätte man nichts gelernt. Und es verdeutlicht, wie stark genetische, emotionale und stark geprägte Muster und Gewohnheiten sind, wie sehr der Mensch in seiner natürlichen Haut steckt inkl. Hack- und Rangordnungen. Warum steht Konfliktmanagement nicht regulär auf dem Schulplan?

Nun sind dies ein paar Extrembeispiele des Rudeltieres Mensch, die sich bis zu einer gewissen Stufe im Alltag wiederfinden. Und wenn man es nur in Gedanken abspielt („Manchmal mal könnte ich ihn oder würde ich am liebsten…"). Gott sei Dank sind die meisten von uns in ihrer Impulskontrolle inklusive dem Regulator Schamgefühl und dem Bedenken der möglichen Konsequenzen gut trainiert. Was für ein Glück. Bis…

Trotzdem sind Aktionen „Bis auf Messers Schneide alltäglich. Gut sichtbar für alle im Sport und anderen Stadien des Lebens wie Familie, Beruf, wenn Menschen „auf einer anderen Welle der Überzeugungen und Charaktere surfen. Man passt halt charakterlich nicht zusammen. Man ist entschieden zu verschieden. Zu Deutsch: Man hat sich entschieden, verschieden zu sein. Dadurch haben wir auch überlebt. Konflikte sind gewöhnlich, aber nicht ungewöhnlich. Hauptsache, Sie nehmen es nicht persönlich.

Es scheint, die Natur im Menschen legt einen stärken Wert auf effektive Überlebensstrategien als auf einen zivilisierten Kodex, welcher im Ernstfall oft genug über Bord geworfen wird. Wir sind „moderne Römer geblieben – in allen Kontexten, Kulturen und Orten. Das A bis Z des Alltags – von archaisch bis zivilisiert. Konflikte zerren an den Nerven, sind emotional. Das macht die Situation komplex, kaum überschaubar und oft kaum steuerbar, wenn ein bestimmter Level erreicht ist. Oft können die Beteiligten sich kaum daran erinnern, wie es mal angefangen hat. Und wer angefangen hat. „Wie war das noch?

Konflikte können sehr effektiv sein: sie wollen Fehlerhaftes aufzeigen, damit die Chance zum Besseren besteht. Sie wollen mich stark machen, damit ich nach dem Sieg noch mehr an mich glaube⁷. Oder sie verdecken, um vom wirklich Wichtigen abzulenken, von etwas das nicht an die Oberfläche kommen darf und soll. Das Tor zum Eigentlichen soll verschlossen bleiben, wenn nicht gar unentdeckt bleiben. Die berühmten sieben Schlüssel. Manchmal ist der siebte Sinn bei der Entschlüsselung von Streitmotiven recht hilfreich.

Was tun?

Es hilft nichts, man muss sich weiter bemühen, Motive mit kriminalistischem Gespür eines Inspector Columbo entdecken und sich in der Technik der Mediation trainieren. Die Chance und der Zaubertrank liegen in der AkzeptanZ der aktuellen Situation, im gegenseitigen Verstehen. Von A - Z nachfragen statt nur zu interpretieren. Sich für die Motive interessieren statt weghören. Beurteilen Sie auf der Basis von Wissen statt zu interpretieren. Die Frage: „Worum geht es wirklich⁸?" ist das Rezept.

Das Konfliktmanagement sollte mit diesem Wissen verbunden sein und die innere Erlaubnis zur Lösung beinhalten. Die Mutigen, die Neugierigen und die Selbstsicheren klären Konflikte im Gespräch, die Anderen im Streit. Ob im Gespräch oder im Streit, in beiden agieren die unterschiedlichsten Temperamente (Charaktere) und Temperaturen – von kalt bis heiß! Mit dem charakterorientierten Ansatz liegt zugleich eine große Chance, Konflikte auf kleiner Flamme zu halten. Wie heiß die Temperatur werden kann, können Sie bei Prof. Glasl (UNI München) und der Theorie der neun Eskalationsstufen nachlesen. Wie Temperamente einen Konflikt mit neun unterschiedlichen Charakteren, geboren aus drei Basismotivationen und drei Erziehungsstrategien (zugleich Konfliktstrategien – übertreiben, blockieren, ausweichen), führen, darüber handelt dieses Buch. Es sind die unterschiedlich geprägten Charaktere, die einen Konflikt managen und führen.

Hinkelsteine

Jeder Konflikt hat sein bestimmtes Muster. Oft eine interessante Kopie Ihres eigenen Charaktermusters, wie ein Fingerabdruck. Bestehend aus typischen Strategien bis Sie neue effektivere, vielleicht energiesparendere Strategien gelernt haben. Die Muster (Gewohnheiten) helfen uns, sehr schnell auf unsere „Erfolgs- und Handlungsrepertoires" zurückgreifen zu können. Wer lange überlegt, verliert. Wer nicht überlegt, garantiert. Irgendwann.

Ab und zu nehmen wir wahr, wie Mitmenschen „aus der Haut fahren". Sinnbildlich wurde die charakterlich emotionale Grenze des Betreffenden überschritten. Unsere Haut ist elastisch, aber dann gibt es Geschehnisse, die unsere Haut und unsere Nerven arg strapazieren. Der individuelle

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