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Der magische Baum

Der magische Baum

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Der magische Baum

Länge:
114 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 16, 2014
ISBN:
9783735715043
Format:
Buch

Beschreibung

Weit weg von hier, an einem geheimen Ort, gibt es einen Zauberwald. Dort leben die Elfen, Feen, Hexen, Zwerge und Kobolde in ihren Siedlungen friedlich zusammen.
Die kleine Hexe Mirella und die Fee Rosalina sind beste Freundinnen.
Aber leider gibt es in ihrer Schulklasse auch die eitle und besonders gemeine Fee Florina, die ihnen das Leben schwer macht. Eines Tages verschwindet Florina beim magischen Baum, der ein dunkles Geheimnis birgt …
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 16, 2014
ISBN:
9783735715043
Format:
Buch

Über den Autor

Helga Wolf ist Hausfrau und Mutter von drei erwachsenen Kindern, sowie Oma eines Mädchens. „Der magische Baum“ ist ihr zweites Kinderbuch. Das erste erschien 2012 unter dem Titel „Samantha und die coolen Girls“, Untertitel: Die verschwundene Oma.


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Buchvorschau

Der magische Baum - Helga Wolf

gut

Die Waldschule

Mirella erwachte an diesem besonderen Tag schon sehr früh.

Die Sonnenstrahlen, die durch das Fester ins Zimmer schienen, kitzelten sie so in der Nase, dass sie niesen musste. Verschlafen blinzelte sie mit den Augen. Aber gleich darauf war sie hellwach. „Hurra! Heute ist der erste Schultag in der Waldschule!" rief sie.

Mirella kommt nun in die fünfte Klasse. Dieses Jahr wird sie auch Schulfächer wie Zauberkunde, Kräuterkunde und Geschichte des Zauberwaldes haben. In den ersten vier Schuljahren lernte sie nur Rechnen, Schreiben, Lesen und andere Schulfächer, die auch die Menschenkinder lernen müssen. Doch jetzt mit zehn Jahren ist sie alt genug, um auch Dinge zu lernen, die sie für ihr Leben im Zauberwald braucht.

Mirella war mit ihren Eltern und ihrem Zwillingsbruder Mogelius erst vor zwei Monaten in diesen Zauberwald gezogen. Vorher lebten sie in einem anderen Land. Vor ein paar Monaten aber war die Großmutter der Zwillinge gestorben. Sie hat ihnen dieses Haus vererbt. In den Ferien war Mirella mit ihrem Bruder öfters im Zauberwald unterwegs und hat mit anderen Hexen und Kobolden gespielt. Viel lieber war sie jedoch zu Hause und hat in ihren Büchern gelesen. Mogelius fand in diesen zwei Monaten im Gegensatz zu Mirella schon viele Freunde. Er hat mit ihnen so manchen Unsinn gemacht. Daher freut er sich nicht, dass heute die Schule wieder beginnt. Seiner Meinung nach sind alle Schulen überflüssig. Er spielt viel lieber mit seinen Freunden, statt seine Zeit in der Schule zu verschwenden.

Hurtig sprang Mirella nun aus dem Bett. Sie hüpfte freudig im Zimmer umher. Da fiel ihr Blick auf ihr neues Kleid, das sie zur Feier ihres ersten Waldschultages bekommen hat. Oh wie toll werde ich damit aussehen, dachte sie.

Gleich darauf öffnete sich die Tür zu ihrem Zimmer, und ihre Mutter kam herein.

„Oh, du bist ja schon wach, zieh dich an, das Frühstück ist gleich fertig", sagte sie.

Flink wie ein Wiesel sauste Mirella ins Badezimmer. Sie wusch sich und kämmte ihr rotes Haar, das wie immer etwas widerspenstig vom Kopf abstand. Hurtig zog sie danach ihr neues Kleid an und gleich darauf saß sie am Frühstückstisch.

„Wo ist denn Mogelius?", fragte Mirella.

„Wahrscheinlich schläft dieser Bengel noch -aber das werden wir gleich haben", antwortete ihre Mutter ärgerlich und ging zum Zimmer von Mirellas Bruder.

Ein paar Minuten später kam auch Mogelius angetrabt und machte ein mürrisches Gesicht. Er hatte genauso wie Mirella rotes Haar, das aber noch ungekämmt aussah.

„Muss ich wirklich wieder in die blöde Schule gehen?" fragte er missmutig.

„Oh ja mein Sohn, es wird Zeit, dass du endlich wieder etwas Anderes machst als den ganzen Tag nur Dummheiten mit deinen Freunden auszuhecken. So, beeilt euch, es ist höchste Zeit für die Schule", erwiderte die Mutter der Zwillinge darauf.

Zehn Minuten später machten sich Mirella und Mogelius auf den Weg in die Waldschule. Auf dem Weg dorthin sahen sie an einer Wegbiegung ein besonders schönes Haus. Es war in bunten Farben gestrichen, und davor blühten viele Blumen. Rund um das Haus war ein weißer Zaun und mitten darin befand sich ein hohes Tor mit einem großen Schild auf dem stand:

„BLUMENKINDERHAUS"

„Oh, das war doch das alte verfallene Haus. Ich wusste gar nicht, dass es wieder bewohnt ist, wunderte sich Mirella. „Wer wohnt denn nun hier? fragte sie ihren Bruder.

„Ich habe gehört, es ist eine Feenfamilie. Ich glaube, sie haben eine Tochter", antwortete Mogelius.

Sie gingen nun eilig weiter. Kurz darauf sahen sie auch schon die Waldschule vor ihnen auftauchen. Die Schule lag inmitten des Zauberwaldes auf einer Lichtung. Davor war ein großer Platz mit einem Springbrunnen.

Viele Kinder standen bereits hier, unter ihnen auch einige, die in die erste Klasse kamen.

Mogelius entdeckte die Zwerge Rirax und Rerax, die heute ihren allerersten Schultag hatten und ging sofort zu ihnen. Mirella beobachtete, wie er mit ihnen sprach. Gleich darauf liefen die Zwerge weg. Mogelius machte ein zufriedenes Gesicht und kam langsam wieder zurück.

„Wohin sind den Rirax und Rerax gelaufen?" fragte ihn seine Schwester erstaunt.

„Ach, wahrscheinlich nach Hause. Ich habe ihnen erzählt, dass die Schule für Zwerge erst morgen beginnt" sagte er grinsend.

Wenige Augenblicke später kamen die Zwerge zum Glück zusammen mit ihren Eltern wieder um die Ecke des Schulhauses. Sie warfen Mogelius einen bösen Blick zu.

Etwas abseits standen einige Feenmädchen und bewunderten eine Fee, die sich vor ihnen im Kreis drehte. Sie hatte ein wunderschönes und mit bunten Blumen bedrucktes Kleid an. Auf ihrem Rücken hatte sie besonders zarte und blütenweiße Feenflügel.

Kurze Zeit später öffnete sich das Schultor, und die Lehrerinnen und Lehrer der Waldschule kamen heraus. Sie riefen die Kinder der einzelnen Klassen auf und forderten sie auf, ihnen nun zu folgen.

Schüchtern wollte sich Mirella in ihrer Klasse zu der Fee mit dem schönen Kleid setzen, aber diese sagte: „Geh weg, mit Hexen und dergleichen gebe ich mich nicht ab, denn ich bin eine Fee und daher etwas Besonderes."

Erschrocken wandte sich Mirella ab und ging traurig nach hinten, um sich in eine andere Bank zu setzen. Da hörte sie eine Stimme. „Hallo, ich bin Rosalina und würde mich gerne zu dir setzen. Darf ich?"

Mirella blickte auf, und neben ihr stand eine Fee und lächelte sie an. Freudig nickte Mirella und Rosalina nahm neben ihr Platz.

„Mach dir nichts daraus. Florina ist eingebildet. Sie ist erst vor vier Wochen mit ihren Eltern in ein leerstehendes Haus im Zauberwald gezogen. Ich habe sie in den Ferien ein paar Mal am Spielplatz gesehen. Sie glaubt, nur weil wir Feen sind, sind wir besser als all die anderen Zauberwaldbewohner. Ich bin aber nicht dieser Meinung und würde mich freuen, wenn wir Freundinnen werden können", sagte Rosalina.

„Ja, sehr gerne!" erwiderte Mirella mit strahlenden Augen darauf.

Frau Wiesentau, die Klassenlehrerin, rief jetzt die Schüler mit ihrem Namen auf. Als sie sich überzeugt hatte, dass alle Kinder hier waren, erzählte sie, was sie in diesem Schuljahr lernen werden. Aufmerksam hörten alle zu. Sogar Mogelius sah interessiert zum Lehrerpult. Zum Schluss schrieb Frau Wiesentau auf die Tafel, welche Dinge sie für die Schule besorgen müssen - und dann war der erste Schultag auch schon vorüber. Fröhlich stürmten die Kinder aus dem Schulgebäude.

Mirella und Rosalina gingen gemeinsam einen Teil des Weges zu ihrem Zuhause. Unterwegs eilte Florina an ihnen vorüber.

„Ich verstehe nicht, warum du dich mit diesem Hexenpack abgibst!" rief sie ihnen zu.

„Hör nicht auf sie, sagte Rosalina darauf. „Ich verstehe nicht, wieso Florina so gemein zu allen ist, die keine Feen sind.

„Ja, ist schon okay. Ich freue mich, dass du anders denkst und dass wir nun Freundinnen sind. Willst du heute zu mir zum Spielen kommen? Ich bin sicher, meine Eltern haben nichts dagegen." fragte Mirella ihre neue Freundin Rosalina.

„Oh ja, sehr gerne, wenn es dir recht ist, so komme ich gegen zwei Uhr am Nachmittag."

„Okay, bis dann", rief Mirella freudig und lief den restlichen Weg schnell nach Hause.

„Mama, Papa, es war toll in der Waldschule, und ich habe auch schon eine Freundin gefunden. Sie heißt Rosalina und ist eine Fee", rief Mirella aufgeregt, als sie zu Hause ankam.

„Na siehst

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