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Vollpfosten: Undercover in St. Anton

Vollpfosten: Undercover in St. Anton

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Vollpfosten: Undercover in St. Anton

Länge:
138 Seiten
1 Stunde
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 23, 2014
ISBN:
9783735752543
Format:
Buch

Beschreibung

Rolihlahla Schneider-Hundeloh wird wegen eines akuten Personalmangels auf einen Agenteneinsatz in den Skiort St. Anton in Österreich geschickt. Zur Tarnung wird er von Matthias begleitet, den er noch aus der Männer WG kennt. Dieser darf natürlich nichts über die wahren Hintergründe erfahren und das plötzliche Auftauchen von Wolfgang Zwölfgang macht die Mission nicht einfacher. Das gefährlichste Abenteuer ist aber nicht der Einsatz an sich, sondern das Überleben auf der Skipiste. Als sich dann auch noch zwei "vollschlanke" Frauen und ihre Freundinnen in der Hütte zu ihnen setzen, ist das Chaos perfekt.
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 23, 2014
ISBN:
9783735752543
Format:
Buch

Über den Autor

Thorsten Peter hätte als Jugendlicher gerne eine Geschichte über Teenager gelesen, bei denen sich alles um Musik und die erste Liebe dreht. Als Erwachsener schrieb er dieses Buch selbst und konnte mit LAURA ROCKT! einen beachtlichen regionalen Erfolg verzeichnen. Sein erstes Buch für Erwachsene mit dem Titel Vollpfosten konnte als E-Book auf Platz 1 bei iTunes klettern und auch die folgenden Romane waren unter den elektronischen Büchern erfolgreich. Mittlerweile wurden alle Romane auch in gedruckter Form veröffentlicht.


Buchvorschau

Vollpfosten - Thorsten Peter

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1

Kapitel 2

Kapitel 3

Kapitel 4

Kapitel 5

Kapitel 6

Kapitel 7

Kapitel 8

Kapitel 9

Kapitel 10

Kapitel 11

Kapitel 12

Kapitel 13

Kapitel 14

Kapitel 15

Kapitel 16

Die kleinen Geschichten hinter den Geschichten

Vollpfosten 2

Kapitel 1

Alles war genau so, wie es sich Rolihlahla Schneider-Hundeloh immer erträumt hatte. Er konnte es kaum glauben, dass er sich das alles nicht nur einbildete. Von einem Moment auf den anderen hatte sich sein Leben verändert. Und das ausnahmsweise in eine völlig positive Richtung. Die Sache hatte keinen Haken. Zumindest war ihm bis jetzt noch überhaupt nichts Negatives aufgefallen. Eine flüchtige Begegnung im Supermarkt wurde für ihn zu einem Sechser im Lotto. Auch wenn es einige Zeit dauerte, bis er das Herz seiner Liebsten erobert hatte, war keine Anstrengung umsonst gewesen. Er musste einige Abenteuer und mehrere Kreislaufschwächen überstehen, bis er am Ziel seiner Träume war. Oft war er selbst sein größter Gegner gewesen. Doch letzten Endes hatte Rolihlahla das Glück und Amor auf seiner Seite. Und da er nach wie vor eine ganz eigene Einschätzung seiner Handlungsweise besaß, war ihm sowieso nicht alles bewusst, was auf seinem Eroberungsfeldzug geschehen war. Es grenzte ohnehin an ein Wunder, dass er den wahrscheinlich absolut einzigen Deckel gefunden hatte, der auf den Rolihlahla-Topf passte. Er war dann auch relativ schnell mit seiner Wolke zusammengezogen und die beiden lebten in purer Harmonie. Es war schon fast kitschig, wie sorgsam und rücksichtsvoll sie miteinander umgingen.

Nach der Komplettrenovierung seiner Wohnung durch seine Mitarbeiter Hans und Franz, die auch immer noch der Überzeugung waren, dass ihr Chef wirklich nur für die Organisation von Hausmeistertätigen ihrer Behörde zuständig war, hatte sich seine zuvor noch schlichte Bleibe in ein gemütliches Nest für frisch Verliebte verwandelt. Zwischen den beiden gab es nie Streit. Sie teilten ihre Interessen genauso, wie ihre Fettnäpfen. Da beide etwas ungeschickt waren, fiel es keinem der beiden schwer, die Tollpatschigkeit des anderen zu tolerieren. Nichts konnte das junge Glück stören. Zumindest sah es noch ganz danach aus, als Rolihlahla an einem wunderschönen sonnigen Morgen im Winter fröhlich pfeifend durch die Küche wirbelte. Er war gerade dabei den Frühstückstisch zu richten, während Wolke beim Bäcker frische Brötchen holte. Selbst diese Tätigkeiten wurden immer abwechselnd erledigt. Noch ahnte er nichts davon, dass die erste Bewährungsprobe für ihre Beziehung kurz bevorstand. Unten im Briefkasten wartete extrem wichtige Post von seinem Arbeitgeber auf ihn. Jahrelang hatte er eigentlich auf so eine Gelegenheit gewartet und dies auch bei den seltenen Treffen mit seinem Vorgesetzen immer wieder kundgetan. Da sich in dieser Richtung aber nie etwas getan hatte, vergaß er im Laufe der Zeit, dass seine beruflichen Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft waren. Selbst Wolke durfte er ja nicht erzählen, was er in der Außenstelle des Bundesverteidigungsministeriums wirklich zu tun hatte. Niemandem hatte er erzählen dürfen, dass er pausenlos in die geheimsten Rechenzentralen der Welt eindrang und wichtige Informationen für den Geheimdienst sammelte. Stattdessen war er offiziell nur Chef von zwei Hausmeistern, die ihn nicht wirklich ernst nahmen. Wolke liebte ihn allerdings so, wie er war. Sie war zufrieden damit, dass er in der Behörde als Chefhausmeister eingestellt war, und hatte auch nicht das Bedürfnis an der Seite eines erfolgreichen Geschäftsmannes zu leben. Und außerdem war er wahrscheinlich der Hausmeister mit dem höchsten Gehalt auf dem ganzen Erdball. Für Wolke war es unverständlich, wie man im öffentlichen Dienst solche Summen mit nach Hause bringen konnte. Was ihr aber eigentlich auch völlig schnuppe war. Wenn schon Steuergelder rausgeschmissen wurden, dann hatte sie wenigstens in diesem Fall etwas davon. Was sie natürlich nicht wusste, war, dass ihr Freund schon immer so bezahlt wurde, als hätte er regelmäßig Aufträge, wie sie in seinem Arbeitsvertrag als Option vereinbart waren. An diesem Morgen brachte sie einen solchen Auftrag in Form eines Briefes zu Rolihlahla, den er mittlerweile gar nicht mehr haben wollte.

»Schau mal Schatz«, sagte Wolke fröhlich und hielt ihm den Brief unter die frisch geputzte Nase. »Du hast Post vom Ministerium.«

»Danke«, antwortete Rolihlahla und hatte gar kein gutes Gefühl, als er das Schreiben öffnete. Er hatte noch nie Post nach Hause bekommen. Aber das konnte Wolke ja nicht wissen. Vorsichtig zog er den Brief aus dem Umschlag.

»Sehr geehrter Herr Schneider-Hundeloh, wir freuen uns ihnen mitteilen zu können, dass unsere alljährliche Winterfeier wieder stattfindet. Näheres finden sie auf der Homepage ihres Bereiches.«

Mehr stand nicht auf der DIN-A4-Seite. Aber das reichte auch, um bei Rolihlahla einen riesigen Klos in den Hals zu setzen. Es war zwar schon unglaublich lange her, dass ihm dies gesagt wurde, aber der Text war eindeutig. Immer, wenn ein Spezialauftrag auf einen Agenten wartete, wurde ein Brief nach Hause geschickt und als Einladung für eine Feier, die zwar stattfinden sollte, aber nicht näher beschrieben wurde, getarnt. Es wurde immer als Einladung zu einer Festlichkeit getarnt, dass die Ehefrauen und Partner keinen Verdacht schöpften, wenn sie das Schreiben in die Finger bekamen. So ein Spezialauftrag war genau das, was er früher immer schon einmal haben wollte. Aber seit er mit Wolke zusammen war, wollte er eigentlich nur noch Hausmeister spielen und mit ihr zusammen sein. Er brachte das Frühstück hinter sich, ohne dass sie einen Verdacht geschöpft hatte. Als sich Wolke daran machte, die Wäsche zu bügeln, setzte er sich unter dem Vorwand die genaue Beschreibung der Feier lesen zu wollen an den Schreibtisch. Mit klopfendem Herzen und hochgradig nervös, setzte er sich an den Computer und loggte sich mit einer komplizierten Passwortfolge in den Agentenbereich des Ministeriums ein. Und da war tatsächlich sein Auftrag. Natürlich ohne Namen und Anrede. Ab hier war alles völlig geheim und nur durch genaue Anwendung vorgegebener Abläufe durchschaubar.

»Und?« rief Wolke fragend, als Rolihlahla bereits hoch konzentriert seine Passwörter eingab. »Was ist es denn für eine Feier?«

»Was?«, rief er erschrocken zurück und stellte fest, dass er sich noch gar keine Erklärung dafür zurechtgelegt hatte. Daher dauerte es auch ein wenig, bis er stotternd antworten konnte. »Ähh, also, eigentlich die gleiche Feier wie jedes Jahr.«

»Aha«, antwortete Wolke. »Ist bestimmt interessant dort, oder?«

»Bestimmt«, antwortete Rolihlahla geistesabwesend, da er nun den Text zu seinem Einsatz endlich vor sich hatte.

»AUFTRAG 148375 – UNDERCOVEREINSATZ IN ST. ANTON / TIROL«, lautete die Überschrift.

»Es gehen Gerüchte durch die Geheimdienste, dass eine Terrororganisation aus dem nahen Osten eine Europazentrale, getarnt als Apres´ Ski Etablissement im Szeneskiort St. Anton errichten will. Es wurden auffällig viele Verdächtige in diesem Ort ausgemacht. Gleichzeitig wurde ein Bauantrag von einer nicht eindeutig zu identifizierenden Gruppe von Investoren gestellt. Einige davon haben definitiv nachvollziehbare Kontakte zu bekannten Schurkenstaaten und deren Regimes. Es ist alles äußerst wage, aber das Ministerium will in dieser Sache Gewissheit haben. Daher werden sie am kommenden Donnerstag für voraussichtlich vier Tage nach St. Anton fahren. Die üblichen Maßnahmen zur Geheimhaltungssicherung sind bereits durchgeführt. Ihre Reise wird als Hauptgewinn eines Preisausschreibens etwa eine halbe Stunde, nachdem sie das hier gelesen haben, in ihrem Briefkasten liegen. Die Reise ist gültig für zwei Personen. Da ihre neue Lebensgefährtin als Kind einen schweren Skiunfall hatte, werden sie nicht in Bedrängnis kommen, sie mitnehmen zu müssen. Sie hasst Skifahren und wird sie mit einer fast hundertprozentigen Wahrscheinlichkeit auffordern, einen Freund mitzunehmen. Da bietet sich ihr neuer Nachbar Matthias an. Er hat nächste Woche Urlaub und seine Freundin muss ab Freitag auf eine Fortbildung. Sie müssen natürlich mit höchster Sorgfalt vorgehen, damit keine Informationen nach außen dringen

»Na toll«, stöhnte Rolihlahla. »Warum gerade jetzt? Das passt mir überhaupt nicht rein.«

Dabei fiel ihm ein, dass seine Behörde ja wirklich an alles gedacht hatte. Sie wusste sogar mehr, als er selbst. Wolke hatte bisher noch nie etwas von einem Skiunfall erzählt. Komischerweise war seinem Auftraggeber wohl nicht bewusst, dass er überhaupt kein guter Skifahrer war. Eigentlich war er überhaupt kein Skifahrer. Aber irgendwo im Hinterkopf blitze plötzlich ein Gedanke auf, warum seine Vorgesetzten wohl annahmen, er wäre für den Auftrag geeignet. Um nicht als vollkommener Bewegungslegastheniker eingestuft zu werden, wollte er bei seinem Aufnahmebogen, den er bei der Einstellung ausfüllen musste, wenigstens eine Sportart eintragen. Und da fiel ihm nichts Besseres ein, als Skifahren anzugeben. Immerhin hatte er als Kind einen zweitägigen Skikurs besucht. Vielmehr wollte er einen besuchen. Leider war es ihm aber nicht möglich, auf dem fast ebenen Übungshang zu bremsen. Was auch gar nicht so schlimm gewesen wäre, wenn er nicht vor Freude über das erste Rutschen auf der Piste die Arme hochgerissen hätte. Dabei verhakte sich nämlich sein Skistock im Rucksack eines viel zu schnell vorbeirasenden Skifahrers, der unerlaubterweise quer über den Skischulhang wedelte. Rolihlahla hatte natürlich ordnungsgemäße die Schlaufe des Skistocks um seine Handschuhe gewickelt und so kam es, dass er einfach mitgerissen wurde. Bis er endlich seinen Stock mitsamt Handschuh verloren hatte, war er schon so schnell, dass er nichts mehr anderes tun konnte, als laut zu schreien. Dummerweise half das nicht beim Bremsen und er fuhr ungebremst in ein Waldstück, wo er so schwer gestürzt war, dass er zwei Wochen lang das Vergnügen hatte, in einem österreichischen Krankenhaus zu liegen, bis er endlich transportfähig war.

Rolihlahla schüttelte den Kopf, als ob er sich damit der nahenden Katastrophe entledigen könnte und machte sich auf in den Keller, um Getränke zu holen. Und natürlich um nach dem Informationsmaterial zu schauen, das vielleicht schon in seinem Briefkasten stecken würde. Dann musste er auch noch so tun, als würde er sich über die gewonnene Reise freuen. Das

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