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Rosa Frühling in Montreal: Mehr Mut zur globalen Kriegsdienstverweigerung

Rosa Frühling in Montreal: Mehr Mut zur globalen Kriegsdienstverweigerung

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Rosa Frühling in Montreal: Mehr Mut zur globalen Kriegsdienstverweigerung

Länge:
137 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 31, 2014
ISBN:
9783932209376
Format:
Buch

Beschreibung

In Montreal bekommt Wolf Zebra einen Telefonanruf, der für jemand anderen gedacht war...Thelma ist am Telefon. Beide treffen sich einige Tage später auf dem Place des Arts. Thelma ist eine umwerfende, schöne Frau,eine Afro-Kanadierin. Es entfaltet sich eine erst heitere, dann eine berauschende, dann eine mit voller Mystik verwobene, erotische Elektrifizierung...
Wolf Zebra erlebt zum ersten und bis jetzt zum letzten Mal, dass diese so wundervolle Frau mit all ihren Lippen küssen und schmusen kann.
Beide sind jung und feiern ihre erotische Freude.
Ich beschreibe hier eine erotische Erfahrung mit einer göttlichen Seele, die einen braunen Haut hat: eine Afrikanerin ?
Diese pure Erotik, die hier beschrieben wird, basiert nicht auf Sucht. Die Kunst ist es, trotz der Abhängigkeit unabhängig zu sein. Trotz eigener Teilnahme und Verwicklung frei zu bleiben.
Hier wird die heilige Erotik gelebt. Das Tao der Liebe erfahren. Tantra wird realisiert. Es ist für alle, die noch wissen, dass Erotik dem Göttlichen entspringt und heilig ist, solange sie nicht zur Sucht, zur Perversion und Gier ausartet.
 ...und woher kommt dann die Sucht, die Perversion und die Gier ?
 Wolf Schorat
Herausgeber:
Freigegeben:
Oct 31, 2014
ISBN:
9783932209376
Format:
Buch

Über den Autor

Ich schreibe seit 1955 als ich den ersten Griffel in der Schule in der Hand hielt und auf der Schiefertafel kritzelte in dem dorf, in dem gegenüber dem Haus meiner Oma die Störche nisteten. Seitdem ist viel Uhrzeit verlaufen, und ich habe in Kanada und England und Deutschland in Konstruktionsbüros herumgestochert, um zu erkennen, das wird nicht mein Leben sein bis zur Rente. Und so machte ich mich auf Reisen über diesen Erdball, bis ich wieder in Berlin landete.Inzwischen schreibe ich über meine Lebenserfahrungen in den Uhrzeitabschnitten, in denen ich mich bewege, und erschaffe ein Buch nach dem anderen in Eigenregie und Eigengestaltung.Themen meines Schreibens sind auch die politisch-wirtschaftlichen Verhältnisse, in denen ich eingewoben bin und die mein Leben mitkontrollieren. Ab und an kommt ein Theaterstück dabei raus.Ich schreibe viel.


Ähnlich wie Rosa Frühling in Montreal

Buchvorschau

Rosa Frühling in Montreal - Wolfgang Schorat

1985

Rosa Würdigung für Thelma.

Nachdem ich dieses Buch spontan geschrieben hatte, fiel mir jetzt im Dezember 96 noch ein, dass ich die Fähigkeit dieser Frau mit ihren vertikalen Lippen zu saugen, ihren Sauglippen, nicht genug hervorgehoben habe. Die Schmuserei mit ihr war schon ein außergewöhnliches - ein Erlebnis höchster Lust - und extrem selten, denn die Lippen ihrer Rosengarten-Vagina hatten ja die Fähigkeit zu küssen und zu saugen. Ich wurde also zweifach geküsst - mit beiden Mündern sozusagen. So, diese damals junge Frau Thelma saugte sozusagen mit ihrem Sauglustliebesvermögen jeden Tropfen Lichtsamen aus dem Leib. Ein Erlebnis höchster Wertschätzung und zugleich eine vollkommene Hingabe an die Liebe. Jeder stupide Sexgeilgiersuchtzustand ist ja aber immer auch ein ex-zentrisches Verlieren der Harmonie und der eigenen Mitte.

Nur Liebe jedoch lässt eine Rosa-Vagina-Frau ihre angstlose Ganzheit tatsächlich leben. Ein wahrhaftiger Rosa-Frühlings-Genuß!

Dafür danke ich dir Thelma…

16. Mai 1985

In Kanada und weiter noch, in Montreal, und dort in dem suburbanen Stadtteil Dollard des Ormeaux, dort lebten wir in einem einstöckigen Reihenhaus. Wir, das sind Gail, die 21-Jährige Lehrerin, das ist Frances, die 22-Jährige Lehrerin und ich, der 22-Jährige Jungkonstrukteur.

Dollard des Ormeaux ist eine Einfamlienhaus-Urbanisation für Einkommensstärkere. Gepflegte Rasen und Rosenbeete. Zwei Autos in der Garage. Ein extra Hündchen für die Kinder. Menschen ohne Sprachfehler lebten hier. Sie waren nicht auf Geschwätz angewiesen, ihre Tagesabläufe hatten Bedeutung, sie waren vom Geschäftlichen getragen, es ging immer um Evolution, um Weiterbildung. Gedankenaustausch in dieser Nachbarschaft stand im Vordergrund - also eine sehr angenehme Nachbarschaft. Und da jeder genügend finanzielle Mittel zur Verfügung hatte, waren auch die Elementargeister, wie Neid oder Mißgunst, Geschwätz oder Zusammenhanglosigkeit, in dieser Gegend so gut wie unbekannt.

Wir vier lebten schon seit einem Jahr in diesem Reihenhaus. Dort konnte man gut leben. Es war geräumig, man hatte die Küche komplett nach dem neuesten technischen Können eingerichtet, zwei Badezimmer waren auch vorhanden. Und in der Tiefgarage hatte jeder seinen Platz, der im wilden kanadischen Winter morgens das Starten des Wagens garantierte und noch angenehm warm war.

Außerdem herrschte eine gewisse Ungeziertheit über Allem Eine Ungezwungenheit in dieser Umgebung. Insbesondere jetzt, es war Ende April 1970. Die Rotflügel-Blackbirds jubelten ihre Lieder und der Robin hüpfte wieder auf den Wiesen herum, um sich die Würmer herauszuziehen. Mit anderen Worten: Die Sonne hatte in diesem Jahr schon sehr früh für Montreal geschmolzen.

Die drei jungen Lehrerinnen arbeiteten alle für die Valois- Elementarschule. Diese Schule war nur für Lehrer mit einem Special-Bildungsdiplom, denn in der Schule übte man sich in einem damals neuen Lehrverfahren: nämlich die Schule ohne Klassenwände. Das, was die Sanjassinschulen heutzutage auch anbieten und andere, nicht staatlich unterstützte Schulen heute auch anwenden. Diese Valoisschule war aber eine staatliche Schule. Die Kinder konnten, frei nach Interesse, von einer Klasse zur anderen wandern, oder sie taten das auch nicht - je nach Interesse. Jeder einzelne Lehrer war für jeden ankommenden Schüler verantwortlich, wobei letztendlich nicht nur die Schüler selber Spaß an dieser Lehrmethode hatten, sondern auch die Lehrer - und somit glückliche Lehrer und glücklichere Schüler dort anwesend waren, was ja sehr viel bedeutet.

Also waren wir vier in diesem Reihenhaus, das monatlich 270 Dollar kostete, eine markante Gruppe junger Menschen, die ihre persönliche Stilart, insbesondere jetzt im Frühling, in ausschwelgender Komposition des Lebens steigerten.

Ich selbst, als Deutschgeborener, war 1966 nach Kanada emigriert, um meinen Überzeugungen die nötige Blutvollheit, Macht und Kühnheit zu geben - nämlich: niemals Soldat zu werden.

Das, was ich als Kind mehr unbewusst aufgenommen hatte, hatte sofort, als man mich zur Bundeswehr einziehen wollte, sein Licht durch meine Gehirngänge leuchten lassen, indem es ein klares No, ein eindeutiges Pfui, ein unzweideutiges Diplom der Logik darlegte. Und ich als 19-Jähriger übte mich in konsequentem Denken und übereinstimmigem Handeln, indem ich das Land verließ und nach Kanada emigrierte. Das habe ich nie bereut, sondern kann nur Gutes davon berichten.

Ich arbeitete für die Firma Beloit-Sorel-Walmsley, der zweitgrößten Papierwalzenherstellerfirma der Erde. Ich war dort als Konstrukteur beschäftigt. Hatte nun seit meinem 14. Lebensjahr ununterbrochen gearbeitet. Das waren schon acht lange, lehrreiche Jahre, in denen die Fantasie mit technischem Wissen vollgepropft wurde. Nebenbei ging ich abends zur Sir George Universität und studierte Biologie und Botanik - ein Interessengebiet, von dem ich mir, da ich die Bäume, die Gräser, die Tiere, die Wolken und die Menschen lebte und liebte, mehr Einsichten versprach. Und auf der Loyola Universität studierte ich auch in Abendkursen europäische Geschichte, was ich aber schon ein Jahr später aufgab, da all die Heros, die man mir dort versuchte als Heros einzuverleiben - die nach genauerer Betrachtung doch nur die üblichen üblen, gesellschaftlichen, korrupten Generäle oder Massenmörder waren, die ganze Nationen in den Tod laufen ließen und dafür noch Orden bekamen. Geschichte ist für jemanden, der sie nicht bloß unkritisch aufnimmt, als Fakten, die man bei Prüfungen wiedererzählen muss, ein guter Prüfstein, um zu erkennen, ob man selber so ein Lump werden würde, wie die ganzen Menschenschlächter der Nationen. Da waren keine lebensaufbauenden Idole, sondern nur lebenskaputtmachende, die dafür Ländereien und Staatspositionen bekommen hatten.

Auch die Lehrerinnen nahmen alle noch Abendkurse an verschiedenen Universitäten, um dadurch mehr Wissen zu haben - und natürlich die nötigen Diplome, die sich ja auch dann im monatlichen Scheck, den Dollars, bemerkbar machen würden.

Joanne, eine Mißdeutung ihr gegenüber ist nicht schwer, war eine 180-Zentimeter-Frau, die auch das dementsprechende Körpergewicht hatte. Sie war rein äußerlich mehr schwabbelig und ihre Figur hatte etwas Lineares an sich. Der Po war so breit wie die Schultern und der Busen eben mit den Oberschenkeln. Dazu hatte sie noch lange glatte Haare, die oft fettig waren, trug eine Brille, mit der sie die Pickel im Gesicht teilweise verdecken konnte. Irgendwie war ihre Figur der Geheimniskrämerei verfallen, man wusste nie, wo sie anfing oder endete. Sie hatte aber eine schon etwas lehrerhafte Stimme, die trotzdem in Momenten Bauchtiefe vermitteln konnte. Ihr Wesen war noch im Bauch gelagert. Ich war friedfertig und interessierte mich für sie so viel, wie Präsident Nixon sich damals für mich interessierte. Aber wir lebten zusammen in dieser sanftmütigen, entspannten Art, die ab und zu bei ihr in kleinen Wutanfällen ausarteten - wenn ich mal wieder anders dachte als sie - oder wenn ich wieder mal die Wohnung aufräumte - und ihr das ein Dorn im Auge war, was mir dann völlig witzlos vorkam, denn wie kann sich jemand darüber aufregen, das jemand sauber macht -Ordnung macht. Aber es war so, sie regte sich darüber auf. Aus Wut, wegen meiner Durchsetzung dieses heretären Aktes, griff sie dann in den Kühlschrank und holte sich eine Flasche Labatts 50 oder eine Flasche Brador Bier heraus und das Bier steigerte dann nur noch ihre Wut. Natürlich half ich dann noch ein bißchen nach -das war das allzu Menschliche in mir. Die anderen zwei versuchten sich dann schon mal als Schlichterinnen - mit wechselseitigem Erfolg. Nicht zu selten endeten sie dann auch in der blöden Schamlosigkeit mir gegenüber, weil sie dann Drei zu Eins, also dem Massengeist unterworfen waren und sich besonders stark und noch blinder vorkamen… Die alte Leier.

Gail hatte, gegenüber Joanne, einen festen Freund, den sie auch bald heiraten wollte. Er war auch Lehrer. Netter Typ. Aber Gail gefiel mir auch sehr gut. Sie war immer freundlich, lächelte und sah auch noch spitzbübisch gesund aus. Ihre Stimme war melodiös und ihr Pagenhaarschnitt passte gut zu ihrem ovalen Gesicht - und mensch, sie hatte wunderschöne Brüste - für spätere Kinder. Sie war eine Ladung ausgewogener Lebensenergie, sie tänzelte sich sozusagen durch‘s Leben. Mit ihr flirtete ich gern -und sie wohl auch mit mir, denn ich selbst war auch nicht aus einem Körper, der gerade aus der Kläranlage gefischt wurde. Ich selbst sah meistens sehr schön und entspannt aus, trotz der vielen Arbeiterei, die man aufgelastet bekam. Und in der Jugend, da ist die Regenerationsfähigkeit eben der Frühling selber. Ja, wir vier waren eigentlich der Frühling selber. Glück war sichtbar, auch wenn‘s mal Reibereien gab.

Ja, Gail gefiel mir sehr gut. Aber ich hatte es ihr nie erzählt. Es blieb ein heimliches, stilles Gefallen, das sich aber auch noch jetzt, in der Erinnerung, als solches öffnet. Ihr Körper sah so bequem aus - zu oft bekam ich einen verschwenderischen Ständer, wenn ich sie anschaute - ohne das sie etwas davon merkte. Sie war eine 22-Jährige, große runde Sonne aus blühenden Blumen, aus üppigem Lächeln - mit sehr viel Wohltat. Ihre Stimme war immer in den höchsten Frequenzen melodisch, aber nie hysterisch klingend, wie so manche nordamerikanischen Weiber - mit ihren Zigaretten im Mundwinkel hängend. Dieser Schund hatte mich nie berührt. Mit ihr konnte man stundenlang lachen, so dass man durch das Lachen sein Wesen besser kennenlernen konnte, denn einige Male waren wir so entspannt zusammen, lagen auf dem Teppich und blödelten, dass sich das Lachen sozusagen verselbstständigte und eine mächtige Energie aus dem Bauch mit dem Lachen verbunden war, so dass man staunend beobachtete, was doch in einem, in diesem Körper, drin war. Über das Lachen ist man auf einmal ein mächtiges Kraftbündel geworden. Wir beide waren dann sogar etwas erschrocken darüber.

Dann war da noch Frances. Sie hatte kastanienkupferrotes, natürliches Haar. Frances hatte eine wunderschöne Figur mit besonders schönen Beinen, die sie auch gern zeigte. Als ich sie vor drei Jahren auf der Mc Donald Universität in Ottawa kennengelernt hatte, war sie eigentlich gar nicht so schön, wie sie heute geworden ist. Damals war sie rau aussehend, die Haare struppig - und sehr depressiv. Sie redete zu oft von Selbstmord. Sie hatte ihr Kind abgegeben, das sie mit 16 bekommen hatte, nachdem sich der Zeuger per Harley Davidson abgesetzt hatte und die Mutter, eine 90%ige altenglische, verschrobene, vom Nationalgeist verkohlte und auch ansonsten gehässige Person, ihr Leben mit dem Baby zu Hause äußerst stinkend gemacht hatte. Die Mutter selbst war noch kein Mensch, sondern erst altenglisches Halbaffentum. Konventionen, gesellschaftliche Vorurteile, eigener Hass und insbesondere eigenes Sich - selbst- nichtleiden -können hatte schon die anderen Kinder in der Familie Hörnen wachsen lassen.

Hier eine kleine Kostprobe dieser Mutter: Sie ist eine geborene Meredith - eine wohlhabende Familie aus Southend on Sea in England. Ihr Vater war der Entwickler der Golf-Moden und hatte es zu Reichtum und Ansehen gebracht. Als er starb waren alleine die Aktien mehr wert, als das Kennedy-Gesamtvermögen. Die Alten kamen einmal nach Kanada und mieteten sich einen Rolls Royce mit Chauffeur für zwei

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