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Weihnachtskugeln: Annika & Xaver

Weihnachtskugeln: Annika & Xaver

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Weihnachtskugeln: Annika & Xaver

Länge:
68 Seiten
34 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
14. Nov. 2014
ISBN:
9783738664027
Format:
Buch

Beschreibung

Annika & Xaver fahren mit ihrem Großvater zu Weihnachten auf eine Berghütte im Wendelsteingebirge. Ein Schneesturm überrascht sie. Als sie nach mühevollem Aufstieg endlich die Alm erreichen, macht Xaver eine seltsame Entdeckung. Obwohl Annika glaubt, dass er sich getäuscht hat, ist Xaver davon überzeugt, dass sie in der einsamen, tief verschneiten Bergwelt nicht alleine sind.


Mit Weihnachtskugeln erscheint endlich der zweite Teil der Weihnachtssaga um Annika & Xaver. Im ersten Teil (Eine wundervolle Begegnung) hatten die beiden eine unvergessliche Begegnung mit dem Nikolaus. Knapp einen Monat später erleben sie ein ebenso wunderbares Abenteuer, hoch oben, in den verschneiten Bergen der bayerischen Alpen.
Herausgeber:
Freigegeben:
14. Nov. 2014
ISBN:
9783738664027
Format:
Buch

Über den Autor

Robert Bielmeier, Jahrgang 1966, lebt mit seiner Familie südlich von München. Seit frühester Jugend begeisterter Geschichtenerzähler, gelangt er über Umwegen zu seiner verborgenen Leidenschaft – dem Schreiben von Romanen & Kurzgeschichten.


Buchvorschau

Weihnachtskugeln - Robert Bielmeier

(2015)

Robert Bielmeier, Jahrgang 1966, lebt mit seiner Familie südlich von München. Seit frühester Jugend begeisterter Geschichtenerzähler, gelangt er über Umwegen zu seiner verborgenen Leidenschaft – das Schreiben von Romanen & Kurzgeschichten.

Ein Lächeln ist das Einzige,

was mehr wird,

wenn man es verschenkt!

So dicke Schneeflocken hatte Xaver noch nie gesehen. Er hatte sich gerade seine warme Daunenjacke angezogen und beobachtete fasziniert das stürmische Naturschauspiel. Mit seiner ganzen Macht war der Winter über die bayerischen Alpen hereingebrochen. Der Himmel war wie weggezaubert. Eine grauweiße Schneewand, aus Millionen von bauschigen Flocken, wirbelte durch die kalte Dezemberluft. Im Handumdrehen hatten sich Bäume und Wiesen unter einer wattierten Schneedecke versteckt. Ganz leise war es geworden. Den Gipfel des steil aufragenden Wendelsteins konnte man in dem Schneetreiben nur schemenhaft erahnen. Dieser 22. Dezember war genau nach Xavers Geschmack. So stellte er sich an g’scheiden Winter vor; so und nicht anders.

„Zeit wird’s, packt’s eich zam", mahnte sein Großvater und blickte mit nachdenklichem Blick in die wirbelnde Schneewand.

„Ich glaub, da Herrgott hat an Ärger mit da Frau Holle. So ein Wetter? Kurz vor Weihnachten."

„Oiwai die Weiber", rief Xaver gut gelaunt, warf sich den Rucksack auf den Rücken, rückte seinen speckigen Lederschlapphut zurecht und schnappte sich seinen neuen Wanderstock, den er liebevoll Moses genannt hatte. Stolz und in froher Erwartung auf ein dickes Lob hielt er den Stock seinem Großvater hin.

„A saubana Gehstock", bemerkte dieser anerkennend, nachdem er ihn eingehend gemustert hatte.

„Danke", erwiderte Xaver und war sichtlich zufrieden. Sein Opa war sehr wortkarg und sprach nur das Nötigste. Ein Lob aus seinem Mund war mindestens so viel wert wie fünf Tafeln Schokolade und eine Stunde Playstation spielen. Aber Moses war auch wirklich ein Prachtstück. Der Stock maß einen Meter vierundachtzig – er hatte es selbst nachgemessen –, war kerzengerade und dick wie eine Banane.

In einer Nacht-und-Nebel-Aktion war er zum Haselnussstrauch hinter der kleinen Kapelle geschlichen und hatte den dicksten Ast abgeschnitten. Eine Woche hatte er Moses unter seiner Matratze versteckt und darauf gewartet, dass es Ärger gab. Aber weder der Hausmeister noch einer der Aufseher hatten etwas bemerkt. Das Vergehen blieb unentdeckt. Vergehen deshalb, weil es auf dem Gelände des Waisenhauses strengstens verboten war, Blumen, Äste oder Sträucher abzuschneiden. Wer es trotzdem tat und erwischt wurde, dem blühte mindestens eine Woche Toilettendienst.

Xaver, rief Annika, „hast du Bronko gesehen? Erschrocken fuhr Xaver zusammen. Er hatte gar nicht bemerkt, dass seine ältere Schwester und sein Großvater fertig gepackt hatten und nach dem schwarzweiß gefleckten Bernhardiner Ausschau hielten. Sein Großvater pfiff zweimal. Ein dumpfes Bellen und krachende Äste waren die Antwort. Sekunden später sprang der große Hund hinter einer Hecke hervor. Er bellte laut und rannte vergnügt auf sie zu. Vor lauter Übermut sprang er immer wieder hoch und schnappte ausgelassen nach Schneeflocken.

Endlich konnte es losgehen. Bis zu

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