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Schlemmen für kleine Leute... Gläschen godbye: Der richtige Start in ein gesundes Leben

Schlemmen für kleine Leute... Gläschen godbye: Der richtige Start in ein gesundes Leben

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Schlemmen für kleine Leute... Gläschen godbye: Der richtige Start in ein gesundes Leben

Länge:
726 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 24, 2014
ISBN:
9783738683431
Format:
Buch

Beschreibung

Schlemmen für kleine Leute...Gläschen goodbye

Der richtige Start in ein gesundes Leben

Inhalt des ersten Teils dieses Buches ist die Ernährung des Säuglings im zweiten Lebenshalbjahr. Es beinhaltet die Stufen der Darmreifen, die Ernährungsumstellung, den Umstellungszeitraum, viele Rezepte, die Lagerung, die Vorratshaltung, die Liste der Lebensmittel, die im ersten Lebensjahr nicht gefüttert werden sollten. Es erklärt alle Nähr- und Zusatzstoffe, ihren täglichen Bedarf und die Wirkung auf den kindlichen Organismus.

Der zweite Teil umfasst den Vergleich industrieller Lebensmittel mit selbst zubereiteter Beikost. Der Nährwertgehalt der Kinderlebensmittel wird "unter die Lupe" genommen und mit dem Nährwertgehalt der Selbstzubereitung verglichen. Ebenso der Kostenfaktor. Die Differenz, den Sinn und der Unsinn weiterer Produkte werden dargestellt.

Sinn dieses Vergleichs ist, die Eltern gegen die Werbung von Kinderlebensmitteln zu stärken. Ihnen aufzuzeigen, dass Kinderlebensmittel keineswegs gesund sind. Sie ihrem Kind etwas Gutes tun, wenn sie es an die selbst zubereitete Mischkost heranführen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 24, 2014
ISBN:
9783738683431
Format:
Buch

Über den Autor

Die Autorin ist seit mehr als 30 Jahren ausgebildete Hebamme und betreut seit 20 Jahren in freiberuflicher Tätigkeit zahlreiche Mütter. Ihre Tätigkeit umfasst die Betreuung während der Schwangerschaft, nach der Geburt und in dem ersten aufregenden Lebensjahr des Babys. Einen besonderen Schwerpunkt legt sie auf die Still- und Ernährungsberatung der stillenden Mutter bis zum Stillende. Zu diesem Thema veröffentlichte sie im Jahr 2009 das Buch: „Stillen & Schlemmen“. Im Jahr 2014 veröffentlicht sie das Buch "Schlemmen für kleine Leute...Gläschen goodbye" In diesem Buch hat sie ihre umfassende Erfahrung zur Umstellung auf die gesunde Beikost im zweiten Lebenshalbjahr zusammengefasst. Erklärt die einzelnen Nahrungsmittel und ihre Wirkung auf den kindlichen Organismus. Im zweiten Teil analysiert sie die industriellen Kinderlebensmittel und stellt sie in Vergleich zur selbst zubereiteten Beikost.


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Buchvorschau

Schlemmen für kleine Leute... Gläschen godbye - Frauke Tiedemann

Register

Wie entwickelt sich mein Baby

Die monatlichen sensomotorischen Entwicklungsstufen eines Säuglings

Als sensomotorische Entwicklung bezeichnet man die tatkräftige Wechselwirkung von der Wahrnehmung des Säuglings über die Sinnesreize und die rückwirkende Bewegung über das neuromuskuläre* Zusammenspiel zwischen dem Gehirn und den Muskeln, das auch als neuromuskuläre Reaktion* bezeichnet wird.

In der aktuellen Forschung geht man davon aus, dass der Mensch im ersten Lebensjahr auf ein vererbtes Lernprogramm zurückgreift. Es ermöglicht ihm, eine anhaltende Entwicklung von der Geburt bis zum aufrechten Stand zu vollziehen.

Säuglinge sind von Geburt an wie alle Menschen Einzelwesen und haben bereits da schon verschiedene Eigenarten, die sich in der normalen Entwicklung widerspiegelt und daher Abweichungen keine bedenklichen Ausnahmen sind.

Es gibt eine große Bandbreite an normalen Entwicklungen und die Reihenfolge der erlernten Fähigkeiten kann sehr verschieden sein, zum Beispiel: ein Kind geht direkt vom Robben ins Laufen über, während das andere Kind länger krabbelt, und so weiter.

Die Darstellung der motorischen Entwicklung im ersten Lebensjahr erreichen 90% aller Kinder in der angegebenen Altersstufe.

Der erste Monat

Die Massenbewegungen* sind unkoordiniert.

Bis zu der vierten Woche hat es eine schiefe Körperhaltung, die man auch normale Asymmetrie nennt.

Es reagiert auf plötzliche Geräusche mit einem Streck- und Umklammerungsreflex.

In der Bauchlage hebt es den Kopf kurz von der Unterlage ab und hält ihn, wie bei der Rückenlage, auf die Seite gedreht. Auch eine nach hinten gestreckte Kopfhaltung ist in diesem Monat normal.

Die Hände sind zur Faust geballt und der Daumen ist versteckt. Sie werden unkoordiniert geöffnet, das Baby agiert eher zufällig. In den nächsten Monaten wird die Hand immer mehr geöffnet.

Beim Hochziehen ist es passiv und hat noch keine Kopfkontrolle. Die Beine sind zum Bauch gezogen und es macht bei der U3- Untersuchung reflektorische* Schreitbewegungen.

Wenn das Baby schreit, will es Ihnen damit etwas sagen: Hunger, Schmerz, Überreizung, Angst oder Unwohlsein. Es schreit sicher nicht, um Sie zu ärgern oder Ihre Geduld zu testen. Körperkontakt, Herumtragen und Streicheln beruhigen es. Ein gesundes Neugeborene schläft sehr viel.

Der zweite Monat

Die Massenbewegungen* sind noch führend. Die Körperhaltung ist weniger asymmetrisch. In der Rückenlage ist der Kopf zur Seite gedreht. Das Kind kann ihn anschauend drehen.

In der Bauchlage ist der Kopf zur Seite gedreht. Er kann kurz bis auf 45° angehoben werden.

Es kann beide Hände miteinander koordinieren, d.h. es kann eine Rassel halten, ohne willkürliches los zu lassen.

Die Beine werden ab und zu angehoben. In der Bauchlage gehen die Hüfte und die Knie in eine Streckung.

Der Säugling wird aufmerksamer, er betrachtet, er lauscht und hört zu. Das Greifen ist zufällig.

Es spricht die ersten Laute und lächelt bewusst zurück.

Die meisten Babys haben im Alter von zwei Monaten schon zwei bis vier längere Schlafphasen pro 24 Stunden.

Eine bis zwei Mahlzeiten pro Nacht sind jedoch immer noch normal. Gestalten Sie diese Still- oder Flaschenmahlzeit so still und unspektakulär wie möglich. Machen Sie ihm damit klar: Die Nachtmahlzeit ist keine Spielzeit und auch nicht zum Schmusen da. Je weniger hell und unruhig Sie diese Minuten gestalten, umso eher wird Ihr Baby wieder einschlafen.

Der dritte Monat

Die Massenbewegungen werden durch die zunehmende Gehirnreife abgebaut. Die primitiven Reflexe*, wie zum Beispiel der Greifreflex, der auf Reize reagiert, verschwindet.

Ebenso die tonischen Reflexe*. Der Kopf kann allein, ohne den Rumpf, gedreht werden. In der Bauchlage kann das Baby ihn außerhalb der Stützfläche drehen.

Die angeborenen Reflexe sind nicht mehr da oder verschwinden allmählich, so z.B. der Schreit-Reflex. Das klingt zunächst verwirrend, ist aber wichtig, weil dieser Reflex sonst das spätere Laufen behindern würde. Der Verlust des Schreit- Reflexes ist somit ein Ausdruck der altersgerechten Entwicklung des Nervensystems.

Mit den Armen kann es sich sicher abstützen und ist in der Lage, den Kopf auf 45° anzuheben.

Es hat nun eine Hand-Hand-Mund-Koordination. Das heißt, es greift nach Spielsachen, die ihm gereicht werden und führt sie zum Mund. In der Rückenlage und in der Bauchlage soll das Tragen der Beine aktiv sein. Die Hüfte und Beine ergeben eine 90°-Stellung.

Bei der U4-Untersuchung hat es eine beginnende Mitarbeit beim Hochziehen. Den Kopf und den Rumpf hält es dabei in einer Linie.

Mit drei Monaten ist vor allem die für das Gehör, die Sprache und den Geruchssinn zuständige Gehirnhälfte Ihres Babys recht gut entwickelt und aktiv.

Sinneseindrücke müssen dort im Gehirn verarbeitet werden. Gehen Sie auf Ihr Baby ein, reden Sie viel mit ihm. Beobachten Sie, ob es gut hört. Gibt es vor dem Ohr ein lautes Geräusch, dann sollte es auf das Geräusch achten, indem es seinen Kopf dorthin wendet.

Es ist aufmerksam, es betrachtet, es hört zu und kann die verschiedenen Stimmen unterscheiden.

Zu den ersten Lauten kommen, das Lachen, ein Quietschen und Blaslaute hinzu.

Das Baby erreicht die erste Darmreife.

Siehe Kapitel: Stufen der Darmreife, Seite

Der vierte Monat

Ihr Baby hat an Gewicht zugelegt und wird immer runder und kräftiger, denn seine Muskeln bilden sich aus. Vor allem die Hals-, Schulter- und Rükkenmuskeln haben an Stärke zugenommen.

Auf dem Bauch liegend kann Ihr Kind sich auf seinen beiden Armen abstützen und seinen Kopf eine kleine Weile hochhalten. Es ist sehr neugierig auf alles, was sich bewegt. Wenn jemand zu ihm kommt reagiert es. Bei Geräuschen hört es zu. Beim Schmusen oder in der Wiegestellung hält es den Kopf hoch. In der Bauchlage bleibt das Kind im Gleichgewicht. Es stützt sich auf seinen Unterarmen ab und wackelt nicht, wie noch in den Wochen zuvor. Allerdings ist dieses mit einer großen Kraftanstrengung verbunden und daher kann es noch nicht lange durchgehalten werden. Seine Primitivreflexe und die tonischen Reflexe werden abgebaut.

Die Hirnreife ermöglicht eine Bewegung des Kopfes, des Rumpfes und der Extremitäten zueinander und ist voll entwickelt. Es beginnt die geh- und stehlose Zeit.

Das Kind beginnt sich in der Rückenlage zu drehen. Mit seinen Händen kann es gezielt nach Objekten greifen, auch wenn es beim ersten Mal noch oft daneben geht. Hat es das Objekt erfasst, schaut es dieses kurz an und versucht, es in seinen Mund zu stecken. Dabei läuft oftmals Speichel aus dem Mund.

Das Sabbern kann ein Zeichen dafür sein, dass die ersten Zähnchen einschießen - im Durchschnitt bekommt Ihr Baby, das erste Zähnchen nach dem sechsten Monat.

Die Beine übernehmen in der Seitenlage eine Stützfunktion. Es hat eine Fuß-Fuß-Koordination, was heißt, es kann seine Beine in sein Blickfeld bringen.

Das Farbsehen ist nun möglich. Es werden mehr Reize aufgenommen.

In diesem Alter ist das Kind sehr offen. Es freut sich mit dem ganzen Körper und lächelt nicht nur die Eltern strahlend an, sondern auch Besucher bzw. Personen aus seiner Umgebung. Es spielt mit der Sprache.

Mit vier Monaten ist sein Magen so groß, dass die Abstände zwischen den Mahlzeiten größer werden. Stillkindern reichen meist sechs, Flaschenkindern oft auch schon vier Mahlzeiten. Das Interesse am Essen ist nun auch nicht mehr so ausschließlich wie in den ersten Wochen. Es gibt noch so viel anderes auf der Welt zu entdecken! Deshalb wird Ihr Baby leichter abgelenkt beim Füttern. Andere Familienmitglieder, Gegenstände und Geräusche - alles zieht seine unmittelbare Aufmerksamkeit an. Das kann die Mahlzeiten schwierig machen. Um Frustrationen auf beiden Seiten zu vermeiden, verlegen kluge Mütter die Fütterung in einen ruhigen, etwas abgedunkelten Raum.

Der fünfte Monat

Die körperliche Entwicklung legt im fünften Monat deutlich zu. Liegt Ihr Baby auf dem Bauch, wird es die Arme ausstrecken und den Kopf und Rücken nach oben biegen.

Es beginnt in voller Wirbelsäulenbeweglichkeit mit eigenständigem Umdrehen bis zum Einzelellbogenstütz, der bis zum 7.Monat voll entwickelt sein sollte.

Die Kopfbeweglichkeit und die Kopfkontrolle sind abgeschlossen. Dazu beginnt der Körper im Kampf gegen die Schwerkraft zu gewinnen und neue Bewegungen koordiniert einzuüben. Die Arme greifen über die Körpermitte bis zur anderen Seite. Das Baby betastet seine Spielsachen und gibt sie von der einen in die andere Hand.

Es vollzieht ein intensives Spiel im Einzelellenbogenstütz.

Legen Sie Ihr Baby in den Wachphasen möglichst oft auf einer Krabbeldecke auf den Bauch. Es wird versuchen, das umliegende Spielzeug anzusehen und dabei den Kopf heben. So trainiert es seine Nackenmuskulatur, die beim späteren Sitzen die nötige Kopfkontrolle gibt.

Gleiche Spielmuster, wie schütteln und schlagen, werden wiederholt.

In der Drehung wird ein Bein angezogen. Der Fußrand übernimmt ab und zu in der Seitenlage eine Stützfunktion.

Auch ihre Gefühle können vier Monate alte Säuglinge deutlicher ausdrücken. Bis jetzt waren Ärger, Langeweile und Zufriedenheit in seinem Gesicht und an seinen Bewegungen abzulesen.

Nun kommen die Zuneigung und der Humor dazu. Wenn Ihr Baby Sie entdeckt, hält es die Arme nach oben, um Ihnen zu zeigen, - ich will hoch genommen werden. Verlassen Sie den Raum, hören Sie ein enttäuschtes Weinen.

Einige Babys können in dieser Zeit Küsschen und Umarmungen geben. Ihr Baby hat Spaß an Späßen: Mit lustigen Grimassen können Sie es zum Lachen bringen, und Ihr Baby wird es bei Ihnen versuchen! Spielen Sie dieses Spiel mit, verziehen Sie Ihr Gesicht und geben Sie spaßige Laute von sich - Sie ernten unvergessliche Momente des Glücks…

Es beginnt nun die Stehbereitschaft.

Der sechste Monat

Im Alter von sechs Monaten kann ein Baby seine Hände sehr gut kontrollieren. Es kann damit nach Objekten greifen, zu sich heranziehen und in den Mund stecken. Ebenso kann es die Gegenstände von der einen Hand in die andere geben und natürlich - fallen lassen. Es macht genau soviel Spaß, wenn Sie es dann wieder aufheben.

In der Rückenlage wird die Entwicklung mit der Hand-Hand-Fuß-Koordination abgeschlossen. Das heißt, es versucht, seinen Zeh zu ergreifen, mit ihm zu spielen oder sogar in den Mund zu stekken. Babys sind ungeheuer gelenkig und haben geschmeidige Hüften, die das ermöglichen. Die dafür notwendigen Beugungen des Hüftgelenkes sind wichtig, um das Krabbeln zu lernen.

Das Baby gewinnt an Beweglichkeit, weil es sich nun selbst umherrollen kann. Es erweitert seinen Aktionsradius auf der Krabbeldecke, ist zufriedener mit sich selbst, da es nicht mehr nur auf andere angewiesen ist. Lassen Sie ab jetzt Ihr Baby nicht unbeobachtet auf einer Fläche liegen, von der es herunterrollen könnte wie, zum Beispiel dem Bett oder der Wickelkommode etc.

Es beginnt Gegenstände in Auge-Hand-Koordination, mit gestreckten Fingern (Daumen, Zeige- und Mittelfinger) zu greifen; es nimmt die unterschiedlichen Tasteindrücke wahr.

In der U5-Untersuchung zeigt es beim Hochziehen eine aktive Mitarbeit mit dem Anbeugen der Arme. Beim gehaltenen Stehen übernimmt es das Körpergewicht und beginnt zu wippen oder zu hüpfen.

Halbjährige fordern regelrecht die Kommunikation mit anderen Personen heraus und geniessen es. Gelegentlich tritt ein leichtes Fremdeln zutage, aber das ist noch nicht sehr stark. Die meisten Babys lachen jede Person in Ihrer Nähe an - und wer lacht da nicht zurück? Gleichzeitig kann Ihr Baby an Ihrer Reaktion erkennen, ob Sie mit seinen Aktionen einverstanden sind oder nicht. Während des ersten Lebensjahres entwickelt sich eine ganz persönliche, unverwechselbare Interaktion zwischen Ihnen und Ihrem Kind.

Eines der liebsten Spiele ist in der Regel eine Art der Unterhaltung, bei der Ihr Baby und Sie selbst abwechselnd unterschiedliche Laute von sich geben. Das können zum Beispiel Tierlaute sein wie, wau-wau, etc. Sagen Sie dazu „Wie macht der Hund?. So erweitert sich sein Silbenrepertoire. Ein ungefähr halbjähriges Kind beherrscht in dieser Zeit hauptsächlich „ba und „ma". Wenn Ihr Baby vor sich hin brabbelt, hören Sie ihm aufmerksam zu. Tun Sie so, als ob Sie alles verstünden und geben Sie ihm Antwort. Geniessen Sie diese innige Schmusestunde.

Es erzählt, wenn es allein ist und beginnt die Namen, wie Mama und Papa zu verstehen.

Die Umgebung reizt ihr Baby, die Welt der „höheren Etage" zu erkunden. Es dreht sich auf den Bauch, um den Handstütz zu erarbeiten. Dabei stützt es sich mit den Handinnenflächen ab.

Der siebte Monat

Viele Babys drehen sich nun ohne fremde Hilfe von dem Rücken auf den Bauch. Sie sollten Ihren Schatz nicht alleine auf dem Wickeltisch, auf dem Bett oder Sofa liegen lassen. Zu schnell könnte es mit einer raschen Bewegung herunterfallen! In der Bauchlage stützen sich Halbjährige auf die gestreckten Arme. Dabei sind die Hände geöffnet. Den Kopf können sie nun recht sicher oben halten.

Aus dieser Lage heraus kann das Kind mit einer Hand nach einem Spielzeug greifen und sich mit der anderen Hand abstützen.

Die Hand greift im Zangengriff, Gegenstände werden von einer Hand in die andere Hand übergeben.

Wenn Sie Ihr Kind aus der Rückenlage zum Wiegesitz aufrichten, bringt es den Kopf sofort hoch und hebt gleichzeitig die Beine von der Unterlage ab. Stellen Sie Ihr Baby auf eine harte Unterlage, beginnt es zu „tänzeln": Es beugt die Knie, geht in die Hocke und hüpft, d.h. es stößt dann die Beine federnd ab.

Aus der Bauchlage heraus beginnt es die ersten Fortbewegungsversuche zur Erkundung der Umgebung. Es beginnt zu „robben", indem es mit gebeugten Armen, mit oder ohne Beteiligung der Beine, sich vorwärts zieht, um etwas zu erreichen. Ebenso macht es eine Kreiselbewegung in der Halbseitenlage, um etwas neben sich oder hinter sich zu erreichen

Die Kommunikation bekommt einen wichtigen Stellenwert: Ihr Baby nimmt gerne Blickkontakt auf. Wenn Sie sprechen, beobachtet es fasziniert Ihren Mund und wie Sie die Silben damit formen. Sitzt es zwischen zwei sich unterhaltenden Erwachsenen, wird sein Kopf hin und her gehen, wie bei einem Tennisspiel.

Es hört immer besser und kann die Geräusche unterscheiden und lokalisieren. Ob es plätscherndes Wasser oder raschelndes Papier ist - nichts entgeht ihm und es wird genau beobachtet, bzw. es dreht sich sofort in die Richtung, aus der das Geräusch kommt. Ihr Baby macht Laute nach. Spricht mit sich selbst vor dem Spiegel. Es versucht, mit seinem Gesicht den Spiegel zu berühren. So lernt es, wie sich Objekte im dreidimensionalen Raum verhalten. Stellen Sie sich hinter Ihr Baby vor den Spiegel, wird es sich sehr wahrscheinlich zu Ihnen umdrehen, und Sie nicht im Spiegel suchen. Dieses ist eine wichtige intellektuelle Leistung! Es erweitert seine Aktionen und ahmt viel nach, verweigert sich durch Kopfschütteln oder klatscht vor Freude in die Hände.

In dieser Zeit befindet sich ihr Baby mitten in der Zahnung. Das hat zur Folge, dass das Kind mit Hingabe alles anknabbert, was es zu fassen bekommt. Es ist nun in seiner oralen Phase.

Im siebten Monat beginnt es mit dem Vierfüsslerstand. Es beginnt aus der Bauchlage heraus, sich nun auf den Händen und den Knien abzustützen.

In dieser Zeit erreicht ihr Kind die zweite Darmreife.

Siehe Kapitel: Stufen der Darmreife, Seite

Der achte Monat

Jetzt kann sich Ihr Kind bewusst umdrehen. In der Regel dreht es zuerst die Schultern, dann folgt der Unterkörper mit Hilfe der Beine. Manche Babys drehen allerdings auch erst das Becken, dann den Oberkörper. Jedes Kind hat so seine eigene Technik. Diese bewusste Bewegung von der Bauch- in die Rückenlage ist eine wichtige Vorbereitung auf das Krabbelstadium. Mit einer Drehung geht es von der Bauchlage mit gestreckten Armen in den Vierfüsslerstand. Einfach dadurch, dass es das Gesäß etwas anhebt. So beginnt es mit dem Krabbeln im „Elefantengang".

Das heißt:

Rechter Arm und rechtes Bein,

linker Arm und linkes Bein, wird vorbereitet.

Aus dem Vierfüsslerstand fällt es zurück in den Fersensitz und stößt sich wieder vor.

Das Spielen auf der Seite wird nun mit gestreckten Beinen getätigt.

Es deutet mit dem Zeigefinger auf Gegenstände.

Die Hand fasst im Pinzettengriff.

Das Baby legt und schiebt Gegenstände beiseite, um andere Dinge zu greifen oder zu erreichen. Die erlernten Fähigkeiten wiederholt es nicht nur, sondern passt es den veränderten Situationen an.

Interessant ist, alles was das Kind nicht sieht, - ist auch nicht vorhanden. So zum Beispiel, wenn Sie sich die Hände vors Gesicht halten und sich dahinter verstecken, - anschließend sie dann mit einem fröhlichen „Kuckuck, hier bin ich wieder wegnehmen, bedeutet es für Ihr Kind, - Sie waren tatsächlich weg, - so als ob Sie in einem anderen Zimmer waren. Auch das Gegenteil funktioniert: legen Sie Ihrem Kind eine leichte Decke über den Kopf, - es wird sie wegziehen und dann nicht „Kuckuck" sagen, aber sicherlich etwas von sich geben, dass für das Kind die gleiche Bedeutung hat. Mit diesem Spiel kann man acht Monate alte Babys lange beschäftigen.

Nun kann es sich an einem Möbelstück in den Kniestand hochziehen. Die neu entdeckte Mobilität bedeutet auch, dass es nun hin und wieder harmlose kleine Unfälle gibt. Sie gehören zur Entwicklung einfach dazu, auch wenn Ihr Herz so manches Mal „still steht", wenn Sie Ihr Kind beobachten. Ihr Baby muss diese Erfahrungen machen. Sie sollten ihm die Gelegenheit dazu geben und sich selbst etwas zurückhalten. Es bedeutet auch, Sie müssen trotzdem Ihr Haus kindersicher aufrüsten.

Es beginnt nun stark zu „fremdeln. In diesem Alter beginnen die Kinder herauszufinden, wie weit sie ihre Grenzen stecken können. Sie haben sicher schon öfters zu ihm gesagt, dass das Telefon kein Spielzeug ist oder das Haar rupfen weh tut. Ihr Baby testet nun, wie weit es gehen kann, - bis Sie ihm wieder ein „Nein-Nein entgegenstellen. Es ist kein Ungehorsam oder Bösartigkeit – sondern einfach die Neugier, und natürlich steckt auch dahinter, dass sich Ihr Baby nicht mehr an das letzte Verbot erinnern kann. Es bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als erneut zu verneinen oder es abzulenken.

Der neunte Monat

Ihr Baby beginnt zu krabbeln. Die Ärzte sprechen aber eher von einem „Kriechen", da die Füße an der Bewegung beteiligt sind. Nun kann es schon mehr als eine Minute lang frei sitzen bleiben, denn der Rücken, obwohl noch nicht ganz gerade, hält es im Gleichgewicht. Zudem stützt es sich mit einer oder mit beiden Händen ab. Es kann sich dabei nach vorne beugen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren.

Wie clever es seine Hände einsetzen kann, werden Sie erleben, wenn Sie Ihr Kind sanft schubsen. Sofort stützt es sich mit einer Hand ab, damit es nicht umfällt. Auch die Koordination gelingt ganz gut.

Das Kind nimmt verschiedene Sitzpositionen, wie den Langsitz, den Seitsitz, den Fersensitz, den Zwischenfersensitz oder den Hürdensitz (ein Bein ist gebeugt, das andere gestreckt) ein. Auffällig wäre eine Beschränkung auf eine einzige Position wie bzw. eine bevorzugte Seite beim Seit- und Hürdensitz.

An den Händen gehalten steht das Baby gut eine halbe Minute lang gerade, wobei es die Fußsohlen voll belastet. Ihr Baby weiß nun auch, wie es seine Knie beugen muss und sich vom Stehen wieder hinsetzen kann, – was gar nicht so leicht ist. Bereits seit einigen Monaten ist Ihr Kind stark mit seinen Händen beschäftigt und lernt deren Funktionen kennen und schätzen. Gegenstände werden mit Daumen und Zeigefinger im „Scherengriff" genommen - und erst einmal in den Mund gesteckt. Es

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