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Self-Publishing: Anleitungen für Kindle, Epubli, BoD, Tredition, CreateSpace, ISBN und VLB

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Self-Publishing: Anleitungen für Kindle, Epubli, BoD, Tredition, CreateSpace, ISBN und VLB

Länge:
387 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
9. März 2018
ISBN:
9783738664775
Format:
Buch

Beschreibung

Schnell mal einen Text bei Kindle anbieten und Millionär werden! Das klingt zu einfach, um wahr zu sein. Nur ganz wenigen Autoren gelingt der Sprung in die lukrative Publizität. Für den großen Rest bleibt das Self-Publishing ein mühsames Geschäft. Außerdem ist es mit Kindle nicht getan. Elektronische Bücher bleiben zumindest in Deutschland bis auf Weiteres ein Nischenprodukt. Noch immer wird die gedruckte Form bevorzugt.
Während andere Handbücher bei den eBooks von Kindle stehenbleiben, geht dieser Ratgeber darüber hinaus. Ausführlich wird auf das universelle ePub-Format für elektronische Bücher und das Print-on-Demand-Verfahren an den Beispielen der Plattformen Epubli, Books on Demand (BoD), Tredition und CreateSpace (Amazon) eingegangen.
Für die bessere Vermarktung sind der Besitz einer eigenen ISB-Nummer und der Zugang zum Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) unverzichtbar. Auch dazu enthält dieses Buch praktische Hinweise.
Das Handbuch wurde im März 2018 in einer vierten Auflage noch einmal inhaltlich erweitert, unter anderem um ein großes Kapitel "Werbung und Vermarktung".
Herausgeber:
Freigegeben:
9. März 2018
ISBN:
9783738664775
Format:
Buch

Über den Autor

Gerald Mackenthun (geb. 1950) war über 25 Jahre Wissenschaftsjournalist, zuerst beim Rundfunk (SFB, RIAS), dann bei der Deutschen Presse-Agentur, Landesbüro Berlin. 2003 wechselte er den Beruf: niedergelassener Psychotherapeut und praktizierender Psychoanalytiker, ebenfalls in Berlin. Er hat mehrere Bücher und Artikel in seinen Fachgebieten und im politischen Bereich veröffentlicht. Er war Dozent für Psychotherapie an verschiedenen Universitäten und ist habilitiert für das Fach Klinische Psychologie.


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Buchvorschau

Self-Publishing - Gerald Mackenthun

Schnell mal einen Text bei Kindle anbieten und Millionär werden! Das klingt zu einfach, um wahr zu sein. Nur ganz wenigen Autoren gelingt der Sprung in die lukrative Publizität. Für den großen Rest bleibt das Self-Publishing ein mühsames Geschäft. Außerdem ist es mit Kindle nicht getan. Das ePub-Format gilt als Format der Zukunft. Doch elektronische Bücher bleiben zumindest in Deutschland bis auf weiteres ein Nischenprodukt. Noch immer wird die gedruckte Form bevorzugt.

Während andere Handbücher bei den eBooks von Kindle stehenbleiben, geht dieser Ratgeber darüber hinaus. Ausführlich wird auf das universelle ePub-Format für elektronische Bücher und das Print-on-Demand-Verfahren an den Beispielen der Plattformen „Epubli, „Books on Demand (BoD), „Tredition und „CreateSpace (Amazon) eingegangen. Für die bessere Vermarktung sind der Besitz einer eigenen ISB-Nummer und der Zugang zum Verzeichnis Lieferbarer Bücher (VLB) unverzichtbar. Auch dazu enthält dieses Buch praktische Hinweise.

Gerald Mackenthun war 25 Jahre lang Wissenschaftsjournalist. Seit 2004 arbeitet er als niedergelassener Psychotherapeut in Berlin.

Inhalt

Einleitung

Über dieses Buch

Grundsätzliches zur Herstellung

Herstellung digital

Herstellung Buchdruck

Vertrieb digital

Vertrieb Buchdruck

VLB

AdB-online

Werbung und Marketing

Technische Voraussetzungen

Eigenes Konto eröffnen

Grundlegende Hilfen

Buchveroeffentlichen.com

Buch-veroeffentlichen.info

Kindle

Alles, was Sie noch nie über das Konvertieren von Formaten wissen wollten

Kindle-Texte in MOBI konvertieren mit MobiPocket

KindleGen

KindlePreviewer

Kindle für PC

Texte in ePub konvertieren

Calibre

Threepress

Schritt 1: Ein guter Text muss vorhanden sein

Schritt 2: Den Text so wenig wie möglich formatieren

Schritt 3: Das Vorblatt einfügen

Schritt 4: Buchcover erstellen

Schritt 5: Letzte Feinheiten

Schritt 6: Das Ergebnis überprüfen

Schritt 7: Den Verkaufspreis festlegen

Schritt 8: Hochladen zu Amazon

Spezialproblem Bilder einfügen

Verbesserte Version hochladen

Tantiemen, Honorare und Steuern

Wozu das MobiPocket-Format PRC?

Weitere Hilfen

Das ePub-Format

ePub bei Epubli

ePub Schritt 1: Software „Calibre"

ePub Schritt 2: Epubli-ISBN bestellen

ePub Schritt 3: Impressum und Buchcover erstellen

ePub Schritt 4: Calibre benutzen

ePub Schritt 5: Ergebnis überprüfen und korrigieren

ePub Schritt 6: Bei Epubli einstellen

ePub: Eine überarbeitete Version hochladen

„Enhanced eBooks"

BookRix

Neobooks

XinXii für Kindle

Mit Apple-Software eBücher für iPad herstellen und verkaufen

Eigene iBooks verkaufen

iBooks kaufen und lesen

Fazit: iBook ist zu kompliziert.

Buchdruck

Wichtige Weichenstellungen: Wer sind Sie und was wollen Sie?

Allgemeine Hinweise zur Formatierung

Software

Format des Gesamtdokuments

Seitenränder

Schrifttyp

Schriftgröße und Zeilenabstand

Absätze

Abbildungen

Schwarz-Weiß-Druck von Farbbildern

Seitenzahlen

Inhaltsverzeichnis

Word in PDF umwandeln

Goldene Regeln

Drucktechniken

Buchumschlag

Scribus

Papier

Datenmenge

Epubli

Schritt 1: Textformatierung

Schritt 2: Titelei

Schritt 3: Buchcover erstellen

Eine überarbeitete Version zu Epubli hochladen

Anmerkungen zu Epubli

Books on Demand (BoD)

BoD-ISBN

BoD-Buchumschlag

BoD-Buchblock

Korrekturen vornehmen

Tredition

CreateSpace

Anmeldung bei der US-Steuerbehörde

Starten Sie ein neues Projekt

Buchblock

Buchcover

Verkaufspreis

Überarbeitung

Auch in Kindle anbieten

Bestellungen

Buchbestellungen über den Buchhandel

Bücher bei CreateSpace löschen

Einen eigenen Verlag gründen

Voraussetzungen

Gewerbeanmeldung

ISB-Nummer beantragen und einsetzen

ISBN kodieren als EAN-13-Barcode

Wie beende ich meine Verlagstätigkeit?

Sonderthema: Kalender erstellen

Schritt 1: Die Registrierung

Schritt 2: Bilder hochladen

Schritt 3: Überprüfen

Schritt 4: Einreichen

Schritt 5: Freigabe durch die Jury

Die Calvendo-Jury

Werbung und Vermarktung

Hilfen und Tipps

Kommerzielle Unterstützung

Verzeichnis lieferbarer Bücher

Adressbuch für den deutschsprachigen Buchhandel

eBook-Listung bei Amazon

Verkaufen bei Amazon

Versand durch Amazon

Verkauf via Booklooker

Versand durch Libri

SearchInside

Keywords und Suchbegriffe

Suchmaschinenoptimierung

Rezensionen

Adressen sammeln

Anzeigen schalten

Werbezettel, Verlagsprospekte, Flyer

Buchhändler ansprechen

Newsletter verschicken

Freiexemplare

Interviews

Lesungen

Partys feiern

Email-Signatur

Wikipedia

Videos

PayPal

Eigene Internetseite

Übersetzung Ihrer Internetseiten

Gästebuch und Kommentarfunktion

Standortkarte

Such-Button nur für Ihre Internetseiten

Spenden-Button für Ihre Internetseiten

Einen eigenen Blog einrichten

Einstiegshilfen für Blogger

Welchen Anbieter soll ich nehmen?

Worauf kommt es an?

Wie machen es die anderen?

Sich in anderen Blogs einbringen

Blogger ansprechen

Twitter

Facebook

Facebook und Twitter abmelden

Deutsche Nationalbibliothek

QR-Code

Kurzer Überblick über Lesegeräte

eBücher lesen mit iPad und Smartphone

Bücher elektronisch kaufen oder ausleihen – auch kostenlos

eBücher ausleihen mit „Onleihe"

Kostenlose Online-Bücher

Zusammenfassender Überblick

Elektronisch oder gedruckt?

elektronisch

gedruckt

Preis- und Leistungsvergleiche

Beispielberechnung 1 Buchdruck

Beispielberechnung 2 Buchdruck

Versuch einer Bilanz

Millionär werden mit Kindle?

Eine weitere Form der Selbstausbeutung?

Doch lieber die Zusammenarbeit mit einem Verlag?

Quellenhinweise und Links

Tabellen

Tabelle 1: Schrifttypen-Muster

Tabelle 2: Margen im Vergleich BoD-Tredition

Tabelle 3: Kostenvergleich BoD-Tredition

Tabelle 4: Kostenvergleich Flyer-Druck

Tabelle 5: Beispielrechnung 1 Kosten Buchdruck

Tabelle 6: Beispielrechnung 2 Kosten Buchdruck

Einleitung

Seitdem Amazon sein „Kindle Direct Publishing (KDP) im April 2011 auf Deutsch freigeschaltet hat, bietet sich auch für deutschsprachige Autoren eine neue und aufregende Gelegenheit, eigene Texte in das weltweit verfügbare Angebot für das elektronische Buchlesegerät „Kindle einzuspeisen. Eine genauere Beschäftigung mit der Technik zeigt jedoch, dass der Umgang damit keineswegs einfach ist. Er ist sogar deutlich komplizierter als geahnt. Mal eben schnell einen Text zu Amazon hochladen und Geld kassieren – wer diesen von der Kindle-Werbung angestoßenen Traum hatte, sollte ihn gleich wieder vergessen. Andererseits ist die Technik kein unüberwindliches Hindernis. Man muss sich nur einige Grundkenntnisse aneignen, dann können eigene Texte einem deutschen und internationalen Publikum angeboten werden.

Niemand sollte sich davon Wunder erhoffen. In Deutschland erscheinen jährlich 90.000 Bücher (2015). Man spricht von einem Erfolg, wenn mehr als 100.000 Exemplare verkauft werden. Ohne aktive Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sinkt der Erfolg drastisch. Denn durchschnittlich lesen Deutsche nur sieben bis acht Bücher pro Jahr. Ein Buch verkauft sich besser, wenn der Preis günstig ist. Der Durchschnittspreis der Top-100-Bücher liegt bei 13,40 Euro und hat sich in den vergangenen 15 Jahren nur um 1,22 Euro erhöht. Andererseits haben sich die Leser bei wissenschaftlichen Werken an hohe Preise gewöhnt. Hier sind 40, 50 oder 60 Euro für ein 500-Seiten-Sachbuch durchaus üblich.

Je nach Verhandlungsgeschick erhalten Autoren im normalen Buchmarkt zwischen 6 und 12 Prozent vom Nettoverkaufspreis. Bei einem üblichen Verkaufspreis für ein gebundenes Buch von 19,99 Euro erhält der Autor auf den Nettopreis von 18,68 Euro ein Honorar von sagen wir 10 Prozent: das wären 186.800 Euro. Das klingt viel. Nach Steuern und anderen Abgaben bleiben davon etwa 93.000 Euro übrig. Davon können Sie vielleicht zwei Jahre leben. Dann muss aber ein neuer Bestseller her. Das ist sehr unwahrscheinlich. Zusätzliche Einnahmequellen können Lesungen (100 bis 350 Euro pro Abend) und Literaturpreise sein. Von letztgenannten gibt es Deutschland einige, aber selten beträgt das Preisgeld mehr als einen niedrigen vierstelligen Betrag. Oder man bietet Schreibseminare an. Am besten ist es, wenn wenigstens der (Ehe-)Partner einen festen Job hat. Oder man ringt sich Bücher am Feierabend nach einer 40-Stunden-Woche ab. Aber an Geld sollte man beim Schreiben ohnehin nicht denken, sagt Bodo Kirchhoff, Gewinner des Deutschen Buchpreises 2016. Schreiben ist eine Leidenschaft, kein Brotberuf, von wenigen Ausnahmen abgesehen. Wenn Sie es geschickt anstellen, haben Sie immerhin einen kleinen Nebenverdienst.

Wer elektronisch publiziert, beteiligt sich indirekt am Sterben vieler deutscher Buchhandlungen. Das sollte dem Herausgeber elektronischer Werke bewusst sein. Die kleinen Buchhandlungen ebenso wie die großen Ketten (Hugendubel, Weltbild) leiden unter dem steigenden Umsatz elektronischer Bestellungen, vor allem bei Amazon. Der Internetbuchhandel erwirtschaftete 2016: 1,6 Milliarden Euro, ein Plus von 6,0 Prozent. Diese Summe macht einen Anteil am Gesamtumsatz von 17,4 Prozent aus. In diesen Zahlen sind nicht nur die Einnahmen des Marktführers Amazon enthalten, sondern auch die Online-Umsätze des stationären Sortiments.

Der stationäre Buchhandel bleibt dennoch der wichtigste Vertriebsweg für Bücher. Mit einem Umsatz von knapp 4,43 Milliarden Euro hatte er aber 2016 im Vergleich zum Vorjahr 3,4 Prozent eingebüßt. Die Zahl der Neu- und Erstauflagen deutschsprachiger Bücher summierte sich 2015 auf 89.506 Titel. Das waren knapp 2.400 Titel mehr als im Vorjahr. Bundesweit gibt es rund 21.600 Unternehmen, die sich im weitesten Sinne dem herstellenden oder verbreitenden Buchhandel zurechnen lassen. Sie sind im „Adressbuch für den deutschsprachigen Buchhandel" verzeichnet, das unter www.adb-online.de zur Verfügung steht. Gut 15.400 der gelisteten Betriebe sind Verlage und verlegerisch tätige Institutionen (Quelle: Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. 2015. Die Gesamtzahl der gekauften Bücher wurde nicht mitgeteilt).

2015 haben E-Books lediglich 4,5 Prozent zum Buchumsatz beigetragen. In jenem Jahr gingen 27,0 Millionen E-Books an die Kunden. Der E-Buch-Umsatz steigt insgesamt nur langsam. 2011 lag er bei 3 % des Gesamtumsatzes. Vor fünf Jahren waren sich noch alle einig, dass der Anteil der elektronischen Bücher stark steigen wird. Das gilt offensichtlich nicht für Deutschland, wohl aber für die USA. Dort ist schon jedes fünfte Buch ein elektronisches.

In Amerika ist beispielsweise Amanda Hocking der neue Star des Selbstveröffentlichens, des Self-Publishings. Zwei Millionen US-Dollar wurden ihr dem Vernehmen nach im Juni 2011 für ihre vier nächsten Bücher angeboten, einer Serie, die sie „Watersong nennt. Damit spielt Hocking in der Liga von Nora Roberts, James Patterson und Stieg Larsson – einige der am besten verkauften elektronischen Autoren bei Amazon. Hockings Vertrag beruht auf den zuvor erzielten, sagenhaften Umsätzen bei Amazon.com, die um die zwei Millionen Dollar gelegen haben. Erfolg hatte sie mit der paranormalen Romanze „Trylle, einer aus vier Büchern bestehenden Vampir-Serie. Von solchen Erfolgen träumen viele.

Ein Vorteil des elektronischen Veröffentlichens ist die unglaubliche Schnelligkeit. Nur sieben Tage, nachdem ein Spezialkommando der US-Navy Osama Bin Laden in seinem Versteck in Pakistan erschossen hatten, erschien auf Amazon.com das Buch „Beyond Bin Laden: America and the Future of Terror, das, so der Verlag Random House, endlich eine Antwort geben sollte auf die Frage: Was genau ist passiert? „Beyond Bin Laden wurde als das eiligste Sachbuch seit Erfindung der beweglichen Lettern bezeichnet. Ein Instant E-Book, ein schnell zusammengeklaubtes Buch aus verschiedenen, schon vorliegenden Interviews, angereichert um die neuesten Fakten und Statements.

Elektronische Bücher (eBooks oder eBücher) bedeuten nicht nur eine Umverteilung der Umsätze. Auch auf die Autoren kommen neue Chancen und Probleme zu. Renommierte Autoren verzichten auf die Rückendeckung großer Verlage und setzen auf Selbstvermarktung, wie zum Beispiel John Locke. Er verlegte nicht nur ein gutes Dutzend eBücher bei Amazon, sondern schrieb auch gleich noch den Bestseller „How I sold 1 Million eBooks in Five Month" (http://www.lethalbooks.com/) darüber.

Mittelfristig dürfte es etablierte Autoren reizen, die E-Vermarktung lieber selbst zu übernehmen. Und kurzfristig mag es zum Hocking-Phänomen führen: Newcomer und Hobby-Schreiber werden ihr Glück mit dem eBook suchen, statt bei Verlagen Klinken zu putzen. In den USA bietet Amazon angeblich monatlich 10.000 eBücher neu auf seiner Plattform an. Die explodierenden Zahlen aus Amerika schocken die deutsche Buchbranche allerdings nicht mehr. Die Deutschen sind reserviert gegenüber dem eBuch.

Das Buchangebot in Deutschland ist weltweit mit das beste und umfangreichste dank der Buchpreisbindung. Die deutschen Verlage haben nun aber abgemacht, eBooks nur unwesentlich günstiger als die Papierausgaben anzubieten. Noch ist nicht abzusehen, wie es weitergehen wird, sollte das eBook wirklich zu einem marktrelevanten Faktor werden. Die Buchpreisbindung sichert ein weltweit einmaliges Angebot an Buchtiteln. Ich jedenfalls bin sehr dafür, dieses System beizubehalten.

Der Markt um das elektronische Publizieren erweitert sich ebenfalls ständig. Neue Mitspieler treten auf den Plan. Sie übernehmen einzelne Aufgaben, helfen beim Korrigieren und Lektorieren, stellen Bilder und Grafiken bereit oder sorgen für eine effektivere Verbreitung auf den elektronischen Plattformen. Wer es nicht selbst macht, muss dafür zahlen. Diese professionellen Lektorats- und Layout-Angebote führen allerdings wieder zurück zum ordinären gedruckten Buch, wo diese Dienstleistungen immer schon mit dazu gehörten. Sie in Anspruch zu nehmen heißt, sich von echten Self-Publishing wieder zu verabschieden.

Dieses Buch entstand aus den eigenen Erfahrungen mit der Produktion von zunächst elektronischen und dann auch herkömmlichen Büchern. Es stellte sich für mich heraus, dass das eBuch-Format allein wenig ergiebig ist. Dann experimentierte ich mit der Herausgabe eigener Sachbücher bei Epubli und BoD. Anfang 2017 übernahm ich von einem Fresund, der schon auf die 80 zuging, dessen kleinen Verlag. Nun wurde ich Kleinverleger mit neuen Problemen. Hinzu trat für mich die Tredition-Plattform. Die wichtigsten Erfahrungen habe ich in diesem Buch zusammengefasst.

Bitte beachten Sie dabei: Die Veränderungen im Internet sind rasant. Das gilt auch für die Bedingungen des Self-Publishings. Es kann sein, dass einige Angaben überholt sind oder verändert sein werden. Für diesbezügliche Hinweise wäre ich dankbar (gerald.mackenthun@gmail.com). Was die Preisangaben angeht, so kann ich auch hier keine Garantie für korrekte Auskünfte geben. Tendenziell aber gehen die Kosten erfreulicherweise nach unten.

Gerald Mackenthun

Berlin, Sommer 2017

Über dieses Buch

Was liegt näher, als über diesen Produktionsprozess einen Erfahrungsbericht zu schreiben – und diesen dann auch gleich bei Kindle einzustellen? Zunächst werden also die wichtigsten Kenntnisse zur Veröffentlichung eigener Texte bei Amazon praxisnah erläutert. Die meisten Kindle-Ratgeber enden an dieser Stelle. Dieses Buch aber reicht weiter. Und das kam so:

Im Laufe der Recherche änderten sich mein Ehrgeiz und meine Zielsetzung. Kindle hat ein eigenes Format und ist nur auf den Kindle-Lesegeräten zu lesen. Der angeblich anrückende eBuch-Standard wird nach Meinung von Fachleuten jedoch „ePub sein. Eine deutsche Verlegerplattform namens „Epubli arbeitet mit ePub. Es muss nicht Epubli sein, viele Anbieter im Internet haben sich inzwischen auf das elektronische Publizieren und das „Drucken nach Bedarf" (Print on demand) spezialisiert. Aber Epubli gibt ein gutes Beispiel ab. Also geht es im zweiten Teil darum, mit ePub und Epubli weitere Vermarktungschancen zu erproben.

Zudem wird der herkömmliche Buchmarkt ein relevanter Markt bleiben, zumindest in Deutschland. Es wird für Autoren weiterhin darum gehen, mit physikalisch anwesenden Büchern präsent zu sein. Wie können echte Bücher kostengünstig, schnell und ohne großen Aufwand hergestellt und an den Mann gebracht werden? Plötzlich erschien mir das unsinnliche eBook-Geschäft gar nicht mehr so attraktiv.

Buchdrucker, die ihre Dienste im Internet anbieten, gibt es inzwischen viele. Ich blieb zunächst bei Epubli hängen, die nicht nur eBücher im ePub-Format vertreiben, sondern zudem Print-on-demand anbieten. Es schien mir sinnvoll, beides in einer Distributionshand zu lassen. Die Plattform Epubli wird vom renommierten Holtzbrinck-Verlag betrieben und hat nach eigener Aussage den Ehrgeiz, Europas führender Anbieter für Self-Publishing und Print-on-Demand zu werden. Das klingt vielversprechend.

Epubli hat den Vorteil, dass die Plattform die drei wichtigsten Formate aus einer Hand anbietet: eBooks im ePub-Format, einfache elektronische Bücher im PDF-Format und gedruckte Bücher, die nach Bedarf oder auf Vorrat gedruckt werden. Letztere können ohne und mit einer ISB-Nummer erscheinen, wobei noch einmal zwischen einer bei Epubli gekauften ISB-Nummer oder einer eigenen, bei der deutschen ISBN-Agentur gekauften ISB-Nummer unterschieden werden muss.

Mein Schritt-für-Schritt-Handbuch wird den Leser folglich nicht nur in Kindle und Epubli einführen, sondern darüber hinaus den Weg zum Buchdruck und zur Selbstvermarktung zeigen.

Über die jeweiligen Vor- und Nachteile informiert der „Zusammenfassende Überblick" gegen Ende des Buches, den gern auch gleich jetzt gelesen werden kann. Lohnt es sich wirklich, in das Self-Publishing einzusteigen?

Eines der am meistverkauften Kindle-Direct-Publishing-Handbücher ist das von Wolfgang Tischer: Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen (Kindle-Preis: EUR 2,99 inkl. MwSt.,). Der Journalist und Literatur-Experte Tischer ist der Gründer und Herausgeber der mehrfach ausgezeichneten Literatur-Website literaturcafe.de. Als Literaturmann konnte er deutlich schneller sein als ich, der ich aus einer ganz anderen beruflichen Ecke komme.

Dennoch bin ich sicher, dass mein Buch deutlich weiter führt als das von Tischer und der mir bekannten eBook-Handbücher. Alle verbleiben bei Kindle und berücksichtigen allenfalls noch ePub, während ich den gesamten Bereich des Print-on-Demand und der ISB-Nummern, des Verzeichnisse lieferbarer Bücher (VLB) und der Deutschen Nationalbibliothek mit verarbeite. Vergleichen Sie bitte selbst.

Grundsätzliches zur Herstellung

Herstellung digital

Die einfachste Version für Selbstverleger, ein E-Book zu veröffentlichen: Über die eigene Homepage oder spezialisierte Webseiten ein PDF-Dokument zum Download anbieten. Das ist so primitiv, dass ich hierauf nicht eingehen werde.

Sie können Ihre digitalen Texte (Word, OpenOffice, Indesign, pdf etc.) in gängige E-Book-Formate selbst umwandeln. Dazu später mehr. Und natürlich gibt es zahlreiche Dienstleister, die das Konvertieren für Sie erledigen – manchmal kostenlos, manchmal gegen eine happige Gebühr. Einige bieten die E-Book-Veröffentlichung als Zusatzleistung zum Buchdruck an.

Zunehmend reagieren auch etablierte Buchverlage auf die wachsenden Möglichkeiten, die sich Autoren im Self-Publishing bieten. Droemer Knaur zum Beispiel gibt Autoren auf neobooks.com die Möglichkeit, kostenlos ihr E-Book zu veröffentlichen, im E-Book-Handel zu verkaufen und gleichzeitig vom Verlags-Know-how zu profitieren.

Die Plattformen bieten weitere kostenpflichtige Dienstleistungen an, auf denen sich Autoren weitere Unterstützung von Lektorat über Layout- und Covererstellung bis zu PR und Vertrieb holen können. Einen „Expertenmarkt" gibt es zum Beispiel auf boersenblatt.net.

Auf den Homepages von bod.de, buchmedia-service.de oder book-ondemand.de finden sich außerdem viele weiterführende Informationen rund ums Selbstverlegen.

Alles das gilt natürlich auch für den Buchdruck.

Herstellung Buchdruck

Bei der Entscheidung über den Herstellungsweg sind im Vorfeld viele Faktoren gegeneinander abzuwägen, um zu einem individuell optimalen Ergebnis zu kommen. Print-on-Demand-Dienstleister wie Epubli, BoD und Tredition sind auf Kleinst- und Kleinauflagen spezialisiert. Aber auch reine Digital- und Offsetdruckereien wie CPI oder Shaker fertigen kleinere Buchauflagen an.

Eine der damit verbunden Fragen ist die, ob die Anbieter Bücher lagern und bei Bestellung schnell versenden können, oder ob tatsächlich erst bei Bestellung gedruckt wird. Bis das Buch beim Besteller eintrifft, können 5 bis 10 Werktage vergehen. Eventuell ist es günstiger, mit einer kleinen Auflage zu starten und bei Bedarf nachzudrucken, anstatt auf Kisten voller Bücher sitzenzubleiben – und auf den Kosten.

Holen Sie auf jeden Fall mehrere Kostenvoranschläge ein. Dazu müssen Sie bereits eine Vorstellung vom Umfang des geplanten Buches haben. Ein Vergleich der Angebote ist recht schwierig. Der Leistungsumfang der Anbieter ist deutlich unterschiedlich und jeder kalkuliert anders. Die Druckereien bieten sowohl telefonisch als auch im Internet auf ihren

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