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Grimms Märchen von A bis Z: Kleines Lexikon der Märchenmotive

Bewertung:
168 Seiten2 Stunden

Zusammenfassung

Dieses Buch untersucht die Motive in den Grimm’schen Märchen aus den Aktionen des Textes heraus ( märchenimmanent ). Ansätze soziologischer, politologischer und psychologischer Art, die oft nur eine Bestätigung des jeweiligen Wissenschaftskreises erbringen sollen – Märchen als Demonstrationsobjekt fachwissenschaftlicher Schemata – bleiben bewusst ausgeblendet, denn drei Seiten Grimm müssen drei Seiten Grimm bleiben und nicht die Spielwiese der jeweiligen Fachrichtung.

Der Begriff » Motiv « ist weit gefasst, um ein intensives Durchdringen der Märchen zu erreichen. Zugrunde gelegt sind bei den Zitaten aus den Märchen die Bücher Brüder Grimm – Kinder und Hausmärchen, 2008, Frankfurt am Main, Fischer Taschenbuch Verlag, sowie Grimms Märchen, o.J., Eggolsheim, Dörfler-Verlag. Das letztere Buch wurde insbesondere dann benutzt, wenn mundartlich geprägte Märchen Gegenstand der Darstellung sind, da sie hier moderat ins Hochdeutsche übertragen werden.

Das Auffinden bestimmter Motive als Wegmarken macht den Leser / Zuhörer sensibel für die Märchenhandlung, gerade in einer Zeit, in der das symbolische Denken noch viel vertrauter war als heute. Es ermöglicht ihm sogar auf Grund seiner Erfahrungen, den Gang der Handlung vorauszudenken – das Wiedererkennen der Motive ähnelt einem Déjà-vu-Erlebnis – und Vergleiche zu anderen Märchentexten herzustellen. So wird der Bewusstseinshorizont des Rezipienten gewahrt. Auf die Erfahrungen des damaligen Lesers bei der Ausdeutung der Motive einzugehen, das hat sich diese Untersuchung zum Ziel gesetzt. Bei der Angabe der Belegstellen wird der Märchentitel mitunter verkürzt wiedergegeben.

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