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Astrologie: Das Horoskop-Schauspiel durch den Ich-Regisseur gestalten

Astrologie: Das Horoskop-Schauspiel durch den Ich-Regisseur gestalten

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Astrologie: Das Horoskop-Schauspiel durch den Ich-Regisseur gestalten

Länge:
893 Seiten
19 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 31, 2015
ISBN:
9783738660470
Format:
Buch

Beschreibung

Haben Sie ein Horoskop schon mal wie ein Schauspiel betrachtet?
Sie können den Aszendenten als das Bühnenbild nehmen (z.B. Skorpion: kräftige Konturen) und die zehn Planeten als die Schauspieler: Mond, das Kind; Merkur, der Schüler; Venus, die Jugendliche usw. bis hin zu Pluto, dem Magier. Das Tierkreiszeichen, in dem ein Planet steht, ist dann seine Rolle - z.B. der Krieger Mars im Widder: cholerisches Handeln (vereinfacht gesagt). Und das Haus, in dem der Planet steht, gibt dann den Ort auf der Bühne an, in dem er zu finden ist - so ist das sechste Haus z.B. die Werkstatt.
Ein Drehbuch besteht vor allem aus der Definition der Verhältnisse der Schauspieler untereinander: "Ihr seid Freunde, ihr seid Gegensätze, ihr beide begegnet euch nie ..." Dies wird durch die Aspekte zwischen den Planeten ausgedrückt.
Dann kann man von einem Schauspiel halb erleuchtet nach hause gehen und ein anderesmal bedauert man bei demselben Stück, daß man die faulen Tomaten zuhause gelassen hat ... Das Niveau, mit das Stück aufgeführt wird, hängt vor allem vom Regisseur ab, also von dem freien Willen, der sozusagen der Punkt in der Mitte des Horoskopformulars ist.
Und zu guter letzt gibt es noch den Drehbuchautor, ohne den es garnicht zu dieser Aufführung gekom-men wäre: die eigene Seele, die die eigene derzeitige Inkarnation samt Horoskop beschlossen hat.
Wollen Sie sich auch mal Ihr eigenens Schauspiel näher ansehen und wieder die Rolle des Regisseurs statt der Rolle des Zuschauers einnehmen?
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 31, 2015
ISBN:
9783738660470
Format:
Buch

Über den Autor

I was born in 1956 and have been intensively involved in magic, religion, meditation, astrology, psychology and related subjects for 45 years now. Meanwhile I have written about 200 books and about 50 articles for various magazines. Since 2007, I have expanded my decades-long avocation and am now a full-time life coach. This includes the actual consultations, but also the interpretation of horoscopes, healings, rituals, sweat lodges, firewalkings, help with haunted houses and other "magical problems", training in meditation and Feng Shui and much more. On my website www.HarryEilenstein.de you can find some of my articles and also a detailed curriculum vitae.


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Astrologie - Harry Eilenstein

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I. DAS SCHAUSPIEL DES LEBENS

Es ist Nacht und über dem kleinen Dorf in den Bergen liegt eine friedliche Stille. Nur in dem Bauernhaus etwas außerhalb am Waldrand ist noch ein Fenster erleuchtet. Dort hat die Bäuerin, als die Wehen begannen, die Hebamme gerufen.

Nun ist ein erster, kräftiger Schrei zu hören - das Kind ist geboren worden. Und dort kommt auch schon in wehenden Gewändern von seinem Turm in der Dorfmitte der Sterndeuter gelaufen; ihm voran der älteste Sohn der Bäuerin, der von dem Bauern zu dem Sternkundigen gesandt worden war.

Der alte, weißhaarige Mann nimmt sein Fernrohr aus seiner Tasche und sucht den Himmel nach den Planeten ab und zeichnet dabei geheimnisvolle Zeichen auf einen Bogen Pergament. Schließlich betrachtet er es zufrieden und tritt dann zusammen mit dem ältesten Sohn, der ihn ehrfürchtig beobachtet hat, in das Haus, um dem Bauern das Schicksal seines Kindes zu verkünden.

Ganz so romantisch sieht die Erstellung eines Horoskopes heutzutage in der Regel nicht mehr aus - an die Stelle der nächtlichen Himmelsbetrachtung sind Planetenstandstabellen und Astrologieprogramme für Computer getreten. Und das Ergebnis einer solchen Sterndeutung ist heute auch kein schicksalhafter Orakelspruch mehr, sondern die Beschreibung des Lebensstiles des Betreffenden.

Eine solche Deutung des Geburtshoroskopes läßt sich am besten als ein Schauspiel auffassen: Mit dem ersten Schrei des Neugeborenen öffnet sich der Vorhang und das Stück beginnt. Zuerst erscheint das Bühnenbild, das von dem Aszendenten beschrieben wird. Dann betreten die Schauspieler die Bühne - die zehn Planeten. Jeder dieser Schauspieler nimmt nun, nachdem er seine Rollenbeschreibung, das Tierkreiszeichen, in dem er steht, betrachtet hat, seinen Platz auf der Bühne ein, der ihm durch das astrologische Haus, in dem er steht, zugewiesen wird. Nun kann die Handlung beginnen, die durch das Drehbuch beschrieben wird, das durch die Aspekte zwischen den Planeten festgelegt ist. Nun gibt es bei jedem Schauspiel noch einen weiteren wesentlichen Einfluß, der darüber entscheidet, ob die Zuschauer mit faulen Tomaten schmeißen oder ob sie halb erleuchtet nach hause gehen: den Regisseur - dies ist der freie Wille des Neugeborenen, das, was sich in ihm inkarniert hat und nun in diesem bestimmten, durch das Horoskop beschreibbaren Stil Form annehmen will.

Dieser freie Wille sieht in jedem Horoskop gleich aus: es ist der kleine Punkt ganz im Zentrum des Horoskopformulars.

I.1. Das Bühnenbild (der Aszendent)

Was bist Du für ein Sternzeichen? - Ich bin Löwe. Dieser Teil des Horoskopes, das Sonnenzeichen, also das Tierkreiszeichen, in dem bei dem Betreffenden die Sonne steht, ist den meisten Menschen bekannt. Das Sonnenzeichen beschreibt, was man will; der Aszendent hingegen beschreibt, wie man es macht. Dieser Aszendent stellt daher auch das Bühnenbild des Schauspiels des Lebens des Betreffenden dar. Am Aszendenten kann man erkennen, wie jemand seine Umwelt und seine Erlebnisse wahrnimmt und sortiert und strukturiert und auf welche Art er demzufolge auch auf seine Umwelt reagiert. Dieses Tor zur Welt hat aufgrund seines Charakters auch den größten Einfluß auf das Aussehen eines Menschen. Lediglich die Planeten, die im ersten Haus stehen, also thematisch zu dem Aszendentenzeichen gehören, haben noch einen genausogroßen Einfluß. Das Verhältnis von Sonnenzeichen und Aszendent kann man auch noch durch ein anderes Bild gut beschreiben: das Sonnenzeichen ist der Architekt und der Aszendent das ihm zur Verfügung stehende Baumaterial.

Die folgende Aufstellung ist eine Kurzdarstellung des Charakters der Aszendentenzeichen; im zweiten Kapitel folgt dann eine ausführlichere Darstellung.

Aszendent Widder: Das Vorgehen ist spontan, impulsiv und aus dem Augenblick heraus; man lebt im Hier und Jetzt - Einzelkämpfer, Pionier, Taoist.

Das Bühnenbild des Widders besteht aus kräftigen, großflächigen Farben und wenigen, klar erkennbaren Gegenständen, die etwas willkürlich auf der Bühne verteilt sind.

Aszendent Stier: Passendes wird zusammengefügt, Unpassendes ausgegrenzt, man kümmert sich um das Gedeihen des eigenen Bereiches - Koch, Gärtner, Hedonist.

Beim Stier herrschen die warmen Pastellfarben und runde Formen vor und die Gegenstände auf den Brettern, die die Welt bedeuten, sind nett und gefällig arrangiert worden.

Aszendent Zwilling: das Neue ist interessant, das Bekannte wird spielerisch auf überraschende Art neu kombiniert, es werden Verbindungen geschaffen und aufgelöst -Briefträger, Clown, Überraschungskünstler.

Beim Zwilling herrscht ein gewisses Durcheinander und eine Fülle von Formen und Farben auf der Bühne, die seine Neugier und Offenheit widerspiegeln; man darf auch keineswegs damit rechnen, daß das Bühnenbild das ganze Stück über unverändert bleiben wird.

Aszendent Krebs: Alles wird verinnerlicht, das Keimende, Junge, Fließende, Entstehende, Weiche, Innerliche wird gesucht und behütet - Kindergärtner, Psychologe, Subjektivist.

Der Krebs bevorzugt füllige, weiche Farben und hat die Bühne in viele Höhlen, Nischen und halbverborgene Bereiche aufgeteilt und erreicht durch Kissen, Decken, Vorhänge, Kerzenschein und Mondlicht eine gewisse Geborgenheit.

Aszendent Löwe: Der eigene Wille steht im Mittelpunkt und von ihm aus wird die Welt gestaltet; die Aufmerksamkeit ist auf die Individualität gerichtet - König, Showmaster, Individualist.

Beim Löwen ist die Bühne eine Bühne: ein Theater, ein Thronsaal, eine Sportarena -kräftige, eindeutige Linien und Farben, die das Zentrum betonen.

Aszendent Jungfrau: Der Blick ist auf das Detail und die Ordnung gerichtet, die man wieder herstellen will - Handwerker, Heiler, Therapeut, Astrologe, Kabbalist.

Bei der Jungfrau herrscht auf der Bühne ein gewisses Werkstattflair: viele Details, viele Möglichkeiten, unterschiedliche Farben und Formen, teilweise sortiert, teilweise auch chaotisch.

Aszendent Waage: Zusammengehöriges und sich Ergänzendes wird zu einer vollständigeren Einheit zusammengefügt, die Schönheit ausstrahlt - Künstler, Beziehungstherapeut, Harmonist.

Die Waage bevorzugt das harmonische, gestaltete und einladende Ambiente - die Farben passen zueinander, die Formen sind ausgewogen, die Bühne ist weder zu leer noch zu voll - offenbar ein Ort der geselligen Begegnung.

Aszendent Skorpion: Durch Polarisierung und Provokation wird eine belebende und dynamisierende Spannung aufgebaut, die lustvoll genossen wird - Stratege, Detektiv, Existentialist.

Der Skorpion ruft durch markante Formen und Farben, eine gewisse Bevorzugung von rot und schwarz und durch das geschickt eingesetzte Spiel von Licht und Schatten eine gespannte, oft leicht düster-dramatische Stimmung hervor.

Aszendent Schütze: Stets auf ein fernes Ziel ausgerichtet, das man mit Hilfe von vielen Einzelaktionen zu erreichen bestrebt ist - Feuerwehrmann, Projektleiter, Idealist.

Beim Schützen scheint es kein hinteres Ende der Bühne zu geben; alles ist auf die Vermittlung des Eindrucks von Weite und Perspektive angelegt: Berggipfel, Inseln in der Ferne, Aufbruchstimmung am Hafen - niemand wird daran zweifeln, daß gleich etwas geschehen wird.

Aszendent Steinbock: Auf solidem Fundament wird das eigene Lebenswerk errichtet, das der Festigung und der Bewahrung der grundlegenden Werte dient - Buchhalter, Verwalter, Realist.

Der Steinbock hat es lieber gediegen, anspruchsvoll, solide, tendenziell klassischkorrekt, und erst bei genauerem Hinsehen entdeckt man hinter dem Schweren, Ordentlichen, Traditionellen und etwas Steifen auch eine stille Heiterkeit.

Aszendent Wassermann: Aus dem Erfassen des Ist-Zustandes heraus wird eine neue, bessere Utopie für die Zukunft propagiert und angestrebt - Weltenbürger, Erfinder, Universalist.

Beim Wassermann ist das Bühnenbild auf Freiheit und Offenheit hin angelegt: viele Wege führen zu den verschiedensten Orten, es ist viel Platz auf der Bühne, der Blick ist nach allen Seiten frei, die hellen, leichten Farben und die eher schlanken, etwas exzentrischen Formen suggerieren Beweglichkeit - insgesamt ein Ort, der zum unverbindlichen Kennenlernen und zur Versammlung von Gleichgesinnten einlädt.

Aszendent Fische: An allem teilnehmend spürt man die leisesten Bewegungen und Veränderungen und ist entsprechend sensibel - Priester, Seefahrer, Mystiker.

Der Fisch hat sein Bühnenbild in zarten, ineinander übergehenden Farben gehalten und die Formen erscheinen alle nur eher angedeutet als fertig ausgeformt zu sein und es scheint ein leichter Nebel über der Bühne zu liegen, in dem man das Geschehen mehr ahnt als wirklich erkennt.

Diese zwölf Zeichen bilden eine logische Reihenfolge: Der Widder erschafft Tatsachen; der Stier fügt sie sinnvoll zusammen; der Zwilling erkundet spielerisch ihre weiteren Möglichkeiten; der Krebs verinnerlicht diese Möglichkeiten und wählt aus ihnen das ihm Verwandte aus; der Löwe zentriert dies Verinnerlichte zu einer strahlenden und willensstarken Mitte; die Jungfrau beginnt mit der detaillierten Planung und Durchführung dieses Willens; die Waage stellt diese Arbeit in den Zusammenhang mit anderen Menschen und deren Tätigkeiten; der Skorpion erforscht die Spannungen und Widersprüche und Polaritäten in diesen Beziehungen und erkennt so die tieferliegenden Motivationen; aus der Klarheit über diese Beweggründe heraus formuliert der Schütze seine Ideale und strebt mit all seiner Kraft nach ihrer Verwirklichung; aus diesem Streben nach Verwirklichung entsteht nun die Festigkeit und der Realismus und die Sachlichkeit des Steinbocks; diese Sachkenntnis wird dann vom Wassermann geistig aufgeschlossen und verarbeitet und in einer Weltformel beschrieben; die Fische fühlen sich in diese vom Wassermann theoretisch erkannte Einheit der Welt ein und nehmen an allem teil; aus dieser Teilnahme an der Welt entsteht dann wieder im Widder spontan der Impuls zu einer Handlung; der Stier ...

I.2. Die Schauspieler (die Planeten)

Die Schauspieler sind in diesem Stück die Planeten - sie stellen die Fähigkeiten und Wünsche des Betreffenden dar. Sie lassen sich wie das Bühnenbild durch bestimmte Qualitäten und durch bestimmte Gestalten wie Kind, König oder Zauberer darstellen. Die Folge der Planeten entsprechend der scheinbaren Umlaufszeit um die Erde (beziehungsweise bei Merkur und Venus um die Sonne) ergibt dabei eine in sich schlüssige Reihenfolge:

Der Mond nimmt etwas wahr; der Merkur strukturiert diese Wahrnehmungen und denkt über sie nach; die Venus bewertet diese Erkenntnisse; die Sonne kann aufgrund dieser Erkenntnisse einen Standpunkt beziehen und sich für etwas entscheiden; der Mars führt diese Entscheidung dann durch; der Jupiter beginnt das Handeln auf größere Ziele hin zu organisieren und etwas aufzubauen; der Saturn festigt das Geschaffene und macht es beständig; der Uranus schaut über das Erschaffene hinaus zu neuen Möglichkeiten; die neuen Erkenntnisse des Uranus weiten und verbinden sich zu der Sehnsucht nach dem Horizont des Neptun; der Pluto ist der Schritt hinaus ins Unbekannte. ... und nun schaut sich der Mond wieder um, wo er denn nun angelangt ist.

Man kann sich die Planeten auch konkret als die Personen vorstellen, die in dem Schauspiel mitwirken: der Mond ist ein kleines Kind, der Merkur ein Schüler, die Venus ein junges Mädchen, die Sonne ein König, der Mars ein Krieger, der Jupiter ein Manager, der Saturn ein Verwalter, der Uranus ein Erfinder, der Neptun ein Künstler und der Pluto ein Zauberer.

I.3. Die Rollen der Schauspieler (die Tierkreiszeichen)

Die Bühne ist jetzt fertig dekoriert und die zehn Schauspieler haben sich versammelt. Nun werden ihnen ihre Rollen zugeteilt - jeder bekommt gesagt, in welchem Tierkreiszeichen er steht und wie er sich daher zu verhalten hat. Der Charakter der Zeichen des Zodiaks wurde oben bei der Beschreibung der Aszendenten schon kurz angedeutet. Die Schauspieler mit ihren (hier willkürlich ausgewählten) Rollen sehen dann, kurz gefaßt, wie folgt aus:

Der Mond in der Jungfrau ist eine präzise Wahrnehmung, eine vorsichtige Kontaktaufnahme, ein gutes Gespür für das Passende und ein gutes Einfühlungsvermögen -ein vorsichtiges (Jungfrau) Kind (Mond).

Der Merkur im Skorpion ist ein polarisierendes Denken, provozierendes Reden, eine Schwarz-Weiß-Darstellung und ein ausgeprägter Sinn für Dramatik und Dynamik in allen Anschauungen - ein kritischer (Skorpion) Schüler (Merkur).

Die Venus im Widder ist ein spontanes Fühlen, impulsives Bekunden von Sympathie und Abneigungen, sie ist immer heftig und hält mit ihren Bewertungen nicht hinter dem Berg - eine sehr direkte (Widder) junge Dame (Venus).

Die Sonne im Schützen ist zielgerichtet, zukunftsorientiert, sieht das gegenwärtige Gute immer nur als den Startblock für das Projekt zum Erreichen des zukünftigen Besseren an - ein idealistischer (Schütze) König (Sonne).

Der Mars im Löwen ist eine Amazone, ein Feldherr, ein Kämpfer, der weitaus lieber befiehlt als gehorcht und der am besten und effektivsten ganz aus seiner eigenen Dynamik heraus handeln kann - ein selbstbewußter (Löwe) Krieger (Mars).

Der Jupiter im Stier ist ein Organisator, der die passenden Dinge sammelt und zusammenfügt, sie pflegt und gedeihen läßt und beschützt und dabei aber seinen eigenen Genuß nicht aus den Augen verliert - ein genießerischer (Stier) Großkaufmann (Jupiter).

Der Saturn in den Fischen ist ein alter Mann, der schon viel gesehen hat und für alle Erfahrungen offen war und dabei aber immer den Blick darauf gerichtet hat, wie er allem, was ihm begegnet, dabei helfen kann, ihre oft mißliche Lage zu verbessern -ein freundlicher (Fische), alter Mann (Saturn).

Der Uranus in der Waage ist ein ideenreicher Diplomat, ein verschmitzter Kuppler, ein alles zu einem harmonischen Ganzen zusammenfassender Philosoph, ein Entdecker neuer Zusammenhänge - ein schöngeistiger (Waage) Utopist (Uranus).

Der Neptun im Wassermann ist die grenzensprengende Phantasie, der eine neue Stilrichtung begründende Künstler, der in seiner Lehre alle Religionen vereinende Mystiker, der global denkende Ökologie - der ideenreiche (Wassermann) Träumer (Neptun).

Der Pluto in den Zwillingen ist vielfältige, wechselhafte und bewegliche Überzeugungen, die beständige Verwandlung des Bisherigen durch neue Erlebnisse, und die Überzeugung, daß die Welt unendlich bunt ist - der ständig zu Neuem bereite (Zwillinge) Zauberer (Pluto).

Diese kurzen Beschreibungen einiger möglichen Rollen sollen her zunächst einmal nur das Prinzip beschreiben - eine ausführlichere Darstellung der Planeten, der Tierkreiszeichen und der übrigen astrologischen Elemente folgt im nächsten Kapitel, und eine detaillierte Anleitung zur Kombination dieser Elemente im übernächsten Kapitel.

I.4. Die Orte auf der Bühne (das Häusersystem)

Die Bühnenbildner sind gegangen, die Szenerie ist fertiggestellt, die Schauspieler haben ihre Rollen gelernt, aber noch stehen sie etwas ratlos alle zusammen in der Mitte der Bühne herum. Ihnen muß also ein Ort auf der Bühne zugewiesen werden. Diese Orte auf der Bühne stellen die verschiedenen Lebensbereiche dar.

Das 1. Haus ist die Mitte der Bühnenfront zu den Zuschauern hin, der Platz auf der Bühne, der am wenigsten übersehen werden kann. Schauspieler/Planeten in diesem Haus wirken bei allem, was geschieht, mit, denn sie sind ein Teil der Art und Weise, wie man der Welt begegnet.

Das 2. Haus liegt etwas mehr abseits am Rande der Bühne, ist aber der Knotenpunkt vieler Aktivitäten, da hier die Küche, die Gastwirtschaft oder die Bank liegt.

Das 3. Haus ist sozusagen überall dazwischen: alle Orte des Lernens und der Begegnung wie Flohmärkte oder Schulen.

Das 4. Haus liegt im Verborgenen - es ist das Schlafgemach, der Privatraum, aber auch ein Kindergarten oder eine therapeutische Praxis.

Das 5. Haus liegt in der Bühnenmitte, es ist der Thronsaal, der Ort, an dem der König in Erscheinung tritt und die Geschicke seines Volkes lenkt.

Das 6. Haus ist oft eher unauffällig in einer Nische untergebracht, da es Werkstätten, Krankenhäuser, Therapieräume und ähnlich unspektakuläres darstellt, wo die Ordnung der Dinge wiederhergestellt wird.

Das 7. Haus erhält einen der schönsten Plätze auf der Bühne - etwas seitlich zwischen Mitte und Hintergrund. Dort ist das Wohnzimmer, der Salon, also der Ort der Begegnung, der Gespräche und der Beziehungen.

Das 8. Haus prägt, wenn in ihm eine Handlung stattfindet, die gesamte Bühne, da hier die heftigen Gefühle wohnen - Polizeirevier, Bordell, Räuberhöhle, Schlachtfeld, heimlicher Treffpunkt eines Liebespaars, asketischer Yogi auf dem Leichenverbrennungsplatz ...

Das 9. Haus liegt etwas seitlich im Hintergrund der Bühne, wo ein hoher Turm zu sehen ist, von dem aus ein Wächter in die Weite späht und nach Möglichkeiten und Gefahren Ausschau hält.

Das 10. Haus liegt ebenfalls seitlich im Hintergrund: hier liegen die Büros der Stadtverwaltung, die Bibliothek, der Versammlungsraum des Stadtrats und ähnliche Gebäude.

Das 11. Haus liegt zwischen Mitte und Hintergrund - hier findet man die Versammlungsräume Gleichgesinnter: den Kaninchenzüchterstammtisch, den Kirchenchor, die Freimaurerloge, die Gesamtkonferenz der Professoren für altägyptische Sprache, das Jahrestreffen der Druiden im Karnutenwald bei Chartres usw.

Das 12. Haus liegt schließlich in der Mitte des Bühnenhintergrundes; dort steht die Kirche, der Tempel, und neben ihnen, etwas unauffälliger, die Kneipe und das Krankenhaus, also all die Orte, in denen man sich mit der Welt als ganzes trifft.

I.5. Das Drehbuch (die Aspekte)

Das Bühnenbild ist fertig, die Schauspieler haben sich alle versammelt, haben ihre Rollen erhalten und ihre Plätze auf der Bühne zugewiesen bekommen, aber noch wissen sie nicht, welches Stück heute gespielt werden soll; es fehlt also ein Drehbuch.

Man könnte vereinfachend sagen, daß ein Drehbuch die Beschreibung der Verhältnisse der Schauspieler untereinander ist. Wenn diese Verhältnisse feststehen, wird sich daraus immer in etwa dieselbe Geschichte ergeben. Diese Verhältnisse unter den Schauspielern werden in der Astrologie durch die Aspekte beschrieben, also durch den in Bogengraden gemessenen Abstand zwischen ihnen, wobei insbesondere die Abstände, die 30° oder ein Mehrfaches davon betragen, eine Bedeutung haben. Je genauer der Abstand ein Mehrfaches von 30° beträgt, desto deutlicher tritt ein solcher Aspekt in Erscheinung. In der Regel geht man davon aus, daß Aspekte mit einer Ungenauigkeit von 5º gerade noch spürbar sind.

Es gibt zwei Gruppen von Aspekten: die Konjunktion, das Trigon, das Sextil und das Halbsextil ziehen die beteiligten Planeten zu einer Einheit zusammen, während die Opposition, das Quadrat und das Quincunx zwischen den beteiligten Planeten Abstand schaffen.

Die Konjunktion (0ۺ) verschmilzt zwei Planeten/Schauspieler zu einer untrennbaren Einheit.

Das Trigon (120º) stiftet zwischen zwei Planeten/Schauspielern eine beständige Freundschaft.

Das Sextil (60°) bedeutet eine lose Bekanntschaft zwischen den beteiligten Planeten/Schauspielern. Das Halbsextil (30°) stellt eine Begegnung zwischen zwei nicht näher verbundenen Planeten/Schauspielern dar.

Die Opposition (80º) ist der ständige Wechsel zwischen zwei Polen, die von den beiden Planeten/Schauspielern dargestellt werden.

Das Quadrat (90°) ist die Trennung von Verschiedenem, also von zwei Planeten/ Schauspielern.

Das Quincunx (50º) ist die rhythmische Verbindung und Auflösung zwischen zwei Planeten/Schauspielern.

I.6. Der Regisseur (der freie Wille)

Der freie Wille, der ganz klar das wichtigste bei der Inszenierung des eigenen Lebensschauspiels ist, tritt im Horoskop nur als der kleine Punkt im Zentrum des Horoskopformulars in Erscheinung. Von ihm hängt wie von dem Regisseur zu einem großen Teil das Gelingen des Schauspiels ab - er entscheidet darüber, ob man in seinem Leben lenkt oder leidet.

I.7. Der Drehbuchautor (die Seele)

Zu dem Regisseur kommt schließlich noch die wichtigste Gestalt: der Drehbuchautor – er ist die eigene Seele, die vor der eigenen Zeugung die eigene derzeitige Inkarnation beschlossen hat. In der eigenen Seele liegt also letzten Endes die Ursache, die Absicht und der Sinn des ganzen Schauspieles.

Daher liegt auch im Kontakt mit der eigenen Seele durch Meditation, Gebet u.ä. die Quelle für das eigene Selbstverständnis und für ein erfülltes Leben in Freude.

... um ein Kunstwerk wie die eigene derzeitige Inkarnation zu verstehen und zu begreifen, „was der Künstler damit sagen will", wendet man sich am besten an den Künstler selber, also an die eigene Seele ...

II. DIE ELEMENTE DES HOROSKOPES

Man kann die Deutung eines Horoskopes als das Lösen einer etwas komplexeren algebraischen Gleichung auffassen: die Qualitäten der Planeten, Tierkreiszeichen, Häuser und Aspekte sind die Zahlen, und die Aufgabe wird durch Geburtsort und -zeit festgelegt. Während in der Algebra nun durch Multiplizieren, Addieren und ähnliches der Wert einer einzelnen, unbekannten Zahl (X) bestimmt werden soll, ist bei der Horoskopdeutung das Erfassen der Gesamtheit der Zahlen das angestrebte Ergebnis. Allerdings sind die Quantität z.B. der Zahl 4 in der Algebra und die Qualität z.B. des Mars in der Astrologie beide gleich präzise definiert. Dasselbe gilt für die Rechenregeln in der Algebra (3·4=2) und die Kombinationsregeln in der Astrologie (Mars in der Jungfrau = Präzisionsarbeit).

Das Erlernen der Horoskopdeutung besteht demzufolge aus zwei Schritten: 1. dem Erfassen der Qualitäten und 2. dem Erlernen ihrer Kombination. Der erste dieser beiden Schritte fällt in der Algebra weitgehend fort, da das Erlernen der Quantität, die eine Zahl darstellt, deutlich schlichter ist als das Erlernen der Qualität, die ein astrologisches Element wie z.B. ein Planet darstellt. Dieses zweite Kapitel beschreibt die Elemente des Horoskopes und das dritte Kapitel deren Kombination.

II.1. Die Planeten

Jede Deutung im Horoskop beginnt entweder beim Bühnenbild des Aszendenten oder bei einem Planet, da die Planeten die Fähigkeiten und Bedürfnisse sind. Sie sind der aktive Teil in einem Horoskop, der durch die Tierkreiszeichen, Häuser und Aspekte näher definiert wird. Die anfangs verständlicherweise häufig gestellten Fragen der Art Ich habe ja keinen einzigen Planeten im VII. Haus! Heißt das, daß ich nie eine Beziehung haben werde? entstehen zwar aus einer berechtigten Sorge, zeigen aber, daß der Charakter der Planeten nicht verstanden worden ist. Jeder hat in seinem Horoskop einen Mond, kann also Nähe erleben, und jeder hat auch einen Saturn, weshalb auch jeder Festigkeit und Dauer in seinem Leben hat. Die Häuser beschreiben also nicht, ob jemandem Nähe vergönnt ist oder nicht, sondern die Stellung der Planeten beschreibt, in welcher Form und in welchem Lebensbereich man z.B. Nähe findet.

Die zehn Planeten sind eine vollständige Reihe von Qualitäten: sie beschreiben alles, was man sein und erleben kann - ihre Stellung beschreibt nie einen Mangel oder einen Reichtum in einem Horoskop, sondern lediglich den eigenen Stil. Wenn man etwas über Beziehungen wissen will, sollte man also nicht auf das VII. Haus schauen, sondern darauf, wie man die Nähe des Mondes, die Harmonie der Venus, die Sexualität des Mars oder die Kooperationsfähigkeit des Jupiters entsprechend ihrer Stellung in seinem Horoskop lebt.

Um sich diese Bedeutung der Planeten bei der Horoskopdeutung als der lebendigen Quellen der Fähigkeiten und Bedürfnisse stets bewußt zu halten, kann man sie sich im Horoskopformular als kleine, farbig leuchtende und pulsierende Sterne vorstellen.

Das Aszendentenzeichen ruft zunächst einmal auch den Eindruck hervor, als ob es solch eine aktive Quelle wäre, aber es ist bei genauerer Betrachtung doch kein solcher Ausgangspunkt, sondern ein Klang, eine Farbe, ein Duft, der das ganze Horoskop umgibt - er ist sozusagen der Schlußanstrich des durch die Tierkreiszeichen, Häuser und Aspekte näher definierten Planetengefüges. Also, bei der Deutung eines Horoskopes gilt: Am Anfang waren die Planeten.

II.1.a Die zehn Planeten

... der Mond sieht es, der Merkur bedenkt es, die Venus durchfühlt es, die Sonne beschließt es, der Mars tut es, der Jupiter fügt es, der Saturn erhält es, der Uranus ergänzt es, der Neptun weitet es, der Pluto verwandelt es ...

Mond

Der Mond stellt im Horoskop die bewußte Berührung dar. Er ist die Wahrnehmung, die Aufmerksamkeit, die Sinne, mit denen wir die Welt berühren - mit dem Tastsinn die Materie, mit den Ohren die Schallwellen, mit Nase und Zunge einzelne Moleküle, mit den Augen die Lichtstrahlen ... Der Mond ist auch die Berührung im erweiterten Sinn: sich umarmen, streicheln, Massage, Nähe.

Als Strukturierungsprinzip sind Berührung und Nähe in erster Linie die Verwandtschaft und die Assoziation: Ähnliches, verwandtes und Zusammengehöriges lagert sich zu Gruppen zusammen. Dadurch entstehen Familien und Sippen und, auf anderen Ebenen, Symbole und Kolloide.

Ein Symbol ist eine Zusammenfassung verschiedener einzelner Bilder, Erlebnisse, Erinnerungen und ähnlichem zu einer übergeordneten Darstellung, die alle diese Einzelbestandteile in ihrem wesentlichen Gehalt umfaßt. Die Assoziation von Symbolen führt dann weiter zu Mythen, Märchen und Sagen, aus denen dann durch weitere Assoziation schließlich die Bilder von Gottheiten und anderer Urbilder bis hin zu den Schöpfungsmythen entstehen.

Kolloide sind chemische Gebilde, bei denen sich um ein Kernmolekül (z.B. ein Eiweiß) durch elektrische Anziehung andere Moleküle anlagern (z.B. Fettmoleküle) und dadurch lose verbundene Molekülgruppen bilden, die bis zu Tröpfchengröße anwachsen können. Das bekannteste Beispiel für eine solche kolloidale Lösung ist die Milch (vereinfacht: Fett um Eiweiß-Tröpfchen in Wasser).

Die intensivste Form der Nähe ist die Wärme und Geborgenheit eines Säuglings bei seiner Mutter, und die intensivste Form der Berührung ist die Nahrungsaufnahme. Daher ist das Stillen eines Säuglings durch die Mutter mit ihrer Milch das zentrale Symbole des Mondes: im Stillen fließen Nähe, Schutz, Geborgenheit, Nahrung, Wärme und Verwandtschaft zusammen.

Da die Berührung der Beginn aller Dinge ist, gehört auch alles Keimhafte, Entstehende und die Geburt zum Mond. Der Nähe schaffende, vereinende Aspekt der Sexualität (aber nicht ihr triebhafter Aspekt) sind ebenfalls ein intensiver Ausdruck des Mondes im Leben.

Die assoziative Struktur des Mondes findet sich auch in der inneren Bilderwelt des Menschen: die Träume und das Unterbewußtsein sprechen dieselbe bildhafte, assoziative und symbolische Sprache wie die Märchen und Mythen. Dieses assoziativ-bildhafte Verarbeiten der Erlebnisse ist eine deutlich ältere und ursprünglichere Schicht der Psyche als das normale Wachbewußtsein. Mit dieser Schicht der Psyche sind die Instinkte, die reflexhaften Bewertungen, die Gewohnheiten, die Vorurteile und die fest eingeschliffenen Verhaltensweisen verbunden.

Merkur

Der Merkur ist der erste Abstraktionsschritt in der Verarbeitung der Wahrnehmungen. Während beim Mond das Erkennen des Wahrgenommenen durch den Vergleich der Wahrnehmung mit den Erinnerungen entsteht, beginnt der Merkur nun unabhängig von der augenblicklichen Wahrnehmung verschiedene Erinnerungen miteinander zu vergleichen. Dadurch erhält der Merkur nun nicht nur Zuordnungen wie der Mond, sondern die Beschreibung von Ähnlichkeiten, Gleichheiten, Unterschieden, Wiederholungen und Abweichungen in der Erinnerung. Durch eine weitere Betrachtung dieser Primärergebnisse des Denkens des Merkurs entsteht dann die Erkenntnis von Zusammenhängen und Gesetzmäßigkeiten, die schließlich als die Regeln formuliert werden, nach denen die Welt offenbar zu funktionieren scheint. Aufgrund dieser Regeln lassen sich dann die Ergebnisse bestimmter Handlungen vorhersagen, ohne daß man sie erst durchführen müßte. Diese Art der Verarbeitung ist unter anderem auch die Grundlage für das Entstehen von Ackerbau, Viehzucht und Handwerk gewesen, die alle ein über das für das Jagen und Sammeln notwendige Bewußtsein hinausgehendes Verständnis für Folgen und Zusammenhänge benötigen.

Der Merkur ist der Schritt der Abstraktion, der kühle, betrachtende, distanzierte Abstand zu den Ereignissen des Augenblicks. Durch diesen neutralen Blickwinkel, der durch die Loslösung von dem mondhaften Verflochtensein aller Dinge miteinander entstanden ist, hat sich der Merkur die Möglichkeit zum Denken, Sprechen, Rechnen und logischen Strukturieren erworben.

Venus

Die Venus geht nun wieder einen Schritt weiter und verarbeitet ihrerseits nun die vom Merkur erfaßten Strukturen dadurch, daß sie sie bewertet, also festlegt, was sie gut, harmonisch, angenehm und sympathisch findet, und was sie schlecht, disharmonisch, unangenehm und unsympathisch findet. Diese Fähigkeit der Bewertung ist mehr als das assoziative Einordnen des Mondes, weil die Bewertung über mehr Bewußtheit verfügt, da ihr nicht nur die Wahrnehmung des Mondes, sondern die distanzierte Betrachtung des Merkurs zugrundeliegt. Der Mond erkennt allgemeine Zustände, während die Venus einzelne, spezielle Dinge und Erlebnisse emotional einordnet: der Mond freut sich über die Wärme des Sommertages, während sich die Venus für die Schönheit einer Rose begeistern kann.

Die Rolle der Venus beim Übergang von der Epoche der altsteinzeitlichen Jäger und Sammler hin zum jungsteinzeitlichen Ackerbau und der Viehzucht wird leicht übersehen, aber ohne die differenzierte Einteilung in gut und schlecht, in Kulturland und Wildnis, in sicher und gefährlich wäre diese Entwicklung nicht möglich gewesen. In der mondhaften Epoche der Altsteinzeit steht die Mutter aller Dinge, der Geburt und der Wiedergeburt im Zentrum einer homogenen Welt, in der es kein Innen und kein Außen gibt: alles ist Wald und Steppe und Wildnis und der einzige Zufluchtsort ist die Verbindung mit der Sippe. In der Jungsteinzeit entsteht die Ackerland-Wildnis-Polarität und die Mutter aller Dinge wird zur Göttin mit zwei Gesichtern - eins blickt ins das Reich der Lebenden und in die kleinen Dörfer mit ihrem Gürtel aus Äckern und Weiden, und das andere blickt in das Reich der Toten und in die Wildnis. Später wird diese Bewertung und Aufteilung noch deutlicher, als die Zwillingssöhne der Muttergöttin diese beiden Aufgaben übernehmen: der Gott des Getreides und der Auferstehung und sein Zwillingsbruder, der Gott der Wildnis und der Tiere.

Die Bewertung durch die Venus gibt die Möglichkeit, seine Umwelt zu gestalten -nur das Verstehen des Merkurs reicht dazu nicht aus, denn der Merkur erkennt zwar die Situation und die Zusammenhänge, aber er ist neutral und aus ihm heraus entstehen noch keine Impulse auf etwas bestimmtes hin oder von ihm fort. Auch individuell gehört das Wahrnehmen der eigen Gefühle und ihr klares, deutliches Äußern zu den Notwendigkeiten der Gestaltung des eigenen Lebens, denn ohne das Äußern von Gefühlen werden sich nicht die Menschen und Dinge zu einem gesellen, deren Gegenwart mit den eigenen Bedürfnissen übereinstimmt.

Am deutlichsten wird die Venus meistens bei der Wahl von Freundinnen und Freunden und vor allem beim Anknüpfen von Beziehungen erlebt, wo sich das Bewerten der Venus im Necken und Locken, im ablehnen und Hinhalten, und in der Erotik zeigt. -Der Mond sucht in Beziehungen Wärme und Nähe, der Merkur einen guten Gesprächspartner und die Venus die Übereinstimmung der Gefühle, also ihrer Bewertungen der Menschen und der Welt.

Sonne

Der Mond ist der Säugling, der noch ganz in der Einheit mit der Mutter und der Welt lebt - Freuds orale Phase. Merkur und Venus sind das Kleinkind, das zu sprechen beginnt und die Dinge bewertet und lernt, Nein!!! zu sagen - Freuds anale Phase. Die Sonne ist nun das Kind, das zum ersten mal Ich sagt - Freuds phallische Phase.

Dies entspricht in der kulturellen und zivilisatorischen Entwicklung der Menschen dem Übergang von der Jungsteinzeit zum Königtum: das Entstehen einer Zentralverwaltung mit dem Erfassen und der Lenkung des Ganzen, wobei unter anderem die Schrift, das Beamtentum, Hierarchien, Gesetze und der Begriff des Volkes und des Königreiches entstanden. Nach nur kurzer Zeit nach der Entstehung der ersten Königreiche wurde auch ihr Drang zur Expansion deutlich - letztlich war es die Übertragung des Integrationsprozeßes einer abgegrenzten Landschaft zu einem Königreich auf die dieses umgebenden Königreiche. Dieses Streben hin zu einem uneingeschränkten Weltenherrscher findet man ja auch in den Allmachtsphantasien der Kinder in dem entsprechenden Alter wieder.

Die Sonne ist die Fähigkeit zur Zentrierung, zur Bündelung der Gedanken und Bewertungen auf eine Entscheidung hin, sie ist die Kreativität, der Wille zur Unterordnung unter das eigene Gesetz, die Integration des eigenen Bereiches zu einer funktionsfähigen Einheit. Von der Sonne hängen daher auch das Selbstwertgefühl, die Selbstsicherheit und die Selbstentfaltung ab. Die Sonne ist die Strahlende, wärmende Mitte, in der das das ganze Wesen prägende gestaltende Bild leuchtet - die Sonne ist der König.

Mars

Mit dem Mars beginnt nun Freuds genitale Phase: das Entdecken und Erkunden der Welt und ihre Nutzbarmachung für die eigenen Zwecke. In historischer Hinsicht markiert die Qualität des Mars den Übergang von der Phase des Königtums und des Monotheismus hin zum Materialismus mit seiner technischen Sachlichkeit, seinen Wissenschaften, seinem Bemühen um Objektivität und seinem Imperialismus.

Der Mars ist die Tatkraft, die Aggression, die Wut, das Weinen und das Lachen, der Sport, der Sex, die Arbeit und der Kampf. Mars ist Kraft, Mars ist die Handlung. Mars ist Blut, Schweiß, Tränen und Sperma. Während die Sonne in der eigenen Mitte ruht und von dieser Mitte her durch ihre Ausstrahlung ihre Umgebung in ihren Willen integriert, ist der Mars nach außen hin gerichtet - er sieht das einzelne begehrte oder verhaßte Objekt und beginnt den Kampf um es oder gegen es. Der Mars führt nicht zur Integration wie die Sonne, sondern zur Auseinandersetzung. Die Sonne ist ein Ruhen in sich selbst, der Mars ist ein nach außen gerichtetes Gefühl. Die Sonne ist das pulsierende Herz inmitten der lebendigen Welt, der Mars beginnt, alles als Objekt seiner Begierden zu sehen.

Der Mars ist gleichzeitig eine Distanzierung und eine Heraustrennung der begehrten (oder verhaßten) Menschen und Dinge aus ihren Zusammenhängen heraus, und gleichzeitig eine Bündelung der eigenen Gefühle, Gedanken und Kräfte auf diesen Menschen und dieses Ding. Der Mars fragt: Was nützt mir dieses und jenes? Was bedeutet es für mich? Wozu kann ich es gebrauchen?

Der Mond erlebt die Dinge als ein großes Kontinuum; der Merkur untersucht die Strukturen in diesem Kontinuum und erreicht dadurch eine erste Distanz; die Venus bewertet die vom Merkur gefundenen Strukturen, wobei sie noch immer alles als zusammengehörig wie die Zwillingsgötter des Kulturlandes und der Wildnis und somit auch noch alles als lebendig erlebt; die Sonne stellt sich nun selber in die Mitte der Welt und wird für sich selber zum Zentrum des Lebendigen; der Mars beginnt nun die Dinge draußen als Objekt zu sehen und nach und nach auch sein innen zu verobjektivieren und unpersönlich als Einzelteile, die durch Prozesse miteinander verbunden sind, aufzufassen. Dadurch erweitern sich die Erkenntnis- und Handlungsmöglichkeiten des Mars ganz beträchtlich - was allerdings dabei verloren geht, ist die Verbundenheit mit allen Dingen und dem auf ihm beruhenden (instinktiven) Verantwortungsgefühl für das Lebendige.

Jupiter

Der Jupiter ist der zweite Aspekt des nach dem Königtum anfangs durch die Qualität des Mars geprägten Materialismus. Der Jupiter ist die Fähigkeit der Koordination und der Kooperation, das Erkennen und das Begeistern für übergeordnete Ziele, wodurch er Aufbau und Wachstum und Fortschritt fördert und auf seine Art den Dingen einen Sinn gibt.

So wie das Bewerten der Venus das Erkennen von Strukturen durch den Merkur nutzbar macht, so nutzt der Jupiter die Tatkraft des Mars, um sie durch Koordination auf größere Ziele hin auszurichten. Der Jupiter hat ebenso wie der Mars ein Weltbild, das aus Objekten besteht, nur geht es ihm nicht wie dem Mars um seine Begierde oder seinen Haß auf einzelne dieser Objekte, sondern er versucht, sie als Gesamtheit wahrzunehmen und seinen eigenen bestmöglichen Platz in ihr zu erkennen. Daher fördert der Jupiter die Weitsicht, den Überblick, die langfristige Planung, die Nutzung aller Ressourcen, die realistische Einschätzung aller beteiligten Personen und Dinge und natürlich auch das Genießen der Früchte seiner Bemühungen. Ab einer gewissen Reife und einem soliden Erfolg beim Verwirklichen seiner eigenen Ziele kann der Jupiter durchaus auch zum Gönner, Förderer und Mäzen für andere werden, die noch nicht so weit sind wie er, aber ähnliche Ziele verfolgen.

Mondbetonte Menschen sind weich, rund und empfindsam; der Merkur gibt Gelenkigkeit, Geschick und eine gewisse Schlacksigkeit; die Venus läßt die, die ihr verbunden sind, wohlproportionierte Schönheiten mit harmonischer Ausstrahlung werden; die Sonne gibt Konzentration, Präsenz, Kräftigkeit, Elastizität und ein selbstbewußtes Auftreten; vom Mars Begünstigte sind muskulös, sportlich und immer sprungbereit; der Jupiter schließlich läßt den jovialen Typus entstehen: in der Jugend schlank und ansprechend, später eher rund und füllig, aber immer mit einer gefaßten Energie durchdrungen und mit klarem, an Urteil und Perspektiven gewöhnten Blick.

Jupiter und vor allem Mars sind die Qualitäten, die in der individuellen Entwicklung die Pubertät prägen: das Erproben der eigenen Kraft und das Streben nach Unabhängigkeit des Mars sowie das Suchen nach eigenen Werten und Zielen des Jupiters.

Saturn

Der Saturn stellt im Lebenslauf eines Menschen das Erwachsenwerden dar: eine feste Beziehung wird eingegangen, ein gemeinsamer Haushalt wird begründet, ein Beruf ergriffen, man wird Vater bzw. Mutter ... man stellt sich verantwortlich in größere Zusammenhänge, in denen man eine bestimmte Aufgabe hat. Nach der Phase des Experi-mentierens des Mars und der Lebensentwürfe des Jupiters folgt nun die Festlegung des Saturns auf die beste Möglichkeit. Daher ist der Saturn auf Festigkeit, Dauer, Bewahren, Erhalten, Stabilität und Sicherheit ausgerichtet. Diese Festlegung ist nur möglich, nachdem die vorhergehenden Planeten alles soweit erfaßt und ergründet haben, daß die Situation nun klar ersichtlich ist. Ein wesentlicher Grund für diese Festlegung auf einen bestimmten Lebensweg ist die Erkenntnis, daß das Leben begrenzt ist und man nicht allzuweit kommen wird, wenn man sich nicht für einen Weg entscheidet.

Die Qualität des Saturn markiert auch den Wechsel zu einer neuen Kulturepoche, die vor ca. fünfzig Jahren begonnen hat: Es wird immer deutlicher, daß die Ressourcen der Erde begrenzt sind, daß wir Menschen die Verantwortung für diesen Planeten tragen, daß wir durch einen Atomkrieg einen kollektiven Selbstmord begehen können, daß die Folgen der Handlungen eines jeden Einzelnen auch alle anderen Menschen treffen. Durch die Ausweitung unserer Handlungsmöglichkeiten wird die Menschheit auf diesem Planeten zur Familie - auch wenn dies nicht ihre Absicht war.

Daher steht sowohl der Mensch, der erwachsen wird, als auch die Menschheit am Ende der materialistischen Epoche vor der Aufgabe, ein auf Dauer tragfähiges Lebenssystem zu entwerfen und zu verwirklichen, das die wirtschaftlichen Möglichkeiten, das Lebensideal und die Dauer des eigenen Lebens sinnvoll miteinander verbindet. Der Saturn ist der Realismus, der für eine solche Aufgabe notwendig ist.

Der Saturn gibt eine hagere Gestalt, der man ihren Lebensweg oft deutlich ansehen kann, und einen Ernst, der sich oft erst im Alter zu einem reifen Humor und einer weisen Heiterkeit verwandelt. Nach der materialistischen Epoche des Mars und des Jupiters, die alles als Objekte betrachten, ordnet der Saturn nun wieder das Ich in die Gesamtheit der Dinge und Lebewesen in der Welt ein und findet daher wieder zu dem Blickwinkel des lebendigen Ganzen zurück, in dem alles seinen Ort und seine Qualität und seine Aufgabe hat.

Dies wird auch deutlich, wenn man betrachtet, mit welchen Teilen des Körpers die Planeten verwandt sind: der Mond mit dem Fettgewebe und den Körperflüssigkeiten, insbesondere den Lymphen, sowie der Blase und der Gebärmutter; der Merkur mit den Sinnesorganen, den Gelenken, den Nerven und dem Gehirn; die Venus mit der Haut und den Haaren sowie den Nieren; die Sonne mit dem Herzen und der Lunge; der Mars mit den Muskeln und Sehnen und den Sexualorganen; der Jupiter mit der Leber; und der Saturn mit den Knochen, also mit dem tragenden Gerüst des Leibes.

Uranus

Der Uranus ist die Fähigkeit, über das Bekannte hinauszugehen, das Vorhandene zu neuen Formen zu kombinieren. Dieser Planet wurde, als man seine astrologischen Qualitäten nach seiner Entdeckung zu erfassen versuchte, die höhere Oktave des Merkurs genannt. Beide Planeten betrachten das Vorhandene und versuchen es zu erkennen, wobei im Uranus allerdings eine deutlich höhere Spannung liegt, die ihm ermöglicht, zu völlig neuen Vorstellungen zu gelangen, während der Merkur das Vorhandene analysiert und ordnet und beschreibt und dabei aber den von ihm betrachteten Bereich nicht verläßt.

Der Uranus ist daher alles Außergewöhnliche, alles Neue, Uralte, ganz Ferne, Extravagante, Exorbitante, Unerwartete, Plötzliche, die Erfindung, der Geniestreich, der ausgefallene Einfall, der Sprung in der Tasse und der Sprung über den Abgrund, der Freak, der Sonderling, die Überraschung ... eben alles, was das Gewohnte durch eine unerwartete Zutat plötzlich verändert. Die Wirkungsweise des Uranus ist wie ein hellblauer Blitz aus klarem Licht, der plötzlich etwas ins Bewußtsein treten läßt, was vorher nicht wahrgenommen wurde.

Im Lebenslauf markiert der Uranus nach dem saturnischen Abschnitt des Erwachsen-und Elternseins einen neue Phase: die materiellen Lebensumstände sind geregelt, man hat in der Beziehung zusammengefunden, die berufliche Laufbahn ist geklärt, die Kinder sind inzwischen selbständig geworden, und so wird Zeit und Kraft frei für Neues. Man beginnt sich mit Dingen zu beschäftigen, die einen schon immer interessiert haben, knüpft neue Freundschaften und erweitert seinen geistigen Horizont. Im Gegensatz zu den Freundschaften und Beziehungen in der Pubertät, die vor allem von Gefühlen und Trieben bestimmt waren, sind die Uranus-Begegnungen von einer geistigen Suche, von Fragen an das Leben, von weltanschaulichen Themen geprägt - man sucht Gleichgesinnte.

Wenn die Menschen es irgendwann einmal insgesamt geschafft haben werden, erwachsen zu sein und diese Erde nicht durch Raubbau, Atombomben, Überbevölkerung und ähnliches unbewohnbar gemacht haben werden, also die Qualität des Saturns realisiert haben werden, wird eine neue Epoche mit der Qualität des Uranus beginnen. Wie im individuellen Lebenslauf wird sie durch frei werdende Zeit und Energie geprägt sein, durch die dann neue Möglichkeiten entdeckt und sich Gruppen Gleichgesinnter bilden werden. Dies entspricht der in Science-fiktion-Romanen beliebten Szenerie des von Weisen bevölkerten Planeten, die in Frieden leben, einander helfen und über telepathische und ähnliche Fähigkeiten verfügen.

Neptun

Der Neptun ist die Phantasie, der Tagtraum, die Sehnsucht, der Horizont, die Mystik, die Kunst, das Sozialengagement, die Ökologie ... er ist die Auflösung der Grenze zwischen dem Bekannten und dem Unbekannten, er ist die Sehnsucht nach dem Ende des Regenbogens. Der Neptun ist das, was zwischen den Dingen schwingt, er sieht das Einzelne immer vor dem Hintergrund des Ganzen und er sieht in dem Einzelnen auch immer in erster Linie eine Konkretisierung des Ganzen.

Durch die Kunst wird ein allgemeines Gesetz, ein inneres Erlebnis durch die Betrachtung des Kunstwerkes in dem Betrachter wieder lebendig; der Egoismus ist dadurch, daß man sich als Teil des Ganzen erlebt, nicht auf die eigene Person beschränkt, sondern erweitert sich auf alle Lebewesen, weshalb man sich in sozialen Projekten, im Umweltschutz und ähnlichem engagiert; man erlebt das eigene Ich als ein Strahl des Leuchtens der Einheit, die in allen Dingen verborgen ist, und versucht daher, diese Einheit durch Religion, Mystik und Meditation immer klarer zu erfassen und zu leben.

Im individuellen Lebensweg gehört die Neptun-Qualität mit zu dem Abschnitt, der vom Uranus geprägt ist. Diese Neptun-Qualität konkretisiert sich auch hier in dem Gefühl der Verbundenheit mit allem und man übernimmt ehrenamtliche Arbeiten, die dem Gemeinwohl dienen, interessiert sich mit überraschender Intensität für religiöse Fragen, entdeckt vielleicht telepathische und heilerische Fähigkeiten, und beginnt dadurch in eine neue Stellung zu gelangen: man wird zur Vertrauensperson, zum Ratgeber, zum Helfer, denn man hat begonnen, die Grenzen der eigenen Persönlichkeit aufzulösen und sich als Teil des Ganzen zu erleben und auch entsprechend zu handeln.

Diese Qualitäten tauchen in genau derselben Form auch in der beim Uranus erwähnten Vision vom Planeten der Weisen auf, der von den Eigenschaften des Uranus und des Neptun geprägt ist.

Pluto

Der Pluto ist die Grundüberzeugung, das Leitbild, die Faszination, die Intensität, der Selbsterhaltungstrieb, die Fixierung, die Verwandlung ... der Pluto macht keine halben Sachen, er ist immer existentiell, er geht den Dingen auf den Grund, geht keine Kompromisse ein, er ist das Feuer des Lebens im eigenen Innersten. Er ist Vulkan und Erdbeben und Metamorphose - er ist das, wonach Goethes Faust suchte: ... das, was die Welt im Innersten zusammenhält.

Von den Grundüberzeugungen, von dem Erleben des Plutos in sich kann man nicht abweichen, denn es gibt nichts in einem, was eine größere Intensität hat. Wenn sich nun durch Erlebnisse oder Erkenntnisse etwas an diesem inneren Leitbild ändert, hat das eine völlige Umwandlung des eigenen Lebens zur Folge. Eine solche Umwandlung ist oft mit eine Krise, mit einer Phase der Auflösung verbunden, so wie sich eine Raupe verpuppt, wenn ihre Zeit gekommen ist, und sich in ihrem Kokon ganz in Flüssigkeit auflöst, bevor sie die Gestalt eines Schmetterlings annehmen und schlüpfen kann.

In der individuellen Biographie markiert der Pluto die Phase, in der man schließlich klar erkennt, wer man ist, in der man im Idealfall die Einheit der Welt in sich erleben kann - man kommt zum Wesentlichen und lebt ab da nichts anderes mehr. Die Mystiker nennen diesen Zustand oft aus Gott heraus leben. Das Urbild für diesen Zustand, in dem man kompromißlos einen eigenen Weg geht, ist der Zauberer. Er lebt aus dem Ganzen, aus der Einheit heraus, für das Ganze, und hat Fähigkeiten erlangt, die man als von der Einheit noch weitgehend getrennter Mensch nicht haben kann. Dieser Zauberer tritt auch in vielen Religionen, Märchen, Romanen, Mythen und Fantasy-Geschichten auf: Odin, Moses, Elias, Gandalf, Dumbledore u.a. Eine andere Gestalt des Plutos ist die des Gründers eines Religion, eines Reiches oder einer Weltanschauung.

Wie in der Menschheitsgeschichte die Pluto-Phase, die sich an den Planeten der Weisen anschließt, aussieht, ist schwer zu sagen. Vermutlich werden sich die Menschen als Einheit erleben und sich aus einem inneren Drang heraus alle zu einer bestimmten Richtung des Handelns entschließen, wodurch insgesamt eine wesentlich höhere Effektivität erreicht werden dürfte. Vielleicht wäre ein Bienenschwarm oder ein Ameisenstaat, in dem sich alle Individuen über das, was sie tun und ihre Motivation dabei voll bewußt sind, ein passendes Bild für diesen Zustand. Es wäre nicht erstaunlich, wenn eine solche klare gemeinschaftliche Ausrichtung auf ein Ziel Wirkungen hervorbringen würde, die man heute nur als Wunder bezeichnen könnte.

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Mögen Sie Karikaturen und leicht überzogene Darstellungen und haben vielleicht auch schon einmal Harry Potter gelesen? - In Joanne K. Rowlings Geschichten treten viele Gestalten auf, die einer Darstellung der Planeten in einer etwas humorvolleren, englischen Art sehr nahe kommen:

Viele mondhafte Qualitäten finden sich bei der Leiterin des Krankenflügels, Madam Pomfrey. Eine sehr krankhafte Mondgestalt ist auch der Animagus Wurmschwanz. Eine positive Mondgestalt ist hingegen Mrs. Weasley, die Mutter von Harrys Freund Ron.

Merkurisch ist auf einer Schule natürlich so ziemlich alles, aber am ausgeprägtesten findet sich diese Qualität doch bei Hermione Granger. Die schalkhafte Seite des Merkurs findet sich insbesondere bei den Zwillingen Fred und George Weasley.

Venus-Gestalten sind die bulgarischen Veela, Fleur Delacour und Cho Chang. Professor Sprout, die das Fach Zauberkräuter unterrichtet, ist eine Mischung aus Eigenschaften von Venus und Mond.

Eine noch viel drastischere Darstellung der Schattenseiten der Sonne, insbesondere der Neigung zur Selbstinszenierung, als es Gilderoy Lockhart, der Lehrer für die Verteidigung gegen die Schwarzen Künste ist, kann man sich kaum noch vorstellen. Eine positive Sonnengestalt ist der Hufflepuff-Schüler Cedric Diggory und ebenso Bill Weasley.

Unverkennbar marsisch ist Rubeus Hagrid, der riesenhafte Wärter der Ländereien von Hogwards. Auch Viktor Krum, der Sucher der bulgarischen Quidditch-Nationalmannschaft, trägt vor allem marsische Züge.

Eine moralisch nicht ganz gefestigte Jupiter-Gestalt ist Ludo Bagmann, ein ehemaliger Quidditch-Spieler, der nun die Abteilung für magische Spiele des Ministeriums für Magie leitet. Eine ausgesprochen joviale, wenn auch manchmal etwas kurzsichtige Gestalt ist Cornelius Fudge, der Minister für Zauberei.

Der Hausmeister Mr. Filch, der ständig alle Schüler mit Verboten und Strafen bedrängt, ist offensichtlich eine mit englischem Humor dargestellte Figur des Saturns. Eine positive Darstellung des Saturns findet sich in der strengen Lehrerin Minerva McGonnagall. Bei Mr. Ollivander, dem Zauberstab-Händler sind vor allem die bewahrenden und beständigen Charakterzüge des Saturns sehr ausgeprägt. In der Figur von Severus Snape, dem Lehrer für Zaubertränke, mischen sich deutlich plutonische Züge in den saturnischen Grundcharakter. Die satirischste Darstellung des Saturnischen ist sicher Percy Weasley.

Die ausgeprägteste Uranus-Gestalt ist Albus Dumbledore, der geniale, in großen Zusammenhängen denkende, ideenreiche, weltbürgerlich eingestellte und oft ein wenig skurrile Leiter der Schule für Zauberei und Hexenkunst. Eine Uranus-Gestalt auf weniger hohem Niveau ist der Auror Mad-Eye Moody.

Eindeutig die deutlichste Neptun-Vertreterin in diesen Geschichten ist Professor Trelawney, die Lehrerin für die Kunst des Wahrsagens. Nicht zu vergessen sind hier natürlich die verschiedenen Geister in Hogwards (ausgenommen Peeves, den Poltergeist, der auch eine Reihe anderer Charakterzüge trägt).

Der Pluto in seiner bedrohlichen Gestalt ist Lord Voldemort und auch die Dementoren - in etwas natürlicherer Erscheinungsform sind es Hagrids Lieblinge, die Monster, insbesondere die Drachen. Eine positive Pluto-Gestalt ist der Werwolf Professor Lupin. Auch Sirius Black hat anfangs viele plutonische Züge.

II. 1. b Strukturen im Verhältnis der Planeten zueinander

Wenn man die Planeten in ihrem Verhältnis zueinander betrachtet, kann man verschiedene Strukturen finden. Am deutlichsten ist die bereits erwähnte Folge der Planeten: der Mond nimmt etwas wahr - der Merkur strukturiert die Wahrnehmungen -die Venus bewertet die Strukturen - die Sonne findet aufgrund der Bewertungen zu einem Entschluß - der Mars kann aufgrund des Entschlusses handeln - der Jupiter kann aufgrund der Fähigkeit zu handeln etwas aufbauen - der Saturn festigt das Erschaffene - der Uranus blickt über das Gewordene auf Neues hinaus - der Neptun löst die Grenzen zwischen Gewordenem und Neuem auf - der Pluto geht in das Neue hinaus -der Mond nimmt das Neue wahr ...

Wenn man sich diese Folge anschaut, kann man eine weitere Regelmäßigkeit erkennen: der Mond stellt viele einzelne Ereignisse von eher geringer Dauer und Intensität dar, während der Pluto nur sehr wenige Ereignisse von sehr großer Dauer und Intensität symbolisiert. Der Mond umfaßt viele Wahrnehmungen, während der Pluto nur ein paar Grundüberzeugungen ist. Vom Mond hin zum Pluto werden es immer weniger Ereignisse: die Wahrnehmungen des Mondes - die Gedanken des Merkur - die Bewertungen der Venus - die Entscheidungen der Sonne ... Dies liegt daran, daß die Tätigkeit des jeweils folgenden Planeten auf den Ergebnissen des vorhergehenden Planeten beruht und diese zusammenfaßt und zu etwas neuem verarbeitet. Dadurch entsteht mit der Abnahme der Anzahl der Ereignisse auch gleichzeitig eine immer höhere Intensität bis hin zu den Grundüberzeugungen des Plutos.

Gleichzeitig führt diese zunehmende Datenverarbeitung von den Wahrnehmungen des Mondes hin zu den Überzeugungen des Plutos auch immer weiter von den Sinnesorganen, die der Kontakt zur Außenwelt sind, hinein in des Innere der Persönlichkeit bis hin zu dem Kern, der Grundüberzeugung. Man kann sich diesen Zusammenhang auch bildlich veranschaulichen: Im Kern des Menschen ist das Lebensfeuer des Plutos, um ihn her die Verbundenheit des Neptuns mit der Welt, aus ihr folgt die Bereitschaft zu neuen Kontakten des Uranus, darauf folgt die derzeitige Lebensstruktur der Saturns, auf die sich das Organisieren des Jupiters stützt, der seinerseits wiederum die Taten des Mars lenkt, der durch die Entscheidungen der Sonne seine Richtung festlegt, auf der Grundlage dieser Entscheidungen können dann durch die Venus Bewertungen getroffen werden, durch die dann wiederum der Merkur erkennt, welche Dinge und Situationen eine nähere analytische Betrachtung lohnen könnte, was dann letztlich dem Mond den Hinweis gibt, wohin er seine Aufmerksamkeit lenken und was er berühren sollte.

Die Folge vom Mond hin zum Pluto ist die Verarbeitung einer Wahrnehmung, die Folge vom Pluto hin zum Mond ist ein Handlungsimpuls.

Wenn man diese Planetenfolge in ihren einzelnen Schritten anschaut, wird deutlich, daß sie nicht gleichförmig ist, sondern einen Rhythmus hat, der aus dem Wechsel von einem Zustand und zwei Entwicklungsschritten besteht, von denen einer eine Kraft und einer eine Form darstellt:

Der Mond ist das Eingebettetsein in der Umgebung; die Sonne ist das Leuchten aus dem Ich heraus; der Saturn ist die in der Objektivität der Dinge begründete Festigkeit; und der Pluto ist das Leben aus der Einheit hinter allen Erscheinungen heraus.

Der Merkur strukturiert die Wahrnehmungen und erhält dadurch klares Maß und Zahl; die Venus bewertet diese Strukturen und die ihnen zugrundeliegenden Wahrnehmungen und erhält dadurch Richtung - so kann der selbständige Standpunkt der Sonne erreicht werden.

Der Mars dringt emotional handelnd in die Umwelt; der Jupiter ordnet und lenkt und fügt die Taten auf ein äußeres Ziel hin zusammen - dadurch kann schließlich die Sachlichkeit und Gewißheit des Saturns erreicht werden.

Der Uranus entdeckt neue Strukturen in der Welt als Ganzes, die dann als etwas Neues von dem Individuum aufgenommen werden; der Neptun öffnet sich und schwingt mit allem mit, wodurch er von der Welt als ganzer getragen wird - dadurch kann schließlich die plutonische Einheit hinter den Erscheinungen gefunden werden.

Mond, Sonne, Saturn und Pluto sind Zustände, die in sich ruhen und in sich abgeschlossen sind. Merkur, Jupiter und Uranus erfassen Formen, Zusammenhänge, Statisches und erkennen dadurch Funktionen, Gesetze, Möglichkeiten und Strukturen. Venus, Mars und Neptun erfassen Kräfte und erfassen dadurch die Qualität von Zusammenhängen und Beziehungen und geben daher Orientierung und Richtung.

Der Mond ist die undifferenzierte Wahrnehmung; Merkur und Venus strukturieren und bewerten diese Wahrnehmungen, sodaß der Weg zur eigenen Mitte, zur Sonne möglich wird. Mars und Jupiter schaffen von dem Standpunkt der Sonne ausgehend eine prägende Orientierung und eine organisierende Formung nach außen hin und ermöglichen so die Gestaltung der Umwelt, was schließlich zu der äußeren Festigkeit des Saturns führt. Uranus und Neptun führen schließlich ausgehend von dem gesicherten Bereich des Saturns durch ihr Erfassen von neuen Zusammenhängen und ihre Grenzauflösungen dazu, daß das Ich der Sonne als Teil der objektiven, äußeren Welt des Saturns gesehen wird, daß die äußere saturnische Welt als genauso lebendig wie das eigene Ich erfahren wird, und dazu, daß durch die Verbindung von Ich (Sonne) und Welt (Saturn) das Mond-Gefühl der Geborgenheit im Ganzen (Saturn) auf einer umfassenderen Stufe (Pluto) wiederkehrt, und Mond-Geborgenheit, Sonnen-Ich und Saturn-Objektivität miteinander verschmelzen und zum Erleben der Pluto-Einheit aller Dinge führen.

Eine Orientierungshilfe beim Erfassen der Qualitäten der Planeten kann auch der Vergleich der vier Gefühlsplaneten sein: Mond, Venus, Mars und Neptun. Mond und Venus haben einen passiven, wahrnehmenden Charakter, Mars und Neptun einen aktiven, gestaltenden Charakter. Weiterhin richten sich Mond und Neptun auf das Ganze bzw. auf etwas Allgemeines, während sich Venus und Mars auf etwas Spezielles richten.

Daraus ergibt sich dann folgende Beschreibung dieser vier Planeten:

Der Mond ist das passive, auf etwas Allgemeines gerichtete Gefühl: Wunsch nach Nähe, Nahrung, Wärme und Geborgenheit.

Die Venus ist das passive, auf etwas Spezielles gerichtete Gefühl: etwas schön finden, jemanden sympathisch finden, diese Rose jener Nelke vorziehen.

Der Mars ist das aktive, auf etwas Spezielles gerichtete Gefühl: diese Frau begehren, Wut über jenen Mann, diese drei Läufer beim Sprint überholen.

Der Neptun ist das aktive, auf etwas Allgemeines gerichtete Gefühl: dem Roten Kreuz spenden, einer Öko-Bewegung beitreten, ein Kunstwerk schaffen, eine religiöse Erfahrung anstreben.

II.1.c Die Schatten der Planeten

Es gibt auch eine negative Seite der Planeten, sie sind das, was man früher die Todsünden genannt hat. Sie entstehen dadurch, daß man ihre Qualität zu wenig oder zuviel lebt, daß man sie verdrängt oder auf sonst eine Weise verzerrt. Die Qualität der Planeten hat also nicht aus sich heraus auch ihre schlechten Seiten, sondern diese entstehen aus ihrer Verzerrung auf dem Weg vom inneren Impuls zur äußeren Handlung.

Aus der Aufmerksamkeit und dem Kontakt des Mondes können Unaufmerksamkeit, Angst vor Nähe, Festklammern an Beziehungen, einseitige Wahrnehmungen, starre Verhaltensmuster, Autismus, fixe Ideen, Mangel an Vertrauen und ähnliches entstehen, wenn die Qualität des Mondes durch ein unverarbeitetes Erlebnis nachhaltig gestört wird.

Auf dieselbe Weise kann aus dem Denken des Merkurs Konfusion, Sprachstörungen, Lügen, leeres Gerede, Abstrahierungsschwächen und ähnliches Entstehen.

Bei der Venus können die Schattenseiten z.B. Gefühlsarmut, Eitelkeit, Mangel an Taktgefühl, Orientierungslosigkeit, Harmoniesucht oder Gefühlsüberschwang sein.

Die verzerrten Sonnenqualitäten können unter anderem als Minderwertigkeitsgefühl, Größenwahn, mangelnde Selbsterkenntnis, Angeberei, Duckmäusertum und Willensschwäche auftreten.

Die entstellten Marsqualitäten sind leider nur zu gut bekannt: Haß, Aggressivität, Grausamkeit, Lüsternheit, Unterwürfigkeit, Verklemmtheit, Ersatzbefriedigungen und Antriebslosigkeit.

Die früher dem Jupiter zugeordnete Todsünde war die Völlerei - zu seinen negativen Erscheinungen gehören aber auch Ziellosigkeit, Machtstreben, Dominanz, Verschwendung, Desorientierung und mangelnde Organisationsfähigkeit.

Aus der Festigkeit des Saturns kann unter ungünstigen Umständen Starre oder Haltlosigkeit werden, es kann übertriebene Askese oder Sucht entstehen, und ebenso Prinzipienreiterei, Kontrollzwang, Dogmatismus, Bevormundung und die Unfähigkeit, Dinge zu konkretisieren und zu Ende zu führen.

Ein deformierter Uranus kann die Gestalt von Hektik, Sprunghaftigkeit, Nervösität, Unruhe und absurden Ideen, aber auch von Ideenlosigkeit, Uninspiriertheit und mangelndem Mut zu Neuem annehmen.

Wenn der Neptun nicht auf direkte, gerade und unverfälschte Art gelebt wird, kommt es zu Illusionen, Weltfremdheit, unkontrolliertem Drogenkonsum, Tagträumerei und allen Arten von inneren und äußeren Fäulnisprozessen, da die Öffnung nach außen nicht mehr mit einer inneren, lenkenden Stärke verbunden ist.

Die Schattenseiten des Plutos sind Fanatismus und Mangel an Überzeugungen, gewaltsame Veränderungen und Mitläufertum, übertriebene Polarisierung und Kontur-losigkeit.

II. 2. Die Tierkreiszeichen

Die Tierkreiszeichen sind die zwölf Gewänder, die die Schauspieler tragen können, sie sind zwölf Arten zu sprechen, zwölf Arten zu fühlen, zwölf Bilder vom dem, was ein Mensch ist, zwölf Weltanschauungen, zwölf Arten zu leben ...

II. 2. a Die Folge der Tierkreiszeichen

Wie die Planeten sind auch die Tierkreiszeichen nicht willkürlich aneinandergereiht, sondern bilden eine schlüssige Reihenfolge, in der sich jedes Zeichen aus dem ihm vorausgehenden ergibt.

Der Tierkreis beginnt damit, daß der Widder spontan aus einer Situation heraus handelt;

der Stier ergreift dann die Ergebnisse dieser Handlungen und wählt aus ihnen aus, was er brauchen kann, um dann das ihm Angenehme in seine bereits bestehenden Schätze einzufügen;

der Zwilling stöbert nun neugierig in den Truhen des Stiers und schaut, wozu die Dinge nützlich sein könnten und was man mit ihnen noch alles anstellen kann und lernt sie auf diese Art sehr genau kennen;

der Krebs betrachtet nun die Kenntnisse des Zwillings und prüft, was wohl zu ihm selber passen könnte und was nicht, um dann um sich herum ein Nest aus ihm verwandten Dingen zu bauen, in dem er sich dann geborgen fühlen kann;

der Löwe ergreift nun diesen Korb von miteinander verwandten Dingen, erforscht das Wesen ihrer Gemeinsamkeit und macht es dann zu seiner Mitte, auf die hin er dann alles ausrichtet, und erschafft so seinen wärmenden, strahlenden Willen;

die Jungfrau, die durch diesen Willen eine klare Richtung als Vorgabe erhalten hat, prüft nun die Wege und Möglichkeiten, diesen Willen konkret umzusetzen und zu verwirklichen, und fertigt eine Liste mit den dafür benötigten Dingen und Aktionen an;

die Waage, die sich die von der Jungfrau erforschten Möglichkeiten und Erfordernisse für die Willensverwirklichung anschaut, überlegt sich nun, welche Methoden zueinanderpassen, sich unterstützen oder behindern, in welcher Reihenfolge sie angegangen werden sollte, wo man mit anderen kooperieren könnte, und erhält dadurch ein harmonisches Gesamtkonzept, in dem die eigenen Handlungen im Kontakt mit anderen Menschen gesehen werden;

der Skorpion erkennt nun, daß das von der Waage eingegangene Beziehungsgeflecht einiges an potentiellen Spannungen und Konflikten, aber auch Quellen der Lust enthält, und erforscht nun die Motivationen aller beteiligten Personen, um eine klare Orientierung zu erhalten und dadurch effektiv handeln zu können;

der Schütze, der nun durch die Vorarbeit des Skorpions weiß, woher der Wind weht, kann nun sowohl das erstrebenswerteste Ziel als auch den besten Weg dorthin erkennen, und alle seine Kräfte auf dieses Ideal hin ausrichten;

der Steinbock, der durch den Schützen weiß, was das lohnendste Ziel ist, beginnt nun mit beharrlichem Streben für das Erreichen dieses Zieles zu arbeiten und kann es schließlich im Laufe der Zeit realisieren;

der Wassermann betrachtet sich nun die von dem Steinbock erschaffenen Tatsachen sowie dessen Erfahrungen mit der Welt bei seinem unermüdlichen Streben und analysiert sie, um aus ihnen die ihnen zugrundeliegenden Gesetzmäßigkeiten zu extrahieren und aus diesen heraus dann die bestmögliche Utopie für die Zukunft zu entwerfen;

die Fische schauen sich das theoretische Verständnis des Wassermanns für die Welt an und erleben dann diese Zusammenhänge und fühlen die Verbindungen zu allem, was in dieser Welt ist, und beginnen alles, was ihnen begegnet, mitzutragen, und werden ihrerseits von allem, was ihnen begegnet, mitgetragen;

der Widder fühlt sich nun durch eine dieser Begegnungen, die die Fische ihm zeigen, so angesprochen, daß es ihn zu einer Handlung drängt;

der Stier ergreift dann die Ergebnisse dieser Handlung und ...

II. 2. b Element und Dynamik

Die Tierkreiszeichen werden klassischerweise durch die vier Elemente und die drei Dynamiken definiert - jedes Element erscheint in einem der zwölf Tierkreiszeichen in einer der möglichen Dynamiken.

Die vier Elemente sind Feuer, Wasser, Luft und Erde. Das Feuer ist die Tatkraft, der organische Zusammenhang und die Expansion; das Wasser ist das Gefühl, die Teilnahme und die Beziehung; die Luft ist das Denken, die Struktur und die Bewegung; und die Erde ist das Feste, die Beständigkeit und die Substanz. Das Feuer bewegt, das Wasser nimmt diese Bewegung auf, die Luft ist der aus dem heißen Feuer und dem kalten Wasser entstehende Wirbel, die Erde ist die Form, die diese Bewegung letztlich annimmt. Das Feuer ist der Impuls, das Wasser ist die Resonanz, die Luft ist die Veränderung, die Erde ist die neue Gestalt. Die Essenz des Feuers ist die Ekstase, die Essenz des Wassers ist die Liebe, die Essenz der Luft ist die Wahrheit, und die Essenz der Erde ist der Wandel.

Die drei Dynamiken sind die Erschaffung, die Entfaltung und die Vereinzelung. Sie sind der Anfang, die Expansion und

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