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Huttens letzte Tage

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Huttens letzte Tage

Bewertungen:
5/5 (1 Bewertung)
Länge:
135 Seiten
47 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 27, 2015
ISBN:
9783956763342
Format:
Buch

Beschreibung

Hustens letzte Tage ist ein literarisch bedeutsames Gedicht von C. F. Meyer. Vor dem Hintergrund der deutschen Reichsgründung 1871gelang ihm damit der Durchbruch. Es handelt vom sterbenskranken Ritter und Humanisten Ulrich von Hütten, der auf die Insel Ufenau kommt und sich einrichtet, um dort seine letzten Tage zu verleben. Ungebeugt rechtfertigt er seinen Kampf für die Reformation und wider das Papsttum.
Herausgeber:
Freigegeben:
Dec 27, 2015
ISBN:
9783956763342
Format:
Buch

Über den Autor

Conrad Ferdinand Meyer (* 11. Oktober 1825 in Zürich; † 28. November 1898 in Kilchberg bei Zürich) war ein Schweizer Dichter des Realismus, der (insbesondere historische) Novellen, Romane und Lyrik geschaffen hat. Er gehört mit Gottfried Keller und Jeremias Gotthelf zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schweizer Dichtern des 19. Jahrhunderts. (Wikipedia)


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Huttens letzte Tage - Conrad Ferdinand Meyer

Der Autor

Conrad Ferdinand Meyer (* 11. Oktober 1825 in Zürich; † 28. November 1898 in Kilchberg bei Zürich) war ein Schweizer Dichter des Realismus, der (insbesondere historische) Novellen, Romane und lyrische Gedichte geschaffen hat. Er gehört mit Gottfried Keller und Jeremias Gotthelf zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schweizer Dichtern des 19. Jahrhunderts.


Werke u.a.

1871 Huttens letzte Tage

1876 Jörg Jenatsch

1877 Der Schuß von der Kanzel

1882 Gustav Adolfs Page

1884 Die Hochzeit des Mönchs

1891 Angela Borgia

Ulrich von Hutten

Ulrich von Hutten (* 21. April 1488 auf Burg Steckelberg; † 29. August 1523 auf der Ufenau) war Humanist, er wird auch als erster Reichsritter bezeichnet.

Er war ein scharfer Kritiker des Papstums und verfasste Aufrufe an die deutsche „Nation, sich dem Kampf gegen die so genannten „Kurtisanen, also die Profiteure der säkularen Herrschaft der Kurie, anzuschließen. Von den Zeitgenossen wurde er deshalb, trotz inhaltlicher Differenzen, an die Seite Luthers gestellt. Die Wendung an eine breitere Öffentlichkeit bedingte auch die Übertragung von Huttens Schriften ins Deutsche – späterhin verfasste er direkt in deutscher Sprache.

Auf Grund seiner politischen Aktivitäten wurde die Reichsacht gegen ihn verhängt. Er floh vor der Exekution und zog sich schließlich in die Schweiz zurück, wo er von Zwingli aufgenommen wurde. Am 29. August 1523 erlag Ulrich von Hutten auf der Insel Ufenau im Zürichsee seiner schweren Syphiliserkrankung.

Quelle: Wikipedia

Hutten's letzte Tage

Eine Dichtung

Franz Wille

und

Eliza Wille

zu eigen

Da mir's zum ersten Mal das Herz bewegt,

Hab' ich das Buch auf euern Herd gelegt,

Und nun, so oft es tritt ans Tageslicht,

Vergißt es seine alten Wege nicht.

... ich bin kein ausgeklügelt Buch,

Ich bin ein Mensch mit seinem Widerspruch...

Die Ufenau

I Die Landung

Schiffer! Wie nennst du dort im Wellenblau

Das Eiland? – Herr, es ist die Ufenau!

Ein grüner Ort. Dank, Zwingli, für die Rast,

Die  du, der Gute, mir bereitet hast!

In braunen Wölklein wirbelt auf ein Rauch,

Bewohnt von Menschen scheint das Eiland auch.

Willkommen, mein gewünschtes Ithaka!

Ein irrender Odysseus bin ich ja.

Viel kämpften, edler Dulder, beide wir;

In andern Stücken gleich' ich wenig dir

Und nicht im Eignen werd' ich wohnen dort,

Ich bleibe Gast auf Erden immerfort.

Dir, Vielgewandter, ward ein besser Los,

Der du im Fabeln und im Lügen groß!

Auch ohne deine Göttin fahr' ich hier...

Ein Kirchlein winkt herüber still zu mir

Und dort! Ein Mann erwartet mich am Strand.

Er grüßt. Den Priester kündet das Gewand.

Es ist der Arzt, den Zwingli mir verhieß...

Hier waltet Friede wie im Paradies!

Die Wache hält ein Eichbaum düsterkühn

Und färbt den kleinen Hafen dunkelgrün.

Der Ferge mäßigt seinen Ruderschwung

In breiter Abendschatten Dämmerung.

Mein Wirt, der Pfarrer, hat ein mild Gesicht,

Mit diesem Antlitz disputier' ich nicht...

– "Die Hand, Herr Hutten! Tretet aus dem Kahn!

Ihr seid's. Das Falkenauge zeigt es an."

Wes ist der Boden? – "Klostergut. Doch jetzt

Schier herrenlos; hier wohnt Ihr unverletzt."

Wie stark ist, Pfarrer, die Besatzung hier?

Der Schaffner drüben, ich und, Ritter, Ihr.

Du gibst mir Herberg unter deinem Dach?

– "Ihr habt in meinem Haus das Gastgemach.

Hierdurch! Jetzt, Ritter, bückt Euch, tretet ein!

Die Tür ist niedrig, das Gemach ist klein;

Doch steht der Bau nach allen Seiten frei,

Ihr schlürfet Bergluft ein als Arzenei

Und schauet auf den hellsten See der Schweiz,

Blickt aus! Er ist nicht ohne Augenreiz.

Dem einen Ufer fern, dem andern nah,

Haust, Ritter, Ihr nicht allzu einsam da.

Macht's Euch bequem! Hier werdet Ihr gesund!"

Ich glaub's. So oder so! Wahr spricht dein Mund.

II Die erste Nacht

Ich hört's im Traum und hör' es noch erwacht:

Ein Glockenreigen wandert durch die Nacht.

Nicht Domesglocken sind es dumpf und schwer,

Des Schaffners Herde weidet um mich her.

Sie läutete vom nahen Wiesenrain

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