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Mailands Monster / Milan's Monsters
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eBook98 Seiten12 Minuten

Mailands Monster / Milan's Monsters

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Über dieses E-Book

Mailand – Stadt der Mode und des Designs, berühmt für seine Scala und seinen Dom. Mailand – auch eine Stadt, um auf „Monster-Safari“ zu gehen? Dieses Buch will den Blick des Betrachters in Winkel und Ecken lenken, auf Motive, die eher ein Schattendasein im Licht der Attraktionen dieser Stadt führen. Zu unrecht, wie die 120 Farbaufnahmen belegen, die zum erstenmal in gesammelter Form veröffentlicht werden. Wasserspeier, Blattmasken und Fabelwesen, als Steinmetzarbeiten liebevoll bis ins kleinste Detail ausgeführt, befinden sich nicht nur am großartigen Dom selbst, sondern sind auch zahlreich in den noblen Einkaufsstraßen, über den exklusiven Mode- und Juwelierläden zu entdecken.

Milan – city of fashion and design, famous for its Scala and its cathedral. Milan – also a city to go “monster hunting”? This book intends to guide the eyes of the reader to hidden corners and places, to motifs which lead a shadowy existence in the light of the city’s attractions. Very wrongly so, as the 120 coloured photos prove which are published for the first time. Gargoyles, foliate masks and mythical creatures, carved out of stone with a love for details, are not to be found on the great cathedral alone, but also in the elegant shopping streets, perching above the exclusive fashion and jewellery shops.
SpracheDeutsch
HerausgeberBooks on Demand
Erscheinungsdatum8. Apr. 2011
ISBN9783839195932
Mailands Monster / Milan's Monsters
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Autor

Regina E.G. Schymiczek

Regina E.G. Schymiczek (*1961 in Essen) is a German art historian, archaeologist, and author. She wrote her dissertation on the development of the gargoyle forms of Cologne Cathedral and published several articles on gargoyles in trade journals. She also wrote children books, historical novels, urban fantasy novels, as well as short stories, and contributions to anthologies. She lives and works in her hometown Essen/Germany, as well as in a vacation home in the Netherlands, and she also loves to travel the USA as often as possible. "Poseidon's Horses" is the English translation of her successful German novel "Die Weide der Seepferde" (2013) For more information, please refer to: www.schymiczek.de

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    Mailands Monster / Milan's Monsters - Regina E.G. Schymiczek

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    Wasserspeier

    Wasserspeier, die einzigen Bildwerke mit technischer Funktion an sakralen Bauwerken, gehören seit ca. 1220 zum gotischen Formenkanon dazu. Ihre rinnenförmigen Körper mit den ausgehöhlten Köpfen dienen dazu, dass Regenwasser von den Kirchendächern abzuleiten. Sie tauchten zuerst an der Kathedrale von Laon in Frankreich auf und eroberten von dort in rasanter Geschwindigkeit nahezu ganz Europa, so dass bereits 20 Jahre später keine gotische Kirche mehr ohne sie geplant wurde.

    Erfunden wurden die Wasserspeier jedoch schon sehr viel früher: An ägyptischen, griechischen und römischen Tempeln wurden vor allem Löwenköpfe zum gleichen Zweck eingesetzt; der älteste bisher gefundene Löwenkopf wird auf das Jahr 2500 v. Chr. datiert. Die nachantike Bauweise war jedoch so massiv, dass herabströmendes Regenwasser keinen Schaden anrichten konnte und die Wasserspeier somit in Vergessenheit gerieten. Erst die filigranen Formen der Gotik machte diese Form der Entwässerung wieder notwendig.

    Über die Motive der Wasserspeier konnten bisher keine schriftlichen Quellen gefunden werden, vergleichende Untersuchungen zur Motivwahl legen jedoch den Schluss nahe, dass es sich bei den Speiern um Dämonenabwehrer handelt, die besonders Wetterdämonen von den Gotteshäusern fernhalten sollten. Gemäß dem Grundsatz „similia similibus curantur" (Gleiches wird durch Gleiches geheilt), ging man davon aus, dass Dämonen am wirksamsten durch ihr eigenes Spiegelbild zur Umkehr gezwungen werden konnten – eine Auffassung, die in vielen Kulturkreisen noch heute vertreten wird.

    Wetterdämonen wurden für Unwetter und Blitzeinschlag verantwortlich gemacht, und ließen – nach mittelalterlichem Glauben – somit nahezu jedes Gotteshaus wenigstens einmal während seiner Baugeschichte in Flammen aufgehen. Um diese Dämonen von der Kirche fernzuhalten, wurden daher viel mehr Wasserspeier eingesetzt als

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