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Die Finanzkrise und andere interessierte Missverständnisse: Band 3 der Reihe: Geschichte der Zukunft

Die Finanzkrise und andere interessierte Missverständnisse: Band 3 der Reihe: Geschichte der Zukunft

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Die Finanzkrise und andere interessierte Missverständnisse: Band 3 der Reihe: Geschichte der Zukunft

Länge:
68 Seiten
42 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 1, 2011
ISBN:
9783842308800
Format:
Buch

Beschreibung

Krisen sind Bestandteil unserer Lebensrealität. Das gilt für die persönliche Biographie wie für die Wirtschaftsgeschichte. Auch Finanzkrisen passieren und ihr Ausmaß hängt vor allem davon ab,
wie groß unsere Illusionen über die Realität von der Realität abweichen.

Interessierte Missverständnisse sind Missverständnisse an deren Fortbestehen ein anderer ein Interesse hat.

Entweder wir erschaffen eine neue Kultur oder wir werden von anderen Kulturen neu erschaffen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Mar 1, 2011
ISBN:
9783842308800
Format:
Buch

Über den Autor

Der Autor studierte Philosophie, Rechtsgeschichte, Wirtschaftswissenschaften und Informatik und bekleidete Spitzenpositionen im Finanzsektor sowie in der Technologiebranche. Er lebt heute in Hamilton, Bermuda und unterstützt Start-ups bei der Entwicklung disruptiver Geschäftsmodelle sowie diverse soziale Initiativen.


Buchvorschau

Die Finanzkrise und andere interessierte Missverständnisse - Christopher Frey

Studenten

Vorwort

Es begab sich zu der Zeit als es den Menschen auf der Erde gut ging und der Wohlstands-Gott mit seinen Menschen zufrieden war. Da kam Satan im Gewand des Gut-Menschen zum Herrn und bot ihm folgende Wette an: „Lasse die Politiker den Menschen etwas Gutes tun und Du wirst sehen, wie schnell die Menschen von Dir, dem Wohlstand, abfallen. Gott ließ es geschehen und die Politiker ließen die Presse berichten: „Wir wollen mehrere Billionen aus den Taschen des Steuerzahlers nehmen und an besonders schlechte Manager verschenken. Nach zunächst schamhaftem Erröten und eindrucksvollen Reden, wollten immer mehr Manager besonders schlechte Manager sein und die Billionen waren alsbald aufgebraucht.

Buch Hiob, 2. Januar 2009

Es sind also nicht die sogenannten Missbräuche wirtschaftlicher Macht zu bekämpfen, sondern wirtschaftliche Macht selbst.

Walter Eucken, 1950

Die Finanzkrise

Krisen sind Bestandteil unserer Lebensrealität. Das gilt für die persönliche Biographie wie für die Wirtschaftsgeschichte. Auch Finanzkrisen passieren und ihr Ausmaß hängt vor allem davon ab, wie groß unsere Illusionen über die Realität von der Realität abweichen.

Den Boden für die Finanzkrise bildeten, darüber scheint man sich in der Öffentlichkeit einig, Verwerfungen auf dem amerikanischen Immobilienmarkt, die lange Zeit verborgen blieben, da man das Ausmaß der Verwerfungen durch innovative Finanzmarktprodukte kaschieren konnte. An diese Betrachtung knüpfen nun die ersten ¹ an:

Warum blieb uns das Ausmaß so lange verborgen?

Erst 20 Jahre zuvor hatten wir ebenfalls eine Immobilienkrise in den USA². Es handelte sich, um den im Immobiliensektor üblichen „Schweinezyklus" und ein solcher Zyklus ist vorhersehbar!

In Bezug auf die Immobilien ist er einfach zu beschreiben: Nach der Krise sind Immobilien billig (Notverkäufe). Menschen beginnen sich ihre Immobilie leisten zu können und nehmen Kredite auf, um Immobilien zu kaufen. Die Immobilienpreise steigen wieder, was für den naiven Betrachter nun bedeutet „eine Immobilie ist eine gute Investition". Der Kreditbedarf steigt analog zur Preisentwicklung, der Banker ist ebenfalls überzeugt von den steigenden Immobilienpreisen und empfiehlt die Investition. Je weiter die letzte Im-mobilienkrise zurückliegt, desto weniger Banker können sich noch an die letzte Krise erinnern und weil es doch immer so schön klappt mit der Wertsteigerung, fällt es dem Banker auch immer schwerer, dem Kunden gegenüber zu begründen, warum er einen Kreditantrag ablehnt. Eine Zeit lang wird der Markt getragen von einer , bis dann die allgemeine Konjunktur, die Arbeitsmarktlage und andere Missgeschicke den Kreditmarkt einholen und alle Teilnehmer auf den Boden der Tatsachen zurückführen.

Zeitgleich gab es damals eine Krise mit einer spezifischen Wertpapierkategorie, den sogenannten ³. Der Schweinezyklus auf dem Wertpapiermarkt (z.B. Junk Bond) ist schwieriger zu erklären, aber ähnlich im Verlauf. Es ist immer mehr Geld im Markt und auf der Suche nach Rendite.

Der Unterschied zur Junk Bond Krise damals und der Krise heute ist zweierlei Gestalt:

Die heißen nicht Junk Bonds sondern vornehm Kreditderivate und sie wurden als Wertpapier höchster Bonität eingestuft. Eine Dummheit, die nicht zu überbieten ist, aber erklärbar⁴. Zweitens: Die hatten keinen Bezug zum Immobiliengeschäft, die stammen überwiegend aus der gleichen Risikokategorie, entsprechend schaukeln sich die Verluste auch fast grenzenlos auf.

Sucht man nun nach den Schuldigen, dann sind sie leicht gefunden: Regulierungsbehörden und Rating-Agenturen haben offensichtlich versagt⁵. Die Tatsache, dass keine dieser Agenturen in die Haftung genommen wird, hat zwei schlichte Gründe.

Erstens, sie könnten den Schaden nicht bezahlen und wären schon bei einer bloßen Klageandrohung sofort in Konkurs.

Zweitens: Man braucht sie noch, denn auf wen könnte man denn in Zukunft sonst die Verantwortung abwälzen.

Keine große Bankenorganisation

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