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Wer ehrlich ist, ist nur zu faul zu lügen: Band 2 der Reihe: Geschichte der Zukunft

Wer ehrlich ist, ist nur zu faul zu lügen: Band 2 der Reihe: Geschichte der Zukunft

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Wer ehrlich ist, ist nur zu faul zu lügen: Band 2 der Reihe: Geschichte der Zukunft

Länge:
47 Seiten
26 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 7, 2011
ISBN:
9783844878158
Format:
Buch

Beschreibung

Unser Verstand ist nicht das wofür wir ihn halten. Er weiß mehr über uns als wir selbst und ist zudem höchst erfinderisch.

Kunstkritik, Märchentheorie und Traumdeutung helfen auch bei der Analyse von Geschäftsmodellen und führen zu verbesserten Investitionsentscheidungen.

Was Adam Smith nannte, ist in Wirklichkeit eine Funktion der Ästhetik. Eine bietet noch unerschlossene Potentiale.
Herausgeber:
Freigegeben:
Nov 7, 2011
ISBN:
9783844878158
Format:
Buch

Über den Autor

Der Autor studierte Philosophie, Rechtsgeschichte, Wirtschaftswissenschaften und Informatik und bekleidete Spitzenpositionen im Finanzsektor sowie in der Technologiebranche. Er lebt heute in Hamilton, Bermuda und unterstützt Start-ups bei der Entwicklung disruptiver Geschäftsmodelle sowie diverse soziale Initiativen.


Buchvorschau

Wer ehrlich ist, ist nur zu faul zu lügen - Christopher Frey

Ausblick

Das Raubtier

Man nennt unsere frühen Vorfahren gerne , doch scheint es mir oft, als seien auch damals nur wenige so dumm gewesen, selbst auf die Jagd zu gehen.

Man stelle sich die fürchterlichen Stoßzähne des Mammut, die schrecklichen Raubtiere und Gefahren, die in der Wildnis lauerten, und das kleine unbezahnte, wenig behaarte Menschlein einmal vor.

Nein, unsere Vorfahren waren, wie wir auch heute, nur selten Jäger, sie waren, wie wir auch heute, überwiegend Aasfresser¹.

Hat der Mensch der Neuzeit Appetit auf ein Stück Aas, dann geht er zum Metzger und kauft ein saftiges Holzfällersteak, frisch, appetitlich gehäutet, portioniert und geruchsfrei und wenn nicht, dann mit viel Knoblauch mariniert zum Sonderpreis.

Unsere Vorfahren hatten es da schwerer. Die eine oder andere tote Maus, ein verendeter Spatz, o.k. Frösche, Schnecken und Käfer hat man wohl selbst gejagt, aber davon wird man ja nicht satt.

Der frühe Mensch kannte wohl sehr bald die eigentliche Quelle des Heils: Das Raubtier. Eine frühe Erfahrung wird folgendes gewesen sein: Folgt man in der Spur des Säbelzahntigers² und wartet bis der sich satt gefressen hat und verschwindet, dann bleibt für jeden ein ungleich größeres Stück Fräschen übrig, als wenn man selbst Frösche und Larven jagt.

Natürlich sprach man zuhause nicht über die neue strategische Erkenntnis, sondern brüstete sich gerne vor den anderen Höhlenbewohnern mit glühenden Jagdgeschichten. Besonders kluge Höhlenmenschen konnten fortan ganz auf die Jagd verzichten und verdienten ihr Brot als Höhlenmaler. Ihre Kunstwerke sind so überzeugend, dass ihre Jagdgeschichten bis heute noch Gegenstand archäologischer Forschung sind³.

Unter den Jägern entwickelten sich nun zwei ideologisch grundsätzlich verschiedene Glaubensgemeinschaften. Die Schleicher vertraten die Auffassung, dass man alles daran setzen sollte, den Säbelzahntiger ungestört jagen und fressen zu lassen, um sich dann der Reste zu erfreuen und dann wieder zügig dem Raubtier in der Spur nachzueilen⁴. Eine andere Gruppe, vermutlich jüngerer Jäger, versuchte es mit Rabaukentum. Anstatt das Raubtier in Ruhe fressen zu lassen, störten sie es, natürlich in gebührendem Abstand, durch Lärm und Belästigung, in der Hoffnung, dass der Säbelzahntiger genervt sein Mahl etwas früher verließe und die Happen ein wenig größer ausfallen würden⁵. Das Risiko, dass der Tiger das Revier wechseln würde, wurde

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