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Dort damals

Dort damals

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Dort damals

Länge:
435 Seiten
5 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 6, 2013
ISBN:
9783732218165
Format:
Buch

Beschreibung

Alles Geschehene, von dem Kurt Hein in seinem Buch erzählt, beruht auf wahren Begebenheiten aus eigenen Erlebnissen. Letztendlich geht es trotz aller beschriebenen Erniedrigungen und Leiden der Deutschen aus Russland und anderen vertriebenen Völkern um das Hoffen auf eine neue Zukunft in Freiheit und Glück. Die zu Herzen gehenden, optimistischen und lyrischen Strahlen in seinen Erzählungen deuten zweifellos darauf hin.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jul 6, 2013
ISBN:
9783732218165
Format:
Buch

Über den Autor

Kurt Hein wurde am 9 Mai 1935 in der deutschen Wolgarepublik geboren. 1941 wurde er zusammen mit seiner Familie nach Kasachstan deportiert. Ab 1951 arbeitete er als Dreher und Mähdrescherfahrer in der staatlichen Landwirtschaftsorganisation MTS. Nach dem geleisteten Wehrdienst arbeitete er als Lehrer für Kunst. 1971 beendete er dann sein Fernstudium an der staatlichen Hochschule, Fakultät für Kunst und Grafik, in Omsk. Bis 1992, dem Jahr der Ausreise nach Deutschland war er in dem Beruf tätig. Im Jahr 2005 ist sein erstes Buch in russisch erschienen. Mit diesem Buch erfüllt er seinen Traum, die Erzählungen erscheinen in seiner Muttersprache Deutsch.


Buchvorschau

Dort damals - Kurt Hein

Schukschin

AN DER WOLGA

Frühling

Draußen ist März. Kristalle des tauenden Schnees, das Kräuseln der noch kleinen Bächlein und Pfützen, die von den Eiszapfen schnell fallenden Tropfen glänzen mit ihren spitzen Strahlen, pressen Tränen aus den Augen und jucken in der Nase. Die Nase runzelt und runzelt sich und – Hatschi! Durch die ganzen Straße.

Ein luxuriöser, rot flammend fedriger Hahn ließ das Scharren auf dem noch nicht aufgetauten Misthaufen und schaute den Knirps mit seinem arroganten Blick an. Der Knopf seines Mäntelchens ist falsch zugeknöpft, die Mütze hängt auf dem Rücken an den zusammengeknoteten Kinnbändern, die seinen Hals umschlängen und an der einen Hand fehlte der Handschuh. Er steht mitten in der Pfütze mit einem geöffneten Mund und beobachtete die badenden Spatzen. Das Frühlingswasser plätscherte über die Gummigaloschen und durchnässte seine Filzstiefel. „Gut, dass seine Mutter gleich kommt, sonst erkältet er sich ganz. Lupus in fabula," – beruhigte sich der Hahn und fing erneut mit seinem übereifrigen Buddeln im Mist an. Von Zeit zu Zeit rief er mit seinem Gackern die sich in der grellen Sonnenglut wärmenden Hühner herbei, aber die reagierten nicht. Lass ihn doch, es reicht schon ihm nachzurennen – bald findet er ein rotes Fädchen, bald einen kupfernen Nagel. Woher kann es denn im durchfrorenen Mist Larven und Würmer geben? Es wäre besser, wenn er sich mit uns im Staub ein wenig ausruhen würde. Glückselig dehnten sich die Hühner, ihre Klauen unter den Flügeln, empörstreckend, blickten sich träumerisch um und erstarrten in süßer Benommenheit.

Die schnelle Rückkehr der Mutter hat ihn nicht gerettet – der Junge hatte sich tüchtig erkältet! Sein Hals tat weh, er hustete quälend und erstickend. Hohes, brennendes Fieber hatte er, in der Brust drückte und röchelte es. Er schluckte Arznei und trank heiße Milch mit Honig. Der Schmerz lies nach, der Husten beruhigte sich. Der Vater war schon die zweite Woche bei den militärischen Übungen, die Mutter musste auf die Arbeit, ihre Freizeit war vorbei. Tante Meida kam, stellte ihre Krücke in die Ecke am Ofen und fing an ihn zu „pflegen. Sie wickelte einen warmen Schall um seinen Hals, legte ihm auf die Brust ein Säckchen mit Kleie, das sie im Backofen aufgewärmt hat, tränkte ihn mit bitterem Sud und hinterher gab sie ihm einen Löffelchen Honig oder einen Zuckerwürfel. In ein paar Tagen erholte er sich ganz und bat, ihn auf die Straße gehen zu lassen. Die Mutter antwortete: „Morgen kann Tante Meida nicht kommen. Du musst allein spielen. Ich komme schnell von der Arbeit und dann gehen wir spazieren. Bis Mittag ist Papa aus Engels zurück und kommt auch mit. Gut, dass du wieder gesund bist, sonst hätten wir Ärger gekriegt.

Als er aufwachte, war Mutter schon weg. Nicht schlimm – sie ist ganz nah. Die Fenster ihrer Klasse schauen durch das enge Gässchen direkt in das Fenster seines Zimmers; die breite Fensterbank wurde zu seinem Spiel und Arbeitsplatz. Die Mutter lächelte ihm oft durch das Fenster zu. Manchmal kam auch Vater aus dem Kontor gegenüber schnell vorbei, trank ein Glas Milch, nannte ihn einen Prachtkerl und Tschapajew und lief weg.

Wenn er aufwachte und am Ofen die Krücke sah, dann wusste er, dass die Eltern weggefahren sind und Tante Meida bei ihm bleibt, bis sie zurück sind. Ihm gefiel es, mit ihr zu sein – sie kochte immer etwas Leckeres, erzählte spannende Geschichten „von früher, las ihm Bücher. Sie brachte ihm das Malen bei, obwohl sie selbst nie einen Bleistift in die Hand nahm. „Alles mit Panzern und Pistolen bemalt. Mal besser die Sonne, die Wolken am Himmel, die Vögel. Häuser und Blumen in den Vorgärten. Wenn sie die Bilder betrachtete, dann riet sie: „Du hast hier alle Häuser gleich gemalt, die müssen aber verschieden sein. Siehst du, bei den Vogels ist das Dach ganz anders als am Kontor, auch Läden haben die und Hühner laufen im Hof herum, ein Starenkasten am Stall. Das Kontor hat eine hohe Eingangstreppe, eine Flagge auf dem Dach und Kutschen am Pikettpfahl. Wenn du so malen wirst, werden dann die Leute wissen – da ist das Kontor und hier wohnen die Vogels. Haben auch die Ziege am Zaun angebunden, damit sie nichts im Garten anrichtet."

Er stand auf, zog sich an und wusch sich ein wenig. Eine gewohnte Sache. Nur ein Knopf an der Hose ist abgerissen und er musste beide Träger an einem Knopf anknüpfen. Passt schon. Er aß sein Brot mit Milch und ging zu seiner Fensterbank. Die Mutter war im Fenster gegenüber nicht zu sehen, wahrscheinlich hatten sie gerade Sportunterricht oder übten ihre „Pyramide" für den ersten Mai.

Durch das Klappfenster drang und tobte, klang und plätscherte ein total ausgerasteter Frühling. Die Hähne überanstrengten sich, die Hennen stöhnten, die Spatzen rauften sich. Irgendwelche Milchkannen polterten, Klapse schmatzen, die Kinder riefen sich gegenseitig zu. Er stellte sich auf die Fensterbank, um über den Zaun auf die Straße zu schauen. Vor den Häusern war es schon trocken und das Gras keimte schon. Nur im Gässchen, an den Speichern bauten die Jungs ohne Mänteln und Mützen einen Damm und trieben Schiffchen auf einer großen Pfütze. Oh! Und er saß hinter Schloss und Riegel.

Er stieg von der Fensterbank herunter, wühlte in seinen Spielsachen, blätterte in den Büchern, alles hatte er schon tausendmal gesehen. Malen möchte er nicht. Wenn er aber auch die Straße gehen könnte! Und die Mutter war noch immer nicht da. Plötzlich fiel ihm ein: Im hinteren Zimmer öffnete sich der obere Fensterflügel wie ein Klappfenster! Wenn dieser sich öffnet – könnte er sich nach außen schaffen! Er zog seine Jacke an, fand jedoch seine Schuhe nicht und schlüpfte in die Filzstiefel.

Im hinteren Zimmer standen Säcke, Körbe und Kisten mit verschiedenem Zeug. An der Wand lehnte ein Fahrrad mit leeren Reifen. Gestapelt waren dreibeinige Stühle, krummbeinige Bänke und ein Regal. An den Hacken hingen Besenbündel, Knäueln mit Garn und Stricken, Bündeln mit Kleinigkeiten und Lumpen. Das einzige Fenster, dass in denn Innenhof schaute war mit einer alten Bettdecke verhängt und im Zimmer schlummerte graue Dämmerung. Der Eingekerkerte schlug den Vorhangrand zur Seite und kletterte auf die Fensterbank, aber den Griff konnte er nicht erreichen. Er fand einen kleinen Hocker der ihm dabei half an den Griff dran zu kommen. Hurra! Der untere Teil des Klappfensters geriet aus der Fuge, Kitt bröckelte, getrocknete Mücken und Staub flogen auf die Fensterbank. Er steckte den Kopf, die Schultern und Arme durch die sich nun geöffnete Klappe und drückte auf den Griff des Außenklappfensters. Es hat sich auch geöffnet! Jetzt vorwärts! Abstürzend und rutschend von den Queren zwang Er sich zwischen die Rahmen, konnte sich aber nicht halten, stürzte und rutschte auf die staubige graue Watte, die zwischen den Rahmen gebettet und mit buntem Konfetti bestreut war. Er hat sich nicht verletzt, nieste vor Staub und rappelte sich auf, schaute sich um.

Die Decke rutschte von der Fensterbank und verhängte wieder dicht das Fenster. Im Hinterhof sah man die Ecke des Nachbarstalls, vor dem in der Sonne die Kuh lag und Schafe, die die Köpfe mit ihren Lämmern zusammensteckten, standen. Weiter sah man den dichten Zaun, der den Schulhof vom Gässchen trennte. Zwischen der Sommerküche und der Hauswand war ein enger Durchgang und von der Straße konnte niemand Ihn überhaupt sehen. Na so was!

Nach mehreren Versuchen wurde ihm klar, dass er sich nicht heraus schaffen kann – er bekam Angst. Fing an mit den Füßen gegen die Scheiben zu treten, aber in dieser Enge waren die Tritte zu mild. Die weichen Filzstiefel sind auch nicht für das Scheibentreten geeignet. Er stützte sich mit den Händen und versuchte die Scheibe mit dem Rücken heruszudrücken, schlug mit den Fäusten dagegen. Um mit dem harten Knie, wie es sich gehört, dagegen zu schlagen, war zu wenig Platz. Er wiederholte den Vorgang noch paar Mal – ergebnislos. Dann fing er an zu schreien und nach der Mutter zu rufen. Seine Kraft war alle. Die Scheiben mit den Schultern streifend ließ er sich auf die zerfetzte Watte nieder. Vor Beleidigung auf Mama und Selbstmitleid weinte er lange und leise, beruhigte sich, legte sich auf die Watte, seufzte und schlief in der durch die Scheibe wärmenden Sonne ein…

In einem Atemzug eilte die Mutter zur Tür, schloss auf. Nein, es ist gar nicht gut – das Kind so lange ohne Aufsicht zu lassen. Ihr Mann wollte bis Mittag zurück sein, vermutlich hat man ihn aufgehalten. Die werden die Sitzungen auch nicht leid. Meida pflegt ihre Schwester nach der schweren Geburt. Der Leiter ließ nicht nach, sie musste noch mit den Komsomolzen nach dem Unterricht am Stück proben. So viel Kraft hatte es sie gekostet…

Der Sohn kam nicht entgegen gelaufen. Schlief wahrscheinlich. Sie zündete den Petroleumkocher an, setzte den Wassertopf auf. Zog sich aus und ging ins Zimmer. Der Sohn war nicht zu sehen. Hat wieder ein Versteckspiel begonnen, der Piepser. Sie schaute unter dem Bett, hinter dem Ofen. Rief laut nach dem Sohn. Bekam keine Antwort. Was stellt der denn an, der Phantast! Für diesen Streich muss ich ihm wohl den Hinter versohlen. Dann rief sie ihn noch einmal mit strenger Stimme. Stille. Sie war ernst beunruhigt. Kletterte in den Keller, schaute in die Kiste, setzte sich erschöpft darauf… „Hab ich denn, mein Gott, völlig den Verstand verloren! Natürlich hat er sich im hinteren Zimmer versteckt und lacht sich über mich aus. Wo sonst kann er denn sein? Na warte, du Schelm! Leise ging sie zur Tür, öffnete sie breit. Die hineinströmende Helligkeit erleuchtete das gesamte Zimmer. Atemlos lief sie im Zimmer herum und rannte verzweifelt in den Hof. Durch das Gartentor kam ihr Mann, unter dem Arm hielt er ein schwarzes Pferd aus Pappmaché auf einer Plattform mit Rädchen. Sie eilte ihm mit Tränen entgegen: „Kostik ist weg! Er ist nirgendwo! „Schon gut, beruhige dich. Wohin kann er denn in einem abgeschlossenen Haus verschwinden? Hat sich irgendwo versteckt und schweigt. Rächt sich an uns, weil wir ihn allein gelassen haben. Wir müssen unbedingt eine Kinderfrau finden, sonst passiert uns noch wirklich was. Und was ist das auch für eine Arbeit, wenn man sich stets aufregt und fürchtet, dass dieser Massenveranstalter etwas Neues erfindet."

Die Küche ist voll Dampf. Das kochende Wasser lässt den Topfdeckel wie verrückt toben. Sie drehten den Petroleumherd aus. Suchten überall. Fragten die Nachbarn und Passanten aus. Durchsuchten die ganze Umgebung. Die Mutter war entkräftet, zitterte, weinte. Vater war es auch unwohl. Verwirrt standen die Menschen zusammen. Sie liefen los, um im Rayon anzurufen und die Miliz zu verständigen. Plötzlich hörten sie freudige Schreie. In einem losen Tuch mit wirren Haaren kam die Nachbarin herbeigelaufen und sprach verhaspelt und laut: „Genosse Rein! Lida! Dort ist er, dort! Es hat sich gefunden, euer Söhnchen! Steht zwischen den Rahmen und weint. Sie rannten alle in den Hof. Die Nachbarin pumpte ihre große Brust mit schallender Frühlingsluft voll und ratterte in schneller Allüre ihren Epilog vor: „Ich wollte meine Schäfchen in den Stall bringen. Lämmchen haben die. Zwillinge haben die beiden gestern gebracht. Und er klopfte an der Scheibe und weinte solche Tränen! – zeigte sie ihre Faust.

Mit der Axt bogen sie die Nägel zur Seite, rissen den Außenrahmen, hinter dem sich Knäule schmutziger, nassen Watte heraus zöge. Die Mutter hob den auf sie zu laufenden Sohn hoch, drückte ihn an sich, klatschte ihn, putzte sein nasses, mit dreckigen Streifen verschmiertes Gesicht und redete, redete: „Mein Junge… nie wieder… ich rief und rief nach dir… Warum hast du geschwiegen? Ich habe mich zu Tode erschreckt… Wie bist du dort rein gekommen? Erfinder! Warte nur, du bekommst noch von mir… Mein Unglück bist du… das wirst du nicht vergessen…"

In der heiß beheizten Küche unter der hellen Kerosinlampe isst die Familie zu Abend. Der Schuldige wurde in der blechernen Badewanne, die sein Vater vor seiner Geburt aus der Stadt mitbrachte, gebadet. Auch selbst haben sie sich gründlich gewaschen. Alle waren sauber angezogen. Auf dem Tisch stand gutes Essen, aber der Sohn bewirtete die Eltern mit „Halwa*. Diese „Halwa war seine zufällige Erfindung.

Einmal nahm er das Handtuch vom Frühstück, dass man ihm in der Küche stehen lassen hat, herunter, „salzte ausgiebig das aromatische Sonnenblumenöl in der Untertasse mit Zucker, riss sich vom frischen Rogenbrot ein Stück ohne Kruste ab (Messern versteckte man von ihm) und tunkte es in die Untertasse. Biss ab. Kaute. Hob entrüstet die Augenbrauen… Mmm… Lecker, bloß nicht süß genug. Reichlich streute er noch Zucker darauf. Genau, „Halwa, die er zum ersten mal beim Besuch der Tante Katje ausprobiert hat.

Ungläubig probierten auch die Eltern. Als der Vater die Erfindung seines Sohnes probiert hatte, meinte er: „Schau mal, das hat wirklich was an sich. Besonders mit einer Brotkruste wird das schmecken."

Das Haus war aufgeräumt, alle schliefen fest. Der Junge schluchzte wimmernd, schmatzte mit den Lippen, seine Wimpern zitterten, er lächelte. Nur das gesattelte, treue Ross wartete auf das Aufwachen des heldenhaften Tschapaews*.

Der rothaarige Stallbursche und der rote Marschall

In der Buchreihe Die Berühmtesten Russen las ich ein mal das Buch von Lew Kolodny. Da ging es um einen berühmten Maler, einen sehr gegensätzlichen Menschen, Ilja Glasunov. Seine Eltern hatten in seiner Leningrader Wohnung kein einziges Portrait von den Sowjetführern geduldet. Eine Ausnahme gab es wohl, ein Plakat – Woroschilov auf dem Pferd. Das Bild haben die Eltern Ihm in einer Buchhandlung erstanden, weil der abgebildete Reiter wie ein Dragoner aus der napoleonischen Zeit scheine, und er verehrte Napoleon sehr.

Und da erinnerte ich mich, dass genau so ein Plakat in unserem Haus hing. Das war in der langverflossenen Zeit, noch vor dem Krieg, in einem deutschen Dorf am Ufer der Wolga. Dieses, über dem Bett hängende Plakat, tauchte bei mir deswegen auf, weil es im deutschen kein Wort für Ryschij, der Rothaarige gab. Die nannte man – die Roten.

Ich verstand nicht, warum man herablassend über die Weißen sprach, und die Roten – Helden waren, die irgendwann mal die Weißen während Revolution umgebracht hatten. Aber die Roten sind doch eklig! Der röteste in unserem Dorf war der Stallbursche Georg. Er hatte einen einfachen Maschinenschnitt, kupferfarbene Haare mit den dazu passenden sehr vielen Sommersprossen, die überall an seinem Gesicht und den Händen zerstreut waren. Über den engstehenden Augen sah man die buschigen, rostroten Augenbrauen. An der langen Nase hing immer ein Tropfen. Jeder Raum, in den er eintrat, überfüllte er augenblicklich mit einem Gestank von Pferdeschweiß und Urin. Wer will schon so einem ähnlich sein? Mein Vater war sehr verdutzt, als ich einmal öffentlich meine Abneigung gegen die Roten- die Rothaarigen zum Besten gab. Meine Mutter klärte ihn über meine klassenentfremdende Unwissenheit auf, und er informierte mit Freude und Erleichterung die Anwesenden. Alle freuten sich – der Sohn des Vorsitzenden ist kein kleiner Regimegegner. Damals war die ungenaue Rot – Weiß – Rote Farborientierung sehr gefährlich und konnte nur schlecht enden.

Vater sagte mir, dass Georg ein sehr guter Mensch ist, dass er sich mit Pferden auskennt wie kein anderer, dass die Pferde ihn verstehen und lieben, und das Wichtigste war, dass er zu uns gehörte, ein ehemaliger Dienstknecht.

Hier kannst du mal sehen, wie die richtigen Roten sind!. Und der Vater rollte eine große Papierrolle auseinander, die er aus der Stadt mitgebracht hat. Auf dem Plakat war wunderschönes Pferd abgebildet! Ein Fuchs, mit weißen Strümpfen und einem weißen Fleck auf der Stirn. Dontschak, (Donpferd) erklärte Vater. Hoch auf dem Roß sitzt ein ansehnlicher Offizier mit einem kleinen Schnurrbart, einem bis zu den Sporen langen Mantel. Riemen, Orden an roten Schleifen, Mütze mit einem glänzenden Schild. An der Seite trug er einen Säbel mit schönen Degenquaste am Griff. Hinter dem Reiter sah man den Spasskyturm mit einer Uhr, das Mausoleum, die Kremlmauer. Überall Sterne: auf dem Turm, auf der Mütze, auf dem Kragenspiegel und über der Ärmeltresse. Der größte Stern war auf dem, kirschfarbenen mit goldenen Fransen benähte Satteldecke. Über so einen „Roten kann man doch nichts Schlechtes sagen. So wollte man selbst sein. Es war der erste rote Offizier" und der erste Marschall der Sowjetunion, Kliment Woroschilow.

Erst viele Jahre später erfuhren die Menschen, dass er ein schlechter, erfolgloser Diplomat und Stratege war. Er hat beinahe den Deutschen Leningrad überlassen und unterschrieb eigenhändig die Erschießungslisten. Als er alt wurde, versperrte er sein Kühlschrank mit einem Hängeschloss, damit die Enkel ihn nicht aufmachen könnten.

Für mich ist er nur ein Plakat und eine schöne Erinnerung an meine weitentfernte Kindheit.

Die Jagt auf Kamele

Mama musste oft fortfahren: Dienstreisen, Kurse, Weiterbildung. Mitunter auf lange Zeit. Dann wohnte bei uns eine alte Frau, die mich verpflegte. Der Vater war Tag und Nacht auf Arbeit. Die Alte saß tagsüber auf ihrem Melkstühlchen am Ofen mit dem Spinnrad oder bei unendlichem Stricken.

Das knallen, der Gestank und Rauch von meinen Kinderpistolen hat sie anfänglich erschrocken, doch bald gewöhnte sie sich daran und schlummerte sogar bei meiner tollsten Schießerei. Als Spielpartnerin für mich taugte die Alte nicht. Auch mir wurden die Kriegsspiele und eingebildeten Schlachten mit den „Machnowzen" langweilig. Ich hatte lediglich doch nur Kinderwaffen, mit ihnen konnte man nicht einmal eine Fliege erschießen. Indessen gab es im Haus eine echte Flinte. Da hängt sie über dem Bett auf einem Teppich - Vaters Kleinkalibergewehr. Doch war es strengstens verboten das Gewehr auch nur zu berühren. Aber es war für mich sehr verlokkend. Zudem hatte ich auf dem Bücherregal neulich eine Schachtel mit Patronen gefunden.

Die Alte schläft. Ihr Strickzeug liegt in der Schürze auf dem Schoß. Ich schau mir das Gewehr nur genauer an… Schnell kroch ich aufs Bett und nahm das Gewehr von der Wand. Aber schwer ist das Ding!

Vorsicht, dass es kein Rummel gibt, legte ich das Gewehr auf die Truhe am Fenster. Das war mein „Arbeitsplatz". Lange habe ich mich herum gequält, suchte und probierte die Patrone irgendwo hineinstecken, endlich bat das geöffnete Schloß ein Loch in das die Patrone sich bequem hineinlegt und schließen läßt. Ich drückte auf den Hahn – es machte ganz leise:„Pfuck„ und in der Wand unter dem Fenster erscheint ein kleines Loch. Alles klar! Mein schon lang ersehntes Ziel kann ich erreichen! Ich werde die freche Maus erledigen, die immer aus einem Loch unter der Türschwelle herauskommt und im Kehricht unter dem Besen wühlt. Ich lud das Gewehr, richtete es auf das Loch und wartete auf die Maus. Die Hände tun schon wehe von der schwere Flinte aber die Maus ließ sich nicht sehen. Was ist zu machen? Wen könnte man abknallen? Ich hab’s!

In der Nachbarschaft ist ein großer Bauernhof mit mehreren Wirtschaftsbauten. Der Wirt dieses Hofes wurde mit der Familie entkulakisiert und verbannt. In seinem Speicher bewahrte die Kolchose sein Getreide, im Stall standen die Arbeitspferde. Die Kamele „saßen" draußen um einen Schober. Mitunter erhoben sie sich und zogen ein Stengel Beifuss oder ein Busch Männertreu aus dem Schober und kauten melancholisch ihr hartes Futter.

So, das wäre eine Beute! An stelle der Maus! Ich legte die Waffe auf die Schwelle der Außentreppe und legte mich daneben. Dann richtete ich den Lauf auf die Kamele und zog den Abzug… Ein wildes Gebrüll und unsinnige Sprünge eines Kamels haben mich fürchterlich erschrocken, aber schnell habe ich es begriffen – ich habe das Ziel getroffen! Darauf nahm ich das Gewehr und lief über die Straße ins Kolchoskontor um allen zu sagen welch ein guter „Woroschilow-Schütze" ich sei.

Der Vater und die Leute erstarrten als sie mich mit der Waffe sahen und meine begeisterten Schreie hören: „Getroffen! Ich habe ihn erschossen!" Man erfaßte mich und lief zu den Kamelen. Sie liegen aber ruhig und kauten. Nur ein Kamel stand abseits mit einem untergeschlagenen Hinterbein und streckte den Hals zum Schwanz. Wie sich erwies, hatte die Kugel nur etwas seinen Schenkel gekratzt.

Die Alte wurde dafür getadelt: „Er hätte Sie erschießen können! – hieß es. Sie rechtfertigte sich aber: „Ich hun gdenkt s wär sei Spielsache – s knallt net un is kla. Auch ich bekam einen Rüffel. Mit einem leeren Schlauch vom Fahrrad erhielt ich Tracht auf den Arsch. Es tat nicht weh, aber war beleidigend.

Das Gewehr und die Patronen verschwanden aus unserem Haus. Und mein kriegerischer Kampfgeist verminderte sich stark, als Mutter mir eine große Schachtel mit Farbbleistiften, einige Hefte mit festem Malpapier und zwei große Märchenbücher mit schönen, farbigen Bildern kaufte. So begann ich zu malen: das Rotkäppchen, den gestiefelten Kater, Gnomen, böse Wölfe, den Zaren Dodon und den goldenen Hahn. Und der Vater brachte mir aus Engels anstatt Pistolen und Säbeln hübsche Bilderbücher, die von Mama vorgelesen wurden. Nachdem sie das Märchen von dem Hase und den Igeln gelesen hatte, ärgerte ich mich über die unverschämten Igel, die das Häschen betrogen und abjagten. Das ist doch nicht ehrlich! Mama sagte darauf, dass der Hase einfältig sei und die Igel klug und schlau sind. Von da an verlief mein Leben in einer anderen Richtung.

DER KRIEG

DEPORTATION

Erlass

Echte Kavalleristen! Mit Säbeln und Sporen! Kostja sitzt auf dem Zaun und schaut, wie im Schulhof die Reiter die Pferde absatteln, irgendwelche Kästen schleppen, sich mit Regenwasser aus dem Fass waschen und die Fußlappen umwickelten. Der Kommandeur sitzt auf der Schultreppe mit der Karte auf den Knien und lässt seinen Zeigefinger darüber gleiten.

- Unverschämter! – zischte sein Kamerad Richard, der sich abgehetzt neben Ihn nistete. – Hättest mich wohl nicht rufen können?

- Und wieso kommst du jetzt ohne Wanjka?

- Der ist doch in der Brigade. Mit seinem Vater auf dem Mähdrescher. Es ist doch Erntezeit.

- Schau, ein Maschinengewehr!

Die Rotarmisten schlugen eine Zeltplane beiseite, holten vom Wagen ein „Maxim und rollten ihn in die Schule. Ein Rotarmist, der ein gesatteltes Pferd am Zügel führte, sprach sie mit einem gütigen Lächeln in Russisch an. Die Kameraden haben ihn natürlich nicht verstanden, schenkten ihm aber ein verlegenes Lächeln. „Komm, komm, – klopfte er auf den Sattel, setze sie hintereinander aufs Pferd und führte es dem Zaun entlang. Wie schade, dass es niemand sieht! Oh, doch! Da strecken sich Köpfe über den Zaun, Nasen drücken sich durch die Ritzen und die Augen glänzen. Wir sind aber doch die Ersten! Grobes Raunzen unterbrach den Triumph. „Kämpfer Teplow! Ich erinnere dich zum letzten Mal: Kein Kontakt zur Bevölkerung. „S` sind doch Kinder, Genosse Kommandeur!, – er knallte mit den Absätzen, schaute seinen finsteren Vorgesetzten an. „Schluss! Der Erlass enthält keine Ausnahmen. Der Kämpfer setzte die Kinder auf dem Zaun, der Kommandeur schlug mit den Sporen, stampfte mit dem Fuß: „Weg mit euch! – und scheuchte die Kleinen weg. Sie eilten in ihre Höfe. Dort besprachen die Männer etwas im engeren Kreis und rauchten. Die Frauen standen abseits, umarmten die Kinder, hörten ihnen zu und wackelten wehmütig mit Köpfen, als ob man sie eben auch fort gescheucht hätte.

Nach dem ERLASS lebte in den Menschen noch ein Funken der Hoffnung: Irgendwas müsste doch der sowjetische Älteste Kalinin durcheinander gebracht haben. Womöglich wird er noch selbst für Schädlingstätigkeit und Sabotage büßen müssen. Auf so was muss man erst kommen – während der Erntezeit die Menschen ablenken und die Ernte zugrunde gehen lassen. Solche Ausrutscher wird sich Stalin auch nicht gefallen lassen. Er weiß Bescheid: Ohne Brot ist es schwer zu kämpfen. Im Bürgerkrieg hat er bestimmt eigenhändig Züge mit Brot für die Rote Armee geschickt, damit die Kontra Moskau nicht einnehmen konnte. Und momentan ist die Lage noch komplizierter. Nein, er wird nicht zulassen, dass man das Brot verderben lässt! Bis wir die Felder aufgeräumt und die Ernte an den Staat geliefert haben werden, werden die Faschisten schon längst außer Land sein. Bis zum letzten Körnchen werden wir das Brot an die Front liefern! Wir können auch von Kartoffeln leben. Nicht zum ersten Mal.

Aber als dann beim Sonnenaufgang ein Reiterzug der NKWD-Truppen am Dorfrand Posten platzierte und den Schulhof des Dorfes belagerte, wurde allen klar, dass das schreckliche Sibirien nicht zu vermeiden ist. Gehorsam versammelten sich alle vor dem Dorfratsgebäude. Sie verstanden wenig von dem, was der Vorgesetzte von der Eingangstreppe aus den Dokumenten vorgelesen hat, hörten ihm aber ergeben zu. August Rein, Vorsitzender der Kolchose und der Leiter der Dorflesestube half den Anwesenden den Kern des in Militärisch verfassten Textes zu verstehen. Was für die Reise vorbereitet werden soll; täglich zur Arbeit erscheinen; alle Vorbereitungen für die Reise abends und nachts treffen; über jeden Erkrankten, Abwesenden und Gestorbenen sofort die Vorgesetzten benachrichtigen; für jeden Versuch eine dieser Vorschriften zu umgehen, folgt eine harte Strafe. Über die Abreisezeit wird zusätzlich informiert.

Es war Schluss mit der nächtlichen Stille im Dorf. Müde Menschen gingen nach dem langen Tag nicht ins Bett, Verliebte wünschten sich nichts mehr, wenn die Sternschnuppen vergühlen, die Grillen gaben ihr Trillern auf, geheimnisvolle Nachtgeräusche waren auch nicht mehr zu hören. Die Nacht wurde von unruhigen und erschreckenden Tönen zerrissen. Gellendes Quietschen der Schweine, anhaltendes Hühnergegacker, wütendes Hundegebell hörte man dauernd in allen Ecken des Dorfes. Kisten mit Gerätschaften wurden vernagelt, Kleidung, Kissen und Decken wurden in Säcke eingenäht, Hühner und Gänse gerupft, Brot gebacken und Zwieback gemacht. Speck wurde dick mit Salz bestreut und im geeigneten Geschirr dicht verstaut. Die unter den großen Kesseln lodernden Feuerflammen zeichneten schwarze Schatten an die Wände der Häuser. Nach ein paar Stunden Schlaf eilten die Leute zur Arbeit für die Kolchose. Sie arbeiteten nicht nur, weil sie vom hochgestellten Angestellten der NKWD bedroht wurden, sondern weil kein Bauer einfach das Vieh ohne Wasser und Futter stehen lassen und das Getreide auf dem Feld liegen lassen konnte.

Dem Verwalter der Kolchose, einem ehemaligen Teilnehmer des Weltkrieges und keckem roten Maschinengewehrschützen war klar, dass sie es nicht schaffen, die Ernte mit eigenen Kräften einzubringen und er machte sich entschlossen auf den Weg zur Schule. Im Schatten und in den kühlen Klassenräumen langweilten sich die Kämpfer.

„Ich bin der Verwalter der Kolchose Adolf Fuchs, – stellte er sich dem barfuß herausgekommenen Vorgesetzten vor, – s’ gibt ein Problem, Genosse Kommandeur. – Das wäre?" – brummte der schlaftrunkene Offizier und versteckte eilend sein Unterhemd in der Stiefelhose. Er fühlte sich vom Wachmann überrumpelt, ihn überkam ein Schamgefühl, als in den jugendlichen Augen des alten Bauers ein ironisches Lächeln aufblitzte.

Sein bis auf den letzten Knopf zugeknöpftes verblichenes Hemd war fesch und faltenlos mit einem breiten Gürtel zusammengezogen, die Leinenmütze saß wie vorgeschrieben, gerade. Der Staub war von den hohen Stiefeln mit einem Grasbüschel gewischt. „Ein Moment, – sagte der Vorgesetzte sichtlich verlegen und verschwand hinter der Tür. Kurz danach kam er in Stiefeln und Gürtel, den Kragen seiner Feldbluse zuknöpfend, wieder raus: Was gibt`s?" Fuchs berichtete ihm kurz sein Anliegen: Die Ernte kann erst dann bis zum letzten Körnchen an den Staat geliefert werden, wenn seine Kämpfer beim Beladen des Getreidetrosses helfen würden.

Der Kommandeur versprach die Bitte der Kollektivwirtschaft „Roter Stern sofort an die politische Verwaltung weiterzuleiten. Es war bereits dunkel, als der verstaubte Eilbote mit einem Dokument aus dem Rayon zurückkehrte, das dem Personalbestand sich „am Kampf um die Ernte zu beteiligen, erlaubte, allerdings sollte es als Initiative der kleineren Parteizellen der NKWD-Truppenteile gesehen werden. Jetzt patrouillierten nur nachts zwei bis drei Reiter das Dorf, die anderen schufteten Tag und Nacht auf der Tenne. Die Männer stammten ja meist aus Dörfern, sie waren es nicht gewohnt tatenlos auf der faulen Haut zu liegen, während die anderen von Morgens früh bis spät Nachts auf den Feldern abkämpften und schämten sich auch: Es ist eine große Sünde, das Getreide auf dem Feld verfaulen zu lassen. In dieser schweren Zeit ist es wertvoller als Gold.

In drei Tagen war die Tenne wie leergefegt. Um Garben und Spelze war geackert, die Gerätschaften in Schuppen und Scheunen untergebracht. Das Saatgut lag in Speichern und konnte nun allen Unwettern trotzen. Nur mit dem Vieh war alles noch unklar. Man sagte, Kühe und andere Haustiere werden von den naheliegenden russischen Wirtschaften übernommen, bis jetzt aber haben sich noch keine „Vertreter" von dort blicken lassen. Auf die alarmierenden Anrufe des überarbeiteten Vorsitzenden August Rein konnte niemand eine plausible Antwort geben. Die überraschender Weise von den Vorgesetzten eingestellten unerfahrenen russischen Männer, haben so einen Blödsinn veranstaltet, aus dem sie erst Jahrzehnte später mit Ach und Krach herausfanden. Die erfahrenen deutschen Vorsitzenden, die ihre Stelle gezwungener Weise verlassen mussten, trockneten Zwieback und bereiteten sich auf die fristlose Verbannung in die Zwangszonen, um dort mit Hacken die durchfrorene Erde auszuhöhlen und Bäume im Wald in der Polartaiga zu fällen.

Alles ist eingenäht, verpackt und vernagelt. Höfe und Straßen sind gefegt. Alles ordentlich aufgeräumt. Vor der Dunkelheit muss der Konvoi die Sonderaussiedler in Waggons verteilen, weil es schon morgen Mittag los geht. Am Abend versammelten sich Leute in vielen Höfen, um ihre jetzige Lage zu besprechen und über ihr weiteres Schicksal zu grübeln. Die jüngeren Mannsleute glaubten, der Krieg würde nicht lange dauern. Bis zum Winter werden die Faschisten gestoppt und im Frühjahr wird man die vor Kälte halb Verreckten zurück treiben. In einem Jahr, spätestens in anderthalb, endet der Krieg und alle dürfen nach Hause. Warum denn ewig? Was quatschst du da? Lass es dir mal selbst durch dein weises Köpfchen gehen, wer sollte dann unsere Erde bewirtschaften? So ist das! Du mit deinen Grübeleien…

Oh, wie gerne man daran glauben möchte! Man spürte aber, dass sogar die größten Optimisten heftig an ihren Prognosen zweifelten. Die Frauen schwiegen und hielten die Kinder bei sich. Sie fühlten mit Herz und Seele:

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