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De Borsholmer Jedemann

De Borsholmer Jedemann

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De Borsholmer Jedemann

Länge:
111 Seiten
48 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 14, 2012
ISBN:
9783844889031
Format:
Buch

Beschreibung

Hugo von Hofmannsthals Mysterienspiel „Jedermann“ ist ein Stück mit sakralem Gehalt, das vom falschen und richtigen Leben handelt und vom Leben und Sterben des reichen Mannes. Das Original des Dramas kam 1911 auf die Bühne. Ins Plattdeutsche übertragen wurde der Text 2012 von Jürgen Baasch für die Aufführung in der Bordesholmer Klosterkirche, der einzigartigen Kulisse für den „Borsholmer Jedemann".
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 14, 2012
ISBN:
9783844889031
Format:
Buch

Über den Autor

Jürgen Baasch, geb. 1945, war bis 2004 Bürgermeister in Bordesholm. Neben ehrenamtlichen Tätigkeiten leitet er seitdem Schreibseminare, Plattdeutschkurse und gibt Hilfen beim Schreiben der eigenen Biographie.


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Buchvorschau

De Borsholmer Jedemann - Jürgen Baasch

De Opführung vun den „Borsholmer Jedemann" na Hugo vun Hofmannsthal in`t Plattdüütsche sett in de Borsholmer Klosterkark is een Produktschoon vun de AG Jedemann in den Kultur- un Verschönerungsvereen Borsholmer Land e.V. Dortau höört noch de Vereen to Förderung vun de Musik in de Klosterkark und de Klosterkarkengemeen. De Regie hett Birgit Bockmann, de Organisatschoon liggt bi Dietrich Ladwig.

Un nu mütt ji, leeve Lüüd, so as de Ansegger dat seggt, ju den weertvullen Stoff vun dat Speel to Gemööt föhren un ut den Inholt de Lehr rut spören.

Veel Spooß dorbi!

Arm un riek, de Dood maakt uns gliek.

„Jedermann. Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes. Erneuert von Hugo von Hofmannsthal wurde im Jahre 1911 in Berlin uraufgeführt. Seitdem hat das Stück vieles überlebt. Den ersten Weltkrieg, die Nazis, die „Jedermann von den Spielplänen verbannten, den Kommunismus im Osten und zahlreiche Kritiker und Satiriker, die ihn verhöhnten oder totschwiegen. Aber wo auch immer der „Jedermann aufgeführt wird, in Hamburg, Berlin, Saarbrücken oder Senftenberg – die Menschen strömen in die Vorstellungen. Und natürlich nach Salzburg. Dort begründete Max Reinhardt mit seiner Inszenierung auf dem Domplatz den Weltruhm des „Jedermann. Hofmannsthal selbst erklärte, der Domplatz sei wie für sein Stück geschaffen. Und es ist wirklich ein Gänsehauterlebnis, wenn die Schauspieler in der Abenddämmerung neben den fünf Meter hohen Heiligen hervortreten oder wenn der Ruf „Jeeedermannn von den Türmen der nahen Kirche, von der Festung herab und vom Petersfriedhof herüber klingt. Aber der angestammte Ort für die alten Mysterienspiele war in der Kirche. Unsere Klosterkirche ist für offene Formen hervorragend geeignet, wie die Aufführung von „Anna von B. eindrücklich gezeigt hat. Wir hören es schon plattdeutsch „Jedemann, Jeeedemann" von der Empore klingen. Schön und stark hallen die alten Worte auf Platt durch das Kirchenschiff. Sprache und Raum tragen dazu bei, dass sich Inhalt und Gläubigkeit des Stückes jedem erschließen.

Denn der „Jedermann ist so aktuell wie eh und je. Die Figur Jedermann meint uns alle. Das ist leicht zu erkennen, nur fällt es uns schwer, das zu akzeptieren. Kalt und emotionslos wie Jedermann das Wesen des Geldes erklärt, lässt uns sofort an die anonymisierten und globalisierten Finanzmärkte ohne Bezug zur realen Wirtschaft denken. Und an die „Geiz ist geil-Mentalität, die unermessliche Gier und die Vereinzelung bis in die Katastrophe hinein. Oder denken wir an Jedermanns Umgang mit seiner Mutter. Natürlich, sagt er, er wolle ihren Ermahnungen zu einem gottesfürchtigen Lebenswandel folgen. Aber dann vertröstet er sie. Auf den St. Nimmerleinstag.

Hugo von Hofmannsthals „Jedermann" ist die Geschichte eines reichen Mannes, der mitten im Leben urplötzlich seinem Tod begegnet. Auf Gottes Geheiß soll er vor den himmlischen Richtstuhl gebracht werden, um Rechenschaft über sein sündiges Leben abzulegen. Denn Gott der Herr hat die Faxen dicke. Die Geschichte mutet wie eine Reise an. Morgens noch tritt Jedermann aus seinem reichen Haus, verhandelt mit Schuldnern und zeigt sich von seiner skrupellosen geschäftlichen Seite. Dann begegnet er seiner Mutter und schlägt ihre Ermahnungen in den Wind. Anschließend feiert er ein Fest mit seiner Buhlschaft und vielen Freunden. Während des Festes erscheint Jedermann der Tod und will ihn mitnehmen. Jedermann erwirkt einen

Aufschub. In einer Stunde will er jemanden finden, der ihn auf seiner letzten Reise begleitet. Aber Jedermann ist umgeben von Speichelleckern und Menschen, die in seiner Schuld stehen. Ausnahmen sind seine Mutter und die Buhlschaft. Letztere ist ein leichtlebiges Ding, das zwar seine Geschenke annimmt, aber ansonsten unabhängig bleibt. Solange er fröhlich und großzügig ist, sind alle seine „Freunde" da, als es ernst wird, folgen sie ihm aber nicht. Das zeigt letztendlich, dass nicht er über das Geld verfügt, sondern dass Mammon ihn an der Leine hat. In dieser Stunde wird er gewahr, dass alles, was er auf Erden bewirkte, keinen Bestand vor Gott hat. Diese Erkenntnis macht ihn wieder frei für die eigentlich wichtigen Dinge. Geläutert erreicht er schließlich sein neues, nicht irdisches Haus. Allerdings drängt sich der

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