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Reise nach Assisi: Spirituelle Reise auf den Spuren des Hl. Franz von Assisi

Reise nach Assisi: Spirituelle Reise auf den Spuren des Hl. Franz von Assisi

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Reise nach Assisi: Spirituelle Reise auf den Spuren des Hl. Franz von Assisi

Länge:
321 Seiten
3 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 8, 2013
ISBN:
9783848218578
Format:
Buch

Beschreibung

Franziskus von Assisi, ein junger Mann, der in einer betuchten Familie aufwuchs und dem die Welt offen stand. Als junger Mensch genoss er das üppige Leben in seiner ganzen Fülle. Dann kommt der Tag, an dem Franziskus Gott begegnet und zu einem neuen, anderen Leben aufgerufen wird. Er bricht mit seiner Familie, legt alle seine Kleider ab und gibt sie seinem Vater vor dem Bischof von Assisi zurück. Ein langes Ringen und Suchen, Horchen und Beten beginnt, bis er das Leben nach dem Evangelium als Ziel seines Lebens erkennt. Im Laufe der Zeit schließen sich ihm noch andere, gleichgesinnte Männer an und eine Gemeinschaft im Sinne der Lebensweise von Franziskus entsteht. Durch sein Beispiel und Vorbild rüttelt er viele Menschen auf und der „Orden der Minderbrüder“ entsteht. Etwas später schließt sich ihm Klara, die Tochter eines Adeligen aus Assisi an, die ebenfalls in der Nachfolge Christi in radikaler Armut lebt und den „Orden der Klarissen“ gründet. Auch nach seinem Tod leben seine Gedanken, sein Vorbild und seine Werke noch heute in verschiedenen Ordensgemeinschaften weiter und dienen Menschen, die es im Leben nicht einfach haben.
Herausgeber:
Freigegeben:
Aug 8, 2013
ISBN:
9783848218578
Format:
Buch

Über den Autor

Reinhard Decker, geb. 1955, verheiratet und Vater von drei Söhnen und Opa von sechs Enkeln. Seit dem Jahr 2017 in Pension, vorher Leiter der Informatik in einem größeren Betrieb. Von 2006 - 2009 Ausbildung als "Dipl. Trainer für prozessorientierte Gruppenarbeit" an der Lehranstalt der Ehe- und Familienberatung mit Öffentlichkeitsrecht, Diözese Feldkirch. Das Fotografieren und Schreiben von Büchern ist ein Ausgleich zu meiner vorherigen, technischen Tätigkeit und macht mir sehr viel Freude.


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Reise nach Assisi - Reinhard Decker

Literaturnachweise

Monterchi - Madonna del Parto

Monterchi ist eine Stadt mit 1831 Einwohnern in der Provinz Arezzo. In Monterchi ist eine kleines Museum, in dem das berühmte Fresko „Madonna del Parto" - übersetzt: die schwangere Madonna, ausgestellt ist.

Das Fresko wurde um das Jahr 1455 vom Maler Piero della Francesca in der Kapelle von Santa Maria di Momentana zu Monterchi geschaffen. Ursprünglich war das Fresko an der Rückwand des Hauptaltars in der alten Kirche von Santa Maria Momentana. Diese wurde jedoch im Jahre 1785 von einem Erdbeben vollständig zerstört. Das Fresko wurde aus der Wand gelöst und in einer aufwendigen Arbeit im heutigen Museum untergebracht.

Das Bild zeigt die schwangere Madonna. Das ikonographische¹ Thema hieß „Madonna del Parto" und stellt die Madonna allein stehend und sichtbar schwanger dar. Eines der Elemente, das sie von einer normal schwangeren Frau unterscheidet, ist ein geschlossenes Buch auf dem Bauch in Anspielung auf das Fleisch gewordene Wort. Das Buch ist das alte Testament und damit das Wort Gottes durch die Jungfrau. Es soll zeigen, dass auch Christus ein Mensch war. Es gibt noch andere Bilder von schwangeren Madonnen aus dem Mittelalter, jedoch keine aus der Zeit der Renaissance. Das Bild war während der Gegenreformation sehr umstritten und es war ein großes Glück, dass es überlebt hat und nicht zerstört wurde. Dies ist dem Umstand zu verdanken, dass es hinter einer gemauerten Wand versteckt war. Die Malerei ist unglaublich schön und doch sehr einfach. Die Madonna steht in einem Zelt, mit einer Hand auf ihrer Hüfte, sinnbildlich für das Gewicht der Schwangerschaft, während sie die andere auf den Bauch stützt. Die Klappen des Zeltes werden von zwei Engeln, spiegelbildlich dargestellt, zueinander gezogen. Die Öffnung des Zeltes hat eine offensichtliche Symbolik für die Geburt, die in Kürze stattfinden wird. Der Maler und Künstler Piero della Francesca war einer der größten Maler in der Zeit der Renaissance. Er wurde viele Jahre lang übersehen, weil er seine Werke in kleinen Orten wie Monterchi, Sansepolcro und Urbino ausgestellt hatte. Er war ein archetypischer Renaissance Mann, ein berühmter Mathematiker und er benütze seine mathematischen Fähigkeiten um die Bilder aus einer perfekten Sicht zu zeigen.

Piero della Francesca wuchs in der Nähe von Sansepolcro auf, aber seine Mutter stammte aus Monterchi. Diese Faktoren waren für ihn ausschlaggebend, dass er das Bild der schwangeren Madonna in Monterchi, dem Geburtsort seiner Mutter malte.

Im Park am Fuße von Monterchi steht eine Metallstatue, die den Archetypus Krieger „Der wilde Mann" darstellt. Ein sehr eindrückliches Kunstwerk, das unter einer Trauerweide verankert ist. Vom Eingang des Museums aus gesehen, geht links ein Aufgang zum höher gelegenen Ortsteil von Monterchi. Von dort aus hat man einen wunderschönen Blick ins weitere Umfeld von Monterchi.

¹ Begriff für die klassische Porträtkunde der Antike

Lago Trasimeno

Mit 128km² und einem Umfang von 54 Kilometern ist der Trasimenische See der größte See der Apennin Halbinsel, liegt 259 Meter über dem Meeresspiele und ist der viergrößte See von Italien in der Region Umbrien. Er ist umgeben von 600 Meter hohen Bergen und ist ca. 7 Meter tief. Der Fischfang ist noch immer eine wichtige Erwerbsquelle und 18 Fischarten bevölkern den See. Gespeist wird der See nur von kleinen Wasserläufen, die im Sommer oft austrocknen und hat keinen natürlichen Abfluss. Oft führt der geringe Wasserstand in Verbindung mit Überdüngung im Sommer zu einem starken Algenwuchs.

Im See befinden sich drei Inseln. Es ist dies die Isola Maggiore, Isola Minore und die Isola Polvese. Der Hl. Franz von Assisi verbrachte im Jahre 1211 auf der Insel die Fastenzeit. Eine kleine Kapelle, eine Bronzestatue aus dem Jahre 1982 und ein Stein mit seinen Fußabdrücken erinnern an diese Besuch. Der Marchese Giacinto Guglielmi erstand im Jahr 1887 das ehemalige verlassene Franziskanerkloster und ließ es samt Kirche aus dem 14. Jahrhundert restaurieren und war anschließend der Treffpunkt der eleganten Welt.

Im Gebiet von Castiglione del Lago wurde deutliche Zeichen in Form von Gräbern gefunden, dass einst das Gebiet des Trasimeno von Etruskern bevölkert wurde. Später wurde das gesamte Gebiet romanisiert. Im Jahre 217 v. Chr. verloren die Römer unter Konsul Flaminius am Seeufer des Trasimeno die Schlacht gegen Hannibal. Diese Schlacht war eine Herausforderung zwischen Hannibal und dem Konsul. Im nördlichen Teil des Gebiets verloren die Römer über 15.000 Männer, unter denen sich auch ihr Kommandant befand. Es wird angenommen, dass der Bau des ersten Wasserspiegelreglers auf die alten Römer zurückzuführen ist.

In Quarantaia ist erst kürzlich eine altrömische Villa gefunden worden. Bei Ausgrabungen wurden die Mauerstrukturen einer rustikalen Residenz aus dem I. oder II. Jahrhundert n.C. freigelegt, gemeinsam mit einigen Badebecken sowie einer ofenartigen Einrichtung.

Der Trasimenosee hat eine 20.000 Jahre alte Geschichte. Das gesamte Gebiet um den See wurde im Laufe der Prähistorie² und der Protohistorie³ intensiv von Menschen bevölkert. Jägergruppen verfolgten ihre Beute schon am Ende der Paleoliythzeit⁴ entlang des Seeufers. Ganzkörper-Skulpturen, wie die sogenannte Venus des Trasimeno, wurden gefunden und zeugen von ihrer Präsenz. Erst Jahrtausende später entstand am Trasimeno eine Zivilisation der Fischer und der Bootsfahrt und erst in späterer Zeit wurde die Fischerei mit der Landwirtschaft verbunden.

Auf einem vorgelagerten Kalksteinhügel erhebt sich majestätisch der Ort Castiglione del Lago. Einstmals war der Ort die vierte Insel am Trasimenischen See. Archäologische Funde bezeugen, dass er schon in der etruskischen Epoche um im römischen Zeitalter bevölkert war. In der heutigen Ortschaft sind noch die mittelalterliche Stadtmauer und die antike Burg erhalten, welche durch einen Laufgraben mit dem aus dem 16. Jahrhundert stammenden Rathaus verbunden ist. Sie wurde im Jahre 1247 vermutlich nach einem Plan von Bruder Elia Coppi in fünfeckigem Grundriss mit vier Ecktürmen und dem dreieckigen Hauptturm gebaut. Das Gebäude ist eines der schönsten Beispiele mittelalterlicher Militärarchitektur in Umbrien. Die Burg wurde auf Kalksteinfelsen errichtet und überragt. Ascanio della Corgna Marchese von Castiglione del Lago und del Chiugi Neffe von Giulio III, der sich im Jahr 1571 bei der Schlacht von Lepanto als einer der besten Feldherren auszeichnete, ließ das Rathaus auf einem schon vorher bestehenden Gebäude errichten. Im Hauptgeschoß des Gebäudes werden die Fresken aufbewahrt, die Giovanni Pandolfi aus Pesaro und Salvio Savini aus Florenz in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts entsprechend dem römischen Renaissancegeschmack verwirklicht haben. Die in Form eines griechischen Kreuzes gebaute und mir wertvollem Stuckwerk von Piervittori und klassizistischem Pronaos verzierte Kirche della Maddalena beherbergt die Bildtafel von Eusebio da San Giorgio aus dem 16.Jahrhundert. Unter dem Namen Lasst uns den Himmel bemalen findet hier alle zwei Jahre im Frühling das internationale Treffen der Drachensammler statt. Es ist ein wunderschöner Ort und lädt zu einem Besuch ein. Die kleinen Geschäfte in der Innenstadt verkaufen viele Spezialitäten aus der Region. Speziell das ganze Angebot verschiedener Salami und verschiedenster Weine machen einen Besuch unumgänglich. Die kleinen Cafés auf der Straße und die sehr freundliche Art der Einwohner, mit den Besuchern umzugehen, laden ein, es sich gemütlich zu machen und den Ort zu genießen. Ein besonderer Zeitpunkt ist der Sonnenuntergang sowie der Sonnenaufgang, wenn sich die Sonne in den Wellen des Lago Trasimeno spiegelt und die Kormorane auf den Holzpfählen am Ufer sitzen.

Perugia

Perugia ist die Hauptstadt der Region Umbrien im Zentrum von Italien und ist durchzogen vom Fluss Tiber. Gleichzeitig ist sie auch die Hauptstadt der Provinz Perugia. Die Geschichte der Stadt Perugia geht zurück auf die Zeit der Etrusker und war eine der wichtigsten etruskischen Städte. Sie ist auch sehr bekannt als die Universitätsstadt. Es gibt die Universität von Perugia, die im Jahre 1308 gegründet wurde, die Universität der Ausländer mit ca. 5.000 Studenten und einige kleinere Hochschulen wie die Akademie der Bildenden Künste „Accademia di Belle Arti, die Akademie für Übersetzer und Dolmetscher „Institute of Linguistic Mediation, die Musikhochschule, die im Jahre 1788 gegründet wurde und noch einige andere kleine Institute. Jährliche finden verschiedene Feste und Veranstaltungen statt, wie im Oktober das „Eurochocolate Festival das „Umbria Jazz Festival im Juli und das „Internationale Journalismus Festival" im April.

Die Stadt gilt als eine der bekanntesten kulturellen und künstlerischen Zentren von Italien. Künstler wie der berühmte Maler Pietro Vannuci, genannt Perugino, ein Eingeborener von Città della Pieve (in der Nähe von Perugia) arbeiteten in Perugia. Er schmückte die lokale „Sala del Cambio mit einer schönen Reihe von Fresken. Acht seiner Bilder können auch in der „National Gallery of Umbria bewundert werden. Dieser Künstler war auch der Lehrer von Raphael, ein großer Renaissance-Künstler, der fünf Gemälde und ein Fresko produziert hat. Pinturicchio war ein weiterer berühmter Maler, der in Perugia gelebt hat. Der wohl berühmteste Architekt der Stadt, war Galeazzo Alessi.

In früher Zeit war Perugia eine umbrische Siedlung und erschien in der geschriebenen Geschichte als Perusia. Sie war eine der zwölf verbündeten Städte Etruriens. Bei verschiedenen Tumulten von Rom fanden die Päpste Asyl in ihren Mauern. Gleichzeitig war es ein Treffpunkt, in dem fünf Konklaven abgehalten wurden. Perugia akzeptierte jedoch nie die päpstliche Souveränität. Im Jahre 1282 wurde die Stadt aufgrund einer neuen Militäroffensive gegen die Ghibellinen unabhängig von einem päpstlichen Verbot exkommuniziert. Im Jahre 1540 unterlagen dann die Peruginer dem Papst Paul III. beim sogenannten „Salzkrieg". Nachdem sie sich geweigert hatten, die neue Salzsteuer zu akzeptieren, handelte der Papst sehr drastisch. Auch die Festungsanlage auf dem Colle Landone, in den Jahren 1540 – 1543 von Antonio da Sangallo gebaut, ließ der Papst in kürzester Zeit bauen, um die Stadt unter Kontrolle zu halten, genannt Rocca Paolina.

Im Jahre 1797 wurde die Stadt von französischen Truppen erobert und am 4. Februar 1798 wurde die Tiberina Republik gebildet. Dann später im Jahre 1799 fusionierte die Tiberina Republik zur römischen Republik. In den Jahren 1832, 1838 und nochmals im Jahre 1854 wurde die Stadt von Erdbeben stark in Mitleidenschaft gezogen. Im September 1860 wurde die Stadt dann schließlich gemeinsam mit dem Rest Umbriens zu einem Teil des Königreichs Italien.

Perugia ist berühmt für seine Schokolade, speziell für seine Baci (Küsse), die von einer einzigen Firma erzeugt wird und in die ganze Welt exportiert werden. Das Erzeugungswerk befindet sich in San Sisto bei Perugia und ist der größte Standort von insgesamt neun Standorten des Nestlé-Konzerns in Italien. Jedes Jahr findet das sogenannte Schokolade-Festival, wie bereits weiter oben beschrieben, statt.

Perugia ist von Assisi 12km, von Siena 102km, von Florenz 145km und von Rom 164km entfernt. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sind die Kathedrale von S. Lorenzo, die Kirche und Abtei von San Pietro, die Basilika von San Domenico, die Kirchen Sant`Angelo, San Michele Arcangelo, San Bernardino, Sant`Ercolano, Sant`Antonio da Padova, Santa Giuliana und die Templar Kirche von San Bevignate. An Profanbauten gibt es den Palazzo die Priori (Rathaus), die Galleria Nazionale dell`Umbria, den Fontana Maggiore, einen mittelalterlichen Brunnen von Frau Bevignate, die Kapelle von San Severeo, in der sich ein Fresko befindet, das von den berühmten Malern Raphael und Perugino gemalt wurde.

Die mit ihren engen Gassen mit viel Flair liegende Altstadt ist ein Besuch wert. Durch sehr rigide Maßnahmen wurde der Autoverkehr zu bestimmten Zeiten aus der Stadt verbannt. Nur mit einer Sondererlaubnis ist es möglich, in die Stadt zu fahren. Ein wahrer Segen für die Innenstadt von Perugia. Für die vielen Touristen und Besucher von Perugia gibt es die Möglichkeit, das Fahrzeug an einem der großen Parkplätze im unteren Stadtteil abzustellen und mittels Rolltreppen durch die Rocca Paolina in die Innenstadt zu gelangen. Zusätzlich existiert noch seit dem Jahre 2008 eine Mini Metro mit sieben Stationen, eine schienengebundene seilgezogene Anlage zur Beförderung von Personen. Sie funktioniert wie eine moderne Umlaufbahn, die koppelbaren Fahrzeuge sind an das Umlaufseil ankoppelbar. Die Strecke ist 3,2 Kilometer lang und entlastet den Stadtverkehr spürbar.

² Urgeschichte: Zeitraum zwischen Ur- und Frühgeschichte

³ Frühgeschichte: Zeitraum zwischen Vorgeschichte und Geschichte

⁴ Ernährungsform der Menschen in der Altsteinzeit

Assisi

Assisi, die Geburtsstadt des Hl. Franziskus und der H. Klara, ist eine der schönsten Kleinstädte in Italien, in der Region Umbrien. Lang gestreckt am Fuße des Monte Subasio gelegen, hoch über der Valle Umbra, zeigt die Stadt noch heute ein mittelalterliches Antlitz mit historischen Bauten, alten Türmen, Toren und Stadtmauern. Die mächtige Basilika San Francesco thront majestätisch am Ende der Stadt und zieht die Blicke der Besucher mit ihrer Silhouette magisch an.

Die Kirchtürme der Santa Chiara und Santa Rufino zieren mit ihren weißen Türmen das Bild der Stadt und sind gegen das dunkle Grün der Wälder des Monte Subasio gut sichtbar. Ein Gewirr von engen, durch Treppen verbundene Gassen und Bögen zeigen ein fantastisches Bild der Stadt. Majestätisch ist die am höchsten Punkt gelegene Burg „La Rocca", die wie eine Schutzburg über die Geschicke des Städtchens Assisi wacht. Die meisten Gebäude sind aus den braun-rosa Steinen des Monte Subasio gebaut. In den Saisonzeiten im Sommer ist Assisi jedoch voll von touristischen Besucherströmen und ein Fortkommen ist zum Teil fast unmöglich. Ein Besuch in der Vor- oder Nachsaison ist jedenfalls zu empfehlen. Dann gewinnt Assisi auch sein Eigenleben zurück und ist wesentlich ruhiger.

Wenn dann in der Winterzeit die Stadt tagelang in den aufsteigenden Nebelschwaden der Valle Umbra gehüllt ist, fühlt man sich wieder in die Zeit des Mittelalters zurückversetzt. Zwischen den Gebäuden findet man immer wieder Olivenhaine, wunderschöne Gärten und außerhalb Pinien- und viele Steineichenwälder. Für Krippenbauer ist die flache Ebene am obersten Punkt des Monte Subasio ein wahres Wunder an Materialien, die sie für ihre Krippen verwenden können. Die wunderbaren braun-rosa Steine in den verschiedensten Formen laden direkt zum Krippenbau ein. Wanderungen in der Umgebung von Assisi zeigen ein wundervolles Landschaftsbild und sind sehr erholsam.

Assisi ist ein Städtchen der Fußgänger und für Autos nicht geeignet. Alle Kirchen und Sehenswürdigkeiten sind in einem Rundweg gut zu erreichen. Zwischendurch ist eine Stärkung an einem Straßencafe Pflicht. Die Einheimischen in Assisi sind sehr freundlich und sehr um den Gast oder in den verschiedenen Läden bemüht. Es ist empfehlenswert, sich in einem Touristikbüro einen Stadtplan zu besorgen und die verschiedenen Tagesrouten zu planen, um möglichst viel von dieser Stadt zu sehen und zu genießen. Auch eine kleine Wanderung auf den höchstgelegenen Punkt von Assisi, die Burg „La Rocca" ist sehr zu empfehlen. Der Blick von den Zinnen der Burg ist eine Augenweide. Man sieht in allen Richtungen weit in die Täler hinein und hat einen fantastischen Blick auf Assisi selbst.

Ein kultureller Urlaub in Assisi und in der Umgebung mit ihren wunderschönen Kirchen und Sehenswürdigkeiten ist nur dann erholsam, wenn man sich die Zeit gut einteilt und die Sphäre von Assisi auf sich wirken lässt. Zeit nimmt, ist die Devise, um Assisi zu besuchen. Ungefähr 300m oberhalb des obersten Stadttors Richtung Monte Subasio und der Eremo delle Carceri ist auf der linken Seite ein italienischen Landhaus, inmitten eines Olivenhains, in dem Appartements vermietet werden. Die Vermieter sind sehr freundlich, höflich und zuvorkommend und die Lage ist traumhaft. Wir wurden eingewiesen und gleich mit einem heimischen Olivenöl ausgestattet, das einen wunderbaren Geschmack hat, ausgestattet. Das Haus ist ein typisches umbrisches Landhaus aus dem XV. Jahrhundert. Es ist ein idealer Ort, wo man sich ausruhen und den Körper und Geist entspannen kann. Das einzige, das sie hören werden, ist das Zwitschern der Vögel und die Glocken von Assisi. Der Sonnenuntergang von der Terrasse dieses Landhauses ist ein Erlebnis, dass sie so schnell nicht mehr vergessen werden.

Die Kontaktdaten lauten:

La Roccicciola delle Upupe, Via Eremo delle Carceri 15, I-06081 Assisi (Umbrien), Italien.

Telefon: (+39) 075.81.61.64

Fax: (+39) 075.583.77.90

Mobiltelefon: (+39) 328.25.72.926 (+39) 328.18.72.642

Email: info@larocchiccioladelleupupe.com

Webseite: www.larocchiccioladelleupupe.it

Kathedrale San Rufino

Die Kathedrale San Rufino wurde dem ersten Bischof von Assisi, Rufinus, gewidmet. Der Legende nach erlitt er im Fluss bei Costano sein Martyrium. Andere Überlieferungen besagen, dass er Bischof der Marser, dem Volksstamm im Gebiet um Avezzano, war. Er starb unter den Verfolgungen von Kaiser Maximin um das Jahr 237 als Märtyrer. Die Reliquien wurden nach Assisi gebracht und dort verehrt. Die Kathedrale spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte des Franziskanerordens. In San Rufino wurde im Jahr 1182 Franz von Assisi, der Gründer des Franziskanerordens und im Jahr 1193 Klara von Assisi, die Ordensgründerin des Klarissenordens, sowie viele ihrer Gefährten getauft. Die Legende berichtet von einem Wunder, dass Franziskus in der Kirche gebetet haben soll. Zur gleichen Zeit wurde er aber auf einem feurigen Wagen nahe der Kapelle Portiuncula, einige Kilometer unterhalb von Assisi gesehen.

Der Bau der Kathedrale begann im Jahre 1140 nach den Plänen von Giovanni da Gubbio und wurde im romanischen Stil errichtet, um die Reliquien des Bischofs von Assisi, Rufinus von Assisi, einem Märtyrer des 3. Jahrhunderts zu würdigen. Diese Reliquien sind in der Kathedrale aufgebahrt. Papst Gregor IX. weihte im Jahre 1228 den Altar, als er sich zur Heiligsprechung von Franziskus in Assisi aufhielt. Im Jahre 1253 wurde dann die gesamte Kirche von Papst Innozenz IV. geweiht.

Die umbrische Architektur, die eine leidenschaftliche Vorliebe für das Gestalten in planen Flächen hat, vermeidet peinlich genau, die Flächen allzu plastisch zu gliedern. Auf sehr einfache Weise geschieht die Unterteilung einer großen Fassade in viele Einzelfelder, nämlich durch ein möglichst flach gehaltenes, rechteckiges Rahmenwerk. Monströse Tiergestalten verzieren das Gesims. Drei in der Mitte der vorderen Fassade verkörpern ein in der umbrischen Architektur sehr häufig auftretendes Motiv. Für den Bau der Fassade wurde Steine vom Monte Subasio verwendet.

Über dem Haupteingang sind drei verschiedene Rosetten aus dem 12. Jahrhundert zu sehen. Die mittlere Rosette aus drei Kreisen ist wie üblich von den vier Evangelisten Symbolen umgeben, jedoch nicht quadratisch gerahmt. Symbolisch wird die Rose von drei Gestalten, die auf Ungeheuern stehen, getragen. Vier Tiere (Löwe, Stier, geflügelter Mensch und Adler) sind an den Rändern zu sehen. Die Portale sind reich verziert mit Christus zwischen Sonne und Mond thronend, die Madonna mit dem Jesuskind und St. Rufinus. Zusätzlich sind Pflanzen, Blumen, Schwäne und Heiligengestalten dargestellt.

Die dreischiffige Kathedrale wurde innen im Jahre 1571 von Galeazzo Alessi drastisch im Stil der Spätrenaissance modifiziert. Die ursprünglichen Tonnengewölbe sind versteckt von den Renaissance-Gewölben noch intakt. Das einzige ursprüngliche Element in der Kirche wird durch die Schrift am Anfang des rechten Seitenschiffs vertreten: Darin wurden der Hl. Franziskus, die Hl. Klara und Friedrich II. von Schwaben, der in der kaiserlichen Festung von Assisi aufgewachsen war, getauft. Beim letzten Altar auf der rechten Seite wird „Christus und die Heiligen, vom Maler Dono Doni (1555) dargestellt. Vom gleichen Maler wurden die beiden flankierenden Altäre „Deposition (1563) und „Kreuzigung" (1563) geschaffen.

In der Apsis sind die schönen Intarsien und Skulpturen, geschaffen von Giovanni di Pier Jacopo von S. Severino Marche, zu sehen. Vom linken Seitenschiff gelangt man zur römischen Zisterne, an deren Spitze der Glockenturm im Jahre 1036 errichtet wurde. Der Eingang zum „Museo Capitolare" liegt im rechten Seitenschiff. Es enthält Fresken aus dem Oratorio di S.Rufunuccio, wahrscheinlich geschaffen vom Künstler Puccio Capanna (1330-1340). Sie stellen die Geißelung, Kreuzigung und Deposition dar. Darüber hinaus ein

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