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Tribut der Begierde

Tribut der Begierde

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Tribut der Begierde

Länge:
299 Seiten
7 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 17, 2013
ISBN:
9783848236442
Format:
Buch

Beschreibung

Jack Josten lässt bei Frauen nichts anbrennen. Schon gar nicht im Urlaub. Und weil er neugierig ohne Ende ist, sucht er ständig nach dem nächsten Kick. So gerät er eines Tages in einen Sex-Shop und stößt über ein Kontaktmagazin auf eine Welt, die bisher für ihn völlig unbekannt ist: Fetische und Praktiken jenseits des »Blümchen-Sex«.

Jack probiert alles aus, was neu für ihn ist. Er gerät in einen Swinger-Club, begegnet einer Prostituierten, kommt einer Domina zu nahe. Dann trifft er Laura und deren Freundin Agnes. Was mit der Aussicht auf einen aufregenden Dreier beginnt, entpuppt sich als erbarmungslose Falle. Denn die beiden schönen Frauen sind so hemmungslos in ihrer Lust, wie sie gnadenlos mit ihren Opfern sind. Als Jack die Affäre beenden will, legen Laura und Agnes erst richtig los. Für Jack beginnt eine wahrer Höllenritt ...

Für Jugendliche nicht geeignet!
Herausgeber:
Freigegeben:
Jan 17, 2013
ISBN:
9783848236442
Format:
Buch

Über den Autor

Klaus Kesemeyer wurde 1965 in Düsseldorf am Niederrhein geboren. Nach seiner Ausbildung zum Kaufmann vergingen einige Jahre, bevor ihn die Schreiblust packte. 2003 schrieb er seinen ersten Roman »Tribut der Begierde«, der zehn Jahre später veröffentlicht wurde. Bis heute folgten noch die Bücher »Jack - Tribut der Begierde 2«, »Giantess«, »Bis dein Blut gefriert« und »Trau niemals einer Frau«.


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Buchvorschau

Tribut der Begierde - Klaus Kesemeyer

Es ist ein herrlicher Frühlingsmorgen in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Nicht weit von der bekannten Altstadt entfernt, in einem Zweifamilienhaus, wohnt ein junger Mann namens Jack Josten. Jack ist ein kleiner Büroangestellter im Inneren Düsseldorfs und neben seinem Job ist sein größtes Hobby, sexuelle Abenteuer zu suchen.

Es ist sieben Uhr morgens und in Jacks Wohnung legt der Wecker los. Jack quält sich langsam aus seinem Bett und betrachtet sein verschwitztes Bettlaken.

»Mensch, Junge, da hast du aber wieder einen verdammt heißen Traum gehabt«, knurrt er vor sich hin und begibt sich zum morgendlichen Duschbad. Als er anschließend vor dem Badezimmerspiegel steht, betrachtet er sich sehr genau.

Ein markantes Gesicht, braungebrannt, athletische Figur, stolze 187cm groß, kurzer moderner Haarschnitt, alles in allem sehr gut gepflegt. Jack ist wie immer mit sich zufrieden und verlässt fröhlich seine Wohnung.

»Guten Morgen, Herr Josten« hallt es Jack wie jeden Morgen entgegen. Er murmelt ein Guten Morgen zurück und verlässt das Haus.

Wenn die Vermieterin nur nicht so eine alte Schachtel wäre, denkt sich Jack, so könnte sie Sachen mit ihm machen, woran er gar nicht zu denken wagt.

Der Berufsverkehr hat begonnen. Jack steht an einer Ampel und beobachtet das Treiben auf der Straße. Er bedauert die Menschen, die schon am frühen Morgen hektisch und genervt zur Arbeitsstätte rasen. Sein Blick bleibt an einer Werbetafel hängen.

»Erotik-Boutique, Gummi-Lack-Leder für Damen und Herren«

Das ist es!

Dort werde ich nach der Arbeit hinfahren und zusehen, dass ich irgendetwas finde, was meine Fantasie beflügelt.

Jack schaut in seinem kleinen Büro ungeduldig auf die Uhr und kann den Feierabend kaum noch erwarten. Seine Hose beult sich langsam aus bei dem Gedanken, welche Utensilien er in der Boutique erwerben kann. Gott sei Dank übt er eine sitzende Tätigkeit aus, sodass seine Kollegen seine Beule in der Hose nicht bemerken.

Das Feierabendsignal dröhnt und der aufgrund seiner Gedanken immer geiler werdende Jack verlässt zügig das Bürogebäude.

»Guten Tag«, hallt es aus irgendeiner Ecke, als Jack die Erotik-Boutique betritt.

»Kann ich Ihnen helfen?«, fragt eine nette zierliche Dame.

»Ich wollte mich nur einmal ein wenig umschauen«, erwidert Jack und schleicht durch den Laden. Was für ein Paradies. OP Artikel, Gummiwäsche, Lederfesseln, Handschellen, Geräte für Elektrosex, all das, wovon Jack immer geträumt hat.

»Shit, ausgerechnet jetzt.« Jacks Hose ist ausgebeult wie nie zuvor. Er schnappt sich schnell einen Gummibody und geht ein wenig verlegen zur Kasse. Jack legt den Body ohne aufzublicken auf den Verkaufstresen und holt hastig seine Geldbörse hervor.

»Möchten Sie diesen Gummibody nicht vorher anprobieren?«, fragt die Verkäuferin.

Was ich? Ja, ist die Verkäuferin denn verrückt? Steht mir denn auf der Stirn geschrieben, dass ich pervers bin? Sie glaubt doch wohl nicht im Ernst, dass der Body für mich ist.

»Nein, der Body ist für meine Freundin und ich denke, die Größe wird ihr schon passen.«

Die Verkäuferin schmunzelt ein wenig, packt den Gummibody in eine undurchsichtige Tüte und kassiert, als hätte sie gerade einige Brötchen verkauft, was Jack in seiner Verlegenheit sehr entgegen kam. Jack war dennoch glücklich, als er den Laden verließ und freute sich nun darauf, dieses geile Gummiteil zuhause anzuziehen.

Als Jack die Haustüre hinter sich verschließt, öffnet die Vermieterin die Türe ihrer Wohnung.

»Hallo, Herr Josten, meine Tochter ist seit langer Zeit mal wieder zu Besuch, es würde mich freuen, wenn wir Sie zu einer Tasse Kaffee einladen dürfen.«

Auch das noch. Jack schaut in das liebe Gesicht seiner Vermieterin und entgegnet: »Gerne, aber ich muss eben noch einmal nach oben, mich etwas frisch machen.« Die Vermieterin nickt ihm freundlich zu.

Bei sich in der Wohnung angekommen, setzt sich Jack aufs Sofa und holt seinen erworbenen Gummibody aus der Tüte.

»Gummibody für Herren mit eingearbeitetem Analdildo«

Nun wurde ihm auch bewusst, warum die Verkäuferin der Erotik-Boutique so geschmunzelt hat. »Ist das peinlich«, sagt sich Jack. Und einen Analdildo brauchte er auch nicht wirklich.

Er erhebt sich und begibt sich ins Bad. Nach einer schnellen Dusche zieht er sich saloppe Klamotten an und wandert eine Etage tiefer.

E. Wenke steht groß lesbar auf der Schelle, die er einmal betätigt.

»Schön, dass Sie gekommen sind«, freut sich die Vermieterin und weist Jack den direkten Weg ins Wohnzimmer. In der Ecke sitzt eine gutgekleidete Dame auf dem Sessel. Jack traut seinen Augen nicht.

»Wahnsinn«, sagt er zu sich selbst. »Ganz locker bleiben.«

Jack mustert in Kürze die hübsche Person auf dem Sessel. Lange Beine, schlank, 180cm groß, schwarze lange Haare, die streng zu einem Zopf gebunden sind.

»Jack Josten«, stellt er sich vor.

»Mein Name ist Laura«, sagt Laura mit etwas rauer Stimme.

Eigentlich wollte Jack nur kurz bleiben, aber der Abend war so amüsant, dass es drei Stunden wurden. Er hatte auch erfahren, dass Laura gar nicht die Tochter von der Vermieterin ist, sondern eine Dame, die sie erst vor kurzem in einem Café kennen gelernt hatte. Jedenfalls gab er Laura seine Telefonnummer und man verblieb so, dass man sich irgendwann mal treffe.

Wieder in seiner Wohnung angekommen, ließ er sich Laura noch einmal durch den Kopf gehen. Das wäre eine Frau, von der er sich gerne einmal als Sklave benutzen lassen würde. Aber solche Gedanken behält man besser für sich, wenn man einer Ohrfeige aus dem Weg gehen will.

Jack schaut auf den Gummibody und kann es kaum noch erwarten, dass geile Ding anzuziehen. »Mit eingearbeitetem Analdildo«, liest er noch einmal. Wenn das Ding schon dran ist, kann man es ja mal ausprobieren. Er geht ins Bad und holt ein Döschen Vaseline aus dem Schrank. Als er den Body auspackt, steigt ein Gummiduft hoch.

»Ist das ein Duft, der macht mich ja doppelt geil«, sagt sich Jack. »Aber der Dildo, das muss schmerzen.«

Nachdem der Dildo mit Vaseline eingeschmiert wurde, steigt er mit den Beinen in seinen Body. Mit schmerzverzerrtem Gesicht schiebt er sich langsam den Dildo in seinem After. Nun noch die Träger über Schulter und fertig. Er setzt sich vorsichtig auf das Sofa. Nach zehn Minuten überkommt ihn ein geiles Gefühl. Hitze steigt vom Unterleib in den Oberkörper. Der Anus scheint sich an den Dildo gewöhnt zu haben. Jack geht ins Schlafzimmer und hat das Gefühl, von zehn Händen betatscht zu werden.

»Ist das ein Feeling!«

Jack holt sich seinen strammen Penis an der Seite des Bodys heraus und fängt an zu onanieren. Nach dem dritten Orgasmus fällt Jack erschöpft ins Bett. In der Phase des Einschlafens entschließt er sich noch, seinen geilen Body anzulassen, und verschwendet noch einige Gedanken an Laura.

Am nächsten Morgen wacht Jack schweißgebadet auf. Dieses eingeengte Gefühl, so etwas hatte er nicht erlebt. Unter der Dusche beschließt er, baldmöglichst wieder die Erotik-Boutique aufzusuchen und dort nach weiteren tollen Orgasmusverstärkern Ausschau zu halten. Wenn er keine Frau findet, mit der er seine Fantasien ausleben kann, so muss er es eben alleine machen.

Als Jack wie gewohnt das Haus verlassen will, kommt ihm seine Vermieterin völlig fassungslos entgegen.

»Herr Josten, Laura hat mir gestern mein Erspartes gestohlen!«

Jack schaut entsetzt. »Haben Sie die Polizei gerufen?«, fragt er.

»Ich habe doch nur ihren Vornamen, mehr weiß ich nicht von ihr.«

»Dieses Miststück! Da sind Sie einer Betrügerin aufgesessen, da kann ich Ihnen leider auch nicht helfen, tut mir sehr leid.«

Jack verlässt das Haus und ihm fällt ein, dass Laura ja seine Telefonnummer hat. Sie wollte sich ja mal mit ihm treffen. Dann wird sie ihr blaues Wunder erleben.

»So, das war es, endlich drei Wochen langersehnten Urlaub«, sagt Jack zu seinen Arbeitskollegen, als er seinen Krempel nach der Feierabendsirene zusammenpackt.

»Jetzt noch mal ab in die Erotik-Boutique und einen Teil meines Urlaubsgeldes gut anlegen«, sagt sich Jack und wühlt sich auch schon durch den Feierabendverkehr.

»Guten Tag«, sagt eine ihm vertraute Stimme. Jack erwidert. Keine Spur der Belustigung im Gesicht der Verkäuferin nach dem gestrigen Malheur. Jack ist angenehm überrascht über die Verkäuferin. Heute wird er sich nicht zu schämen brauchen, da die Verkäuferin ja sowieso Bescheid weiß.

»Als erstes mal ab in die Gummiecke«, freut sich Jack.

Vor einem Ganzkörperanzug bleibt er stehen. Sein Glied wird knüppelhart, wenn er an das geile Gefühl denkt. Er nimmt den Gummianzug und schlendert weiter durch den Laden. Nun bleibt er vor den Handschellen stehen.

»Ganz in Gummi eingepackt und dann noch gefesselt, dass wär‘s«, sagt sich Jack und nimmt auch davon zwei Paar mit zur Kasse.

»230 Euro«, schnalzt die Verkäuferin. Zwar eine Menge Geld, aber es ist die Sache wert, denkt sich Jack und bezahlt.

Zuhause angekommen macht sich Jack ein Bier auf und macht es sich in seinem Wohnzimmer bequem. Er betrachtet immer wieder seine neu erworbenen Sachen und kann vor lauter Geilheit gar nicht mehr klar denken. Muss das ein Gefühl sein, in diesem Ganzkörperanzug zu stecken. Und dann noch die neu gekaufte Maske. Nun gut, der Anzug hat keinen eingearbeiteten Dildo, aber das mit dem Dildo vom Gummibody, fand Jack eh nicht so prickelnd. Es lag wohl daran, dass sein Anus zu eng war. Nach dem siebten Bier entkleidete sich Jack und saß nun nackt auf dem Sofa. Von klar denken konnte in diesem Zustand nicht mehr die Rede sein. Aber Jack wurde immer geiler und er hatte jetzt eine für ihn richtig geile Idee. Er zog nun langsam seinen Ganzkörperanzug an. Schwer angeheitert durch seinen Alkoholkonsum machte er sich mit seiner achten Flasche Bier, der Gummimaske und den Handschellen auf den Weg ins Schlafzimmer. Das Metallgitterbett eignet sich bestens für seinen Plan. Er legt sich aufs Bett, leert seine achte Flasche Bier, öffnet seine zwei Paar Handschellen und befestigt je ein Paar an seinen Handgelenken. Jack fühlt sich gut.

»Noch ein Bier, bevor ich mir meinen geilen Traum erfülle«, denkt er sich und geht mit den Handschellen an den Handgelenken in die Küche um sich sein Bier zu holen. Wieder im Schlafzimmer angekommen, leert er die Flasche Bier in einigen Zügen. Jack legt sich aufs Bett und zieht sich vorsichtig die Gummimaske, die nur eine Mundöffnung hat, über den Kopf.

»Endlich! Ganz in Gummi!«, meint Jack und breitet seine Arme aus. Blind tastet er nach den Gitterstäben am Kopfteil seines Bettes und lässt erst die linke, dann die rechte Handschelle um die Gitterstäbe zuschnappen. Jack ist noch mal kurz erregt und schläft betrunken ein.

Es ist stockfinster, als Jack am nächsten Morgen wach wird. Die Handgelenke schmerzen und in den Armen verspürt er nur noch ein Kribbeln. Sein Körper ist komplett in Gummi verhüllt und schweißgebadet. Er öffnet die Augen und alles bleibt dunkel wie die Nacht. Durch den Schweiß, der sich unter der Gummimaske über Nacht gesammelt hat, fangen nun Jacks Augen höllisch zu brennen an.

»Idiot!«, betitelt er sich selber. »Wenn man vor Geilheit mit dem Penis denkt. Shit!«

Jacks Bewegungen sind durch die Handschellen stark eingeschränkt. Wie soll er sich nun aus der prekären Lage befreien?

Die Vermieterin? Gut, sie hat einen Zweitschlüssel, dann müsste er wahrscheinlich einen halben Tag um Hilfe rufen, bis sie seine Schreie wahrnimmt. Und wenn sie die Polizei ruft? Das wäre nur zu peinlich. Und wenn die Vermieterin doch sofort in seine Wohnung kommt? Die alte Dame fällt doch sofort um, wenn sie ihn so sieht.

Allmählich bekommt er es mit der Angst zu tun. Er reißt und zerrt mit seinen ausgestreckten Armen an den Handschellen. Plötzlich berührt er mit seiner Fingerspitze einen metallischen Gegenstand. Der Schlüssel! Hat er in seinem benebelten Zustand doch noch den Verstand behalten? Langsam zieht er mit seiner Fingerspitze den Schlüssel zu seiner Hand. Geschafft, denkt sich Jack. Jetzt nur noch den Schlüssel ins Schloss der Handschelle und dann endlich frei.

Er verdreht die Hand und versucht den Schlüssel einzuführen. Nach einer halben Stunde, den Tränen nah, gibt er auf. Das Handgelenk bekommt er nur 90 Grad angewinkelt, aber er benötigt eine Winkelung von 160 Grad um diese dämliche Schloss zu öffnen. Sein Puls rast. In seiner Panik reißt und zerrt Jack wie wild an den Handschellen. Dann plötzlich ein Knall! Ein Arm ist frei! Jack reißt sich die Gummimaske vom Kopf.

»Gott, ich danke dir«, hechelt er.

Die Handschelle betrachtend, fällt ihm auf, dass er aufgrund seiner aus Angst entwickelten Kraft, die Verbindungskette der Handschellen aufgebogen hat. Er nimmt den Schlüssel und befreit sich von den Handschellen am anderen Handgelenk. Von seinem Gummianzug entledigt, bemerkt Jack, dass seine Handgelenke schmerzen und blutunterlaufen sind. Nachdem er geduscht hat und die Wohnung wieder hergerichtet hat, macht er sich einen Kaffee und setzt sich erleichtert ins Wohnzimmer aufs Sofa. Es ist mittlerweile mittags.

Jack fragt sich, wie lange er wohl am Bett gefesselt war? Wie viele Stunden mögen vergangen sein, nachdem er auf diese bescheuerte Idee kam? Gut, dass er keine Polizeihandschellen gekauft hatte.

Jack fängt an, sein bizarres Erlebnis Revue passieren zu lassen. Eigentlich war es ja doch geil, so hilflos und eingepackt dort zu liegen.

Mit einer Frau würde er die Sache gerne wiederholen. Sie könnte ihn dann auch wieder entfesseln, dann würde er sich auch keine Wunden mehr zuziehen. Sie müsste ihn verwöhnen und wenn er keine Lust mehr hätte, müsste man die Sache beenden. Während er so nachdenkt, bekommt Jack einen Ständer vom Allerfeinsten.

»Nun muss aber der Lohn der Qual her«, sagt Jack und beginnt damit, sich einen runter zu holen. Nach kurzer Zeit spritzt es aus seiner Eichel wie nie zuvor. Noch nie hatte er so einen Orgasmus erlebt, noch nie hatte er versucht, sich seine geheimen Wünsche so zu erfüllen, wie er es letzte Nacht getan hatte. Als Jack nach seinem Superorgasmus entspannt zurückgelehnt auf dem Sofa sitzt, fängt er langsam wieder an, klar zu denken.

»So viele Fantasien habe ich noch und ich will alle erleben. Nein, nicht alle«, schmunzelt Jack. »Nur die, die ich auch sehr geil finde«

Nachdem Jack zwei Tage in seinem Ganzkörpergummianzug seine ersten Urlaubstage in seiner Wohnung verbracht hat, beschließt er, mal wieder seinen Lieblingsladen zu besuchen.

Es ist zehn Uhr morgens und Jack ist der erste Kunde am heutigen Tag in der Erotik-Boutique. Heute will er sich mal die Zeit nehmen und sich anschauen, was der Laden denn so alles beinhaltet. Jack vernimmt ein freundliches »Guten Morgen« und entgegnet den Gruß.

Die anfänglichen Hemmungen sind wie weggeblasen. Nun gut, man kennt sich ja mittlerweile. Er sieht viele Dinge, mit denen er nichts anfangen kann, aber andererseits viele Sachen, die er sich hier noch besorgen wird. In der Ecke mit den Magazinen bleibt er stehen.

Kontaktmagazine! Jack betrachtet die Magazine und kann sich vorstellen, dass er bestimmt nicht der einzige ist, der so eine herrliche Fantasie hat. Es muss schließlich noch andere Menschen geben, die das Bedürfnis haben, ihre Fantasien einmal auszuleben.

Vielleicht wird er ja in so einem Magazin fündig und lernt gleichgesinnte Leute kennen. Jack schnappt sich das aktuellste und dickste Magazin und macht sich auf den Weg zur Kasse.

Mit der Straßenbahn nach Hause fahrend, schaut er gelangweilt aus dem Fenster. Plötzlich, nicht weit seiner Wohnung entfernt, sieht er in einem Bistro im Vorbeifahren eine Person, die er wiederzuerkennen glaubt.

»Laura«, flüstert Jack. »Dieses Miststück macht sich bestimmt wieder an hilflose Personen ran, um sie auszurauben. Hat sie ein Glück, dass ich mein Handy nicht dabei habe, sonst könnte sie ihre Getränke hinter Gittern zu sich nehmen!«

Endlich wieder daheim angekommen, legt er behutsam das in Folie eingeschweißte Kontaktmagazin auf den Wohnzimmertisch. Er setzt sich entspannt auf den Sessel und fängt an, sich seine Gedanken zu machen.

Da bin ich, ein 21-jähriger junger Mann, und habe es schon nötig, mir ein Kontaktmagazin zu kaufen. Ein Problem mit Frauen habe ich nicht, es ist nur ein Problem, eine Frau zu finden, die bizarren sexuellen Neigungen genauso aufgeschlossen ist wie ich. Da ich mit meiner Vorliebe nicht hausieren gehen kann, bin ich halt gezwungen, mir ein entsprechendes Magazin zu kaufen. Und wieso überhaupt Neigungen? Gut, eins habe ich bis heute festgestellt. Ich bin wohl ein Gummifetischist, denn die Nummer auf dem Bett hat mich tierisch geil gemacht. Aber stehe ich auch auf Fesselsex? Nur weil ich Blödmann mich selber angekettet habe?

So langsam wandert Jacks Blick wieder zum Kontaktmagazin und bleibt dort hängen.

»Was soll‘s, ich bin keinem Menschen Rechenschaft schuldig«, sagt sich Jack und reißt frohen Mutes die Folie vom Magazin. Völlig in sich gekehrt ist Jack in seinem Magazin vertieft. Nach drei Stunden liest er die letzte Seite und legt das Magazin auf den Tisch. Er kann es nicht glauben. Was es nicht alles gibt. Und wie viele Menschen es doch gibt, die auf sämtliche Perversionen stehen. Und da hat er gedacht, er wäre nicht ganz richtig im Kopf, nur weil er seit kurzer Zeit ein bisschen auf Gummiwäsche steht.

Da suchen Sadisten Sklaven auf Lebenszeit, wobei die Sklaven völlig enteignet werden. Sklaven wollen verprügelt werden. Leute wollen aufgeschnitten und zugenäht werden. Einige wollen in OP-Räumen gewisse Behandlungen über sich ergehen lassen. Unglaublich! Und er dachte, er sei nicht normal, wegen ein bisschen Gummi.

Jack fing an zu schmunzeln, denn einiges was er gelesen hat, würde er gegebenenfalls auch mal erleben wollen. Mittlerweile wurde ihm klar, dass er in Sachen Bizarrsex noch recht grün hinter den Ohren war. Aber die Berichte und Inserate aus dem Magazin waren so interessant, dass er gewillt war, mehr über diese Menschen zu erfahren. Ein Inserat hatte es ihm besonders angetan. »SM und Fetischparty jeden Samstag".

Er blätterte das Magazin noch einmal auf und notierte sich die darunter stehende Telefonnummer. Jack begibt sich zum Telefon und wählt die notierte Nummer. Nach dem dritten Klingelzeichen meldet sich am anderen Ende der Leitung ein Ansageband.

»Hallo, lieber Anrufer, wir laden dich jeden Samstag ein zur Fetisch und SM Party. Einlass nur in Lack, Leder oder Gummikleidung. Die Preise für Herren hundert Euro, für Paare fünfzig Euro und für einzelne Damen kostenlos, nach dem nächsten Ton teilen wir euch die Adresse mit.«

Jack holt sich schnell einen Zettel und prompt wird auch schon die Adresse mitgeteilt. Er schaut auf die Adresse und denkt sich: Aha, Ruhrgebiet. Wäre doch mal wieder eine kleine Strecke für meinen Pkw. Der Wagen steht ja zum größten Teil vor der Haustüre, da es nicht viel bringt, mit ihm in die Innenstadt zur Arbeit zu fahren. Er ist halt nur da für Eventualitäten. Und nächsten Samstag ist eine Eventualität!

Wie lautete der Spruch vom Band? Einlass nur in Lack, Leder oder Gummikleidung? Ja, wie denn das? Soll ich mich mit meinem Gummianzug und Maske ins Auto setzten und am hellen Abend ins Ruhrgebiet fahren? Als Comicfigur oder wie? Na ja, ich kann ja meine normalen Klamotten drüber ziehen. Das wird meine geilste Autofahrt, die ich je hatte. Jack schmunzelt. Und was ist, wenn alles nur Verarschung ist? Ich entledige mich meinen Klamotten, öffne ganz in Gummi gekleidet die Pforte und stehe in einer normalen Diskothek. Wer den Schaden hat, braucht sich in so einer Situation um den Spott wirklich keine Sorgen zu machen. So wird es bestimmt nicht ablaufen. Jack macht sich wieder ein wenig Mut. Ob es viele Menschen dort geben wird? Was werden sie dort machen? Schwitzend am Tresen ein Bierchen trinken? Eine Gummisohle aufs Parkett legen, bis einem der Schweiß im Gummianzug bis zur Kniekehle steht? Auf einmal ist Jack gar nicht mehr wohl bei dem Gedanken, am kommenden Samstag auf diese Party zu fahren. Er beschließt noch einmal eine Nacht darüber zu schlafen und sich am kommenden Morgen zu entscheiden.

Mittlerweile neigt sich der Tag dem Ende entgegen und Jack beschließt, noch ein wenig um die Häuser zu ziehen. Er betritt eine urige Eckkneipe, von der er schon aus zehn Metern Entfernung die Musik hören konnte.

Die Gäste machen einen lustigen Eindruck auf ihn und er beschließt, hier einige Bierchen zu heben. Er sucht sich einen freien Platz am Tresen und bestellt sich lautstark beim Wirt ein Bier und ein Wasser.

»Mal ganz ruhig angehen lassen«, denkt sich Jack. »Der Blödsinn nach dem letzten Saufgelage zuhause hat fürs erste gereicht. Mir schmerzen jetzt noch die Handgelenke.«

Jack schlabbert an seinem Bier und blickt durch die Runde. »Gemischtes Publikum, gefällt mir, wenigstens nicht die Hütte voller Typen«, sagt er sich.

Sein Blick bleibt an einer circa Dreißigjährigen hängen. »Nicht schlecht«, meint er zu seinem Tresennachbarn und in beiden Gesichtern erscheint das typisch Männliche, jetzt oder gleich lächeln. Jack prostet mit seinem Tresennachbarn an und ist der Meinung, dass für diesen Kerl eine Gummimuschi, wie er sie in der Erotik-Boutique gesehen hat, wesentlich besser wäre, so ungepflegt, wie er aussieht.

Er wendet sich von seinem Nachbarn ab und stellt wieder Blickkontakt her zu der Dreißigjährigen. Allmählich treffen sich ihre Blicke immer öfter. Vom Trieb der Eroberung nimmt sich Jack vor, so langsam die Nähe der Dame zu suchen. Er verlässt seinen Platz und stellt sich unmittelbar neben die Dame, die allein zu sein scheint.

»Hallo, mein Name ist Jack, hast du was dagegen, wenn ich mich zu dir geselle?«

Die Frau bietet ihm den Platz neben ihr an. »Ich bin dat Elke«, schallt es aus ihrem Mund.

Dat Elke? Jack ist entsetzt. Sie ist zwar etwas mollig, aber dennoch sehr gepflegt. Von ihren Äußerungen her, denkt Jack, ist sie ein Proll. Aber wenn sie den Mund zu lässt? Und außerdem soll dumm ja bekanntlich besonders gut ficken.

Jack schmeißt sich ins Zeug und merkt, dass er gut ankommt. Um Mitternacht herum, die Kneipe hat sich mittlerweile sehr geleert, ist man sich einig, zu Jack zu gehen. Zehn Minuten Fußmarsch, schnell frisch machen, ein gepflegtes Nümmerchen schieben und die Frau nach Hause schicken, so stellt sich Jack den folgenden Ablauf des Abends vor.

Plötzlich schießt ein Gedankenblitz durch seinen Kopf. Shit!!!

Der Gummianzug liegt ja auf dem Bett, das Kontaktmagazin auf dem Wohnzimmertisch und sein Body mit Analdildo in der Badewanne.

Wenn die Alte das sieht, ist er verraten und verkauft. Wenn so etwas die Runde macht, ist man doch überall als Perversling abgestempelt, denkt er und überlegt krampfhaft, wie er das Proletenweib wieder quitt wird.

Jack ist froh, dass er heute nur wenig getrunken hat, sonst wäre wahrscheinlich wieder alles voll in die Hose gegangen. Nicht auszudenken. Jack macht es kurz. Er habe plötzlich keine Lust mehr und er wäre sehr müde. Er würde es beim nächsten Mal wieder

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