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Ich will ein Baby: Buch 1 Tagebuch einer Kinderwunschbehandlung und künstlichen Befruchtung mit IVF und ICSI

Ich will ein Baby: Buch 1 Tagebuch einer Kinderwunschbehandlung und künstlichen Befruchtung mit IVF und ICSI

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Ich will ein Baby: Buch 1 Tagebuch einer Kinderwunschbehandlung und künstlichen Befruchtung mit IVF und ICSI

Länge:
203 Seiten
2 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 14, 2013
ISBN:
9783732229383
Format:
Buch

Beschreibung

Unerfüllter Kinderwunsch, Kinderwunsch-Behandlung und künstliche Befruchtung bleiben Tabu-Themen.

Josephine Himmelreich gibt mit diesem Tagebuch Antworten auf viele ungestellte Fragen.
Allen Rückschlägen zum Trotz findet sie immer wieder neue Kraft, ihre Hoffnung und ihr Ziel nicht aufzugeben.
Darüber hinaus hält sie ein leidenschaftliches Plädoyer für ein selbstbestimmtes Leben, für den Mut, Unverständliches anzuzweifeln, für eigenverantwortlich getroffene Entscheidungen und für die gemeinsame Liebe, die allen Zweifeln standhält.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 14, 2013
ISBN:
9783732229383
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Ich will ein Baby - Josephine Himmelreich

Josephine Himmelreich

Buch 1

ICH WILL EIN BABY

Tagebuch

einer Kinderwunschbehandlung und künstlichen Befruchtung mit IVF und ICSI

Books on Demand

Josephine Himmelreich

Ich will

Folgende Fortsetzungen sind geplant:

Dies ist ein Tagebuch.

Alle geschilderten Begebenheiten haben sich so zugetragen. Zumindest sind sie mir so in Erinnerung geblieben. Meine Einschätzung über die Menschen und die Vorgänge ist eine sehr persönliche, sie ist subjektiv und kann unzutreffend sein. Möge sich bitte jeder seine eigene Meinung bilden.

Alle Menschen in diesem Tagebuch haben mir und meiner Familie in irgendeiner Form geholfen.

Die einen, weil sie einfach nur ihre Pflicht getan haben und uns damit nützlich waren.

Die anderen, weil sie aus Berufung oder Mitleid weit über ihre Pflicht hinaus für uns da waren und sich für uns eingesetzt haben.

Und dann gibt es noch die, die uns vor allem zu schlechten Erfahrungen verholfen haben. Aus unschönen Erlebnissen haben wir am schnellsten gelernt. Diese Menschen haben uns geholfen, unangenehme Entscheidungen leichter zu treffen.

So war jeder im Buch erwähnte Mensch wichtig für uns. Allen gemeinsam sind wir dafür sehr dankbar.

»Der Weg zum Ziel beginnt an dem Tag, an dem du die hundertprozentige Verantwortung für dein Tun übernimmst.«

Dante Alighieri

www.josephine-himmelreich.de

Eilig hasten die Worte dem Erfolg entgegen, irren suchend im Kreis, wiederholen sich, schweifen ab und verfehlen doch beharrlich das selbstgewählte Ziel.

Geduld wird erzwungen, wo sie nicht gegeben ist.

Ich will!

Man sagt nicht »Ich will.«

Man sagt: »Ich möchte bitte.«

So haben wir es gelernt, so sollen wir es unsere Kinder lehren.

Doch dann gibt es die Momente im Leben, in denen man etwas Besonderes erreichen will, etwas nicht Alltägliches, etwas Einmaliges, Herausragendes.

Wer ein solches Ziel erreichen will, der muss es mit aller Kraft und allem Willen WOLLEN.

Der muss bereit sein, alles andere in seinem Leben hinter diesem einen Wunsch zurück zu stellen. Der muss verzichten können, um seinen Traum wahr werden zu lassen.

Wer zu diesem Willen nicht bereit ist, der möchte besser erst gar nicht.

Was willst Du wirklich?

Ich will ein Baby.

25.02.1997 (Di)

Kinderwunsch-Sprechstunde in der Frauenklinik in Dresden.

Heute werde ich zum ersten Mal gespritzt.

Noch einmal wird meine Regel kommen. Danach verursacht die Spritze für zwei Monate eine künstliche Menstruationspause. In dieser Zeit werden mich die Ärzte künstlich mit den erforderlichen Hormonen versorgen.

Sie werden es medizinisch und mathematisch exakt tun. Freundlich aber bestimmt erwarten sie von Beginn an auch von mir, alle Festlegungen akkurat einzuhalten.

So fängt das Rechnen an, bevor die Behandlung überhaupt richtig begonnen hat:

Ein Regelzyklus hat normalerweise 28 Tage. Die Menopausen-Spritze wird am 23. Zyklustag geben. Mein Regelzyklus ist viel länger. Damit es passt, habe ich ein wenig gemogelt. Bei mir ist heute der 5. Tag von hinten, 28 minus 5 sind 23. Umgerechnet ist bei mir heute somit der 23. Tag.

Also passt es wieder.

Wenn sich die Ärzte so an den Zahlen festklammern, dann muss man die Zahlen eben passend rechnen.

Für jemanden, der in Dresden oder einer anderen Großstadt wohnt, mag meine Rechnerei unverständlich sein. Sie können ja morgen oder übermorgen zur Behandlung wiederkommen. Wir nicht.

Wir wohnen nicht in Dresden. Wir wohnen im östlichsten Zipfel Deutschlands, im Zittauer Gebirge, knapp zwei Autostunden von Dresden entfernt. Bei uns gibt es weder eine Kinderwunsch-Sprechstunde noch eine Kinderwunschbehandlung. Von uns Bergbewohnern erwartet man wahrscheinlich, die langen Winternächte würden schon das Ihrige tun.

Tun sie aber nicht, zumindest nicht bei uns. Deshalb müssen wir zur Kinderwunschbehandlung zwei Stunden nach Dresden fahren und noch einmal zwei Stunden wieder nach Hause zurück. Die Fahrerei kostet Zeit und Spritgeld. Außerdem ist sie nicht gerade eine Erholung. Die wenigen Kilometer Autobahn bestehen fast ausschließlich aus Baustellen, den restlichen Weg tuckern wir hinter endlosen, nach Osteuropa strebenden Lastwagenkolonnen her.

Noch haben wir keine Vorstellung davon, wie oft wir in den nächsten Wochen nach Dresden fahren werden. Wir müssen uns überraschen lassen. Bis dahin und für den Weg erhoffen wir uns nur das Beste.

Rückblick

12. Juni 1987, Sonntag

Marc und ich sind seit über einem Jahr verheiratet. Beide studieren wir noch. Mit der finanziellen Hilfe meiner Eltern leisten wir uns eine erste, eigene, leider etwas baufällige Altbauwohnung.

Spätestens seit unserer Hochzeit wünschen wir uns ein Kind.

Nur klappen will es nicht.

Bei mir scheint auf den ersten Blick alles in Ordnung zu sein. Einen einzigen kleinen Makel gibt es, der angeblich nicht von Bedeutung ist: Mein Regelzyklus dauert fünf Wochen. Normal wären vier. Meine Temperaturkurve zeigt ordnungsgemäß einen ordentlichen Eisprung. Damit sollte der verlängerte Zyklus kein Hindernis sein.

Weil bei mir alles zu stimmen scheint, hat Marc angeboten, sich auch untersuchen zu lassen.

Letzte Woche war er in Dresden beim Urologen zum Spermiogramm. Mit einem Spermiogramm wird untersucht, ob der Samenerguss genügend Spermien enthält und ob die Spermien auch beweglich genug sind.

Das Ergebnis lässt auf sich warten.

Momentan ist uns das egal. Wir haben ganz andere Sorgen. Sorgen, die wir uns selbst eingehandelt haben. Weil wir uns ganz lieb haben und weil wir uns gegenseitig helfen wollen.

Ab morgen habe ich zwei Wochen lang Prüfungen, immer montags, mittwochs und freitags. Marc wollte mir einen Gefallen tun und mich in den Prüfungsvorbereitungen nicht stören. Deshalb hat er sich freiwillig zu einem 14 tägigen Sondereinsatz irgendwohin weit weg gemeldet. So werde ich meine Ruhe haben, hat er mir liebevoll erklärt.

Ich will aber gar nicht »meine Ruhe« haben.

Ich kann doch nicht den ganzen Tag lang lernen. Ich muss mich auch mal mit jemandem über etwas anderes unterhalten können. Mir wird die Decke auf den Kopf fallen, auch wenn sie in unserem Altbau noch so hoch hängt.

Heute Nachmittag wird Marc fahren.

Ich will ihn noch nicht gehen lassen, will ihn einfach festhalten. Seit gestern verbringen wir die Zeit nur noch mit uns, mit uns und im Bett. Als könnten wir vorarbeiten, was wir die nächsten zwei Wochen nicht erleben werden.

Liebe kann sooooo schön sein.

Kurz nach Mittag fährt Marc los.

Ich bleibe allein in der leeren Wohnstube sitzen und stecke vereinsamt meinen Kopf in die Bücher.

26. Juni 1987, zwei Wochen später, Sonntag

Marc ist wieder da, endlich.

Meine Prüfungen habe ich all, bestanden, überstanden.

Nur das Alleinsein nicht. Das habe ich ganz und gar nicht vertragen.

Am Wochenende bin ich zur nächstbesten Tante gefahren. Die hat sich über den unerwarteten Besuch gefreut und ich konnte endlich einmal andere Stimmen hören. Sonst interessiere ich mich nicht besonders für Familientratsch und Krankengeschichten. Diesmal war mir jede Erzählung recht. Dazu gab es Kaffee und Kuchen. So ging es mir etwas besser.

Hauptsache, ich war nicht allein zu Hause.

Jetzt ist Marc wieder da, jetzt ist alles Alleinsein vorbei, jetzt können wir uns endlich wieder lieben.

Das sollten wir auch schnellstmöglich tun, denn am Freitag bin ich mit meiner Regel dran.

08. Juli 1987, der übernächste Freitag

Meine Regel ist schon seit einer Woche überfällig.

Ich messe meine Aufwachtemperatur. Die liegt bei 37,2 °C. Logische Schlussfolgerung wäre: Ich muss schwanger sein.

Noch eine logische Schlussfolgerung: Ich kann gar nicht schwanger sein. Marc war an dem Freitag, als ich meinen Eisprung hatte, schon eine knappe Woche weg. Das ist viel zu lange für eine Befruchtung.

Da stimmt was nicht.

Was stimmt da nicht in mir? Was ist los?

Ich bekomme Angst.

Marc schickt mich berechtigt zum Frauenarzt, ich gehe ohne Widerrede.

In der Poliklinik arbeitet Herr Dr. Kubaschek, ein väterlich sorgender Arzt, dem ich jetzt ohne Scheu meine Ängste berichte.

»Aha, der Mann war gar nicht da? Ja brauchen wir denn den dazu?!«, schmunzelt mich Herr Dr. Kubaschek liebevoll an. Wie er dabei das Wörtchen »den« betont, so langgezogen. Als wollte er behaupten, man könnte inzwischen schon vom bloßen Glauben schwanger werden.

Oder liebäugelt er mit einem Hausfreund, der mich während Marcs Abwesenheit unterhalten hat?

»Eigentlich brauchen wir den schon«, murmle ich und denke eher an Krebs als an ein Kind.

Der Arzt schickt mich zur Schwester zum Schwangerschaftstest und lächelt noch immer so erwartungsvoll. Mein Mann war wirklich nicht da und für einen anderen ist meine Liebe zu meinem eigenen Mann zu groß.

Was soll diese Bemerkung? Dazu dieses verschmitzte Lächeln. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll, gehe zur Schwester und absolviere den Schwangerschaftstest.

Nach dem Test setze ich mich ins Wartezimmer.

Die großen, schwarzen Hocker haben keinen Rücken. Sie sind unbequem. Ich will mich anlehnen, kann es aber nicht. Ich fühle mich abgewiesen.

Das Licht ist aus. Alles wirkt noch dunkler. Meine Gedanken gehen ins Leere, meine Umwelt nehme ich nicht war.

Die Zeit rast oder schleicht an mir vorbei. Ich weiß nicht, wie lange es dauert.

Irgendwann ruft die Schwester mich wieder auf: »Frau Himmelreich bitte!«

Es klingt, als wäre sie voller guter Hoffnung. Ich will das Hoffnungsvolle nicht hören. Ich habe innerlich fürchterliche Angst vor einer ernsthaften Erkrankung.

Noch immer gedankenlos trabe ich ins Arztzimmer.

»Glückwunsch, Frau Himmelreich, Sie sind schwanger.«

Wieso?

Nein!

Das geht doch nicht!

Woher?

Fragezeichen über Fragezeichen.

Der Arzt sieht mich erstaunt an: »Möchten Sie das Kind nicht?«

Wie kann man mich so etwas fragen?

Natürlich möchte ich das Kind! Ich habe mich schon seit Monaten darauf gefreut. Ich kann es nur nicht glauben.

Der Arzt lächelt wieder und erklärt mir, mein Prüfungsstress könnte schon dazu geführt haben, dass sich das Sperma fünf Tage bis zum Eisprung gehalten hat. So etwas wäre nicht ungewöhnlich. Ich soll mich in vier Wochen zur ersten Untersuchung melden.

Die Sekunden, bis ich wieder vor der Tür stehe, brauche ich noch, um mein Glück zu begreifen.

Ich schließe die Tür hinter mir, bleibe einen Augenblick stehen und buchstabiere:

ICH BIN SCHWANGER!

Jetzt habe ich es verstanden.

Laut jubelnd hüpfe ich quer durchs Wartezimmer und die Treppe hinunter zum Ausgang. Die verständnislosen Blicke der Wartenden sind mir völlig egal.

Ich bekomme mein Baby!

Wieder zu Hause kann ich es kaum erwarten, Marc alles zu berichten. Als er endlich da ist, sprudelt meine Freude nur so aus mir heraus.

Marc strahlt. Er nimmt mich in die Arme, drückt mich liebevoll an sich und flüstert leise: »Meine Laura kommt. «

13. Juli 1987, Mittwoch

In der Post ist ein Brief vom Urologen in Dresden. Marc möchte sich bitte noch einmal bei ihm vorstellen. Im Brief steht auch gleich ein neuer Termin für nächste Woche.

Der Termin passt mir gar nicht. Nächste Woche wollen wir zelten fahren.

Ich rufe an, um den Termin zu verschieben. Beiläufig erkundige ich mich, warum überhaupt ein weiterer Vorstellungstermin erforderlich ist.

Die Schwester klingt genervt: »Das machen wir bei allen, wenn das Spermiogramm nicht in Ordnung war.«

»Dann können wir uns den Termin ganz sparen«, frohlocke ich, »ich bin nämlich schon schwanger.«

Fast klingt es frech, was ich da sage. Dabei freue ich mich doch nur.

Im meinem Hinterkopf warnt mich eine ernste Stimme: Es wird Euer einziges Kind bleiben. Noch einmal werdet Ihr so ein Glück nicht haben. Wenn ihr noch ein Kind wollt, braucht Ihr ärztliche Hilfe.

09. März 1988, Mittwoch

Unsere Laura wird geboren.

Wieder im Sommer 1996

Die warnende Stimme in meinem Hinterkopf sollte Recht behalten. Laura ist bis heute unser einziges Kind geblieben.

Über diese traurige Realität sind wir unglücklich, über Laura bestimmt nicht. Sie ist unser ganzer Stolz.

Laura ist fix im Denken, freundlich, begeisterungsfähig und ausdauernd. Natürlich hat sie, wie die meisten Einzelkinder, einen vorlauten Mund. Ihre altklugen Bemerkungen kommen nicht immer gut an. Dabei plappert sie nur munter nach, was sie von ihrer Mutter hört.

Lediglich Lauras Bewegungsdrang macht uns manchmal zu schaffen. Niemand sollte von ihr verlangen, länger still sitzen zu müssen. Irgendetwas an Laura ist immer in Bewegung.

Als bräuchten wir eine Wiedergutmachung für die Geschwisterlosigkeit, geht Laura schon seit Jahren voller Freude mit uns im Sommer Klettern und Bergsteigen und im Winter zum Abfahrtski.

Lauras ganze Begeisterung gilt deshalb dem Sport. Wenn sie trainieren darf, dann ist sie glücklich und ausgeglichen. Laufen, Radfahren, Klettern, Skifahren, Bergsteigen. Nur Schwimmen mag sie nicht.

Wir wohnen inzwischen in einem Dorf im Zittauer Gebirge. Ich arbeite in der Stadt, Marc am Rand von Dresden. Weil es von uns bis nach Dresden so lange zu fahren ist, lohnt es sich für Marc nicht, jeden Tag nach Hause zu kommen. Er hat sich in Hermsdorf, einem Dresdner Vorort, ein kleines Zimmer gemietet.

Über die Woche bin ich also allein mit meiner Laura und allein für Laura da.

Laura ist inzwischen reichlich acht Jahre alt, körperlich etwas kleiner dafür mit dem Mundwerk deutlich weiter. Ich kann mich mit ihr schon fast wie mit einem Erwachsenen unterhalten. Mit wem sollte ich sonst auch reden. Also rede ich mit ihr und sie redet wie ich, altklug.

Dazu ist das Mädchen um einiges selbständiger als gleichaltrige Kinder. Bin ich mal auf Dienstreise, könnte sie bei ihrer Freundin nebenan übernachten. Könnte sie, will sie aber nicht. Sie schläft allein zu Hause und geht früh pünktlich in die Schule. Die Grundschullehrerin würde meine Abwesenheit gar nicht bemerken, wenn Laura an solchen Tagen nicht so eigenwillig angezogen in die Schule kommen würde. Laura liebt nun einmal ihre Sportsachen über alles. Bergschuhe, Fleecehose und Vereinsshirt – von Mädchen erwartet man eine andere Schulkleidung.

Wir lieben unsere Laura.

Trotzdem wünschen wir uns noch ein Baby.

Und wir wissen um die Probleme mit Marcs Sperma. Wir wissen: Wenn wir ein Baby wollen, dann brauchen wir ärztliche Hilfe. Diese Hilfe werden wir in Anspruch nehmen.

Jetzt.

Ärztliche Hilfe heißt in unserem Fall, eine künstliche Befruchtung durchführen zu lassen. Die nächstgelegene Klinik, die künstliche Befruchtungen durchführt, ist die Universitätsklinik in Dresden. Dort haben wir uns angemeldet.

Die ersten Absprachen führe ich am Telefon. Welche Voruntersuchungen sind erforderlich, welche Überweisungsscheine werden benötigt, wo müssen wir uns eigenverantwortlich anmelden, all das wissen wir schon. Alles Weitere müssen wir in Dresden vor Ort erledigen.

10.12.1996 (Di)

Heute ist unser Großkampftag.

Bevor wir mit der Behandlung zur künstlichen Befruchtung beginnen dürfen, müssen wir beide gemeinsam zu einem Beratungsgespräch in die Kinderwunschsprechstunde der Dresdner Frauenklinik, zu einer psychologischen Analyse und zu einer genetischen Kontrolle.

Ich

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