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Krimi Sommer 2015: Alfred Bekker, #12

Krimi Sommer 2015: Alfred Bekker, #12

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Krimi Sommer 2015: Alfred Bekker, #12

Länge:
723 Seiten
8 Stunden
Freigegeben:
May 11, 2019
ISBN:
9781513027050
Format:
Buch

Beschreibung

Der Umfang dieses Buchs entspricht 598 Taschenbuchseiten.

12 spannende Krimis für den Strand. Sommerzeit ist Krimizeit. Kriminalromane der Sonderklasse - hart, actionreich und überraschend in der Auflösung. Ermittler auf den Spuren skrupelloser Verbrecher. 12 spannende Romane in einem Buch: Ideal als Urlaubslektüre. 

Dieses Buch enthält folgende zwölf Krimis:

Alfred Bekker: Hinter Schloss und Riegel

Pete Hackett: Das Callgirl und die Mafia

Alfred Bekker: Zweisam in Sonsbeck

Alfred Bekker: Hinter dem Mond

Horst Bieber: Nachtarbeiter

Horst Bieber: Nicht jeder Sieg stimmt froh

Horst Bieber: Familienbande

Alfred Bekker: Mörderspiel

 

Pete Hackett: "Lauf um dein Leben, Agent Burke!"

Pete Hackett: Ein tödlicher Deal

Pete Hackett: Die Alternative ist der Tod

Alfred Bekker: Das Phantom von Tanger

 

Freigegeben:
May 11, 2019
ISBN:
9781513027050
Format:
Buch

Über den Autor

Über Alfred Bekker: Wenn ein Junge den Namen „Der die Elben versteht“ (Alfred) erhält und in einem Jahr des Drachen (1964) an einem Sonntag geboren wird, ist sein Schicksal vorherbestimmt: Er muss Fantasy-Autor werden!  Dass er später ein bislang über 30 Bücher umfassendes Fantasy-Universum um  “Das Reich der Elben” schuf, erscheint da nur logisch. Alfred Bekker wurde am 27.9.1964 in Borghorst (heute Steinfurt) geboren und wuchs in den münsterländischen Gemeinden Ladbergen und Lengerich auf. Schon als Student veröffentlichte Bekker zahlreiche Romane und Kurzgeschichten und wurde Mitautor zugkräftiger Romanserien wie Kommissar X, Jerry Cotton, Rhen Dhark, Bad Earth und Sternenfaust und schrieb eine Reihe von Kriminalromanen.   Angeregt durch seine Tätigkeit als Lehrer wandte er sich schließlich auch dem Kinder- und Jugendbuch zu, wo er Buchserien wie 'Tatort Mittelalter', ‘Ragnar der Wikinger’,  'Da Vincis Fälle - die mysteriösen Abenteuer des jungen Leonardo’', 'Elbenkinder', 'Die wilden Orks', ‘Zwergenkinder’, ‘Elvany’, ‘Fußball-Internat’, ‘Mein Freund Tutenchamun’, ‘Drachenkinder’ und andere mehr  entwickelte. Seine Fantasy-Zyklen um 'Das Reich der Elben', die 'DrachenErde-Saga' ,die 'Gorian'-Trilogie, und die Halblinge-Trilogie machten ihn einem großen Publikum bekannt.  Alfred Bekker benutzte auch die Pseudonyme Neal Chadwick,  Henry Rohmer, Adrian Leschek, Brian Carisi, Leslie Garber, Robert Gruber, Chris Heller und Jack Raymond. Als Janet Farell verfasste er die meisten Romane der romantischen Gruselserie Jessica Bannister. Historische Romane schrieb er unter den Namen Jonas Herlin und Conny Walden.  Einige Gruselromane für Teenager verfasste er als John Devlin. Seine Romane erschienen u.a. bei Lyx, Blanvalet, BVK, Goldmann,, Schneiderbuch, Arena, dtv, Ueberreuter und Bastei Lübbe und wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt., darunter Englisch, Niederländisch, Dänisch, Türkisch, Indonesisch, Polnisch, Vietnamesisch, Finnisch, Bulgarisch und Polnisch.


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Buchvorschau

Krimi Sommer 2015 - Alfred Bekker

Krimi Sommer 2015

Alfred Bekker, Volume 12

Alfred Bekker et al.

Published by Cassiopeiapress Extra Edition, 2019.

Krimi Sommer 2015

Der Umfang dieses Buchs entspricht 598 Taschenbuchseiten.

Dieses Buch enthält folgende Krimis:

––––––––

Alfred Bekker: Hinter schloss und Riegel

Pete Hackett: Das Call-Girl und die Mafia

Alfred Bekker: Zweisam in Sonsbeck

Alfred Bekker: Hinter dem Mond

Horst Bieber: Nachtarbeiter

Horst Bieber: Nicht jeder Sieg stimmt froh

Horst Bieber: Familienbande

Alfred Bekker: Mörderspiel

Pete Hackett: „Lauf um dein Leben, Agent Burke!"

Pete Hackett: Ein tödlicher Deal

Pete Hackett: Die Alternative ist der Tod

Alfred Bekker: Das Phantom von Tanger

––––––––

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch

© by Authors

© dieser Ausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Inhaltsverzeichnis

Title Page

Copyright-Seite

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Alfred Bekker | HINTER SCHLOSS UND RIEGEL

Special Agent Owen Burke:  Das Callgirl und die Mafia

Copyright

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ZWEISAM IN SONSBECK

HINTER DEM MOND

Nachtarbeiter

Nicht jeder Sieg stimmt froh

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Familienbande

Mörderspiel

Hauptpersonen:

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„Lauf um dein Leben, Agent Burke!"

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Ein tödlicher Deal

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Die Alternative ist der Tod

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Das Phantom von Tanger

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Further Reading: Fünfmal Mord : Fünf Krimis

Also By Alfred Bekker

Also By Horst Bieber

Also By Pete Hackett

About the Author

About the Publisher

Alfred Bekker

HINTER SCHLOSS UND RIEGEL

Für den Killer war Joe Grotzky ganz einfach ein Auftrag wie jeder andere. Es hatte ihm niemand gesagt, weshalb die Mafia Grotzky aus dem Weg haben wollte, aber der Killer konnte es sich zusammenreimen. Grotzky war Richter. Das erklärte schon fast alles.

Es war nicht sonderlich kalt, nur regnerisch. Aber der Killer trug dennoch Handschuhe. Er war hochgewachsen und ziemlich kräftig gebaut. Der blonde Kurzhaarschnitt unterstrich die kantigen Gesichtszüge. Seinen blauen Chevy hatte er am Straßenrand abgestellt. Jetzt ging der Blonde die Zeile der Reihenhäuser entlang. Mit der Rechten umklammerte er den Griff der Automatik, die in seiner tiefen Manteltasche verborgen war. Er mußte vorsichtig sein, denn der Mann, mit dem er es zu tun haben würde, war nicht irgendwer, sondern einer, der alle Tricks kannte. Der Blonde hielt an, ließ den Blick die Häuserzeile entlanggleiten und hatte dann die richtige Nummer gefunden.

Eine ältere Frau ging die Straße entlang. Der Blonde wartete, bis sie um die nächste Ecke gegangen war und überquerte dann die Fahrbahn.

Einen Augenblick später stand er an der Haustür und klingelte. Wenn es stimmte, was seine Auftraggeber ihm über Joe Grotzky gesagt hatten, dann war er um diese Zeit wahrscheinlich gerade erst aufgestanden und saß jetzt beim Frühstück. Genau die richtige Zeit für solch einen Besuch al- so... Der Blonde klingelte ein zweites Mal und faßte die Pistole mit dem aufgeschraubten Schall- dämpfer fester. Endlich kam jemand und machte auf. Aber es war nicht Grotzky. Es war eine Frau, die den Killer ziemlich erstaunt ansah. Sie war hübsch, fand der Blonde. Langes, rostbraunes Haar, dunkle Augen. Schade um sie! dachte der Killer. Aber es war ziemlich ausgeschlossen, daß er sie am Leben lassen konnte.

Ist Mister Grotzky nicht da? fragte er kühl.

Nein, tut mir leid, erwiderte die Frau, während sie den Killer einer eingehenden Musterung unterzog. Auf ihrer hübschen Stirn erschienen ein paar Falten, die eine deutliche Portion Mißtrauen signalisierten. Von der Frau hatte man dem Blonden nichts gesagt. Er fluchte innerlich. Wenn er etwas nicht ausstehen konnte, dann war es Unprofessiona- lität. Sie hatten ihm ein Dossier zukommen lassen, in dem alles über Grotzkys Lebensgewohnheiten zu- sammengetragen war. Der Killer wußte über jede Kleinigkeit Bescheid. Nur die Frau, die war in dem Dossier nicht vorgekommen.

Was wollen Sie von Joe? fragte die Frau.

Ich muß ihn dringend sprechen.

Sind Sie ein Bekannter von ihm?

Der Killer zögerte nur den Bruchteil einer Sekunde mit der Antwort.

Ja, sagte er dann.

Joe kommt gleich zurück, berichtete die Frau. Er ist nur kurz Zigaretten holen gefahren.

Sie wußte nicht, wer Grotzky war. Sie konnte nichts von seiner Vergangenheit wissen oder von dem, was er jetzt tat. Das war dem Blonden sofort klar, denn hätte sie Bescheid gewußt, dann wäre ihr Mißtrauen größer gewesen. Die andere Möglichkeit war, daß sie hervorragend schauspielern konnte. Der Blonde hob die Schultern.

Kann ich bei Ihnen auf ihn warten?

Nicht so gerne. Ich bin allein und ich kenne Sie gar nicht. Außerdem ist das nicht meine Wohnung und ich weiß nicht, ob es Joe recht wäre, wenn... Aha! dachte der Blonde. Grotzky kannte die Frau noch nicht lange. Vielleicht sogar erst seit dem gestrigen Abend. Aber das würde ihr auch nicht helfen.

Es wäre ihm recht! behauptete der Blonde.

Nein, das möchte ich nicht! sagte sie mit überraschender Bestimmtheit. Sie versuchte die Tür zu schließen, aber der Blonde ahnte das voraus und stellte seinen Fuß dazwischen. Ein schneller Griff und er hatte die Automatik aus der Manteltasche herausgerissen. Der lange Schalldämpfer zeigte direkt auf den Oberkörper der jungen Frau und ließ sie schreckensbleich zurückweichen. Der Blonde trat ein und gab der Tür einen Stoß mit der Hacke, so daß sie geräuschvoll ins Schloß fiel. Die Frau schüttelte stumm den Kopf. Es dauerte ein paar Sekunden, ehe sie wieder soweit beieinander war, daß sie etwas sagen konnte.

Was wollen Sie? fragte sie schluckend, während sie noch einen Schritt rückwärts machte und dabei gegen die Kommode stieß, die in dem engen Flur stand. Auf der Kommode stand das Telefon. Sie hatte den Hörer schon fast in der Hand, aber sie begriff, daß sie keine Chance hatte, irgend jeman- den anzurufen, bevor ihr Gegenüber sein Geschoß auf die Reise geschickt haben würde.

Ist noch jemand in der Wohnung? fragte der Blonde kalt. Sie schüttelte stumm den Kopf. Dann hob der Blonde die Schalldämpferpistole ein wenig an und drückte ab. Es gab ein Geräusch, das Ähn- lichkeit mit einem kräftigen Niesen hatte und auf der Stirn der jungen Frau erschien ein roter Punkt, der rasch größer wurde. Sie taumelte rück- wärts und schlug der Länge nach hin.

Der Blonde atmete tief durch. Die Sache mit der Frau war nicht eingeplant gewesen, aber sie hatte nuneinmal sein Gesicht gesehen. Und das war ihr Todesurteil gewesen. Der Blonde stieg über ihren leblosen Körper hinweg und sah sich im Rest der Wohnung um. Ein Zimmer nach dem anderen nahm er sich vor. Er mußte auf Nummer sicher gehen, aber die Frau hatte die Wahrheit gesagt. Sie war tat- sächlich allein gewesen. Der Blonde steckte die Waffe ein, faßte die junge Frau unter den Armen und schleifte sie ins Wohnzimmer. Dann ließ er sich in einen der klobigen Ledersessel fallen und wartete. Nicht lange, höchstens zehn Minuten. Dann waren an der Haustür Schritte zu hören. Ein Schlüssel wurde herumgedreht und jemand trat ein. Das mußte Grotzky sein.

Jennifer? Sekunden später stand Grotzky in der Wohnzimmertür. Der Blonde erkannte ihn sofort von den Fotos, die man ihm gegeben hatte. Alles was nun geschah, ging blitzschnell. So schnell, daß Joe Grotzky nicht den Hauch einer Chance hatte.

*

Als der Blonde seinen Job erledigt hatte, sah er sich noch ein bißchen im Haus um. Es gab etwas Bargeld. Ein paar Tausender, die steckte er ein. Er zog die Schubladen aus den Schränken und kippte den Inhalt auf den Boden. Es sollte wie ein Einbruch aussehen. Dann ging er ins Kellergeschoß und da erlebte er eine Überraschung. In Grotzkys Keller befand sich ein voll ausgerüsteter Atomschutzraum. Ein Schild an der Wand verriet das. Es standen auch gleich ein paar Verhaltensregeln für den Ernstfall dabei. Die dicke Tür, die diesen Raum Luftdicht von der Außenwelt abschließen konnte, stand offen. Er ging hinein und inspizierte den Raum interessiert. Dabei fragte er sich, ob Grotzky wirklich Angst vor einem Atomkrieg gehabt hatte oder ob er nur auf die Steuervorteile und Fördergelder aus gewesen war, die es für solche Schutzräume früher gegeben hatte. Der Killer zuckte die Schultern. Es konnte ihm gleichgültig sein. Aber auf jeden Fall war dieser Raum ein idealer Platz, um die Leichen un- terzubringen. Er konnte die Tür von außen ver- schließen und dann würde man eine Weile brauchen, um sie zu finden. Das bedeutete auch, daß die Po- lizei länger brauchen würde, um zu rekonstruieren, was in diesem Haus passiert war.

Für den Killer war das nur von Vorteil.

Er würde Zeit gewinnen, um sich abzusetzen.

So ging er hinauf ins Erdgeschoß. Entschlossen nahm er Grotzkys Leiche über die Schulter und schleppte sie in den Keller. Der Eingang zum Schutzraum war ziemlich eng, wenn man eine Leiche auf den Schultern trug. Einer von Grotzkys Ärmeln verhakte sich im Türgriff und die dicke Sicher- heitstür fiel mit einem zischenden Geräusch zu.

Der Killer legte die Leiche auf eine der Liegen, die man hier für den Ernstfall aufgestellt hatte. Dann ging er zurück zur Tür, aber bekam sie nicht auf. Es war wie verhext, aber was er auch versuchte, sie ließ sich nicht öffnen...

*

Die beiden Männer, die an Grotzkys Haustür klingelten trugen Kittel mit der Aufschrift 'Harrys Schlüsseldienst'. Der Jüngere der beiden klingelte bereits zum zweiten Mal und wurde schon ungeduldig. Aber es machte niemand auf.

Vielleicht ist niemand zu Hause, meinte er.

Der Ältere schüttelte den Kopf.

Ich habe gestern nachmittag mit Mister Grotzky telefoniert und er hat mir gesagt, daß er um diese Zeit zu Hause sei...

Vielleicht funktioniert die Klingel nicht! Der Jüngere ging ein paar Schritte seitwärts in Richtung des ersten Fensters.

Weswegen sind wir eigentlich hier? fragte er dann.

Der Ältere lächelte. Ein Leckerbissen für dich, Bob! Da kannst du was lernen. Es geht um die Polung eines elektronischen Sicherheitsschlosses für die Tür zu einem Atomschutzraum.

Polung? fragte der Jüngere.

Ja. Normalerweise funktionieren die Dinger so, daß sie sich von innen nur dann öffnen lassen, wenn außen keine Gefahr mehr durch Strahlung besteht. Aber wenn sie falsch gepolt sind, kann es passieren, daß sie genau umgekehrt funktionieren und sich erst öffnen, sobald draußen alles verstrahlt ist!

Der Jüngere hörte gar nicht mehr zu, sondern blickte wie gebannt durch das Fenster. Ich glaube, wir rufen besser die Polizei, sagte er. Da drinnen sieht es aus, wie nach einem Einbruch!

Special Agent Owen Burke:  Das Callgirl und die Mafia

Krimi von Pete Hackett

Der Umfang dieses Buchs entspricht 44 Taschenbuchseiten.

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

1

Der Dealer war in ein Gebäude in der Clinton Street, Lower East Side, geflohen. Die Special Agents Owen Burke und Ron Harris hatten ihn vor dem ‚Night Express‘, einer üblen Kascheme, erwischt, als er Drogen an dem Mann brachte. Doch als sie zugriffen, entkam er ihnen. Jetzt aber saß er in der Falle. Einige Kollegen von der City Police, die die Agents angefordert hatten, bewachten den rückwärtigen Ausgang und die Haustür, Owen Burke und Ron Harris stiegen die Treppe empor.

Es gab insgesamt sechs Apartments in dem Gebäude. In einem davon steckte der Bursche. Die Apartments im Erdgeschoss und in der 1. Etage hatten die Agents überprüft. Jetzt befanden sich die G-men in der 2. Etage. Da war ein kleiner Flur, an dessen beiden Enden sich Wohnungstüren befanden. Burke klingelte an der linken Tür. Eine Frau öffnete, der Special Agent schaute in ihr Gesicht und wusste Bescheid. Eine eisigkalte Hand schien ihn zu berühren.

„FBI, Ma’am, ich bin Special Agent Burke, stellte er sich vor. „Sind Sie alleine in der Wohnung?

Die Augen der Frau flackerten. Burke blickte in einen Abgrund des Schreckens und der Angst. In ihren Mundwinkeln zuckte es, und sie musste zweimal ansetzen, ehe sie schließlich mit brüchiger Stimme antwortete: „Nein. Meine Tochter Sandy ..."

Burke begriff. Ron Harris stand neben ihm und atmete scharf ein. Laut sagte Burke: „Vielen Dank, Mrs – äh... Er brach ab und schaute auf das Namensschild bei der Klingel. „... Mrs Wilson, vollendete er dann.

Ihr Blick war flehend auf den Special Agent gerichtet. Es war, als wollte sie ihn hypnotisieren. Burke nickte ihr zu, griff kurzer Hand nach ihrem Arm und zog sie mit einem Ruck aus der Wohnung. Ron Harris übernahm die Frau. Burke griff zur SIG, glitt in das Apartment, befand sich im Wohnzimmer und ging auf das linke Knie nieder, um ein möglichst kleines Ziel zu bieten. Seine Hand mit der Pistole beschrieb einen Halbkreis, als er in die Runde sicherte.

Der Gangster war nicht zu sehen. Er hatte die Frau vorgeschickt, damit sie die Agents abwimmelte. Sicher hatte er ihr angedroht, ihrer Tochter Leid zuzufügen. Aber bei ihr waren die Angst und das Entsetzen ausgeprägter als die Schauspielkunst; sie hatte sich mit jedem Zug ihres Gesichts verraten.

Einige Türen führten in die verschiedenen anderen Räume; Küche, Bad, Schlafzimmer ... Eine weitere Tür führte wahrscheinlich ins Kinderzimmer. Eine dieser Türen wurde plötzlich aufgezogen und eine heisere, belegte Stimme rief: „Ich habe das Mädchen, Bulle! Verschwindet. Oder ich lege die Kleine um. Das wollt ihr doch nicht, wie?"

Der Bursche hatte wahrscheinlich bemerkt, dass sein Plan fehlgeschlagen war. Aber er schoss nicht, sondern drohte nur. Burke konnte diese Sorte einschätzen. Der Dealer würde wohl auch nicht schießen. Diese Kerle waren keine Mörder. Er wollte nur einschüchtern und Unsicherheit verbreiten.

Burke entspannte sich und senkte die Hand mit der SIG. „Es hat keinen Sinn, Mister, sagte er. „Das Haus ist von Polizei umstellt. Sie kommen nicht hinaus. Also lassen Sie das Mädchen frei und ergeben Sie sich. Machen Sie alles nicht noch schlimmer.

„Einen Dreck werde ich!, fauchte der Gangster. „Ich werde jetzt mit der Kleinen hinauskommen. Denk nur nicht, dass ich spaße. Ich schieße der Kleinen das Hirn aus dem Kopf, wenn ihr mir Schwierigkeiten macht.

Burke lauschte der Stimme hinterher und war sich sicher, einen verzweifelten Unterton aus ihr herausgehört zu haben. Der Gangster wusste, dass er verloren hatte. Er wollte es nur noch nicht einsehen. Die Drohung, das Mädchen zu erschießen, war das letzte Aufbäumen, der letzte verzweifelte Versuch, das Ruder zu seinen Gunsten herumzureißen.

Der Mann zeigte sich. Sein Gesicht war verkrampft. Vor sich hielt er ein etwa fünfjähriges Mädchen, seine Linke umklammerte die Schulter der Kleinen. Mit der Rechten hielt er die Pistole gegen ihre Schläfe.

„Leg deine Waffe auf den Fußboden und geh zur Seite, Bulle!", knirschte der Gangster und schob das Mädchen vor sich her durch die Tür.

Das Kind schaute Burke aus großen, blauen Augen verwirrt an. „Mom!, rief es. „Wo ist meine Mom? Die dünne Stimme klang kläglich und der Anblick des hilflosen Mädchens schnitt Burke ins Herz. Blonde Haare rahmten das Gesicht der Kleinen ein. Sie drückte mit beiden Armen eine Puppe an sich und begriff wahrscheinlich noch gar nicht richtig, was sich hier abspielte.

Der Special Agent wollte nichts herausfordern, legte die Pistole auf den Boden und trat zur Seite. Sein Blick kreuzte sich mit dem des Gangsters, in dessen Gesicht es arbeitete. Er war noch nicht alt, allenfalls fünfundzwanzig Jahre. Bekleidet war er mit einem Jeansanzug und einem karierten Hemd unter einer etwas abgewetzten Lederjacke. Auf seinem Kopf saß eine Wollmütze, unter der braune Haare hervorlugten, die bis in seinen Nacken reichten. Sein Gesicht war schmal und stoppelbärtig. Seine Augen verrieten die fast schmerzliche Rastlosigkeit, die ihn erfüllte.

„Sie verbessern Ihre Situation damit nicht, gab Burke zu verstehen. „Im Gegenteil. Geiselnahme ist kein Kavaliersdelikt. Nach einer Verurteilung wegen Rauschgifthandels wären Sie nach wenigen Jahren wieder in Freiheit. So aber ...

Der Special Agent brach vielsagend ab.

Der Gangster richtete die Pistole auf ihn. „Um mich einzusperren müsst ihr mich erst einmal haben. Mit dem Girl habe ich ein gutes Faustpfand, meinst du nicht? Ich werde jetzt hinuntergehen. Wenn sich mir auch nur ein einziger Bulle in den Weg stellt, stirbt die Kleine."

Er ging mit dem Mädchen an Burke vorbei und ließ ihn dabei nicht aus den Augen. Das zeitgeschaltete Licht im Treppenhaus war erloschen. Kein Geräusch war zu vernehmen, außer den tapsenden Schritten des Gangsters und seiner Geisel.

Er drehte sich Owen Burke zu und hielt ihm das Kind wie ein lebendiges Schutzschild entgegen.

Hinter ihm war Finsternis. „Mach Licht!", gebot er dem Mädchen, doch das Kind reagierte nicht. Fluchend nahm der Gangster seine Hand von der Schulter des Mädchens, um mit ihr die Wand neben dem Türstock nach dem Lichtschalter abzutasten.

Und dann ging alles dermaßen schnell, dass Burke kaum mit den Augen folgen konnte. Plötzlich lag der Gangster am Boden. Das Mädchen wurde von ihm weggerissen. Der Kerl brüllte auf. Ein Schuss krachte. Dann sah Burke seinen Kollegen Ron Harris, der sich über den Geiselnehmer beugte und ihm den Arm mit der Pistole herumdrehte. Wieder schrie der Bursche gequält auf.

Nun handelte auch Burke. Mit drei langen Schritten war er bei der Tür, zugleich nahm er die Handschellen, die unter seiner Jacke am Gürtel hingen, zur Hand. Harris hatte dem Gangster die Pistole entwunden. Die Handschellen klickten, dann machte Ron Harris Licht.

Mrs Wilson und ihre Tochter standen in der Ecke neben der Tür. Die Frau hatte beide Hände auf den Schultern des Mädchens liegen, in ihrem Gesicht zuckten die Muskeln und ihre Lippen formten tonlose Worte.

„Alles ist gut, stieß Burke hervor. „Kommen Sie. Er hob das Mädchen auf seinen Arm und nahm die Frau bei der Hand. Ron Harris zerrte währenddessen den Gangster auf die Beine. „Stell dich nicht so an, hörte Burke seinen Kollegen und Partner sagen. „Eben warst du auch nicht so zimperlich.

Burke führte Mrs Wilson in die Wohnung. Auf der Treppe trampelten Schritte und Stimmen waren zu vernehmen. Dann kam Ron Harris in die Wohnung. „Der Narr hat tatsächlich geschossen, gab er zu verstehen. „Ich habe angeordnet, dass er ins Field Office gebracht wird. Sind die Frau und das Mädchen in Ordnung?

Mrs Wilson taumelte zu einem Sessel und ließ sich hineinfallen. Burke setzte ihr das Mädchen auf den Schoß. „Ja, antwortete er. „Zumindest körperlich haben Sie keinen Schaden davongetragen. Ich denke aber, dass sich ein Polizeipsychologe um sie kümmern muss.

2

„Wie lautet Ihre Name?", fragte Owen Burke den Geiselnehmer. Sie befanden sich im Vernehmungsraum des Zellentrakts, der im Keller des Federal Building eingerichtet worden war. Der Gangster saß an einem Tisch. Der Raum war in helles Neonlicht getaucht. Ron Harris stand hinter ihm, Owen Burke hatte sich vor dem Tisch aufgebaut.

„Roy Leacock."

„In wessen Auftrag verkauften sie vor dem ‚Night Express‘ die Drogen?" Burke stemmte beide Arme auf den Tisch und beugte sich ein wenig nach vorn. Sein Blick hatte sich am Gesicht Leacocks festgesaugt.

„Ich habe sie in eigener Regie verkauft, denn ich brauche Geld. Die Sucht ..."

„Sie sind also süchtig?"

„Ja."

„Was sagt Ihnen der Name Richard Parker?"

„Wer soll das sein?" Während er dies fragte, irrte der Blick des Dealers ab. Er fühlte sich plötzlich nicht mehr wohl in seiner Haut, das war offensichtlich.

„Der Mann, in dessen Auftrag sie gedealt haben, half ihm Owen Burke mit klirrender Stimme auf die Sprünge. „Der Mann, der das Drogengeschäft in Südmanhattan kontrolliert. Raus mit der Sprache, Leacock. Und denken Sie daran: Unsere Geduld ist begrenzt. Wir können Sie auch unseren Vernehmungsspezialisten überlassen. Und die sind besonders geschult. Wenn die mit Ihnen fertig sind, haben Sie sicherlich einen psychischen Knacks weg.

Das war natürlich maßlos übertrieben, aber wenn der Bursche ein wenig eingeschüchtert wurde, öffnete er vielleicht den Mund und erzählte den Agents, was sie hören wollten.

Noch aber sah es nicht so aus, als würde ihn die Drohung in irgendeiner Weise beeindrucken, denn er blaffte: „Ich kenne diesen Mann nicht. Lasst mich in Ruhe."

„Von wem haben Sie das Rauschgift erhalten?", fragte Ron Harris.

„Ich habe es in Harlem gekauft. Und was ich nicht selbst brauchte, wollte ich vor dem ‚Night Express‘ mit Gewinn weiterverkaufen."

„Sie hatten Heroin im Wert von fünfzehntausend Dollar bei sich. Erzählen Sie mir nicht, dass Sie es gekauft haben."

„Denkt, was ihr wollt."

Burke ergriff wieder das Wort, indem er sagte: „Sie haben geschossen, als Sie mein Kollege überwältigte. Das wird das Gericht sicher als Mordversuch auslegen, und Ihnen dürfte klar sein, was darauf steht. Wir könnten es aber auch so deuten, dass die Pistole versehentlich losging und Sie würden sich eine Reihe von Jahren ersparen."

Burke versuchte, dem Dealer die Sache ein wenig schmackhaft zu machen, in Leacocks Gesicht jedoch regte sich nichts. Wahrscheinlich hatten Burkes Worte bei ihm nicht den geringsten Eindruck hinterlassen. „Die Pistole ist tatsächlich versehentlich losgegangen, erklärte der Gangster. „Gegenteiliges werdet ihr mir kaum beweisen können.

„Sie haben gedroht, zu schießen und Sie hielten die Waffe an den Kopf des Kindes. Und als mein Kollege sie überwältigte, fiel der Schuss. Weiterer Beweise bedarf es nicht."

„Ich lasse es auf mich zukommen."

„Sie haben Angst, nicht wahr?", knurrte Ron Harris.

„Vor wem sollte ich Angst haben?" Trotzig schaute der Dealer den G-man an.

„Vor der Rache der Mafia, der Sie angehören und die Richard Parker leitet. Sie befürchten, dass der Arm des Syndikats bis hinter die Mauern von Rikers Island reicht. – Wo wohnen Sie?"

„Upper West Side, 78th Street, Nummer 341. Die Zeit könnt ihr euch sparen, denn in meiner Wohnung werdet ihr nichts finden."

„Wir werden sehen. Haben Sie sich schon einen Anwalt besorgt?"

„Nein. Das erledige ich noch. Und ich werde den besten konsultieren."

„Womit wollen Sie ihn bezahlen?"

„Das lassen Sie nur meine Sorge sein."

„Ich sage es Ihnen, knirschte Burke. „Sie bezahlen den Anwalt gar nicht. Das macht Parker.

„Parker, Parker, Parker!, blaffte Leacock, schob das Kinn vor und zeigte die Zähne. „Ich kann den Namen nicht mehr hören. Wer zum Teufel ist dieser Parker?

„Parker würde zum Beispiel niemals zulassen, dass Sie ihm ins Handwerk pfuschen, stieß Owen Burke hervor. „Wenn Sie in eigener Regie vor dem ‚Night Express‘ Stoff verkauft hätten, wären Parkers Leute vor uns dort gewesen, um Ihnen die Hammelbeine langzuziehen. – Okay, Leacock. Sie wollen nicht sprechen. Wir erwischen gewiss den einen oder anderen von Ihren Kollegen, und sicherlich ist einer unter ihnen, der versucht, für sich das Beste herauszuholen. Dann ist es für Sie allerdings zu spät, und Sie werden dann für die nächsten fünfundzwanzig Jahre im Zuchthaus verschwinden.

„Oder bis zum Ende Ihres Lebens, fügte Ron Harris hinzu. „Rauschgifthandel, Geiselnahme, versuchter Mord. - Man wird Ihnen eine ziemlich gesalzene Rechnung präsentieren.

Leacock atmete stoßweise. In seinen Augen wob eine jähe Unsicherheit. Fahrig strich er sich mit der linken Hand über das Gesicht. Plötzlich zog er die Unterlippe zwischen die Zähne und kaute darauf herum.

Die beiden Agents starrten ihn an; durchdringend, zwingend, mitleidlos. Entgegenkommen durfte er nur erwarten, wenn er sich kooperativ zeigte. Bis jetzt aber brillierte er Burke und Harris gegenüber nur mit seiner trotzigen Sturheit.

Hinter seiner Stirn jagten sich die Gedanken. Er blinzelte und sein Blick irrte ab. Plötzlich begann er seine Hände zu kneten, und schließlich stieß er hervor: „Okay, okay. Ich habe im Auftrag Parkers das Heroin vor dem Night Express verhökert. Wenn in Manhattan mit Drogen gehandelt wird, dann steckt immer Parker dahinter. Er lässt sich hier die Butter nicht vom Brot nehmen und kontrolliert den Drogenhandel zu hundert Prozent."

„Nicht nur den Drogenhandel, erklärte Burke. „Auch die Prostitution und das illegale Glücksspiel.

„Das weiß ich nicht."

„Stand Parker direkt mit Ihnen in Verbindung, oder bekamen Sie das Rauschgift über einen Mittelsmann?"

„Es war Parker selbst, der uns versorgte."

„Wer hat noch für ihn gedealt?"

„Ich kenne nur Jack Bowler und Toby Mason. Bowler verkauft vor dem Club Jamaika, Mason vor dem Black Bird."

„Wir werden uns erkenntlich zeigen und ein gutes Wort bei der Staatsanwaltschaft für Sie einlegen", versicherte Owen Burke, dann rief er den Wachtmeister, damit er Leacock in seine Zelle zurückbrachte.

3

Die Special Agents Burke und Harris fuhren am Morgen nach Bergen Beach. Von Manhattan aus mussten sie zuerst nach Brooklyn. Sie benutzten den Brooklyn Battery Tunnel, der sich am südlichsten Ende Manhattans befindet, drüben befuhren sie den Gowanus Expressway, dann den Prospect Expressway, es ging zwischen Prospekt Park und dem Greenwood Friedhof hindurch und dann wandten sie sich nach Osten, um zur Jamaika Bay zu gelangen.

„Der alte Schuft wird Augen machen, wenn wir ihm erklären, dass er verhaftet ist, verlieh Ron Harris seiner Vorfreude mit einem geradezu euphorischen Tonfall Ausdruck. „Wie lange sind wir hinter dem Kerl eigentlich schon her? Ein Jahr, zwei Jahre?

„Freu dich nicht zu früh, versetzte Burke dem nach dessen Dafürhalten etwas übersteigerten Optimismus seines Kollegen einen Dämpfer. „Noch steht er nicht in Handschellen vor uns. Ich bin vorsichtig geworden, was diesen Kerl anbetrifft. Zu oft ist er uns in letzter Minute durch die Lappen gegangen.

Ron Harris, der den Dienstwagen steuerte, musste bremsen, weil eine Ampel auf Gelb umschaltete und der Verkehr vor ihm ins Stocken geriet. Dann kam Rot und die Autokolonne stand. Die Agents hatten es jedoch nicht besonders eilig. Richard Parker lief ihnen nicht davon. Er hatte ja keine Ahnung, dass sie im Anmarsch waren.

Nicht nur Ron Harris war zufrieden, auch Owen Burke war es. Das FBI war hinter dem alten Mobster schon eine ganze Weile her. Mit der Verhaftung Leacocks hatten die Agents endlich einen seiner Lakaien erwischt, der den Mund aufmachte. „Parker hat sicher die besten Anwälte an der Hand, äußerte Burke, der aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit noch immer nicht so recht an einen einschneidenden Erfolg in Sachen Richard Parker glauben wollte. „Sie werden wahrscheinlich wieder eine Hintertür finden, durch die sie ihren schwerreichen und sicher auch einflussreichen Mandaten auf freien Fuß bekommen.

„Das ist nicht mehr unser Problem, versetzte Ron Harris. „Beweise und Zeugenaussagen auszuwerten ist Sache des Staatsanwalts. Er muss dem Haftrichter genügend Material präsentieren, damit Parker festgehalten werden kann.

Burke schaute seinen Kollegen von der Seite an. „Das ist doch nicht dein Ernst, Ron. Gerade du bist doch frustriert bis in die Knochen, wenn jemand, den wir verhaftet haben, gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt wird. Und ich denke, gerade bei Rich Parker würde es dich bis ins Mark treffen, wenn ihn der Haftrichter laufen ließe."

Harris‘ Brauen hoben sich. „Wie gut du mich kennst, Partner. Ein vages Grinsen huschte um seine Lippen. „Ich würde mich wahrscheinlich in den Hintern beißen, wenn die Aussage Leacocks nicht ausreichen würde, um den alten Schuft hinter Schloss und Riegel zu bringen.

Die Ampel zeigte grünes Licht und die Fahrzeuge vor dem Dodge Avenger rollten an. Die Agents befanden sich bald mitten in einem Wohngebiet. Zu beiden Seiten der Straße waren schmucke Einfamilienhäuser mit kleinen Gärten davor zu sehen. Kinder spielten in den Einfahrten oder auf der Fahrbahn. Eine Gruppe Frauen stand auf dem Gehsteig und unterhielt sich. Hier war die Welt noch in Ordnung. So schien es zumindest.

Sie erreichten die Flatbush Avenue, und hier war das Verkehrsaufkommen wieder lebhafter. Irgendwann bog Ron Harris nach links ab, und sie gelangten nach Mill Basin, einen Ortsteil, bei dem es sich ebenfalls um ein Wohnviertel handelte.

Südlich von den Agents erhoben sich die Bäume und Büsche des Marine Parks, östlich befand sich Bergen Beach, eine bevorzugte Wohngegend des Geldadels, der sich hier - fernab von Verkehrslärm und Stress - an der Jamaika Bay teure Domizile erbaut hatte.

Es waren Villen, die in großen, parkähnlichen Gärten lagen und mit hohen Hecken wie Mauern umgeben waren. Die Agents fanden das Anwesen Parkers auf Anhieb. Harris stellte den Dodge an den Straßenrand und die G-men stiegen aus. Das große, schmiedeeiserne Tor, hinter dem die Zufahrt zur Villa lag, war verschlossen. Vor der Garage stand ein schwarzer Mercedes der Luxusklasse. An einer der Säulen, die die Gartentür säumten, war eine Klingel mit Gegensprechanlage. Parallel zur Zufahrt verlief ein gepflasterter Fußweg, der bei einem Rondell vor dem Haus endete, das mit Blumen bepflanzt war und aus dessen Mitte ein Springbrunnen mit einem Neptun als Brunnenfigur ragte.

Als das hier gebaut und angelegt wurde, schien das Beste gerade gut genug gewesen zu sein. Alles war teuer und luxuriös – um nicht zu sagen protzig.

„Wird dem alten Gangster sicher nicht leicht fallen, all das gegen eine nüchterne Gefängniszelle einzutauschen", freute sich Ron Harris.

„Ganz sicher nicht", pflichtete Owen Burke bei und legte den Daumen auf den Klingelknopf.

Nichts rührte sich.

Burke läutete noch einmal.

Nichts!

Ron Harris versuchte die Gartentür zu öffnen. Sie schwang lautlos auf und die Agents betraten das Grundstück. Linker Hand wurde der Fußweg von einer immergrünen Hecke gesäumt. Rechts, jenseits der Zufahrt, war ebenfalls eine Hecke, hinter der sich Bäume und Sträucher erhoben.

Owen Burke schaute sich um und war überzeugt davon, dass der Eingangsbereich in das Grundstück videoüberwacht war. Wahrscheinlich sogar der gesamte Garten. Allerdings konnte er nirgendwo eine Kamera entdecken.

Die Agents schritten den Fußweg entlang und erreichten die Haustür.

Sie war nur angelehnt, und sowohl Owen Burke als auch Ron Harris registrierten im nächsten Moment, dass die Tür beschädigt war.

„Himmel, entfuhr es Ron Harris. „Sieht ganz so aus, als wäre die Tür aufgebrochen worden. – Mir schwant wenig Erfreuliches, Kollege. Als wir Leacock kassierten, haben wir möglicherweise einen Stein ins Rollen gebracht.

Owen Burke stieß die Tür auf, sie schwang nach innen, die G-men betraten das Haus. Vor ihren Blicken lag das Wohnzimmer. Am Boden lag ein nackter Mann auf dem Teppich, dessen gebrochene Augen zur Decke hinaufstarrten und dessen Brust blutbesudelt war. Auf den ersten Blick sah Burke, dass er erschossen worden war.

„Das ist Rich Parker, stieß Ron Harris leicht schockiert hervor. „Heiliger Rauch! Wer ist uns da zuvorgekommen?

Burke hatte schon das Handy aus der Tasche genommen und holte die eingespeicherte Nummer des Field Office auf das Display. Gleich darauf hatte er einen Kollegen an der Strippe, den er mit knappen Worten aufklärte und schließlich bat, die Mordkommission zu verständigen.

Dann warteten Owen Burke und Ron Harris, bis die Kollegen vom Police Department erschienen.

4

Die ballistische Analyse des Geschosses, mit dem Richard Parker getötet worden war, ergab, dass es sich um ein Projektil vom Kaliber .40 Smith & Wesson handelte. Ein viel gebräuchliches Kaliber. Eine Übereinstimmung mit bereits registrierten Geschossen war nicht festzustellen.

Im Haus Parkers wurden Fingerabdrücke gefunden. Auch sie waren nicht registriert.

Die Agents hatten nicht den geringsten Anhaltspunkt, der sie auf die Spur des Mörders geführt hätte.

Sie fuhren zu Alfred Parker, dem Sohn des ermordeten Gangsterbosses. Seine Wohnung befand sich in Manhattan, Clinton, 54th Street. Eine rothaarige Frau ließ sie in die Wohnung. Alfred Parker zeigte sich den G-men geknickt und voll Trauer. Er trug sogar zu Hause ein weißes Hemd und eine schwarze Krawatte.

Er forderte sie auf, Platz zu nehmen. Owen Burke fiel die frappierende Ähnlichkeit auf, die er mit seinem Vater hatte. Seine Haare waren allerdings im Gegensatz zu den grauen seines Vaters dunkel. Er setzte sich ebenfalls und auch die rothaarige Lady ließ sich nieder. „Darf ich Ihnen einen Drink anbieten?", fragte Alfred Parker.

Die Agents lehnten dankend ab.

„Sie ahnen sicher, weshalb wir zu Ihnen gekommen sind", begann Special Agent Burke.

„Es ist wegen des Mordes an meinem Vater, antwortete Parker. „Gibt es schon irgendwelche Hinweise auf seinen Mörder?

„Die Ermittlungen führen nicht wir, sondern die Mordkommission, versetzte Owen Burke. „Uns interessiert mehr die Zeit vor dem Tod Ihres Vaters. Wussten Sie über seine geschäftlichen Aktivitäten Bescheid?

„Er betrieb einen privaten Geldverleih. Natürlich wusste ich das. Dad verdiente gut damit. Es reichte zumindest, um sich in einer der teuersten Wohngegenden New Yorks ein Haus zu kaufen."

„Womit verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt, Mister Parker?", fragte Ron Harris.

„Ich betreibe zwei Bars in Carnegie Hill und Chelsea."

„Wir wissen, dass Ihr Vater sein Geld mit Rauschgifthandel, Glücksspiel und Förderung der Prostitution verdiente, gab Owen Burke ohne Umschweife zu verstehen. Er nahm sich kein Blatt vor den Mund. „Ihrem Vater gehörte nicht nur ein privater Geldverleih, ihm gehörten auch vier Bars in East Village, Soho und in der Lower East Side.

Alfred Parker prallte regelrecht zurück, ein Schatten schien über sein Gesicht zu huschen, über seiner Nasenwurzel standen plötzlich zwei senkrechte Falten. „Davon weiß ich nichts. Er presste sekundenlang die Lippen zusammen, sodass die Backenknochen hart in seinem Gesicht hervortraten und beugte sich weiter nach vorn. Seine Ellenbogen lagen auf seinen Oberschenkeln, die Hände baumelten zwischen den Knien. „Das sind ziemlich schwerwiegende Vorwürfe, die Sie gegen meinen Vater erheben. Können Sie ihre Behauptung auch beweisen?

„Wir haben die Aussage eines Mannes, der für Ihren Vater mit Drogen dealte. Warum denken Sie denn, sind wir nach Bergen Beach gefahren? Wir wollten Ihren Vater festnehmen. Er war Boss eines verbrecherischen Syndikats."

Abrupt erhob sich Alfred Parker. „Ich dulde nicht, dass Sie meinen toten Vater beleidigen und ihm unhaltbare Dinge unterstellen!, erregte er sich mit einer Stimme, die an fernes Donnergrollen erinnerte. „Das ist ungeheuerlich – nein, es ist impertinent. Sie ziehen seinen guten Namen in den Schmutz. Ich werde mich über Sie beschweren. Sein Tonfall wurde um einige Nuancen schärfer. „Und jetzt bitte ich Sie, meine Wohnung zu verlassen."

Auch die Agents erhoben sich, Owen Burke reckte die Schultern und stieß hervor: „Wir gehen, sicher, aber vorher werden Sie uns einige Fragen beantworten."

„Brauche ich einen Anwalt?"

„Nein."

„Gut. Ich werde entscheiden, ob ich Ihre Fragen beantworte. Fragen Sie."

„Lebte Ihr Vater allein in dem Haus in Bergen Beach?"

„Ja. Er und meine Mutter sind seit fast zwanzig Jahren geschieden. Sie lebt in Manhattan. Aber auch ich habe keinen Kontakt zu ihr und weiß nicht, was sie treibt."

„Hatte Ihr Vater Feinde?"

„Nicht, dass ich wüsste. Alfred Parker vermittelte den Eindruck, scharf nachzudenken, und schließlich schüttelte er den Kopf. „Er hat mit mir selten über sein Privatleben gesprochen. Aber wenn es jemand gäbe, der ihm Böses wollte, dann hätte er es mir sicher gesagt.

„Was hältst du von ihm?", fragte Ron Harris, als sich die Agents wieder auf der Straße befanden.

„Wahrscheinlich gehört er dazu und tritt jetzt an die Stelle seines Vaters."

Ron Harris nickte.

Die Agents fuhren zurück zur Federal Plaza und begaben sich in ihr gemeinsames Büro. Owen Burke rief Amalie Shepard an und sagte ihr Bescheid, dass sie zurück waren. „Ihr sollt sofort beim Chef erscheinen", gab die Sekretärin des Assistant Directors zu verstehen.

„Schlechte Nachrichten?", fragte Burke ahnungsvoll, denn es war meistens irgendeine Kacke am Dampfen, wenn der Chef seine Agents zu sich zitierte.

„Ich weiß es nicht, erwiderte Amalie Shepard. „Er hat lediglich angeordnet, dass ihr sofort bei ihm erscheinen sollt, sobald ihr eintrefft. Sofort heißt unverzüglich – also ohne schuldhaftes Zögern.

„Danke, Amalie, du bist wieder einmal ein Ausbund an Freundlichkeit."

„Ich werde nicht dafür bezahlt, freundlich zu sein!, keifte sie und Burke sah ihr verkniffenes, hässliches Gesicht vor seinem geistigen Auge, legte auf, zuckte mit den Achseln und meinte: „Der Chef will uns sehen. Also lassen wir ihn nicht warten.

Nachdem sie das Büro des AD betreten hatten, forderte der sie auf, Platz zu nehmen, ließ sich selbst nieder, schaute ernst von einem zum anderen, und begann schließlich zu sprechen. „Leacock hat sein Geständnis widerrufen. Er erklärt, dass ihr es von ihm durch die Androhung massiver Gewaltanwendung erzwungen habt."

Burke wollte etwas sagen, doch der AD winkte ab. „Sie brauchen sich nicht zu rechtfertigen, Agent. Ich kenne Sie und mir ist klar, dass Leacock lügt. Allerdings wird es eine Untersuchung geben."

„Richard Parker ist also aus dem Schneider, murmelte Burke. „Leacock war der Trumpf, den wir im Ärmel hatten. Wenn er seine Aussage widerruft, sehen wir alt aus und der alte Mafioso wird posthum rehabilitiert.

„So ist es. Er hat widerrufen, und das bedeutet, Sie müssen wieder von vorn beginnen, wenn Sie die Mafia, deren Kopf Rich Parker war, zerschlagen möchten. Wegen der Behauptung Leacocks sollten Sie sich keine allzu großen Sorgen machen. Ihre Aussagen stehen gegen seine."

„Dennoch ist es ärgerlich, brummte Owen Burke. „Ich hätte der Mafia Parkers nur allzu gerne das Handwerk gelegt. Sicher gibt es nicht nur Richard Parker und eine Hand voll Dealer, die vor irgendwelchen Kneipen ihren Stoff an den Mann bringen. Da ist sicherlich noch einiges dazwischen, und wahrscheinlich gehört auch Alfred Parker dazu.

„Mit dem haben wir gesprochen, klärte Ron Harris den AD auf. „Aber der Knabe war so unbedarft wie ein Neugeborener. Doch ich denke, wir sollten ihn nicht auf die leichte Schulter nehmen. Rich Parker war ein skrupelloser Gangster, und der Apfel fällt bekanntlich nicht weit vom Stamm.

„Ein wahres Wort", murmelte der AD.

5

Einige Tage später ...

James Howard von der Mordkommission des Police Department New York rief bei Owen Burke an und sagte: „Vorgestern in der Nacht hat in der 33th Street eine Lady aus dem Pretty Flamingo in ihrer Wohnung einen Einbrecher mit seiner eigenen Waffe erschossen. Es handelt sich bei dem Burschen um einen Mann namens Murphy. Er hat für Richard Parker gearbeitet – das ist definitiv. Ihr seid doch an dem Fall dran. Ist euch der Name im Zusammenhang mit euren Ermittlungen irgendwann mal untergekommen?"

„Nein, antwortete Burke nach kurzer Überlegung. „Mit einem Mann namens Murphy hatten wir noch nichts zu tun. Aber ist das Pretty Flamingo nicht eine von den Bars, die Richard Parker gehören?

„Sehr richtig. Gladys Fleming, das ist die Lady, die Murphy getötet hat, arbeitet für Parker. Howard berichtigte sich sogleich. „Arbeitete ... - Der Vorname des Toten ist Herb. Die Kugel, die ihn tötete, ging in die Ballistik. Das Ergebnis der Auswertung erhielt ich gestern am Nachmittag. Und jetzt haltet euch fest. Die Kugel wies dieselben Spezifikationen auf wie das Projektil, das der Pathologe aus Richard Parkers Körper geschnitten hatte. Und da es sich um die Pistole Herb Murphys handelt, ist davon auszugehen, dass er seinen eigenen Boss erschoss.

„Das ist ja ein Hammer, entfuhr es Burke, und er zog sogleich einen Schluss: „Den Mord hat er doch sicher nicht aus eigenem Antrieb begangen. Wer mag wohl dahinter stecken?

„Einer, dem Richard Parker ein Dorn im Auge war, antwortete Howard. „Jemand, der drauf und dran ist, seinen Platz einzunehmen.

„Sein Sohn!", stieß Burke ungläubig aus.

„Kaum anzunehmen, erwiderte Howard. „Es muss außer Alfred Parker noch jemand geben, der sich auf Rich Parkers Thron schwingen möchte. – Aber das ist noch nicht alles, erklärte der Detective Lieutenant von der Mordkommission, nachdem er Luft geholt hatte. „Die Fingerabdrücke dieser Gladys Fleming wurden in Richard Parkers Haus gefunden. Dies hat die Spurensicherung eindeutig ergeben."

„Das wird ja immer verworrener!, gab Burke zu verstehen. „Die Geschichte mit dem Einbruch klingt ziemlich merkwürdig. Findest du nicht? Gladys Fleming und Herb Murphy haben sich gewiss gekannt, nachdem sie beide für Richard Parker arbeiteten. Aus welchem Grund sollte Murphy bei ihr einbrechen?

„Wir haben mit Gladys Fleming gesprochen, Owen. Sie bestreitet nicht, für Parker gearbeitet zu haben, und sie hat auch nicht geleugnet, sich des Öfteren in Richard Parkers Haus in Bergen Beach aufgehalten zu haben. Aus welchem Grund sie Parker hin und wieder mit nach Hause nahm, muss ich ja gewiss nicht erläutern. In der Nacht, in der Parker ermordet wurde, will sie allerdings nicht bei ihm gewesen sein."

„Wenn Murphy seinen Boss ermordet hat, dann hatte sein Besuch bei dieser Gladys Fleming sicherlich einen guten Grund, konstatierte Owen Burke. „Vielleicht weiß sie mehr, als sie zugegeben hat.

„Wir haben sie einige Male in die Mangel genommen, aber sie ist bei ihrer Version der Geschichte geblieben, dass Herb Murphy bei ihr eingebrochen ist und sie ihn in Notwehr erschoss, erklärte Howard. „Wir konnten nicht den geringsten Widerspruch zu ihrer ersten Aussage feststellen.

„Zumindest ist bekannt, wer Richard Parker erschossen hat", knurrte Owen Burke.

„Ich denke, meinte James Howard, „dass Murphy nicht aus eigenem Antrieb handelte. Weder als er Parker erschoss, noch als er in Gladys Flemings Wohnung eindrang. Irgendeinen Zusammenhang gibt es, und sicher gibt es einen Drahtzieher. Wir bleiben jedenfalls am Ball.

„Halte uns auf dem Laufenden, James", bat Owen Burke.

Ron Harris hatte hören können, was James Howard sprach, denn Burke hatte den Lautsprecher seines Telefons aktiviert. Nachdem Burke aufgelegt hatte, stieß er hervor: „Ich denke, diese Lady namens Gladys Fleming ist ausgesprochen wertvoll für uns."

6

Die Agents statteten Alfred Parker einen Besuch ab. Es war 22 Uhr vorbei. Obwohl Alfred Parkers Broterwerb zwei Bars waren, die nur des Nachts geöffnet waren, hofften sie, ihn in seiner Wohnung in der 54th Street anzutreffen.

Es war ein Trugschluss, denn niemand öffnete ihnen.

Vom Dienstwagen aus rief Owen Burke bei beiden Nachtlokalen an, doch Alfred Parker war weder in der einen Bar noch in der anderen aufgetaucht. Düstere Ahnungen befielen Owen Burke und er sagte zu seinem Kollegen: „Wir gehen in die Wohnung. Möglicherweise war nach Richard Parker auch sein Sohn jemand ein Dorn im Auge."

Für Ron Harris war es kein Problem, die Tür zu öffnen. Und Owen Burkes unheilvolle Ahnung wurde zur Gewissheit: Im Wohnzimmer lag Alfred Parker am Boden. Jemand hatte ihm eine Kugel in die Brust geschossen. Er war tot.

Im Schlafzimmer fanden die Agents die rothaarige Frau, die ihnen bei ihrem letzten Besuch die Tür geöffnet hatte. Sie lag quer über dem Doppelbett und war ebenfalls tot. Erschossen ...

Owen Burke rief die Mordkommission an und hatte schließlich einen Beamten der Nachtbereitschaft an der Strippe. Nachdem Burke ihm erklärt hatte, was Sache war, sagte er zu, sofort mit einem Trupp Spezialisten von der SRD aufzukreuzen.

Es dauerte dennoch fast eine Stunde, bis die Kollegen kamen. Auch ein Vertreter der Staatsanwaltschaft erschien. Der Coroner konnte nur noch den Tod Alfred Parkers und seiner Lebensgefährtin feststellen. Die Beamten von der Spurensicherung machten sich an die Arbeit. Irgendwann erschien ein Reporter.

7

An diesem Morgen geschah etwas, das die Agents Burke und Harris in Staunen versetzte: Der Assistant Director erschien in ihrem Büro, kaum, dass sie den Dienst angetreten hatten. Nachdem er sie mit Handschlag begrüßt hatte, sagte er: „Ich bekam soeben einen Anruf. Es war eine Frau namens Rachel Davidson. Sie hat einen Brief in Händen, in dem Gladys Fleming behauptet, Augenzeuge des Mordes an Richard Parker gewesen zu sein. Bei dem Mörder handelt es sich um Herb Murphy."

„Das ist bekannt, erklärte Owen Burke. „Murphy ist der Bursche, den Gladys Fleming in Notwehr erschoss. Ich glaube, jetzt wird mir einiges klar. Was steht sonst noch in dem Brief?

„Auftraggeber für den Mord

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