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Grundlagen Kreatives Schreiben

Grundlagen Kreatives Schreiben

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Grundlagen Kreatives Schreiben

Bewertungen:
5/5 (1 Bewertung)
Länge:
382 Seiten
4 Stunden
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 8, 2013
ISBN:
9783955772277
Format:
Buch

Beschreibung

Um gut zu schreiben – also so, dass der Text den Erwartungen seines Autors entspricht und das Schreiben selbst flüssig verläuft – braucht man Fähigkeiten auf zwei Gebieten: Man muss sich erstens mit den Elementen des Schreibhandwerks auskennen, wissen, wie man Figuren lebendig darstellt, welche Auswirkungen die Wahl der Perspektive auf den Text hat, wie man Konflikte einsetzt usw., und zweitens muss man wissen, wie der Schreibprozess verläuft, um ihn gut organisieren und Schreibprobleme beheben zu können.

Der erste Abschnitt beschäftigt sich mit grundlegenden Themen des literarischen Schreibens. Es geht unter anderem um die Figurenentwicklung, die Wahl der Erzählperspektive, Dialoge, Beschreibungen, den Handlungs- und Spannungsaufbau und die Überarbeitung.

Anschließend vermittelt das Buch wie man mit den Herausforderungen, die der Schreibprozess mit sich bringt, umgehen kann. Anfangen, durchhalten, Text beenden – es klingt so einfach und kann doch zu einer schwierigen Hürde werden, wenn Schreibblockaden, Perfektionismus und Selbstzweifel den Autor in ihren Würgegriff nehmen. Doch hier finden Sie Methoden, um Idee zu generieren und zu vertiefen, sowie Techniken, die dabei helfen, weiter und weiter zu schreiben, trotz Deadline, trotz fehlender Deadline, trotz bester Selbstdemontagetechniken, für die Autoren so viel Talent mitbringen.

Abschließend werden noch einige spezielle Textgattungen vorgestellt. Sie erfahren, worauf es beim Schreiben von Märchen, Fabeln, Kürzestgeschichten und Kurzgeschichten ankommt und erhalten eine Reihe von Schreibanregungen und Schreibspielen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 8, 2013
ISBN:
9783955772277
Format:
Buch

Über den Autor


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Buchvorschau

Grundlagen Kreatives Schreiben - Pia Helfferich

Impressum

Auflage 1, Dezember 2012

© 2012 Pia Helfferich

Pia Helfferich

Herzogstraße 9

42579 Heiligenhaus

post@piahelfferich.de

www.piahelfferich.de

E-Book Distribution: XinXii

www.xinxii.com

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Figuren entwerfen

Erst die Figur, dann die Handlung

Material sammeln

Grauabstufungen

Organisch gewachsen

Sprechendes Detail

Ziel und Antrieb der Figuren

Das Ziel der Figur

Der Antrieb hinter der Handlung

Menschliche Antriebe

Der Antagonist – Den Gegenspieler des Helden erfinden

Ausgeglichenes Kräfteverhältnis

Die Faszination des Bösen

Teuflisches Vorbild

Der Antagonist: die guten Seiten des bösen Gegenspielers

Wie sollte der Antagonist beschaffen sein?

Wie entdeckt man die guten Seiten des Bösen?

Übung für mehrdimensionale Gegenspieler

Handlungsaufbau: Die acht Elemente einer Geschichte

Basis

Auslöser

(Lösungs-)Suche

Überraschung

Kritische Wahl

Höhepunkt

Umkehr

Auflösung

Filmtrailer als Übung für die Handlungsstruktur von Geschichten nutzen

Trailer als Skelett der Geschichte

Übung fürs Kino

Beispiel „Der ganz große Traum"

Der Anfang der Geschichte: Den ersten Satz und Absatz schreiben

Mittel, um Leser zu interessieren

Der erste Absatz

In medias res

Plastische Figuren und charakteristische Details

Das Ende der Geschichte: Den Schluss schreiben

Krise, Höhepunkt und Konsequenz

Unerwartet und unvermeidlich

Keine Deutung oder Moralpredigt

Lineares Ende

Kreisförmiges Ende

Offenes Ende

Ambivalentes Ende

Konflikte

Spannend schreiben: Wie man in einer Geschichte Spannung aufbaut

Informationen vorenthalten

Spannungsaufbau durch Informationsvorsprung

Emotionen der Leser ansprechen

Ein Ziel vorgeben

Ungewöhnliche Dinge zeigen

Mit Andeutungen arbeiten

Verzögerung

Geschwindigkeit

Der Spannungsbogen

Die Balance halten

Infodumping vs. sinnvolle Beschreibungen

Was ist Infodumping?

Wofür ist Infodumping gut?

An welchen Textstellen kommt es besonders häufig vor?

Wie kann man die Infoberge abtragen?

Ausgesuchte, spezifische Details

Beschreibungen aufsplitten

Show, don’t tell

Wahrnehmung des Perspektivträgers

Sinneswahrnehmungen: Wie man Geruch und Geschmack in Texte einfließen lässt

Wozu Sinneswahrnehmungen in Texten gut sind

Wie es funktioniert Sinneswahrnehmungen in Geschichten einzubauen

Wo man Geschmack und Geruch einsetzen kann

Ein Milieu darstellen

Fragen, um sich ein Milieu zu erschließen

Perspektive des Außenseiters

Beispiel für eine Milieuschilderung

Zeigen, nicht behaupten

Texte mit Sogwirkung schreiben – Wie man Leser in eine Geschichte hineinzieht

Zeigen, nicht behaupten

Klischees vermeiden

Symptomatische Details

Vorausdeutungen

Realität und Fiktion verknüpfen

Die passende Erzählperspektive auswählen

Die auktoriale Erzählperspektive

Die personale Erzählperspektive

Der Ich-Erzähler

Zweite-Person-Erzählperspektive

Der objektive Erzähler

Die Multiperspektive

Die auktoriale oder personale Erzählperspektive

Der auktoriale Erzähler als Bescheidwisser

Der personale Erzähler auf der Suche nach Erkenntnis

Die Gestaltungsmöglichkeiten der Erzählperspektiven

Der Ich-Erzähler: Die Erzählperspektive aus der ersten Person Singular

Die Vorteile des Ich-Erzählers

Die Nachteile des Ich-Erzählers

Das Ich als Protagonist oder Nebenfigur

Mehr als ein Ich: die Multiperspektive

Der unzuverlässige Ich-Erzähler

Sonderform des Ich-Erzählers: Rollenprosa

Die personale Erzählperspektive

Beispiel für die personale Erzählperspektive

Einschränkungen des personalen Erzählers

Beschreibungen des personalen Erzählers

Wann sich die personale Erzählperspektive empfiehlt

Die Multiperspektive

Der Unterschied zum Ich-Erzähler

Dialoge schreiben: Wie man Figuren reden lässt

Jede Figur hat ihre eigene Sprechweise

Der szenische Aufbau des Dialogs

Die Gestaltung des Dialogs

Sprecherverben

Indirekte Rede

Einen Text überarbeiten – Von der Rohfassung bis zum Feinschliff

Der Textfriedhof

3 Phasen

Kürzen, streichen, weglassen: Texte straffer und dichter machen

Überflüssige Szenen

Funktionslose Figuren

Inhaltliche Wiederholungen

Erläuterungen

Überflüssige Details

Die Einführung

Blähwörter und Lieblingsausdrücke

Wortwiederholungen

Unpräzise Adjektive und Adverbien

Dialogauszeichnungen

Das Adjektiv: Freund oder Feind?

Wertende und sinnliche Adjektive

Offensichtliches streichen

Disclaimer

Höhere Weihen der Adjektivverwendung

Klischees vermeiden: Abgedroschene Denk- und Redeweisen überwinden

Klischees verflachen den Text

Das Körnchen Wahrheit

Figuren individuell gestalten

Durch Beobachtung Material gewinnen

Übung gegen Klischees

Klischees brechen

Kitsch beim Schreiben vermeiden

Trivial statt originell

Über Gefühle schreiben

Figuren mit Charakter

Authentisch sein

Originell sein

Sprachliche Klischees vermeiden

Knappe Andeutungen

Ambivalenz

Über den Umgang mit Kritik: Faire Textdiskussionen in Schreibgruppen

Der Text und seine Funktionsweise

Faire Kritik

Die Diskussion diskutieren

Wie ein Arbeitsjournal das Schreiben unterstützt

Arbeitsjournal als eigener Schreibcoach

Kommentare für den Lernprozess

Fremdkommentare unterstützen den Prozess

Was in ein Arbeitsjournal gehören kann

Das Arbeitsjournal von Elizabeth George

Clustern zur Ideenfindung

Der Hintergrund

Der Ablauf

Ein Beispiel

Noch mehr zum Kernwort

Das Buch

8 Methoden, um Ideen zu entwickeln

1. Das Notizbuch

2. Brainstorming

3. Clustern

4. Lesen

5. Die 7ner-Regel

6. Gegen die Zeit

7. Zeitschriften plündern

8. Antennen

Ideen weiterentwickeln und vertiefen

Kernsatz wiederholen

Neue Entwicklungsmöglichkeiten

Der Schreibfluss hat Vorfahrt

Nach vorne denken

Die Verfertigung der Gedanken beim Schreiben

Platzhalter nutzen

Freewriting: Wie es geht, was es bringt und warum es funktioniert

Was ist Freewriting?

Warum nutzt man Freewriting?

Wie funktioniert es?

Directed freewriting

Loop writing

Warum funktioniert es?

Die eigene Schreibstimme nutzen

Die Summe unserer Ausdrucksfähigkeit

Den Mensch hinter den Worten zeigen

Methoden, um die eigene Schreibstimme zu nutzen

Langwierige Schreibprojekte durchhalten

Der Motivation auf die Sprünge helfen

Kurze Etappen

Zeitmanagement

Auf der Welle der Faszination reiten

Unterstützung von außen

Einen Text zu Ende schreiben – Zeitmanagement für Autoren

Realistischen Termin finden

Verpflichtung eingehen

Kalender

Zwischenziele einbauen

Erfolg ausmalen

Der fiese Einsendeschluss: Wie man mit einer Deadline umgehen kann

Der ideale Umgang mit der Deadline

Ziele erreichen

Soziale Kontrolle

Für Adrenalinrauschjunkies

Der realistische Umgang mit der Deadline

Wie geht es weiter? Wie Beschreibungen helfen können, wenn man im Text stecken bleibt

Stimmen im Kopf – Wie Autoren sich selbst im Weg stehen

Wer spricht?

Kommentare mitschreiben

Affirmationen

Dialog zwischen Kritiker und Autor

Freewriting

Negative Selbstgespräche

Den Perfektionismus überwinden

Vor- und Nachteile des Perfektionismus

Weniger fordern, mehr erreichen

Irrationale Ängste

Konzentration auf den Prozess

Das schönste Mittel gegen Schreibhemmungen

5 Wege in die Schreibblockade

Den Kühlschrank putzen

Recherchieren

Aufschieben

Schuldzuweisungen

Zweifel

18 Mittel gegen Schreibblockaden

1. Es gibt keine Schreibblockaden

2. Einen persönlichen Bezug zum Thema herstellen

3. Den Zeitdruck aushebeln

4. Kleine Schritte planen

5. Das Erstfassungs-Mantra

6. Sich schreibend annähern

7. Regelmäßigkeit

8. Ursachenforschung

9. Gemeinschaft suchen

10. Ortswechsel

11. Was bisher geschah

12. Lesen

13. Die Notizen-Ausrede

14. Ideen reifen lassen

15. Schreibratgeber

16. Schreibübungen

17. Schreibverbot

18. Es erwischt immer die Guten!

Per Belohnung dem Aufschieben entkommen

Das herkömmliche Belohnungssystem

Zuckerbrot und Peitsche, Belohnung und Strafe

Angenehme Bedingungen schaffen

Belohnung aus dem Schreiben beziehen

Wie kann man sich besser konzentrieren?

Positive Einstellung

Schlaf

Entspannung

Pausen

Bewegung

Sauerstoff

Fester Arbeitsplatz

Geregelte Arbeitszeiten

Übersicht und Planung

Essen und Trinken

Ablenkungen

Arbeitstechniken

Rituale

Sitzball

Kaugummi

Liegende Achten

Zeitspiele

Märchen schreiben leicht gemacht

Typen statt Charaktere

Schlichte Sprache

Wiederholungen

Gut gegen Böse

Kein Ort, keine Zeit

Geradliniger Aufbau

Surrealismus in unserer Welt

Anregungen zum Märchenschreiben

Ein Date mit einer Figur

Die Märchenlotterie

Anekdoten verwenden

Gegenstände zum Leben erwecken

Fabeln schreiben

Beispiel einer Fabel von Äsop

Eine typische Eigenschaft pro Figur

Aussage in Handlung übersetzen

Aufbau der Fabel

Kürzestgeschichten schreiben

Was die Kürzestgeschichte charakterisiert

Kürze, Intensität, Überraschung

Figuren in der Kürzestgeschichte

Der Handlungsverlauf in der Kürzestgeschichte

Literaturempfehlungen

Eine klassische Kurzgeschichte schreiben

Handlung einsträngig

Figuren mit einem ausgeprägten Charakterzug

Einheit von Ort, Zeit und Stimmung

Erzählperspektive

Aufbau

Eisberg-Theorie

Ein Reisetagebuch führen

Das herkömmliche Reisetagebuch

Das gemeinsame Tagebuch

Das Skizzenbuch

Das literarische Tagebuch

Ich als Figur

Meine Figur auf Reisen

Liebesgedichte schreiben

Was will man sagen?

Material sammeln

Inspiration

Eine Form finden

Kein Herz, kein Schmerz

Die Variante für alle Fälle

Fingerübungen

Druck und Unterdruck

Übungen aus dem Alltag

Übungen am bestehenden Text

Plotentwicklung

Sprachregister

Maßgeschneiderte Aufwärmübungen vor dem Schreiben

Die Vorteile von Schreibanregungen

Der Ablauf

Drei Kategorien

Schreibanregungen für 7 mal 7 Minuten

Schreibspiele rund um Weihnachten

Wichteln

Ein Krippenspiel schreiben

Die Kurve kriegen

Eine seriöse Weihnachtsgeschichte schreiben

Texte in einer Anthologie veröffentlichen

Vorteile von Anthologien

Angebot an Ausschreibungen

Vorgaben und Formalitäten beachten

Normseiten

Kurzvita

Vertrag und Honorar

Geduld

Einleitung

Das Schreiben einer Erzählung kann man mit einer Reise verglichen. Die Parallelen liegen auf der Hand, denn auch das Schreiben ist immer lohnend und nicht selten mühsam, gewährt faszinierende Einblicke und Ausblicke und egal wie weit man damit kommt, am meisten erfährt man dabei über sich selbst. Wenn also das Schreiben eine Reise ist, dann soll dieses E-Book der Rucksack mit den notwendigsten Dingen sein, die man braucht, um an das Ziel zu gelangen und die Reise gut zu überstehen. Zu einer vernünftigen Ausrüstung gehört Wissen über das Schreibhandwerk, nicht um stupide Regeln zu folgen, sondern um die Strippen wahrzunehmen, an denen man ziehen kann, um die Geschichte wie gewünscht in Bewegung zu setzen. Themen wie Figurenentwicklung, Dialoge, Konflikte, Handlungs- und Spannungsaufbau sind daher im ersten Teil des E-Books zu finden. Sie erfahren, wie der Antagonist beschaffen sein sollte, wie man Kitsch und Klischees vermeidet und was man bei der Analyse von Filmtrailern für den Plot lernen kann.

Zur Ausrüstung gehört aber auch ein sorgfältig zusammengestelltes Erste-Hilfe-Paket, das in Notfällen wie bei Schreibblockaden, lähmendem Perfektionismus oder dem Würgegriff der Selbstzweifel verwendet werden kann. Hier erfahren Autoren unter anderem, wie das Führen eines Schreibjournals ihre Arbeit unterstützt, wie man die eigene Schreibstimme nutzt und wie ein Zeitmanagement für Autoren aussehen kann.

Der Proviant besteht schließlich aus Wissenswertem über die Textgattungen Märchen, Fabeln, Kürzest- und Kurzgeschichten. Schreibanregungen und -spiele runden diesen Bereich ab.

Dieses E-Book geht zurück auf Artikel, die im Laufe der letzten Jahre online und offline erschienen sind.

Figuren entwerfen

Die Figuren sind das A und O einer Geschichte. Sind sie langweilig, trivial, unglaubwürdig, kann nichts den Leser noch halten. Positiv formuliert: Nichts ist spannender, als eine komplexe Figur kennenzulernen, einem Charakter nahe zu kommen, ihn zu verstehen, womöglich jemanden, dem man im richtigen Leben so nie nahegekommen wäre (man würde es eventuell auch nicht wollen). Wie bastelt man Figuren, die Leser berühren können?

Erst die Figur, dann die Handlung

Wichtig ist zunächst, dass die Figur der Ausgangspunkt der Geschichte sein sollte und nicht die Handlung. Das wird klar, wenn man sich Folgendes verdeutlicht: Die Figur hat einen speziellen Charakter, eine eigene Art die Welt zu sehen und zu handeln. Auf eben dieser eigenen Weise wird sie auf die Konflikte reagieren, denen sie in der Geschichte begegnet und genau das treibt die Handlung voran und formt sie.

Material sammeln

Die beiden Möglichkeiten, an Figurenmaterial heranzukommen, sind Phantasie und Realität und für sich allein ist keine dieser beiden Möglichkeiten gut. Beschränkt man sich nur auf das Ausdenken, läuft man Gefahr Klischees zu reproduzieren. Bildet man reale Menschen ab, kann man nicht nur verklagt werden, sondern man verschenkt auch Spielraum. Weder kann man einen Menschen so gut kennen wie eine Figur, noch sind Menschen so zielgerichtet, motiviert, dynamisch wie eine gute Figur. Jedenfalls in der Regel. Ideal ist deswegen eine Mischform. Man denkt sich Figuren aus und verlässt sich nicht komplett auf die Phantasie, sondern setzt sie aus Bestandteilen zusammen, die man an verschiedenen Menschen wahrgenommen hat.

Auch wenn man „nur" eine Kurzgeschichte schreibt und gar nicht den Raum hat, einen Charakter in seinem ganzen Spektrum darzustellen, sollte man die Figuren doch so genau wie nur irgend möglich kennen. Gelegenheit für ein Hemingway-Zitat:

„Wenn ein Prosaschriftsteller genug über das weiß, worüber er schreibt, kann er Dinge auslassen, die er weiß, und der Leser wird, wenn der Schriftsteller aufrichtig genug schreibt, ein so starkes Gefühl dieser Dinge haben, als ob der Schriftsteller sie erwähnt hätte."

Zu den Dingen, die man über eine Figur wissen sollte, gehört ganz offensichtlich: Name, Aussehen, Beruf, Alter, Bildung, charakterliche Eigenschaften, Vorlieben, Abneigungen, Herkunft, Hobbys ...

Weniger offensichtlich, dennoch wichtig und interessant: die Art zu sprechen, Handschrift, politische Ansichten, Narben, Wohnort und Wohnungseinrichtung, Gesten, Macken, Träume und Albträume, Beziehungen, Spitznamen, Besitz, Lieblingsgegenstand, religiöse Überzeugung, Modegeschmack, ...

Diese Aufzählung ist nicht als abgeschlossen anzusehen.

Grauabstufungen

Wichtig ist es, Schwarz-Weiß-Malerei zu vermeiden. Eine Figur, die durch und durch gut ist, ist auch durch und durch langweilig. Kleine Fehler und Unzulänglichkeiten sind interessant, menschlich und bringen die Figur dem Leser näher. Genauso ist es mit den Bösewichten. Auch zu ihnen muss der Leser eine Beziehung aufbauen. Klar, er soll den eiskalten Serienmörder verabscheuen, er sollte aber gezeigt bekommen, dass dieser Serienmörder sich auch nach dem siebzehnten Mord liebevoll um sein kleines Kind kümmert. Ambivalenz

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