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Gezeichnet und gepinselt: Grafik und Malerei von Isa Salomon

Gezeichnet und gepinselt: Grafik und Malerei von Isa Salomon

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Gezeichnet und gepinselt: Grafik und Malerei von Isa Salomon

Länge:
384 Seiten
47 Minuten
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 22, 2015
ISBN:
9783739291062
Format:
Buch

Beschreibung

Neben der akribischen Auftragsarbeit entstanden auch immer zahlreiche Zeichnungen, Skizzen, Studien, Öl- und Acrylbilder, Logos und anderes, einfach nur aus Spaß am Probieren und Experimentieren oder als Urlaubserinnerungen. Eine Auswahl von beidem - Hobby und Beruf - zeigt dieser Katalog mit rund 400 Abbildungen, ergänzt durch zahlreiche Fotos sowie Kommentare und kleine Anekdoten, stets mit einem zwinkernden Auge gesehen.
Herausgeber:
Freigegeben:
Jun 22, 2015
ISBN:
9783739291062
Format:
Buch

Über den Autor

Isa Salomon, Berlin, geb. 1930 in Mückenberg, studierte Gebrauchsgrafik an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, arbeitete als freischaffende Grafikerin für verschiedene Verlage, schuf Illustrationen für Kinderzeitschriften, Kinderbücher, Lehrmittel und publizierte in wissenschaftlichen Fachbüchern.


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Gezeichnet und gepinselt - Isa Salomon

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Die Anfänge


Die dreißiger und vierziger Jahre

14 Gefangenenhäuschen, Zeichnung aus meinem Tagebuch, Johannisbad 1944, Füller, 6 x 7 cm

„Quatschmaler!", soll meine Antwort gewesen sein, als mich meine Schwester fragte: „Was willst‘n du später mal werden?" Wir waren noch kleine Kinder, und mir ist das gar nicht in Erinnerung geblieben. Sie hat es mir erst sehr viel später erzählt, als wir längst erwachsen waren. Zeichnen machte mir schon von klein an Spaß. Briefränder, Formular-Rückseiten – alles wurde bekritzelt. Beim Kramen fanden sich noch diese zwei kleinen Zeichnungen von 1933 an, die im Alter von drei Jahren und zehn Monaten entstanden sind und die meine Mutter, stolz wie junge Mütter sind, gut verwahrt hat.

15 / 16 Zwei Kinderzeichnungen mit drei Jahren, 1933, 4 x 10 cm / 8 x 3 cm

Schade, fast sämtliche Zeichnungen bis zu meinem vierzehnten Lebensjahr existieren nicht mehr. Ich hatte im März 1943 aus dem KLV-Lager in Luhatschowitz bei Brünn an meine Mutter in Berlin geschrieben, sie möge mir doch bitte alle meine Zeichnungen schicken, um sie vor eventuellen Bombenangriffen zu retten; wir befanden uns schließlich im vierten Kriegsjahr. Das war ein Fehler: Unser großes Gepäck mit Büchern, Briefen, Betten, Kleidung usw., alles was wir bei der Flucht im Februar 1945 aus Johannisbad im Riesengebirge, wo wir zuletzt um diese Zeit einquartiert waren, nicht mitnehmen konnten und durften, verbrannte auf dem Güterbahnhof in Nordhausen im Harz bei dem großen Luftangriff auf die Stadt am 19. Februar 1945, somit auch alle meine Zeichnungen. Und in Berlin hätten sie den Krieg unbeschadet überstanden. Nur zwei kindliche Scherenschnitte, die 1942 in Bansin im KLV-Lager entstanden sind, haben überlebt sowie der „Erlkönig" aus dem Zeichenunterricht in der Klasse 3a. Der war wohl in Berlin geblieben.

17 Der Erlkönig, 1942, Deckfarben, 13 x 18 cm, Zeichenunterricht Kl. 3a

18 Hänschen klein, 1942, Scherenschnitt, 11x8 cm

19 Katholische Kirche in Johannisbad/Riesengebirge, 1944, Bleistiftzeichnung, 17 x 13 cm

20 Stolberg/Harz, 1945, Blick in den Schlosshof, Bleistiftzeichnung, 12 x 10 cm

1944, als wir im Lager in Johannisbad waren, wurde zum ersten Mal eine Zeichnung von mir veröffentlicht, die katholische Kirche von Johannisbad, von unserem Fenster aus gesehen, und zwar in der Zeitschrift „Das schöne Sudetenland", und auch noch ganz ohne mein Wissen. Die Freude war natürlich groß.

Im Februar 1945, als die Front immer näher rückte, mussten wir Johannisbad verlassen. Wohin, das wusste niemand. Schließlich wurden wir alle nach Stolberg im Südharz verfrachtet, zunächst in die „Thyramühle". Danach, im Schloss von Stolberg, erlebten wir dann Anfang Mai 1945 das Kriegsende. Zuerst kamen die Amerikaner, dann die Russen, und niemand war mehr richtig zuständig für uns. Wir Mädchen sollten uns nun überlegen, was wir – je nach Lust und Talent – eventuell arbeiten könnten, um ein bisschen Geld in die Lagerkasse zu bekommen. Zu zweit begannen wir, kleine Mini-Märchenbücher herzustellen, dachten uns Geschichten aus und illustrierten sie. Das hat richtig Spaß gemacht. Aber wer sollte sie kaufen, und was sollten wir dafür nehmen? Vielleicht acht Mark? Egal, wir waren in jeder freien Minute mit Eifer bei der

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